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    Kinderbetreuung: Neue Angebote gefragt

    28.07.2015 | CAMPUS
    Von null bis sechs Jahren: Der Familienservice der Uni organisiert Betreuungsangebote für die Kinder von Unimitgliedern – und mehr. (Foto: Familienservice)

    Von null bis sechs Jahren: Der Familienservice der Uni organisiert Betreuungsangebote für die Kinder von Unimitgliedern – und mehr. (Foto: Familienservice)

    Ein hohes Maß an Flexibilität und die besonderen Bedürfnisse eines zunehmend internationalen Publikums: Auf diese Anforderungen müssen Familienservice-Einrichtungen an vielen Universitäten Bayerns reagieren.

    Zwei Mal im Jahr treffen sich die Leiterinnen und Leiter von Familienservicestellen bayerischer Hochschulen und tauschen sich über ihre Erfahrungen rund um das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf an den Hochschulen“ aus. Welche Entwicklungen und Veränderungen es dabei gibt, stand im Mittelpunkt des jüngsten Netzwerktreffens an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg. Marion Vogler hat dort das Familienservice-Team der Uni Würzburg vertreten.

    „An allen großen Universitäten in Bayern spüren die Familienservice-Einrichtungen die Notwendigkeit zu einer stärkeren Flexibilisierung ihrer Kinderbetreuungsangebote“, sagt Marion Vogler. Der Grund dafür sei das zunehmend heterogene Publikum mit seinen speziellen Wünschen und Anforderungen. „Man merkt, dass sich die Nachfrage ändert“, sagt auch Gisela Kaiser, Leiterin des Frauenbüros der Uni.

    Uni-Mitglieder haben spezielle Wünsche

    Was das konkret bedeutet: Eine Studentin, die überraschend ein Auslandssemester genehmigt bekommen hat, möchte ihr Kind natürlich mitnehmen. Ebenso geht es Postdocs, die einen zeitlich befristeten Laboraufenthalt an einer Universität im Ausland einschieben wollen. Dann ist es allerdings wichtig für sie zu wissen, dass sie nach ihrer Rückkehr immer noch einen Krippenplatz haben.

    Oder: Eine Mitarbeiterin der Verwaltung arbeitet in Teilzeit an zwei Tagen pro Woche. Dementsprechend benötigt sie nur an diesen Tagen eine Betreuung für ihr sechs Monate altes Kind.

    Oder: Eine Professorin, die einen Ruf erhalten hat und im April an ihrem neuen Lehrstuhl anfangen möchte, kann nicht bis September warten, bis im Kindergarten zwei Plätze für ihre Zwillinge frei werden.

    Oder: Ein Gastwissenschaftler kommt für sechs Monate zum Forschen an die Uni. Für den Behördenverkehr, den er absolvieren muss, damit seine Tochter in dieser Zeit eine Schule besuchen kann, reichen seine Deutschkenntnisse nicht aus.

    All diese Beispiele zeigen: Wenn es darum geht, die Karriereplanung mit dem Familienleben zu vereinbaren, sind die Anforderungen an einer Universität hoch. Mit den Standardangeboten öffentlicher Einrichtungen lassen sie sich nur selten befriedigen. „Wir müssen auf ein gemischtes Publikum, auf kurzfristigen Bedarf und auf Gäste aus dem Ausland reagieren. Ohne Flexibilität ist das nicht möglich“, sagt deshalb Marion Vogler. „Die Herausforderungen sind groß. Man darf nicht in den üblichen Bahnen denken, sondern muss überlegen, ob das bisherige Konzept auch in Zukunft trägt“, ergänzt Gisela Kaiser.

    Ein hohes Maß an Flexibilität in der Zwergenstube

    In der Zwergenstube ist diese Flexibilität so weit wie möglich realisiert. In der Einrichtung des Familienservice kümmern sich zwei Erzieherinnen und ein Erzieher, zwei Kinderpflegerinnen und eine Helferin, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, um Kinder bis drei Jahre. Maximal zwölf Kindern bietet die Zwergenstube pro zweistündigem Buchungsblock einen Betreuungsplatz an. „Momentan verteilen sich diese zwölf Plätze auf 39 Familien zu den angebotenen Betreuungszeiten“, sagt Marion Vogler. Wie das geht? Die Kinder sind nicht den ganzen Tag da, sondern nur stundenweise – beispielsweise wenn ihre Eltern in einer Vorlesung sitzen, oder in der Unibibliothek lernen oder als Promovierende und Postdocs schon frühzeitig wieder an einigen Tagen stundenweise im Labor arbeiten - werden anschließend wieder abgeholt und machen so Platz für ein anderes Kind. Flexibel halt.

    Mehr Informationen zu den Angeboten des Familienservice 

    Kontakt

    Gisela Kaiser, T: (0931) 31-80472, gisela.kaiser@uni-wuerzburg.de

    Marion Vogler, T: (0931) 31-89521, marion.vogler@uni-wuerzburg.de

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