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    Krebs-Selbsthilfe-Tag am Uniklinikum Würzburg

    23.05.2017 | UNIVERSITÄTSKLINIKUM

    Mit der Diagnose Krebs umgehen, den Lebensmut nicht verlieren: Hilfestellung wollen Fachleute vom Comprehensive Cancer Center Mainfranken gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ bei einem Aktionstag am Samstag, 10. Juni 2017, geben.

    Wie können Patienten bei der Verarbeitung der Diagnose Krebs und der Krankheitsbewältigung optimal begleitet werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich Fachleute gemeinsam mit Interessierten am Krebs-Selbsthilfe-Tag. „Wir wollen unsere Patienten nicht nur auf dem neuesten Stand der Tumortherapien behandeln, sondern sie nach besten Kräften begleiten und unterstützen“, sagt Professor Ralf Bargou, der Direktor des Comprehensive Cancer Centers (CCC). Zusammen mit der Würzburger Gruppe der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ organisiert das Zentrum den Informationstag mit dem Titel „Alles, was der Seele gut tut“.

    Betroffene, Angehörige und Interessierte sind am Samstag, 10. Juni von 9 bis 15:15 Uhr eingeladen, an Vorträgen und (Mitmach-)Seminaren am Zentrum für Innere Medizin des Uniklinikums Würzburg (UKW) teilzunehmen. Schirmherrin der Veranstaltung ist die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Damit die Seele nicht verkümmert

    „Durch die eigene Betroffenheit ist ein intensiver Austausch mit den Ärzten besonders wertvoll und für beide Seiten gewinnbringend. Es gilt, die Bedürfnisse und Gefühle ernst zu nehmen, damit die Seele nicht auf der Strecke bleibt“, so Beate Beyrich, eine der Leiterinnen der Würzburger Krebs-Selbsthilfegruppe. Wichtig sei, die Bedürfnisse und Gefühle ernst zu nehmen, damit die Seele nicht auf der Strecke bleibe. „Man muss wieder Freude am Alltag finden“, sagt Psychoonkologin Elisabeth Jentschke.

    In einem Vortrag will sie aufzeigen, wie Krebskranke mit Hilfe ressourcenorientierter Methoden im Alltag wieder Freude erfahren können. „Eine Krebsdiagnose wird als Schock erlebt. Betroffene beschreiben, dass von einem Moment auf den anderen Sicherheiten und Wertvorstellungen ins Wanken geraten“, so die Expertin.

    Zur praktischen Umsetzung bietet Jentschke am Nachmittag einen Workshop an. „Die Teilnehmer können dabei achtsamkeitsbasiertes Yoga ausprobieren“, sagt die Psychoonkologin. Dadurch könne man Ängste, Depressionen und Erschöpfungssymptome minimieren.

    Naturheilkundliche Selbsthilfestrategien

    Impulse für einen gesunden Lebensstil wird Claudia Löffler geben. Sie ist Spezialistin für komplementäre Onkologie und integrative Medizin am Uniklinikum Würzburg. „Anstatt zurückzublicken, kann es hilfreich sein, sich auf das ‚Hier und Jetzt‘ zu konzentrieren und wieder nach vorne zu schauen“, sagt die Spezialistin. Ziel sei, aus der Passivität nach der Krebsdiagnose zurück in einen selbstbestimmten Alltag zu finden.

    Am Krebs-Selbsthilfe-Tag bietet Löffler außerdem einen Workshop zum Thema „Naturheilkundliche Selbsthilfestrategien“ an. Ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung einer schweren Erkrankung sei, selbst aktiv an der Therapie teilhaben zu können, weiß Löffler. „Naturheilkundliche Selbsthilfestrategien können die Nebenwirkungen der Chemotherapie lindern und den Umgang mit dem Krebs erleichtern.“

    Neben den Vorträgen und Workshops wird es Seminare zum Thema Patientenverfügung und der „Kraft der Selbsthilfe“ geben.

    Angehörige sind wichtige Stützen

    Der Informationstag wendet sich nicht nur an Betroffene selbst, sondern auch an deren Umfeld. „Eine Krebserkrankung trifft nicht nur den Patienten, sondern auch alle anderen, die irgendwie mit ihm verbunden sind“, sagt Professor Ernst Engelke. Der Würzburger Psychologe wird einen Vortrag zur gegenseitigen Unterstützung in Krisenzeiten halten.

    Rahmenprogramm

    Trotz des ernsten Themas soll der Spaß nicht zu kurz kommen: Besucher können sich auf eine Aufführung des Würzburger Improtheaters „der Kaktus“ freuen. Zur Stärkung gibt es einen kleinen Imbiss von der Genussmanufaktur Reisers.

    Um besser planen zu können, bittet der Veranstalter bis zum 26. Mai 2017 um Anmeldung.

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