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    Neuer Leiter der Unibibliothek

    05.09.2016

    Im Herbst übernimmt Hans-Günter Schmidt die Leitung der Universitätsbibliothek Würzburg. Er tritt die Nachfolge von Karl Südekum an, der nach 18 Jahren an der Spitze der Bibliothek in den Ruhestand geht.

    Der neue Leiter der Universitätsbibliothek, Hans-Günter Schmidt (2.v.r.) mit seinem Vorgänger Karl Südekum (3.v.r.), Universitätspräsident Alfred Forchel (r.) und Unikanzler Uwe Klug. (Foto: Robert Emmerich)
    Der neue Leiter der Universitätsbibliothek, Hans-Günter Schmidt (2.v.r.) mit seinem Vorgänger Karl Südekum (3.v.r.), Universitätspräsident Alfred Forchel (r.) und Unikanzler Uwe Klug. (Foto: Robert Emmerich)

    Fast 3,5 Millionen Medien, 130 Beschäftigte, jedes Jahr mehr als eine Million Besucher. Nicht nur die 29.000 Studierenden und 2.400 Wissenschaftler nutzen die Universitätsbibliothek Würzburg zum Lesen, Lernen und Forschen, sondern auch 4.500 Schüler pro Jahr und zahlreiche andere Bürger.

    Neuer Chef dieses Hauses wird ab 1. Oktober 2016 Dr. Hans-Günter Schmidt. Damit bleibt die Leitung der Bibliothek in bekannten Händen: Schmidt (49) arbeitet hier seit 2001 als Bibliothekar, Leiter der Abteilung für Handschriften und Alte Drucke, Fachreferent und Leiter des Digitalisierungszentrums sowie verschiedener Drittmittelprojekte, aktuell etwa des Projekts Kallimachos zum Aufbau eines Digital-Humanities-Zentrums.

    Schmidt, Jahrgang 1967, stammt aus Würzburg. Hier hat er 1994 das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Geschichte und Anglistik und 1997 die Promotion abgelegt. Von 1998 bis 2000 war er als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek Würzburg und an der Bayerischen Staatsbibliothek, ab 2000 Bibliotheksrat an der Bibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2001 wechselte Schmidt dann nach Würzburg.

    Bibliothek mit Schmidt weiterhin gut gewappnet

    „Ich freue mich sehr darauf, meine Vorstellung von einer Universitätsbibliothek umsetzen zu können, und danke Ihnen für das Vertrauen, das Sie mir entgegenbringen“, so Schmidt zu Unikanzler Dr. Uwe Klug, als der ihm die Bestellungsurkunde überreichte.

    Mit Schmidt an der Spitze sei die Universitätsbibliothek (UB) auch weiterhin gut für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet, so Klug: für die verstärkte Hinwendung zu den Belangen von Forschung und Lehre, für das weitere Vorantreiben der Digitalisierung, aber auch für die Pflege und den Erhalt des Altbestandes mit seinen wertvollen mittelalterlichen Handschriften und frühen Drucken.

    Südekums erfolgreiche Arbeit gewürdigt

    Universitätspräsident Alfred Forchel dankte Schmidt für die Bereitschaft, die Leitung der UB zu übernehmen. Dem scheidenden UB-Leiter Dr. Karl Südekum bescheinigte der Präsident eine erfolgreiche Arbeit: „Sie haben diese Bibliothek hin zur Zeitenwende der Digitalisierung geführt.“

    Südekum übernahm die Leitung der Würzburger Universitätsbibliothek 1998. Im Jahr 1950 in Bülten (Niedersachsen) geboren, legte Südekum an der Uni Würzburg 1978 das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab und 1981 die Promotion. Von 1979 bis 1982 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der „Würzburger Forschergruppe“ am DFG-Projekt „Rechtssumme Bruder Bertholds“, deren Mitherausgeber er ist.

    1982 bis 1984 folgte das Bibliotheksreferendariat an der UB Würzburg und der Bayerischen Staatsbibliothek. Bis 1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der UB Würzburg und 1985 bis 1990 Bibliotheksrat an der UB Bamberg. Seit 1990 übernahm er an der UB Würzburg verschiedene Tätigkeiten wie Fachreferats- und Teilbibliotheksbetreuungen, 1995 die Leitung der Katalogabteilung, 1996 die Leitung der Erwerbungsabteilung.

    Südekum führte erfolgreich die „Funktionale Einschichtigkeit“ („alle bibliothekarischen Aufgaben in bibliothekarischen Händen“) ins Bibliothekssystem ein, um den bestmöglichen Einsatz der bibliothekarischen Ressourcen zu erreichen. Er engagierte sich zudem in landes- wie bundesweiten Verbänden und Vereinigungen der Bibliotheks- und Informationslandschaft, etwa im Deutschen Bibliotheksverband (Vorstand), im Bayerischen Bibliotheksverband (Vorstand) und in der Deutschen Gesellschaft für Information & Wissen (Präsidium). Schwerpunktthemen der Verbandsarbeit waren Ausbildungsreformen, die Verbesserung bibliothekarischer Kooperation und ein wissenschafts- und bildungsfreundliches Urheberrecht.

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