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    Ehrung für Marburger Kinder- und Jugendpsychiater

    30.06.2015 | AUSZEICHNUNGEN
    Professor Matthias Frosch (l.), Dekan der Medizinischen Fakultät, überreicht die Urkunde an den neuen Ehrendoktor, Professor Helmut Remschmidt. (Foto: Katrin Heyer)

    Professor Matthias Frosch (l.), Dekan der Medizinischen Fakultät, überreicht die Urkunde an den neuen Ehrendoktor, Professor Helmut Remschmidt. (Foto: Katrin Heyer)

    Professor Helmut Remschmidt hat die Kinder- und Jugendpsychiatrie in vielfältiger Weise geprägt und sich große Verdienste um die Würzburger Hochschulmedizin erworben. Jetzt hat die Medizinische Fakultät dem international renommierten Arzt und Wissenschaftler die Ehrendoktorwürde verliehen.

    Er gilt als einer der Begründer und herausragenden Repräsentanten des Fachs Kinder- und Jugendpsychiatrie: der Marburger Mediziner Helmut Remschmidt. Mit der Medizinischen Fakultät und dem Universitätsklinikum Würzburg hat ihn viel verbunden – unter anderem die Tatsache, dass er von 2000 bis 2008 Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikums war. Jetzt hat ihm die Fakultät im Rahmen ihrer Promotionsfeier am 13. Juni die Ehrendoktorwürde verliehen.

    Helmut Remschmidts wissenschaftliche Laufbahn

    Helmut Remschmidt studierte Medizin, Psychologie und Philosophie von 1958 bis 1965 an den Universitäten Erlangen, Wien und Tübingen. 1964 promovierte er an der Universität Erlangen zum Dr. med.. Im Rahmen eines Stipendiums der Volkswagen-Stiftung schloss sich 1968 die Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen an. Nach der Habilitation an der Philipps-Universität Marburg im Jahr 1971 nahm er 1975 den Ruf auf eine ordentliche Professur für Psychiatrie und Neurologie des Kindes- und Jugendalters an der Freien Universität Berlin an, wo er die gleichnamige Abteilung gründete. 1980 übernahm Remschmidt die Professur für Kinder- und Jugendpsychiatrie und die Leitung der gleichnamigen Klinik an der Philipps-Universität Marburg, die er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 innehatte.

    Hohes Ansehen in der Scientific Community

    Helmut Remschmidt vertritt das gesamte Fach der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie als Facharzt und Diplompsychologe. Er ist als Sachverständiger für gerichtliche Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychologie außerordentlich gefragt und war unter anderem Mitherausgeber der „Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform“. „Helmut Remschmidt genießt großes Ansehen in den deutschen, europäischen und internationalen Gesellschaften für Kinder- und Jugendpsychiatrie, denen er auch als Präsident vorstand“, sagte Professor Christoph Reiners, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Würzburg, in seiner Laudatio.

    Die Entwicklungspsychopathologie, die Forensische Psychiatrie, Essstörungen, die Schizophrenieforschung, die Psychiatrische Genetik sowie die Therapie- und Evaluationsforschung: Dies sind die Schwerpunkte von Remschmidts wissenschaftlicher Tätigkeit. Er veröffentlichte mehr als 450 wissenschaftliche Publikationen, die rund 8.000 Mal zitiert wurden.

    Enge Kontakte nach Würzburg

    Besonderen Wert legte Helmut Remschmidt auch auf die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses. So unterstütze er beispielsweise tatkräftig seinen Schüler, Professor Andreas Warnke, der von 1991 bis 2012 die Würzburger Kinder- und Jugendpsychiatrie leitete. Dies fand unter anderem seinen Niederschlag in der Einrichtung der Klinischen Forschergruppe „ADHS“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Jahr 2004.

    Im Laufe seines Berufslebens wurde Remschmidt mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet – unter anderem mit der Mitgliedschaft der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Deutschen Ärzteschaft, der Fellowship des Royal College of Psychiatrists, dem Bundesverdienstkreuz am Bande und Ehrenmitgliedschaften verschiedener Fachgesellschaften. Remschmidt war und ist viel gefragtes Mitglied von wissenschaftlichen Gremien wie etwa der Weltgesundheitsorganisation, der Bundesregierung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Wissenschaftsrats und der Bundesärztekammer.

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