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    Gelungene Kooperation zwischen Uni, Schule und Museum

    23.07.2013

    „Kunst und Mathematik – wie passt das zusammen?“ Dieser Frage gingen Lehramtsstudierende der Sonderpädagogik und Grund- und Hauptschule im Rahmen eines Projektes des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung nach. Zentrales Anliegen des Seminars war die enge Verzahnung von Theorie und Praxis.

    Schüler der Wichern-Schule enträtseln die Zentrische Streckung in einem Gemälde von Josef Albers im Museum im Kulturspeicher. (Foto: Claudia Schönitz)
    Schüler der Wichern-Schule enträtseln die Zentrische Streckung in einem Gemälde von Josef Albers im Museum im Kulturspeicher. (Foto: Claudia Schönitz)

    In der Sammlung „Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“ im Museum im Kulturspeicher galt es spannende Rätsel rund um Bildwerke und Mathematik zu lösen. Auch wenn man als Schüler Mathe nicht gerade als Lieblingsfach hat, lohnte es sich für die eingeladenen Schüler zu Entdeckern zu werden und die Werke der Konkreten Künstler zu entschlüsseln.

    Die Studierenden Lena Freiberg, Helena Freitag, Lisa Rief, Annika Weiss, Verena Wilke und Julia Glauth erarbeiteten im Museum im Kulturspeicher unter der Leitung von Claudia Schönitz, Lehrerin an der Wichern-Schule Würzburg, und Christiane Rolfs, Museumspädagogin im Kulturspeicher, anhand von Kunstwerken der Konkreten Kunst drei Einheiten zu den mathematischen Themen Folgen, Zentrische Streckung und Raumerfahrung. Die teilnehmenden Schüler der Wichern-Schule sind Kinder und Jugendliche, die aufgrund einer Erkrankung oder aus anderen Gründen kurz- oder langfristig keine Regel- oder Förderschule besuchen können.

    „Ich war noch nie in einem Museum“

    Tatsächlich kann für viele Schüler der Bereich Mathematik über Kunstwerke auf neue und ungewöhnliche Weise erschlossen werden. Im handelnden Umgang mit Gemälden und Skulpturen können Kinder und Jugendliche mathematische Probleme oft schneller und leichter verstehen. Gleichzeitig wird ihnen durch das Arbeiten mit und an den Kunstwerken im Museum kulturelle Teilhabe ermöglicht. Beim Arbeiten vor den Werken im Museum wird dieser Ort als außerschulischer Lernort kennengelernt, werden Hemmschwellen abgebaut, ein Museum zu betreten, und so neue Möglichkeiten eröffnet, am kulturellen Leben außerhalb der Schule teilzunehmen.

    Die Schüler der Wichern-Schule besuchten dreimal das Museum im Kulturspeicher und erlebten - angeleitet von den Studierenden – das Thema „Kunst und Mathematik- wie passt das zusammen?“ ganz persönlich. Für die meisten von ihnen war es der erste Besuch in einem Würzburger Museum. Das handlungsorientierte und auf Selbsttätigkeit ausgerichtete Didaktik-Konzept der Studierenden wurde mit dem visuellen Erleben der Kunstwerke in der Praxis erfolgreich verknüpft und sorgte dafür, dass der Ausflug ins Museum aus Sicht der Schüler viel zu schnell zu Ende ging. Doch die Schüler dürfen wieder kommen, denn das Projekt soll im Wintersemester 2013/14 fortgesetzt werden. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im „Qualitätspakt Lehre“.

    Kontakt

    Simone Mattstedt, Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZfL),
    T: (0931) 31-84345; E-Mail: s.mattstedt@uni-wuerzburg.de

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