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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg


    Ausgabe 40 vom 6. November 2007


    UB-Aktion: Wer zahlt, schafft an

    „Verflucht! Der Bortz ist ausgeliehen und in zwei Wochen hab’ ich meine Prüfung in Statistik!“ Diese Situation hat bisher schon so manchen Studenten dazu veranlasst, wichtige Lehrbücher selbst zu kaufen. Das soll in Zeiten von Studienbeiträgen nun nicht mehr nötig sein. Und auch die Wartezeiten, die bei Vormerkungen von Lehrbüchern entstehen, möchte die Universitätsbibliothek (UB) minimieren.

    Deshalb startete sie am 31. Oktober die Aktion „Wer zahlt, schafft an.“ Die Unibibliothek fordert alle Studierenden auf, ihre Lehrbuch-Wünsche zu äußern, und zwar sowohl für neue Lehrbücher als auch für zusätzliche Exemplare von vorhandenen. Damit möchte die Bibliothek sicherstellen, dass aus den Studienbeiträgen genau das gekauft wird, was die Zahlenden tatsächlich auch brauchen.

    Die Studierenden haben zwei Möglichkeiten, ihre Wünsche anzumelden. Entweder füllen sie ein Formular auf der Homepage der Bibliothek aus oder sie füttern die extra aufgestellte „Wunschbox“ in der Halle der Zentralbibliothek am Hubland mit ihren Wunschzetteln – gemäß dem Motto: Wünschen statt Warten und Ausleihen statt selbst kaufen.

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    Vom Alltag im Würzburg der Nachkriegszeit

    Wie haben Würzburgs Bewohner in den Jahren von 1945 bis 1954 gelebt? Wie sah ihr Alltag aus? Mit welchen Problemen hatten sie zu kämpfen, und wie haben sie diese gelöst? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich das Zeitzeugenprojekt des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie / Volkskunde der Universität Würzburg. 2009 wollen seine Mitarbeiter ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung im Martin von Wagner-Museum präsentieren. Nach eineinhalbjähriger Arbeit hat das Projektteam jetzt Halbzeitbilanz gezogen.

    Zeitzeugen und Projektleiter im Gespräch„Wir haben uns damals einen Keller bewohnbar gemacht. Da gab es natürlich keine Toiletten, so dass wir uns immer in den Trümmern eine Ecke suchen mussten. Zumindest so lange, bis ich aus einem Schuttberg eine Kloschüssel bergen konnte.

    Jörg Fuchs (l.) und Christoph Daxelmüller (r.) im Gespräch mit den Zeitzeugen Ruth Lehritter und Otto Cleve.   (Foto Gunnar Bartsch)

    Das Wasser mussten wir uns allerdings trotzdem immer noch von irgendwo mühsam herholen.“ Für heutige Generationen ist es kaum vorstellbar, wie Menschen im zerstörten Würzburg in den Jahren nach dem Krieg leben konnten, wie ihr Alltag aussah. Und nur wenige Quellen geben darüber Auskunft.

    Das zu ändern, daran arbeitet seit rund 18 Monaten ein fünfköpfiges Forschungsteam an der Universität Würzburg. Das Projekt „Würzburg in der Nachkriegszeit 1945-1954“ ist angesiedelt am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde unter der Leitung von Professor Dr. Christoph Daxelmüller; das Projektteam wird von Jörg Fuchs geleitet, dieser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl. Um die Finanzierung kümmert sich die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken.

    „Es geht um die Menschen und ihren Alltag“, beschreibt Christoph Daxelmüller das Projekt. „Erinnerungen festhalten und ihnen ein Gesicht verleihen“, sei das Ziel. Dafür sind Jörg Fuchs und seine vier studentischen Helferinnnen und Helfer in den vergangenen Monaten mit der Filmkamera losgezogen und haben bislang 43 Männer und Frauen interviewt, die die Nachkriegszeit in Würzburg hautnah erlebt haben. Ihr ältester Gesprächspartner wurde 1907 geboren, der jüngste ist Jahrgang 1940. Jeweils rund eine Stunde dauern diese Interviews in der Regel. „Dabei orientieren wir uns an einem Interviewleitfaden“, sagt Fuchs. Vorrangiges Prinzip sei es jedoch, die Zeugen offen berichten zu lassen.

