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    einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg


    Ausgabe 37 vom 16. Oktober 2007


    ... vom Sockel geholt

    Unter den Lithographien des französischen Künstlers Honoré Daumier (1808-1879) finden sich zahlreiche Darstellungen, die sich mit der antiken Kunst, Mythologie und Geschichte auseinandersetzen. Mit feiner Beobachtungsgabe und dem für ihn charakteristischen derben Spott karikiert Daumier darin die Antikenbegeisterung seiner Zeit. Mit spitzer Feder holt er die mythischen Helden von ihrem hohen Sockel und wandelt sie in bodenständige Zeitgenossen.

    Umgeben von den Originalwerken der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums erweisen sich die Bilder Daumiers als heitere Warnung vor einer unangebracht übertriebenen Verherrlichung der Antike.

    Die Sonderausstellung „Wahre Helden? Honoré Daumier und die Antike“ ist ab sofort bis 11. November in der Antikenabteilung des Wagner-Museums im Südflügel der Residenz zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag (14.10., 28.10. und 11.11.) jeweils von 9.30 bis 13.00 Uhr. Montags geschlossen, der Eintritt ist frei.

    Weitere Informationen unter der Telefonnummer (0931) 31-2866.

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    Logo des SkillsLabEin Herz, das nur zur Übung schlägt

    Mit einem „Nachmittag der offenen Tür“ starten SkillsLab und INTUS – die Trainingszentren der Medizinischen Fakultät – am Montag, 22. Oktober, ins neue Semester. Von 17 bis 20 Uhr sind alle Studierenden und Lehrenden eingeladen, die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Und das „ganz ungezwungen und in lockerem Rahmen“, wie die Veranstalter betonen.

    Keine Ansprachen, keine Festreden, keine Sitzordnung. Stattdessen können sich die Besucher in aller Ruhe die Räume in Bau C 16 ansehen und ihr Können an den Phantomen und Simulatoren beweisen. An allen Stationen wird fachkundiges Personal Erklärungen geben und mit Tipps zur Hand gehen. Ärzte und Tutoren werden spezielle Untersuchungs- und Operationstechniken vorstellen; wer will, kann an einem Arzt-Patient-Kommunikationstraining teilnehmen oder eine Einführung ins Notfallmanagement besuchen. Darüber hinaus besteht den ganzen Nachmittag über die Möglichkeit, die praktische Prüfungsform OSCE kennen zu lernen.

    Wer über dem Üben Hunger oder Durst bekommt, kann sich an einem kalten Büffet bedienen. Und damit der Spaß nicht zu kurz kommt, verlosen die Veranstalter im Rahmen einer kleinen Tombola Buch- und Sachpreise. Mehr Infos zum Semesterauftakt im SkillsLab C16 und INTUS stehen unter www.skills-lab.medizin.uni-wuerzburg.de

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    Mit doppelter Unterstützung zum Nichtraucher

    Programm kann große Erfolge vorweisen

    Am Montag, den 5. November, startet an der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Gesundheitsamt ein neuer Kurs zur Tabakentwöhnung. In insgesamt acht Sitzungen werden Raucher von zwei Experten in ihrem Wunsch unterstützt, mit dem Rauchen aufzuhören.

    Ab dem 1. Januar 2008 gilt in sämtlichen bayerischen Behörden ein generelles Rauchverbot – und damit auch an der Universität Würzburg. Wer diesen Termin zum Anlass nehmen will, jetzt endlich die letzte Zigarette im Aschenbecher auszudrücken, bekommt gleich zweifach Unterstützung: Der neue Kurs zur Tabakentwöhnung, den die Suchtberatungsstelle ab November anbietet, hilft dabei, dauerhaft rauchfrei zu bleiben. Zusätzlich bietet die Bayerische Landesregierung als Anreiz zur Teilnahme an dem Kurs eine teilweise Finanzierung an: Im Rahmen eines bis Ende 2008 begrenzten Sonderprogramms erhalten Beamte und Arbeitnehmer, die nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind, einen Zuschuss in Höhe von 50 Euro.

    Vielleicht die letzte?„Stopp-Tag“: So nennen die Organisatoren des Tabakentwöhn-Kurses den ersten Tag, den die Kursteilnehmer rauchfrei verbringen wollen. In zwei Gruppensitzungen (5. und 12. November) bereiten sich die Teilnehmer auf diesen Tag vor. Im Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten werden mögliche Rituale des Schlusspunktes und Tipps für die Gestaltung der ersten rauchfreien Tage erarbeitet.

