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    Christliche Liturgie der Zukunft

    25.11.2014

    Wie kann die Liturgie der Zukunft aussehen? Diese Frage steht im Zentrum einer neuen Veranstaltungsreihe des Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Liturgiereferat des Bistums Würzburg. Der Auftakt findet am Donnerstag, 4. Dezember, statt.

    Die christlichen Kirchen in Deutschland stehen vor großen Herausforderungen: Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer sinkt, Gemeinden müssen zusammengelegt werden, die Rituale der Liturgie sind in einer postmodernen, säkularen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Und die Antworten auf diese Herausforderungen könnten nicht gegensätzlicher ausfallen: So suchen die Einen eine Zukunftsperspektive in der Flucht in eine vermeintlich heile Vergangenheit, bei der eine kleine Kerngemeinde sich als „heiliger Rest“ im Wesentlichen auf die liturgischen Kernvollzüge der Sakramente beschränkt. Während die Anderen im Sinne von Papst Franziskus die Notwendigkeit einer sich nach den Rändern der Gesellschaft ausstreckenden missionarischen Liturgie betonen und nach niedrigschwelligen Gottesdienstangeboten suchen, die möglichst viele Fernstehende ansprechen sollen.

    Die neue Veranstaltungsreihe

    Wie also kann eine Liturgie der Zukunft aussehen, die sich in diesem Spannungsfeld bewegt? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen der neuen Veranstaltungsreihe „Liturgie der Zukunft“ diskutiert werden. Organisiert haben das neue Angebot der Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Liturgiereferat des Bistums Würzburg.

    Auftakt am 4. Dezember

    Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 4. Dezember, um 19 Uhr im Congress Centrum/Hotel Maritim in Würzburg hat den Titel „Liturgie der Zukunft – im Spannungsfeld von heiligem Rest und Vorhof der Völker“. Der Abend beginnt mit einer gottesdienstlichen Feier. Daran schließt sich eine Podiumsdiskussion an mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, Vorsitzender der Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz, dem Erfurter Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Dr. Christiane Florin, Redakteurin von „Christ & Welt“, sowie Dr. Eduard Nagel, ehemaliger Schriftleiter der Zeitschrift „Gottesdienst“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Publikum hat die Möglichkeit, sich über sogenannte Publikumsanwälte in die Diskussion mit einzubringen.

    Das Datum

    Die Reihe soll in den kommenden Jahren jeweils am 4. Dezember mit einem anderen Schwerpunkt fortgesetzt werden. Warum ausgerechnet der 4. Dezember? Vor 51 Jahren, am 4. Dezember 1963, veröffentlichte das Zweite Vatikanische Konzil seine Liturgiekonstitution „Sacrosanctum Concilium“ und stieß damit eine umfangreiche Reform der Liturgie an. Ihr Hauptprinzip war die „tätige Teilnahme“ der Gläubigen: Die Riten sollten einfacher und verständlicher werden, damit die Gläubigen mit Gewinn für ihr Leben daran teilnehmen können.

    Kontakt

    Prof. Dr. Martin Stuflesser, Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft,
    T: (0931) 31-83138, stuflesser@uni-wuerzburg.de

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