    Nicht immer sind die Gespräche leicht – für alle Beteiligten. „Manchmal stockt einem der Atem, wenn man so plötzlich mit Erinnerungen an Berge von Toten konfrontiert wird“, sagt Fuchs. Dafür gebe es zum Ausgleich aber öfters auch etwas zum Lachen, denn trotz aller Entbehrungen lieferte die Nachkriegszeit auch Stoffe für amüsante Begebenheiten. Eine Befürchtung der Interviewer aus der Vorbereitungszeit hat sich hingegen nicht bewahrheitet: „Wir mussten nie das Gespräch abbrechen, weil jemand nationalsozialistische Propaganda äußerte“, sagt Fuchs. „Wichtig ist es zuerst einmal eine Vertrauensbasis zu schaffen, dann sind die meisten Zeitzeugen auch bereit sensiblere Themen anzuschneiden und über die eigene Position in der Nachkriegszeit zu reflektieren“, so Fuchs weiter.

    Die Gespräche sammelt das Team in einer ungeschnittenen Rohfassung auf DVD, die dem Bezirk Unterfranken zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus planen die Ethnologen gesonderte Zusammenschnitte, die nach bestimmten Themen wie Wohnen, Essen, Arbeiten, kirchliches Leben und Anderem mehr geordnet sein sollen. Die Konzentration auf den Alltag ist Absicht: „Unser Blick gilt nicht in erster Linie den Organisationsformen. Wir sind Kulturwissenschaftler, wir interessieren uns für die kleinen Dinge des Alltagslebens“, sagt Daxelmüller. Die Aufnahmen jetzt seien der Versuch, zu retten, was sonst möglicherweise verloren ginge.

    100 Zeitzeugen wollen Fuchs und seine Mitarbeiter bis 2009 über ihr Leben in Würzburg in den Jahren von 1945 bis `54 interviewt haben. Warum gerade diese Frist? „1954 wurde Deutschland Fußball-Weltmeister und ‚war wieder wer’“, sagt Christoph Daxelmüller. Deshalb habe sich das Jahr als Zäsur angeboten. Das Ergebnis dieser Gespräche will das Team gemeinsam mit Dokumenten, Fotografien und Gegenständen aus dieser Zeit im Rahmen der Landesausstellung der Öffentlichkeit präsentieren, die das Haus der bayerischen Geschichte 2009 im Martin von Wagner-Museum zeigt. Begleitend dazu soll es einen Katalog und einen Stadtführer zu den Orten der Zerstörung geben. Außerdem will Daxelmüller dann auch ein Lesebuch über den Alltag in der Nachkriegszeit vorstellen.

    Mehr Infos über das Projekt bei Jörg Fuchs, Tel.: (0931) 888 5624 (Montag bis Donnerstag von 10 bis 12 Uhr), E-Mail: zeitzeugen@googlemail.com

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    Wie Entscheidungen zustande kommen

    Richard E. Nisbett ist der diesjährige Träger des Oswald-Külpe-Preises, den das Institut für Psychologie der Universität Würzburg für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Erforschung höherer geistiger Prozesse mit experimentellen Methoden alle zwei Jahre vergibt. Nisbett erhielt die Auszeichnung insbesondere für seine Forschungsarbeiten über den Einfluss sozialer und kultureller Momente auf Denken und Entscheiden.

    “Welch Ehre! Ich freue mich sehr darüber, diese Auszeichnung zu erhalten – schließlich ist mir die Geschichte der ‚Würzburger Schule’ und ihre Bedeutung für die Entstehung der Kognitiven Psychologie gut bekannt“. Mit diesen Worten hat Richard E. Nisbett reagiert, als er die Nachricht erhielt, dass er in diesem Jahr den Oswald-Külpe-Preis erhalten sollte. Er nahm die mit 4.000 Euro dotierte Auszeichnung, die durch eine Zustiftung zur Sparkassenstiftung der Stadt Würzburg ermöglicht wurde, am 2. November bei einer Feier im Toscanasaal der Würzburger Residenz aus den Händen des Uni-Vizepräsidenten Professor Wolfgang Schneider und des Vorstands des Instituts für Psychologie Professor Fritz Strack entgegen.

