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    Ein Neubau für die Kopfkliniken

    13.01.2015

    In den kommenden Jahren soll ein Neubau die Kopfkliniken des Würzburger Universitätsklinikums ersetzen. Die Sieger des Architektenwettbewerbs stehen jetzt fest: Es ist der gemeinsame Planungsentwurf der Architekturbüros Hascher Jehle und Monnerjan Kast Walter.

    Das Modell des siegreichen Planungsentwurfs für die Kopfkliniken des Universitätsklinikums Würzburg aus Sicht der Lindleinstraße. Der erste Bauabschnitt entspricht dem zurückgesetzten, parallel verlaufenden Baukörper mit Hubschrauberlandeplatz recht
    Das Modell des siegreichen Planungsentwurfs für die Kopfkliniken des Universitätsklinikums Würzburg aus Sicht der Lindleinstraße. Der erste Bauabschnitt entspricht dem zurückgesetzten, parallel verlaufenden Baukörper mit Hubschrauberlandeplatz rechts; die beiden Bettenhäuser links für den zweiten Bauabschnitt verlaufen quer zur Lindleinstraße und parallel zur Josef-Schneider-Straße. (Bild: Staatliches Bauamt Würzburg)

    Sie wurden im Jahr 1973 eröffnet und sind mittlerweile nicht mehr zeitgemäß: Die Kopfkliniken des Universitätsklinikums Würzburg (UKW). Ab dem Jahr 2017 sollen sie in zwei Phasen durch Neubauten ersetzt werden. Um die beste Lösung für diese anspruchsvolle Planungsaufgabe zu finden, hatte das Staatliche Bauamt Würzburg im Frühjahr 2014 einen Architektenwettbewerb gestartet. Nach einem ersten Bewerbungsverfahren wurden 22 Teilnehmer dazu aufgefordert, ihre Entwürfe einzureichen. Ende November 2014 hat das Preisgericht einen ersten und einen zweiten Platz vergeben.

    Den mit 130.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt der Entwurf einer Planungsgemeinschaft aus dem Berliner Architekturbüro Hascher Jehle Generalplanungsgesellschaft und der Architekten Monnerjan Kast Walter aus Düsseldorf. Auf Platz zwei kam die Arbeit der Schuster Pechtold Schmidt Architekten GmbH aus München.

    Dem Preisgericht gehörten Vertreter des Staatlichen Bauamts, des bayerischen Wissenschaftsministeriums, der Stadt Würzburg und des Würzburger Stadtrats sowie freie Architekten an.

    Sieben Geschosse in Hanglage

    Der Siegerentwurf sieht auf dem Areal zwischen der Josef-Schneider- und der Lindleinstraße einen siebengeschossigen Gebäudekomplex vor. Drei dieser Stockwerke liegen unter dem Geländeniveau. Neben einer geschickten Nutzung der Hanglage sollen großzügige Lichthöfe Tageslicht bis in die unterste Ebene bringen. „Ich halte diesen Entwurf für architektonisch sehr gelungen und städtebaulich gut verträglich“, lobt der Ärztliche Direktor des Würzburger Uniklinikums, Professor Christoph Reiners, und fährt fort: „Unser Ziel ist es, bei der Neugestaltung der Kopfkliniken sowie der späteren Umstrukturierung der benachbarten Universitäts-Frauenklinik nach einem möglichst einheitlichen Baukonzept vorzugehen.“ Um ein insgesamt stimmiges Ensemble zu schaffen, sollten sich die zukünftigen Bauten laut Reiners am nahegelegenen Doppelzentrum für Operative und Innere Medizin (ZOM/ZIM) orientieren.

    Inspiriert durch ZOM und ZIM

    Folgerichtig nimmt der preisgekrönte Planungsentwurf Ideen aus diesen beiden Zentren auf. Auch die sonstige innere Struktur der geplanten Architektur überzeugte den Ärztlichen Direktor. Reiners: „Die Patientenwege inklusive der Notfallversorgung sind hier perfekt vorgezeichnet - gerade auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Kopfkliniken in zwei Bauphasen ersetzt werden sollen und die Funktionsfähigkeit kontinuierlich erhalten bleiben muss.“

    Erster Bauabschnitt: Funktionsbau mit Stationsbereichen

    Im ersten Bauabschnitt sollen Funktionsbereiche wie Operationssäle, Zentralsterilisation, Notaufnahme und Neuroradiologie sowie die Intensivstationsbereiche und vier Bettenstationen untergebracht werden. Das Staatliche Bauamt nimmt jetzt Verhandlungen mit den beiden Architektenbüros auf, die mit dem ersten und zweiten Preis ausgezeichnet wurden. Danach beginnt die eigentliche Bauplanung für den ersten Abschnitt - in engster Abstimmung mit dem UKW als späterem Betreiber sowie den Kliniken und sonstigen Nutzern. Dies wird etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen.

    Erschließungsmaßnamen beginnen 2016

    Der Baubeginn für die dazugehörigen Erschließungsmaßnahmen ist auf Anfang 2016 terminiert; das Gebäude soll zwischen 2017 und 2021 an der Stelle des jetzigen Hörsaal- und Lehrtrakts der Kopfkliniken errichtet werden. Das Klinikum wünscht sich, dass der zweite Bauabschnitt mit Räumen für die Ambulanzen, Lehr- und Forschungsräumen sowie weiteren Bettenstationen und Funktionsflächen möglichst unmittelbar im Anschluss an die Fertigstellung des ersten Abschnitts realisiert werden kann.

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