    Die nächsten drei Sitzungen nach dem Stopp-Tag finden weiter in wöchentlichem Rhythmus statt und dienen dazu, dass jeder frischgebackene Nichtraucher Bewältigungsfertigkeiten im Hinblick auf rückfallgefährliche Situationen erwirbt. So werden persönliche Strategien entwickelt für Situationen, in denen der Griff zur Zigarette bisher vorprogrammiert war: Beispielsweise nach dem Essen, im Stress oder in Gesellschaft.

    Die beiden letzten Sitzungen finden in einem größeren zeitlichen Abstand statt; so lernen die Kursteilnehmer schrittweise, ohne die Gruppentreffen auszukommen. Ein Nachtreffen und telefonische Kontakte ein halbes und ein ganzes Jahr nach dem Rauchstopp sollen dabei helfen, auf lange Sicht dauerhaft rauchfrei zu bleiben.

    Der Erfolg des Würzburger Programms zur ambulanten Tabakentwöhnung liegt im Vergleich zu anderen Programmen erfreulich hoch: Während die Erfolgsquote bei üblichen Programmen bei 25 bis 35 Prozent liegt, sind nach den bisher an der Uni Würzburg durchgeführten 14 Kursen 62 Prozent der Teilnehmer am Ende des Kurses rauchfrei. Nach einem Jahr liegt die Erfolgsquote immer noch bei über 40 Prozent.

    Beschäftigte der Universität und des Uniklinikums zahlen für die Teilnahme 130 Euro, externe Teilnehmer 180 Euro. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel 75 Euro bei regelmäßigem Besuch. Weitere Informationen gibt es bei Katja Beck-Doßler, Leiterin der Suchtberatung für Beschäftigte der Universität Würzburg, T (0931) 31-2020, dossler@zv.uni-wuerzburg.de

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    Second-Hand-Shop der Uni

    Schreibmaschinen, Lampen, Büromöbel: Solche und andere gebrauchte Gegenstände bietet die Universität Würzburg auf einem virtuellen Marktplatz an, ihrem Second-Hand-Shop im Internet. Dienststellen innerhalb der Universität können die Gegenstände unentgeltlich bekommen. Es ist auch ein Verkauf an Universitätsbedienstete sowie an Dritte möglich; die Abgabe an Wiederverkäufer ist aber nicht vorgesehen. Artikelübersicht, allgemeine Geschäftsbedingungen und Kontaktadressen sind hier abrufbar:  www.uni-wuerzburg.de/fuer/beschaeftigte/beschaffungen/second-hand-shop

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    Das wandelnde Archiv

    Seit 40 Jahren arbeitet Rudolf Wachter an der Universität Würzburg

    „Vor 40 Jahren gab es in Bayern noch kein Hochschulgesetz – aber man kam zurecht. Vor 40 Jahren gab es an der Uni Würzburg noch keinen Kanzler – aber man kam zurecht“. Und vor 40 Jahren hat der Mann seinen Dienst an der Julius-Maximilians-Universität angetreten, der jetzt diese Sätze bei einer Jubiläumsfeier zu seinen Ehren sagte: Rudolf Wachter, Leiter des Referats 1.2: Zentrale Dienste der ZV und, wie Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen in ihrer Festansprache sagte, das „Urgestein der Universität“.

    Seit 1967 ist Rudolf Wachter Mitarbeiter in der Verwaltung der Universität. Nach seinen Anfängen in der Personalabteilung wurde er später Leiter der Prüfungskanzlei; 1985 folgte der Wechsel in das damalige Hauptbüro unter Kanzler Bruno Forster. Der war übrigens auch zur Feier erschienen, schließlich habe Wachter ihn während seiner Zeit im Personalbüro eingestellt, scherzte Forster.

    Alt-Kanzler Bruno Forster (links) und Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen gratulieren Rudolf Wachter zu seinem 40. Dienstjubiläum. Foto: Gunnar BartschAls einen „bescheidenen Mensch“ habe sie Wachter kennen gelernt, sagte Heidi Mikoteit-Olsen, und als personifiziertes Archiv. „Sie haben so ein enormes historisches Wissen, Sie wissen über die Universität Alles“, sagte die Kanzlerin, bevor sie ihm einen Nobelpreisträger-Bocksbeutel und ein Buch als Geschenk überreichte.