    Richard Nisbett (M.), Wolfgang Schneider (l.) und Fritz StrackOswald Külpe hatte 1896 das Würzburger Psychologische Institut gegründet und ist als Vater der „Würzburger Schule der Denkpsychologie“ in die Wissenschaftsgeschichte eingegangen. Diese Forschungsrichtung wurde weltbekannt; ihre Vertreter waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten, die höhere geistige Prozesse wie das Denken, Wollen und Urteilen experimentell untersuchten.

    Ein Preis und sein Namensgeber (v.l.): Wolfgang Schneider, Richard Nisbett, Fritz Strack. Auf dem Poster ist Oswald Külpe zu sehen. (Foto Gunnar Bartsch)

    Ihre Arbeitsmethoden stellen noch heute das Fundament dar, auf dem Wissenschaftler wie Richard Nisbett ihre Untersuchungen aufbauen.

    Nisbett ist Professor für Sozialpsychologie an der University of Michigan in Ann Arbor. Im Laufe seiner langen Forschertätigkeit hat er sich immer wieder mit der Frage auseinandergesetzt, wie Menschen Entscheidungen treffen und welchen Einflüssen sie dabei unterliegen. „Damit war er ein idealer Kandidat für diesen Preis“, sagte Laudator Strack, geschäftsführender Vorstand des Instituts für Psychologie, in seiner Festrede. Nisbetts herausragende Leistungen auf diesem Gebiet hätten dazu geführt, dass sich das Preis-Komitee einstimmig für ihn ausgesprochen habe.

    Mitte der 70er-Jahre habe Nisbett gemeinsam mit seinem Kollegen Lee Ross ein Forschungsgebiet in Angriff genommen, das sich schnell „zu einem der einflussreichsten Forschungsprogramme in unserem Gebiet“ entwickelt habe, so Strack. Ihre Ergebnisse über Strategien und Fehler menschlicher Entscheidungen publizierten Nisbett und Ross 1980. Dabei konnten sie nachweisen, dass für fehlerhafte Entscheidungen eine ganze Reihe unterschiedlicher Gründe verantwortlich sein können, „Gründe, die nicht aus einer speziellen Motivation resultieren sondern die Folge kognitiver Prozesse sind, die menschlichen Entscheidungen zu Grunde liegen“, so Strack.

    „Mehr sagen als wissen: Mündliche Berichte über geistige Prozesse“ lautete der provokative Titel einer weiteren Publikation, die Nisbett 1977 veröffentlichte. Darin zeigte der Psychologe, dass Menschen zwar glauben, sie könnten ihre Entscheidungen und ihr Verhalten erklären; tatsächlich kennen sie die eigentlichen Gründe jedoch nicht. Oder anders herum: „Menschliches Verhalten wird von Faktoren beeinflusst, die außerhalb der bewussten Wahrnehmung liegen“, wie Strack sagte.

    Einen dieser Faktoren hat Nisbett in den vergangenen Jahren intensiver erforscht: den Einfluss der jeweiligen Kultur, in der Menschen aufwachsen. 2003 hat er dazu das Buch „The Geography of Thought: How Asians and Westerners Think Differently...And Why” veröffentlicht. „Seine Arbeiten auf diesem Gebiet haben ‚Kulturpsychologie’ als eine experimentelle Disziplin wiederbelebt“, sagte Strack. Insgesamt habe Nisbett sehr viel dazu beigetragen, dass die experimentelle Untersuchung höherer geistiger Prozesse weiterhin eine bedeutende Rolle innerhalb der Psychologie spiele – und sei damit ein würdiger Preisträger für den Oswald-Külpe-Preis.

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    Noch engere Bande nach Slowenien

    Maribor und Würzburg unterzeichneten Partnerschaftsvertrag

    Bei einer Feier im Senatssaal am Sanderring haben die Universitäten Würzburg und Maribor (Slowenien) am 25. Oktober offiziell eine Partnerschaft besiegelt. Dass diese „höchste Stufe der Kooperation zwischen zwei Universitäten“ erreicht wird, komme nicht alle Tage vor, so Universitätspräsident Axel Haase in seinem Grußwort.

