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    Bayerns beste Nachwuchs-Rechner

    03.03.2015

    Drei Tage rechnen, knobeln, kombinieren: Rund 180 Schüler sind an der Universität Würzburg zur 54. Bayernrunde der deutschen Mathematik-Olympiade angetreten. In zwei vierstündigen Klausuren haben sie die Kandidaten für die bundesweite Endrunde im Juni 2015 in Cottbus ermittelt.

    Die „Mathe-Elite“ in Würzburg – zumindest den Worten von Bürgermeister Adolf Bauer nach. Drei Tage lang haben Schüler aus ganz Bayern um den Einzug in die Endrunde der Mathe-Olympiade gekämpft. (Foto: Hannah Ziegler)
    Die „Mathe-Elite“ in Würzburg – zumindest den Worten von Bürgermeister Adolf Bauer nach. Drei Tage lang haben Schüler aus ganz Bayern um den Einzug in die Endrunde der Mathe-Olympiade gekämpft. (Foto: Hannah Ziegler)

    „Wenn die Mathematik-Elite nach Würzburg kommt, müssen wir den roten Teppich ausrollen“. Mit diesen Worten begrüßte Würzburgs Bürgermeister Dr. Adolf Bauer am 22. Februar rund 180 Schüler und Schülerinnen an der Universität Würzburg. Diese waren aus ganz Bayern angereist, um hier drei Tage lang ihrer Leidenschaft für mathematische Probleme nachzugehen. Im Rahmen der Mathematik-Olympiade wollten sie sich für die nächste Runde – die bundesweite Endrunde – qualifizieren.

    Die Mathematik-Olympiade

    Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem regelmäßig mehr als 250.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Der nach Altersstufen gegliederte Wettbewerb erfordert logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und kreativen Umgang mit mathematischen Methoden. Die Teilnehmer müssen sich in einer Reihe von Wettbewerben auf Schul-, Regional und Landesrunden für die jeweils nächste Stufe qualifizieren. Organisiert wird der Wettstreit in Bayern von Moby e.V. – der Mathematik-Olympiade in Bayern; verantwortlich für das Treffen in Würzburg war Dr. Richard Greiner, Geschäftsführer des Instituts für Mathematik der Universität Würzburg.

    Mathematische Beweisaufgaben aus den Bereichen Geometrie, Algebra und Kombinatorik standen in diesem Jahr auf dem Programm. Nach Jahrgangsstufen getrennt kämpften die Teilnehmer um die begehrten Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen. Bei der Siegerfeier wurden 17 erste, 26 zweite und 34 dritte Preise vergeben.

    Organisatorische Höchstleistungen

    „Es hat dieses Mal wirklich alles ganz hervorragend funktioniert. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung bei den Teilnehmern, was wohl das Wichtigste ist“, sagte Richard Greiner im Anschluss an das Treffen. 50 Helfer hatten Greiner unterstützt – darunter drei ehemalige Gewinner der Internationalen Mathematik-Olympiade. „Wir haben uns um die organisatorischen Abläufe gekümmert, von den Vorbereitungen über die Korrekturen der Klausuren bis hin zum Drucken der Urkunden“, berichtet Robert Hartmann, Studienkoordinator der Mathematik an der Universität Würzburg.

    Neue Erkenntnisse und neue Freundschaften

    Natürlich geht es bei dem Wettbewerb nicht allein darum, mathematisches Können unter Beweis zu stellen. Die Veranstaltung dient auch dazu, jungen Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit zu geben, ihr Interesse für das Fach mit Gleichaltrigen zu teilen und neue Freundschaften zu knüpfen. „Hier treffen sich viele, die sich gerne mit Mathe beschäftigen. Man hat deutlich gemerkt, dass es allen Beteiligten großen Spaß gemacht hat“, so Greiner.

    Das konnte auch Marius Schmück vom Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen bestätigen, der den dritten Platz in der siebten Jahrgangsstufe gewonnen hat und sichtlich begeistert wirkte: „Ich habe neue Freundschaften geschlossen und finde die Veranstaltung cool. Auch das Umfeld ist richtig schön“, schwärmt der unterfränkische Schüler.

    Barbara Sponholz, Vizepräsidentin der Universität Würzburg, war ebenfalls von der Olympiade angetan. Sie verkündete am Schluss, dass sich die Universität Würzburg für die Austragung des Bundeswettbewerbs 2018 beworben habe. Ihrer Meinung nach hat die Universität gute Chancen, der kommende Austragungsort zu werden.

    Die nächsten Schritte

    Die 40 Besten der Landesrunde begeben sich im März zu einem Trainingslager, in dem sie sich intensiv auf die Deutschlandrunde vorbereiten, die im Juni in Cottbus stattfindet. Bayern startet mit einer vierzehnköpfigen Mannschaft und wird nach Aussage von Richard Greiner als Favorit gehandelt.

    Hannah Ziegler

    Zur Homepage von MOBy e.V.

    Kontakt

    Dr. Richard Greiner, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Mathematik T: (0931) 31-85029, E-Mail: greiner@mathematik.uni-wuerzburg.de

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