    Alt-Kanzler Bruno Forster (links) und Kanzlerin Heidi Mikoteit-Olsen gratulieren Rudolf Wachter zu seinem 40. Dienstjubiläum. Foto: Gunnar Bartsch

    Dieses Wissen stellte Rudolf Wachter im Anschluss auch gleich unter Beweis. In seiner Rede gab er einen kurzen Abriss über seine 40 Jahre an der Uni – angefangen in einer Zeit, in der es weder Hochschulgesetz noch Kanzler gab. Letzterer wurde erst 1969 berufen an die Spitze einer zweigeteilten Verwaltung. Eine Zentralverwaltung in der Form, wie sie heute existiert, gibt es erst seit 1971, das Hochschulgesetz kam 1974. Weitere wichtige Ereignisse in der Laufbahn des Jubilars waren die Einführung eines Präsidialkollegiums 1976 – „Würzburg war damit eine der ersten Universitäten, die einen Präsidenten hatte“, so Wachter –; das Inkrafttreten der Grundordnung 1984 sowie eine 400- und eine 600-Jahr-Feier in den Jahren 1982 und 2002.

    Zehn Dienstzimmer habe er in diesen Jahren gehabt, viele Menschen kommen und gehen gesehen, sagte Wachter. Dabei sei die Zeit wie im Fluge vergangen. Sein Fazit: „Es war interessant, es war vielseitig, schön war’s. Danke schön“.

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    Die Multimediadienste im Rechenzentrum

    Im Herbst 2003 wurde an der Universität damit begonnen, Multimedia-Dienstleistungen an einer Stelle zu bündeln, um Synergieeffekte für die ganze Hochschule zu erzielen. Viele bis dahin einzelne Projekte und Insellösungen sollten über eine zentrale Stelle koordiniert werden: Die Multimedia-Dienste (MMD) im Rechenzentrum waren geboren.

    Damals wie heute hat sich gezeigt, dass Forschung und Lehre in zunehmenden Maß den Einsatz entsprechender Medientechniken voraussetzen. Gerade der aktuelle Blended-Learning-Ansatz – darunter versteht man die Kombination der bewährten Präsenzlehre mit den Techniken des eLearning – gibt diesem Bereich neuen Schub. Dabei greifen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Präsenzlehre (Videoübertragungen zwischen weit entfernten Hörsäle, kontinuierliche Audio- und Videobereitstellung von Vorlesungen, Beamereinsatz etc.) über auf die Vor- und Nachbereitung von Vorlesungen und Übungen.

    Beamerinstallation im Hörsaal 166 der Sanderring-Uni. Foto: Multimedia-DiensteFolgende fünf Säulen bilden den Schwerpunkt der zukünftigen Tätigkeit in der Multimediagruppe:

    • Der Einsatz einer zentralen eLearning-Plattform für alle Fachbereiche (verwendet wird das Open-Source-Produkt Moodle), begleitet durch Schulungen und Beratung der Dozenten.
    • Planung und Begleitung der Installation zur Ausstattung von Hörsälen und Seminarräumen mit Multimedia-Equipment – finanziert unter anderem durch Studienbeiträge. Dies schließt auch die Wartung der Komponenten und spätere Ersatzbeschaffungen mit ein.
    • Videokonferenzen: Planung, Beratung und Einweisung für Beschäftigte und Studierende.
    • Vorlesungsübertragungen von Hörsaal zu Hörsaal innerhalb der Universität oder auch an andere Hochschulen: Planung, Beratung und Einweisung.
    • Videoschnitt und Videobearbeitung (inklusive Analog-Digital-Wandlung) an entsprechend ausgestatteten Arbeitsplätzen.

    Diese Schwerpunkte sollen sowohl durch unterstützende Beratung in Einzelfällen als auch durch regelmäßige Schulungen sowie Einweisungen flankiert werden und so zu einer Steigerung der Medienkompetenz aller Hochschulmitglieder beitragen.

    Die Tätigkeitsschwerpunkte des Multimediabereichs sollen in den kommenden Ausgaben von Uni-Intern näher vorgestellt werden. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 888-3023 oder der E-Mail multimediadienste@rz.uni-wuerzburg.de

    Michael Tscherner,
    Leiter des Bereichs Multimedia am Rechenzentrum

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    Wie erwerbe ich ein Grundstück in Antalya?