    Ausgangspunkt für die Partnerschaft war die Zusammenarbeit der Würzburger Medizinischen Fakultät mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Maribor auf dem Gebiet der studentischen Lehre und der Ausbildung in der Pflege. Mit der Unterstützung durch Würzburger Anästhesisten wurde in Maribor 2005 ein Simulationszentrum eingerichtet, das internationalen Ansprüchen gerecht wird. Hierbei flossen die Erfahrungen aus dem Würzburger Simulationszentrum ein, das an der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie seit 1997 besteht. Von Anfang an wurden dort medizinische Lehrinhalte mit Hilfe eines „Künstlichen Patienten“ entwickelt und in der Aus- und Weiterbildung von Studierenden, Pflegekräften und Ärzten umgesetzt. Zwischenzeitlich werden an beiden Universitäten große Teile der Medizinischen Lehre in einem praxisorientierten und simulationsgestützten Unterricht in Kleingruppen durchgeführt.

    Milan Marcic und Axel HaaseParallel zu dieser Zusammenarbeit zwischen Professor Norbert Roewer, Direktor der Würzburger Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, und der Professorin Dusanka Micetic-Turk, Dekanin der Fakultät der Gesundheitswissenschaften in Maribor, entwickelte sich eine Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der slowenischen Universität unter Dekan Professor Ivan Krajnc.

    Professor Milan Marcic (links), Vizepräsident der Universität Maribor, und Universitätspräsident Axel Haase unterzeichnen den Partnerschaftsvertrag. (Foto Robert Emmerich)

    Letztere führte zur Ausrichtung gemeinsamer medizinischer Kongresse und bildet nun die Grundlage für die Partnerschaft der Universitäten.

    Durch den regelmäßigen Austausch von Studierenden, Pflegekräften und wissenschaftlichen Mitarbeitern soll die Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten jetzt weiter intensiviert werden, sowohl über das europäische Austauschprogramm Erasmus als auch im Bereich der Simulationsmedizin. Der erste Medizinstudent aus Maribor konnte kürzlich schon in Würzburg begrüßt werden, und die nächsten Interessenten hatten die Gäste zur Besiegelung der Partnerschaft gleich mitgebracht.

    Aber nicht nur in der Medizin gibt es Kontakte nach Maribor. Über das Erasmusprogramm besteht im Bereich Wirtschaftswissenschaften und Geographie bereits seit Jahren ein Austausch von Studierenden zwischen den beiden Universitäten. Durch die Partnerschaft mit Maribor erhöht sich die Anzahl der Würzburger Partneruniversitäten im Ausland auf 38.

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    Videos bearbeiten und digitalisieren

    Der Bereich Multimedia-Dienste im Rechenzentrum der Universität bietet Hochschulmitgliedern Unterstützung an bei der Bearbeitung von Videoaufnahmen, bei deren Digitalisierung oder Ausgabe auf unterschiedlichen Medien. Ob es sich nun um alte analoge Aufnahmen auf VHS oder S-VHS (auch U-Matic und MII) handelt oder um aktuelles digitales Material, zum Beispiel um ein Mini-DV-Format – diese Quelldaten können auf Rechnersystemen in eine entsprechende Software eingelesen werden.

    Im zweiten Schritt folgt dann die Bearbeitung des erfassten Materials. Unpassende Szenen können herausgenommen, Szenen-Übergangseffekte platziert werden. Der Originalton lässt sich korrigieren, zusätzliche Kommentare oder musikalische Untermalung können hinzugefügt werden.

    Blick ins Mulitmedia-CenterNach der Bearbeitung liegen teils erhebliche Datenmengen auf dem Rechner vor. Wie erhält der Nutzer diese Daten für die weitere Verwendung? Dazu unterstützt die Software verschiedene Ausgabemöglichkeiten.

    Schnittplätze im Multimedia-CIP-Pool des Rechenzentrums. Foto: Multimedia-Dienste

    Entweder man entscheidet sich für eine auf jedem Player abspielbare DVD oder man gibt die bearbeiteten Sequenzen erneut auf ein Band aus. Je nach verwendetem Videoformat kann man eine deutliche Reduzierung der Datenmenge erreichen und so das Video auch auf Internetseiten zum Herunterladen zur Verfügung stellen. Denkbar sind hier zum Beispiel Mitschnitte von Vorlesungen oder Aufnahmen von Exkursionen, die einer breiten Öffentlichkeit zugängig gemacht werden sollen.

