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    Röntgenmedaille für Dieter Kuhn

    10.05.2016 | AUSZEICHNUNGEN
    Professor Dieter Kuhn mit der Röntgenmedaille. Rechts Präsident Alfred Forchel, links Vizepräsident Wolfgang Riedel. (Foto: Robert Emmerich)

    Professor Dieter Kuhn mit der Röntgenmedaille. Rechts Präsident Alfred Forchel, links Vizepräsident Wolfgang Riedel. (Foto: Robert Emmerich)

    Die Röntgenmedaille der Universität Würzburg ist eine Auszeichnung für herausragende Persönlichkeiten aus der Forschung. Außerdem wird sie an Förderer und Sponsoren vergeben. Beim Stiftungsfest am 11. Mai 2016 wurde der Sinologe Professor Dieter Kuhn damit ausgezeichnet.

    Die Laudatio auf den neuen Träger der Röntgenmedaille hielt Uni-Vizepräsident Wolfgang Riedel.

    Dieter Kuhn wurde 1946 in Karlsruhe geboren und machte zunächst eine Ausbildung als Textilbetriebswirt. Ab dem Wintersemester 1970 studierte er Chinesische Sprache und Kultur in Heidelberg, Köln und an der National Taiwan Normal University in Taipeh.

    1977 wurde Dieter Kuhn an der Universität zu Köln promoviert; 1985 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin in Sinologie. Anschließend erhielt er ein Heisenberg-Stipendium und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Cambridge, England und Heidelberg tätig, bevor er 1988 auf den Lehrstuhl für Philologie des Fernen Ostens der Julius-Maximilians-Universität berufen wurde.

    Modernisierung des Lehrangebots in Würzburg

    In der Folgezeit leitete er eine systematische Modernisierung des sinologischen Lehrangebots ein, das bisher ausschließlich Kultur, Geschichte, Philosophie und Religion des „Reichs der Mitte“ umfasst hatte. Von da an spielte auch die aktuelle Zeitgeschichte eine wichtige Rolle, wie nicht zuletzt auch der Name des im Jahr 2002 geschaffenen Studiengangs „Modern China“ deutlich macht. Dass es sich dabei um einen Bachelor-Studiengang handelte, machte die Würzburger Sinologie auch diesbezüglich zu einem Vorreiter unter den deutschen Sinologien und an der Universität Würzburg.

    Unter der Leitung von Dieter Kuhn wurde die Sinologie zu einem Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens ausgebaut. Das Fächerspektrum wurde erweitert, so dass heute zum Beispiel zusammen mit den Wirtschaftswissenschaften ein interdisziplinärer Master-Studiengang „China Business and Economics“ mit zum Angebot gehört.

    Kooperation mit den Wirtschaftswissenschaftlern

    Die Grundlagen für diese Entwicklung legte Kuhn bereits Mitte der 1990er-Jahre, als er gemeinsam mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am Institut für Sinologie das anfängliche Pilotprojekt und heutige Studienelement „Chinesisch für Wirtschaftswissenschaftler“ einrichtete, das unter anderem Grundkenntnisse der modernen chinesischen Sprache und der speziellen Terminologie des Wirtschaftslebens vermittelt und Studierenden aller Fakultäten offensteht.

    Internationale Kooperation und Austausch in Forschung und Lehre waren Dieter Kuhn immer ein besonderes Anliegen. Er hat wichtige Kontakte mit chinesischen Universitäten in die Wege geleitet, auf denen seine Nachfolger aufbauen konnten. Eines der Ergebnisse ist unter anderem das im Sommersemester 2002 eingerichtete European Chinese Language and Culture Programme ECLC, das es Bachelor- und Master-Studierenden ermöglicht, ein voll integriertes Semester an der Universität Peking zu verbringen.

    Einen Ruf auf den Lehrstuhl für Sinologie in Köln im Jahr 1997 lehnte Dieter Kuhn ab und blieb stattdessen der Universität Würzburg bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2011 treu.

    International anerkannt in Forschung und Lehre

    Bereits seit seinem Beitrag zu Joseph Needhams „Science and Civilisation in China“ (Cambridge 1988) genießt Dieter Kuhn große internationale Anerkennung. Er gilt als einer der renommiertesten Fachleute für Geschichte und Kultur der Seidenherstellung und -verarbeitung.

    Neben seiner Lehrtätigkeit hat Kuhn zahlreiche Forschungsprojekte initiiert und durchgeführt. Mit Veröffentlichungen in internationalen Standardwerken, beispielsweise mit einem eigenen Band zum Zeitalter der konfuzianischen Herrschaft in der Reihe der Harvard University Press „History of Imperial China“, verhalf er der Würzburger Sinologie zu weltweit hoher Sichtbarkeit und Anerkennung. Die Berufung als Visiting Professor an die Princeton University unterstreicht die internationale Wertschätzung seiner wissenschaftlichen Arbeit.

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