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    Photovoltaik: Neue Technologien bieten neue Chancen

    27.10.2015 | FORSCHUNG
    Vladimir Dyakonov in der Diskussion mit Tagungsteilnehmern. (©ZAE Bayern)

    Vladimir Dyakonov (2.v.r.) in der Diskussion mit Tagungsteilnehmern. (©ZAE Bayern)

    Mit innovativen Solarzellenkonzepten beschäftigte sich Anfang Oktober eine internationale Konferenz, zu der das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung eingeladen hatte. Im Fokus standen dabei druckbare Solarzellen auf Basis organischer Farbstoffe und neuartiger Perowskite.

    „Sie sind preiswert, vielseitig und versprechen hohe Ausbeute: Perowskit-Solarzellen sind die derzeit spannendste neue Technologie, um grünen Strom sehr günstig aus Sonnenlicht zu erzeugen.“ So schrieb die Wirtschaftswoche im vergangenen Mai. Und das Wissenschaftsmagazin Spektrum erwartet von dem innovativen Material „effiziente Solarzellen zum Schnäppchenpreis“.

    Perowskite sind Mineralien mit einer ganz bestimmten Kristallstruktur, die in einer Vielzahl unterschiedlicher Zusammensetzungen auf der Erde zu finden sind. Dass dieses Material auch zur Herstellung von kostengünstigen und zudem sehr effizienten Solarzellen äußerst interessant ist, entdeckte die Wissenschaft erst vor Kurzem. Seitdem boomt die Forschung in diesem Bereich weltweit – und das ZAE Bayern war hier schon sehr früh involviert. In nur sechs Jahren konnte der Wirkungsgrad der Perowskit-Solarzellen von anfänglich knapp unter vier Prozent auf über 20 Prozent im Jahr 2015 gesteigert werden; das Gebiet gehört damit sicher zu einer der rasantesten Technologien in der Photovoltaik-Geschichte.

    Internationaler Erfahrungsaustausch

    Grund genug, Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zu einem Erfahrungsaustausch an das Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) Bayern einzuladen. Rund 70 Experten diskutierten über neue Forschungsergebnisse und Konzepte in den Bereichen organisch- und Perowskit-basierter Photovoltaik und den möglichen Anwendungen.

    „Die Kombination organischer und Hybrid-(Perowskit-)-Photovoltaik in einer Fachtagung erwies sich als sehr spannend und diskussionsanregend, denn die beiden Technologien stehen nicht in Konkurrenz zu einander, sondern können voneinander profitieren“, sagte Professor Vladimir Dyakonov, Vorstand des ZAE Bayern und Inhaber des Lehrstuhls für Experimentelle Physik VI der Universität Würzburg.

    Das Ziel der beiden Konzepte bleibe nach wie vor, die Effizienzen der Silizium-Photovoltaik zu erreichen, ohne die eigenen attraktiven Eigenschaften, das heißt die Druckbarkeit, Farbenvielfalt und den niedrigen Materialverbrauch, dabei zu verlieren, so Dyakonov weiter. Dass dies nicht Zukunftsmusik ist, bewiesen die Darstellungen der Firmen Heliatek und Belectric OPV GmbH, die eindrucksvoll die Praxistauglichkeit von organischen Solarzellen demonstrierten. Auch die Exponate der begleitenden Ausstellung führten den Teilnehmern die bereits erreichte Praxisnähe und Möglichkeiten dieser Art von Solartechnik eindrucksvoll vor Augen.

    (Pressemitteilung des ZAE Bayern)

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