    Diese und weitere Dienstleistungen stehen im Multimedia-CIP-Pool des Rechenzentrums zur Verfügung. Bei Bedarf erhalten die Nutzer eine Einweisung in das System, so dass sie schon nach kurzer Zeit eigenständig bearbeiten und digitalisieren können.

    Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 888-3023 oder per E-Mail: multimediadienste@rz.uni-wuerzburg.de

    Michael Tscherner,
    Leiter des Bereichs Multimedia am Rechenzentrum

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    Studientag zur Modularisierung der theologischen Studiengänge

    „Bologna – Chance oder Untergang? Die Modularisierung der theologischen Studiengänge“: Am Freitag den 16. November lädt der Verein der Freunde und Förderer der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg zu einem Studientag ein. Ort: Seminar für Dogmatik, Raum 130, Sanderring 2. Beginn: 9 Uhr.

    Die Veranstaltung soll Studierenden, Lehrenden, für die Studienbegleitung Verantwortlichen und allen Interessierten Gelegenheit geben, ins Gespräch zu kommen über die Umgestaltung der bisherigen theologischen Diplom- und Lehramtsstudiengänge in Bachelor- und Masterstudiengänge.

    Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden des Fördervereins und Prodekan Professor Wolfgang Weiß wird Professor Heribert Hallermann einen Überblick geben über die „Probleme und Chancen bei der Modularisierung des Diplomstudiengangs“ (Beginn: 9.15 Uhr), Professor Hans Mendl aus Passau über „Probleme und Chancen bei der Modularisierung der Lehramtsstudiengänge“ (Beginn: 9.45 Uhr). Von 10.30 Uhr an tragen zunächst die für die Studienbegleitung von Lehramtskandidaten, Diplomtheologen und für die Priesterausbildung Verantwortlichen sowie Vertreter der Fachschaft, der wissenschaftlichen Mitarbeiter und des Arbeitsamts ihre Stellungnahmen vor. Ab 11.15 Uhr gibt es dann Gelegenheit zu Diskussion und Aussprache.

    Der Vatikan ist 2003 dem Bologna-Prozess beigetreten. Seither werden insbesondere die praktische Durchführung und die Sinnhaftigkeit der Modularisierung der einzelnen Studiengänge kritisch diskutiert.

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    Elite-Akademie startet Bewerbungsphase

    Lehrveranstaltungen zum Thema Zivilcourage, ein mehrtägiger Aufenthalt bei europäischen Institutionen in Brüssel – das sind nur zwei der Neuerungen, mit denen das aktuelle Programm der Bayerischen Elite-Akademie aufwartet. Dort können sich ab sofort Studierende aus allen Fachrichtungen bewerben, die mindestens im dritten Semester sind.

    Das Logo der Elite-AkademieDie Elite-Akademie versteht sich laut Selbstdarstellung als Institution, welche die besten Studierenden und Doktoranden im Freistaat zusätzlich fördern will. Sie nimmt pro Jahrgang rund 30 Studierende auf und bietet ihnen über drei Semester ein studienbegleitendes Förderprogramm an. Bei ihren Zöglingen will die Akademie unter anderem die Persönlichkeitsbildung und die Führungsfähigkeit unterstützen. Weitere Themen des Curriculums sind Ethik und Verantwortung, interdisziplinäres Denken und Handeln, Unternehmensführung sowie Medienkompetenz und interkulturelle Fähigkeiten. Jedem Studierenden wird ein Mentor aus der Wirtschaft zur Seite gestellt.

    Die Zusatzausbildung koste pro Teilnehmer über 20.000 Euro, wie die Akademie in einem Infoblatt schreibt. Daran beteilige sich jeder Studierende mit 650 Euro pro Semester; der Rest werde von Förderfirmen aufgebracht.

