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    Schlüsselqualifikation für alle Fachbereiche

    13.10.2015

    Es wurde ausgezeichnet und mehrfach gelobt: Das Lehrprogramm GSiK der Uni Würzburg ist ein Leuchtturmprojekt in der Hochschullehre. Es ermöglicht Studierenden aller Fachbereiche, sich interkulturelle Kompetenz anzueignen. Das Rahmenthema in diesem Semester: „Flucht und Migration“.

    Das neue GSiK-Logo
    Das neue GSiK-Logo

    „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“, kurz GSiK: So heißt das studienbegleitende Lehrprogramm der Universität Würzburg, das sich an Studierende aller Fachbereiche richtet. Seine Inhalte und die Kompetenzen, die es vermittelt, sind für Berufs- und Privatleben gleichermaßen von hoher Relevanz.

    Kompetenzen im Umgang mit Ungewohntem

    Die Welt ist globalisiert. Ob im Urlaub oder im Sportverein, im multikulturellen Team eines internationalen Konzerns oder eines universitären Labors, ob als Lehrkraft in einer multikulturell besetzten Klasse oder im Gespräch mit Geschäftspartnern im Ausland – interkulturelle Kompetenzen werden in fast allen Lebensbereichen benötigt. Nicht zuletzt deswegen gelten sie als die Schlüsselqualifikation des 21. Jahrhunderts.

    „Im Grunde vermitteln wir in GSiK Kompetenzen, die helfen, sich mit dem Fremden, aber auch mit sich selbst auseinanderzusetzen. Das Fremde kann dabei konkret ein Mensch aus einem fernen Land sein, aber auch einfach nur eine ungewohnte Situation“, erklärt Dozentin Laura Wallner von der GSIK-Zentrale.

    Anerkannt von Arbeitgebern und der HRK

    Wer im Lauf seines Studiums eine gewisse Anzahl von GSiK-Lehrveranstaltungen besucht, bekommt dafür ein Zertifikat, das sich bei Arbeitgebern höchster Akzeptanz erfreut. „Wir wissen von einigen früheren Studierenden, bei denen das Zertifikat den Ausschlag dafür gegeben hat, dass sie bei der Bewerbung um eine Stelle erfolgreich waren“, sagt Kerstin Surauf von der GSiK-Zentrale.

    Mit ein Grund für die hohe Akzeptanz des Zertifikats mag auch die Würdigung des GSIK-Programms durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sein: Sie hob es schon 2013 in ihrem Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“ als Good-practice-Beispiel für die Lehre hervor und empfahl es anderen Universitäten zur Nachahmung. Außerdem sei es ein wichtiger Baustein für die Bemühungen der Universität um eine weitere Verstärkung der Internationalisierung.

    „Die hohe Akzeptanz des Zertifikats auf dem Arbeitsmarkt und im akademischen Umfeld freut uns, denn sie hilft unseren Absolventen beim Übergang vom Studium in den Beruf.“, erklärt Dominik Egger, ebenfalls Mitarbeiter in der GSIK-Zentrale.

    Flucht und Migration als Rahmenthema

    „Derzeit kommen vermehrt Studierende zu uns, die sich ehrenamtlich engagieren, zum Beispiel in der Flüchtlingshilfe. Auch hier versuchen wir entsprechende Hilfestellung zu geben, Kompetenzen zu vermitteln, Sensibilität zu schaffen“, so Egger.

    Im Wintersemester 2015/16 greifen einige GSiK-Veranstaltungen daher das Rahmenthema „Flucht und Migration“ auf. Die Pädagogik beispielsweise bietet mehrere Projektseminare zur Flüchtlingsarbeit an, in der Medizin gibt es ein Seminar zur Migrantenmedizin, die Sonderpädagogik widmet sich in einem Seminar migrationsbedingten Konflikten.

    „Das Thema ist hoch aktuell, und wir möchten einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten“, erläutert Kerstin Surauf. Am 7. November 2015 wird dieser Thematik sogar ganz viel Zeit gewidmet: Dann findet der 4. GSIK-Tag statt, eine wissenschaftliche Tagung für Studierende mit einem Vortrag und vielen Workshops über Phänomene von Flucht und Migration.

    Interdisziplinäre Vielfalt im Lehrprogramm

    Daneben finden sich viele weitere Themen im interdisziplinären GSiK-Programm: Ob Menschenrechte (Katholische Theologie), die Grundlagen des Islam (Philosophie und Religion), der Zusammenhang von Recht und Kultur (Jura) oder die Ringvorlesung zur „Inklusion und Exklusion des Humanen“ (Humanwissenschaften) – das Lehrprogramm lebt interdisziplinäre Vielfalt und fakultätsübergreifende Zusammenarbeit.

    Neuer Schwung im GSiK-Team

    Die wissenschaftliche Leitung des Programms haben die Professoren Andreas Dörpinghaus (Sprecher), Ronald Bogaschewsky, Regina Egetenmeyer und Roland Stein inne. Die Leitung der GSiK-Zentrale liegt seit dem Frühjahr 2015 bei Kerstin Surauf und Dominik Egger. Das Team will neuen Schwung in das Programm bringen.

    „Neben der Qualität und Vielfalt des Programms ist es uns ein Anliegen, Studierende wirklich aller Fakultäten anzusprechen“, erklärt Andreas Dörpinghaus. Erste Erfolge sind bereits zu verbuchen: Mit der Medizin engagiert sich eine weitere Fakultät aktiv im Projekt. Sichtbar wurden die Veränderungen aber auch an der neu gestalteten Homepage und dem neuen GSiK-Logo.

    Unterstützung durch die Universitätsleitung

    Was die GSiK-Verantwortlichen besonders freut: Die Universitätsleitung unterstützt das Projekt nun auch finanziell. „Wir haben nach dem Wegfall der Studienbeiträge mit hohem persönlichem Einsatz am Fortbestand des Projekts gearbeitet. Die Universitätsleitung hat dieses Engagement nun belohnt. Ohne diese finanzielle Grundlage wären Aktionen wie der GSiK-Tag nicht realisierbar.“, sagt Andreas Dörpinghaus. Er ist überzeugt: „Die Themen des GSiK-Projekts sind hoch aktuell und werden sicherlich in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen.“

    Kontakt

    GSiK-Zentrale: Campus Nord, Josef-Martin-Weg 54/1, T (0931) 31-81978, gsik@uni-wuerzburg.de

    Zur Website von GSiK: www.gsik.uni-wuerzburg.de

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