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    Akademische Feier für Horst Hagedorn

    10.12.2013

    Der ehemalige Vizepräsident der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und emeritierte Professor Horst Hagedorn feierte am 29. Oktober 2013 seinen 80. Geburtstag. Die Universität ehrt den Jubilar am 13. Dezember mit einer Akademischen Feier im Toscanasaal der Residenz.

    Horst Hagedorn beim Symposium der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 2013. (Foto: KEG, Abt. Glaziologie, BAdW München, 2013)

    Horst Hagedorn beim Symposium der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 2013. (Foto: KEG, Abt. Glaziologie, BAdW München, 2013)

    Horst Hagedorn hatte nach ersten Stationen seiner universitären Laufbahn in Göttingen, Berlin und Aachen von 1971 bis 2000 den Lehrstuhl für Geographie I am Geographischen Institut der Universität Würzburg inne. Er zeichnete sich während seiner Berufsjahre nicht nur durch stetes Engagement für die eigene Disziplin aus, sondern setzte schon früh einen Schwerpunkt im hochschul- und wissenschaftspolitischen Wirken.

    Dekan, Senatsmitglied und Vizepräsident

    So war er nicht nur Dekan der Fakultät, Mitglied des Senats und schließlich von 1994 bis 2000 Vizepräsident der Universität. Vielmehr war er auch über die Grenzen Würzburgs hinaus für die Weiterentwicklung einer Disziplin aktiv, von der Immanuel Kant bereits sagte "nichts bildet den gesunden Menschenverstand mehr als die Geographie".

    Er war Fachgutachter und Vorsitzender des Senatsausschusses für Umweltfragen der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und dort Vorsitzender mehrerer Kommissionen, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Präsident mehrerer internationaler und deutscher Fachvereinigungen und vieles mehr.

    Vielfach ausgezeichnetes Wirken

    Wen wundert es da, dass er – zu Recht – hoch dekoriert wurde: Bayerischer Verdienstorden, Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande und Erster Klasse, die Albrecht-Penck-Medaille der Deutschen Quartärvereinigung und nicht zuletzt der Orden Bene Merenti in Gold der Universität Würzburg bezeugen die hohe Reputation, die der Jubilar in Fachkreisen, aber auch in der deutschen und internationalen Wissenschaftslandschaft genießt.

    Aber was für ein Mensch verbirgt sich hinter diesen wissenschaftlichen und hochschulpolitischen Erfolgen? Horst Hagedorn, 1933 in Blomberg/Lippe geboren, gehört zu einer Generation, deren Schul- und Universitätsjahre durch Krieg und Nachkriegszeit geprägt waren. Vor dem Studium lag deshalb auch etwas "Handfestes", nämlich eine Tischlerlehre. Erst 1954 begann er sein Studium an der Universität Göttingen, wo er 1960 zum Dr. rer.nat. promoviert wurde.

    Jahre in der Wüste Sahara

    Bald danach folgte der Wechsel an die Freie Universität Berlin, und von dort – wegweisend für die zukünftige wissenschaftliche Arbeit von Horst Hagedorn – ging es mehrfach zu Forschungsarbeiten in die zentrale Sahara. Allein in den 1960er-Jahren verbrachte Hagedorn insgesamt rund vier Jahre in Libyen und in Tschad. In der kleinen Oase Bardai im Tibesti-Gebirge besitzt er seit dieser Zeit ein kleines Grundstück mit fünf Dattelpalmen – seinerzeit Bedingung für den Betrieb eines Brunnens zur Versorgung der neu aufgebauten Forschungsstation Bardai mit Trinkwasser.

    Vor allem die Erforschung der Umweltbedingungen und der Klimaverhältnisse vergangener Jahrtausende in dieser heute größten Vollwüste der Erde lag ihm am Herzen. In welchen Zeitspannen und in welchem Ausmaß kam es zu natürlichen Veränderungen des Landschaftssystems? Welches Potential zur Regeneration von Böden und Vegetation liegt hier unter Umständen verborgen? Vor allem anhand der äolischen Formung, also der Veränderung der Landoberfläche unter dem Einfluss des Windes, und im Vergleich zu anderen Wüstengebieten der Erde, erlangte er zu diesen Fragen weltweit anerkannte neue Forschungsergebnisse.

    Umfangreiche Verdienste in der akademischen Lehre

    Weitere wesentliche Forschungsfelder hat er sich mit umfangreichen Projekten zur Gletscherforschung im Hochgebirge und immer wieder auch zur Landschaftsentwicklung im regionalen Umfeld der Universitätsstandorte im Zuge seines Berufslebens erschlossen.

    Forschung zeigt jedoch nur eine, wenngleich wesentliche Facette universitären Daseins. Die zweite ist die akademische Lehre. Horst Hagedorn hat es über Jahrzehnte in hervorragender Weise verstanden, in der wissenschaftlichen Ausbildung die Studierenden, die Doktoranden und Doktorandinnen sowie eine stattliche Anzahl von Habilitanden und Habilitandinnen zu eigenverantwortlicher und kreativer Forschung anzuregen und sie im eigenen Werdegang zu unterstützen, stets mit einem wachsamen Blick auf die fachliche Qualität und auf die korrekte wissenschaftliche Arbeitsweise. Seine Aufforderung "machen Sie mal!" war Programm für Generationen von wissenschaftlichem Nachwuchs und klingt so manchem heute noch im Ohr.

    Stets im Austausch mit Wissenschaftlern und Freunden weltweit

    Als passionierter Hochschullehrer und aus wissenschaftlichem Weitblick im wahrsten Sinne des Wortes pflegt Professor Hagedorn bis heute in persönlicher Verbundenheit den Austausch mit Kollegen aus Universitäten und Wissenschaftsorganisationen weltweit. Er hat sich ein ungebremstes Interesse und bemerkenswerte geistige Offenheit den globalen Problemen unserer Zeit gegenüber bewahrt.

    Die Freundschaft zu Kollegen und Kolleginnen aus Westafrika, Iran, aber natürlich auch aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland und nicht zuletzt aus der Universität Würzburg spiegelt sich im Kreis der Gäste der Akademischen Feier wider, die die Universität Würzburg zu Ehren von Horst Hagedorn am 13. Dezember ausrichtet.

    Barbara Sponholz, Vizepräsidentin der Universität Würzburg

    Anmeldung und weitere Informationen:

    Die akademische Feier beginnt am 13. Dezember um 15.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz. Die Einladung (inklusive Anmeldung) kann hier heruntergeladen werden. 

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