    Im Bewerbungsverfahren werden zwei Professorengutachten und eine schriftliche Arbeit zu einem vorgegebenen Thema verlangt. Online-Bewerbungen sind ab sofort möglich unter www.eliteakademie.de

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    Früher mit Bafög ins Ausland

    Europäischer Gerichtshof moniert bisherige Regelung

    Wer Bafög bekommt und ein paar Semester im Ausland studieren möchte, kann dies zurzeit erst dann in die Tat umsetzen, wenn er schon mindestens zwei Semester an einer deutschen Hochschule absolviert hat. Wer der Heimat früher den Rücken kehren will, muss dies ohne staatliche Unterstützung tun.

    Das soll sich jetzt ändern: In einem Urteil vom 23. Oktober hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass diese Bestimmung im Bundesausbildungsförderungs-Gesetz die Freizügigkeit deutscher Studierender beeinträchtigt. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, begrüßte das Urteil: „Das ist ein guter Tag für alle Bafög-Geförderten. Der Europäische Gerichtshof macht mit seiner Entscheidung den Weg frei für mehr Mobilität der Studierenden.“

    Studierende könnten nach Auffassung des DSW nunmehr Bafög-Auslandsförderung vom ersten Semester an beantragen und damit, wenn sie die Regelstudienzeit einhalten, ihr gesamtes Studium an einer Hochschule in der EU absolvieren. Allerdings muss der Gesetzgeber dafür erst noch die entsprechende Regelung im Gesetz anpassen.

    Nach Angaben des für das Bafög verantwortlichen Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhielten im Jahr 2005 rund 13.000 Studierende Auslands-Bafög für ein Studium in einem EU-Mitgliedsstaat. In Deutschland erhalten derzeit rund 500.000 Studierende Bafög.

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    David Brandstätter führt den Unibund

    Der Universitätsbund Würzburg hat einen neuen Vorsitzenden. Am 23. Oktober wählte der Gesellschaftsrat David Brandstätter (46), Geschäftsführer der Mediengruppe Main-Post GmbH, an die Spitze der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität. Brandstätters Vorgänger, der langjährige Unibund-Vorsitzende Albrecht Graf von Ingelheim, war im Dezember 2006 gestorben.

    Brandstätter, ein gebürtiger Kärntner, ist der Region und der Universität Würzburg schon seit Langem verbunden. Er kam vor über 25 Jahren nach Unterfranken. Hier absolvierte er zunächst ein Volontariat bei der Zeitungsgruppe Main-Post, wurde dann Chefredakteur und 2001 schließlich Geschäftsführer. Sein Engagement für Mainfranken spiegelt sich unter anderem in seiner Mitgliedschaft in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt und im Aufsichtsrat der Würzburg AG wider. Darüber hinaus nimmt er seit 1997 einen Lehrauftrag („Medien und Kommunikation“) am Institut für Politikwissenschaft und Sozialforschung der Universität wahr.

    Der neue Vorstand des UnibundsUniversitätspräsident Axel Haase berichtete vor dem Gesellschaftsrat über die zukünftige Entwicklung der Studierendenzahlen und die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.

    Der neue Vorstand des Universitätsbundes (von links): Schriftführer Alfons Ledermann, 2. Vorsitzender Axel Haase, 1. Vorsitzender David Brandstätter, Schatzmeister Thomas Trenkle, Dieter Schneider (Marketing). Foto: Unibund 

    Ihm zufolge zeigt die Vergabe der Fördermittel, dass Baden-Württemberg mit vier Elite-Universitäten eindeutig der Gewinner des Wettbewerbs ist. Im Vergleich zu Bayern falle auf, dass in Baden-Württemberg die Spitzen-Universitäten über das gesamte Bundesland verteilt sind, während im Freistaat nur die Münchener Universitäten zu den Top-Unis gehören.

    Für die Zukunft müsse es daher das Ziel der bayerischen Staatsregierung sein, gerade den Universitäten in der Region durch gezielte Förderung die Möglichkeit zu geben, im Konzert der Top-Standorte mitspielen zu können. Ein Anfang sei vor Kurzem mit dem Investitionsprogramm zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze gemacht worden, durch das sich Haase mindestens 200 neue Stellen für die Uni Würzburg erhofft. Der Präsident bekräftigte, dass eine Verbesserung der Studienbedingungen und der gewünschte Ausbau der Universität nur auf dem frei werdenden Gelände der Leighton Barracks möglich sei und dass derzeit alle Anstrengungen auf eine schnellstmögliche Erweiterung der Universität hinauslaufen.

    Erfreuliches verkündete der Schatzmeister des Universitätsbundes im Rückblick auf 2006. So sind 18.000 Euro zusätzliche Spenden eingegangen, und durch Zustiftungen wurden die Vermögen der Salch-Stiftung und der IHK-Firmenspende zudem um insgesamt 110.000 Euro erhöht. Sein Ausblick für 2007 fiel ebenfalls positiv aus, da hier nochmals 51.000 Euro aus der Zustiftung zur IHK-Firmenspende rechnungswirksam werden und auch Professor Dieter Salch das Kapital seiner Stiftung um weitere 25.000 Euro aufstocken werde. Ganz besonders dankbar sei der Universitätsbund für die Spende von 9.000 Euro, die zum 80. Geburtstag von Professor Dieter Schäfer einging.

    Im Anschluss führte Professor Karlheinz Müller die Mitglieder des Gesellschaftsrats durch das Museum im Jüdischen Kultur- und Gemeindezentrum Shalom Europa, wo die Sitzung des Unibundes stattfand.

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    Chancen für neue Arzneimittel

    Ein Kooperationsforum zum Thema Arzneimittelentwicklung („Drug Development: Targets – Technologies – Strategies“) veranstaltet die Bayern Innovativ GmbH am Dienstag, 20. November, im Vogel Convention Center in Würzburg. Hintergrund: Die Entwicklung neuer Wirkstoffe ist mit hohen Kosten und einem großen Marktrisiko verbunden. Hier bietet die intensive und frühzeitige Zusammenarbeit von Pharma-Industrie, Biotech-Unternehmen und Wissenschaft Chancen, die vorhandenen Potenziale noch besser für neue Produkte und zukünftige Marktchancen zu nutzen.

    Bei dem Forum berichten Unternehmen aus den Bereichen Pharma und Biotech – zum Beispiel Boehringer Ingelheim, Merck Serono, Bayer Schering Pharma, Roche Kulmbach, Fresenius, Evotec oder Jerini – sowie wissenschaftliche Institute über neueste Ansätze der Wirkstoffforschung. Sie präsentieren auch Strategien einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Vorgestellt werden Beispiele aus den Bereichen therapeutische Antikörper, RNAi-Technologie oder peptidbasierte Wirkstoffe.

    Ziel des Forums ist es, Einblick in neue Technologien und aktuelle Konzepte der Arzneimittelentwicklung zu geben und Impulse für zukünftige Kooperationen zu setzen. Das Programm und weitere Informationen gibt es im Internet hier: www.bayern-innovativ.de/drug-development2007

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    RFID, eine Zukunftstechnologie für den Mittelstand

    Die Technik der Radiofrequenz-Identifikation (kurz: RFID) hat viele geschäftliche Anwendungsmöglichkeiten. Objekte können damit per Funkübertragung kontaktlos identifiziert werden. Außerdem lassen sich mittels RFID Informationen über das Objekt, etwa über dessen Transportweg, lesen und speichern. Diese Technik bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Qualität ihrer Prozesse intern und unternehmensübergreifend zu verbessern und Einsparungspotenziale zu nutzen.

    Informationen hierzu bietet das bundesweite Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) am Dienstag, 13. November, von 13 bis 16 Uhr in der Veranstaltung „RFID – eine Zukunftstechnologie für den Mittelstand“ in der IHK Würzburg-Schweinfurt an. Die Veranstaltung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die mehr über RFID-Lösungen erfahren möchten. Die Referenten informieren über die Potenziale der Technologie; Anwenderbeispiele zeigen, wie RFID heute bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt wird. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet unter www.meck-online.de Anmeldungen sind über die Homepage möglich, per E-Mail an info@meck-online.de oder per Fax an die Nummer (0931) 4194-111.

    Das NEG ist ein Verbund aus 25 regionalen Kompetenzzentren und einem Branchenzentrum für den Handel. Es wird seit 1998 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Aus der hiesigen Region gehört das Mainfränkische Electronic Commerce Kompetenzzentrum dazu, an dem der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik (Professor Rainer Thome) der Uni Würzburg maßgeblich beteiligt ist.

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    25 Jahre Medizinhistorische Gesellschaft

    Mit einer Fachtagung und einer Festveranstaltung beging die Würzburger medizinhistorische Gesellschaft am Wochenende ihr 25jähriges Bestehen. Ziel der wissenschaftlichen Vereinigung ist die Unterstützung des Instituts für Geschichte der Medizin der Uni Würzburg, die Ausrichtung eines jährlichen Fachkongresses sowie die Herausgabe der „Würzburger Medizinhistorischen Mitteilungen“.

    Beim Festakt in den Greisinghäusern begrüßte der Vorsitzende Professor Ralph Vollmuth zahlreiche Gäste. Bürgermeister Adolf Bauer betonte in seiner Ansprache, dass die Stadt zu Recht stolz auf die international anerkannte Forschungsaktivität des Instituts sei. Gemessen an Zahl und Qualität der Publikationen sowie dem Volumen der Drittmittelprojekte nehme Würzburg auf dem Gebiet der Medizingeschichte unbestritten einen Spitzenplatz ein. Zudem ziehe die umfangreiche Spezialbibliothek jährlich Gastwissenschaftler aus aller Welt an.

    Etwas Nostalgie kam bei vielen Mitgliedern der Gesellschaft auf, als der langjährige Schriftführer Christoph Weisser in seinem Rückblick Aufnahmen des alten Institutsgebäudes mit der kuriosen Postadresse „Koellikerstraße 6, Rückgebäude“ zeigte. In dem winzigen Häuschen, dem ehemaligen Laborbau des Bakteriologischen Instituts, hatten die Medizinhistoriker bis zu ihrem Umzug in die ehemalige Privatklinik von Professor Horst Wullstein eine beengte, aber durchaus stilvolle Bleibe gefunden.

    In seinem fesselnden Festvortrag beleuchtete Professor Michael Stolberg, Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin, die wechselvolle Geschichte der Harnschau, deren Wurzeln bis in die Antike zurückreichen und die zunächst von den akademisch gebildeten Ärzten in Anspruch genommen wurde. Anhand eindrucksvoller Bildquellen und Textzeugnisse erläuterte er, warum sich diese eigentlich längst überholte Diagnosetechnik auf dem Gesundheitsmarkt bis weit ins 19. Jahrhundert behaupten konnte.

    Für die musikalische Umrahmung des Festaktes sorgte Institutsmitarbeiter Hannes Langrieger am Klavier.

    Andreas Mettenleiter

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    Hochschul-Essay-Preis ausgeschrieben

    „Unterwegs nach Deutschland – Rede an ein Land, in dem ich leben will.“ Unter diesem Titel will das Magazin Cicero Studierende dazu motivieren, kritisch ihre Gedanken in Form eines literarischen Essays zu äußern. Ob Germanistik, Wirtschaft, Kunst, Politik oder Jura – Studierende aus allen Fachbereichen sind aufgefordert, ihren Ideen freien Lauf zu lassen. Gefordert sind 10.000 bis 20.000 Zeichen Text; Einsendeschluss ist der 9. Januar. Wer den ersten Preis gewinnt, bekommt 3.000 Euro, eine fünftägige Reise nach Venedig für zwei Personen und eine Veröffentlichung seines Textes in Cicero. Weitere Informationen über den Wettbewerb gibt es im Internet unter www.cicero.de/uni_essay-preis/

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    Personalia

    Prof. Dr. Jürgen Becker, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, ist mit Wirkung vom 22.10.2007 in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen worden.

    Prof. Dr. Peter Friedl, Rudolf-Virchow-Zentrum für Exerperimentelle Biomedizin, wurde mit Ablauf des 06.10.2007 auf eigenen Antrag aus dem Beamtenverhältnis auf Zeit zum Freistaat Bayern entlassen.

    Dr. Henrike Scholz, Wissenschaftliche Assistentin, Lehrstuhl für Genetik und Neurobiologie, wurde mit Wirkung vom 25.10.2007 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Genetik und Neurobiologie" erteilt.

    Dienstjubiläen

    25 Jahre

    Angelika Amend, Institut für Röntgendiagnostik, am 01. November

    Jutta Huth, Pflegedirektion des Klinikums, am 01. November

    Cordula Otte, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Plastische und ästhetische Operationen, am 01. November

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