    Die Türkei, vor allem ihre Südküste, ist bei den Deutschen als Feriendomizil sehr beliebt. Wie kann man dort ein Grundstück erwerben, insbesondere als Ausländer? Diese und andere Fragen werden auf der am 19. und 20. Oktober 2007 stattfindenden Tagung über „Immobilienrecht in der Türkei“ erörtert. Sie wird von der Deutsch-Türkischen Juristenvereinigung e.V. in Zusammenarbeit mit der Juristischen Fakultät veranstaltet. Themen sind neben dem türkischen Immobilienrecht aus türkischer und deutscher Sicht auch Hypothekenrecht, Bauqualität und der Grundstückserwerb durch Ausländer. Die Tagung fördert die Beschäftigung mit dem türkischen Recht in Deutschland und gibt interessierten Würzburger Studierenden die Möglichkeit, Einzelheiten einer anderen Rechtsordnung kennenzulernen, zu der enge wirtschaftliche und gesellschaftliche Verbindungen bestehen.

    Die Tagung findet statt in der Alten Universität, Domerschulstraße 16, Hörsaal II. Kontakt: Prof. Dr. Oliver Remien, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Europäisches Wirtschaftsrecht, T (0931) 31-2501, remien@jura.uni-wuerzburg.de

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    Bilder aus der Vergangenheit

    Ringvorlesung zur Geschichte der Uni Würzburg

    Anno 1582 wurde die Uni Würzburg durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn wiedergegründet. Zum 425. Jahrestag dieses Ereignisses bietet das Zentrum für Geschichtswissenschaft der Uni im Wintersemester eine Ringvorlesung an. Thema „Bilder aus der Vergangenheit der Alma Julia Maximilianea“.

    Die Vorträge finden jeweils dienstags um 20 Uhr im Hörsaal 162 der Uni am Sanderring statt. Finanziell unterstützt wird die Reihe von der Wilhelm H. Ruchti-Stiftung zur Förderung der Wissenschaften an der Uni Würzburg. Hier die Referenten und Themen:

    • 23. Oktober: Prof. Dr. Franz, „Die Erstgründung der Universität Würzburg im Jahre 1402 und ihre Folgen“
    • 6. November: Prof. Dr. Wolfgang Weiß, „Die Universität Würzburg unter Fürstbischof Julius Echter“
    • 20. Novmeber: Prof. Dr. Michael Stolberg, „Gelehrte Medizin im alten Würzburg (1500-1850). Entwicklungslinien und Schlaglichter“
    • 4. Dezember: PD Dr. Matthias Stickler, „Von regionaler Bedeutung zur Weltspitze: Die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Fächer an der Universität Würzburg im ‚langen’ 19. Jahrhundert“
    • 18. Dezember: Prof. Dr. Jürgen Weitzel, „Das sozial- und bildungspolitische Engagement Würzburger Rechtsgelehrter in der Weimarer Zeit“
    • 8. Januar: Prof. Dr. Peter Herde, „Geschichtswissenschaft in Würzburg vom Nationalsozialismus zum demokratischen Neubeginn“
    • 22. Januar: Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer, „Universitätsreform und Aufklärung im Katholischen Reich: Das Beispiel Würzburg im 18. Jahrhundert“
    • 29. Januar: Prof. Dr. Stefan Kummer: „Die Würzburger Universitätsbauten von der Echterzeit bis zum Ersten Weltkrieg“

    Historische Darstellung des Lehrbetriebs an der Hochschule

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    Drei Tage für den Lehrer der Völker

    Öffentliche Vorträge und Orgelkonzert in der Neubaukirche

    Am kommenden Wochenende findet in der Würzburger Residenz die diesjährige Tagung der Deutschen Comenius-Gesellschaft (DCG) statt. Diese Gesellschaft wurde 1992 anlässlich des 400. Geburtstags von Johann Amos Comenius in Berlin gegründet; sie hat sich das Ziel gesetzt, das geistige Erbe von Comenius durch die Erforschung seiner Werke zu erhalten und die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit zu fördern. Die Tagung wird in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Universität Würzburg durchgeführt.

    Johann Amos ComeniusJohann Amos Comenius (1592-1670) gilt nicht nur als der bedeutendste Pädagoge des 17. Jahrhunderts; er war nach dem Urteil vieler Experten „vielleicht der größte pädagogische Kopf, den Europa hervorgebracht hat“, so Wilhelm Dilthey. Oft wird er als „Lehrer der Völker“ oder gar als „Galilei der Erziehung“ bezeichnet. In diesem Jahr wird in vielen Ländern an die Veröffentlichung der ersten Gesamtausgabe seiner didaktischen Schriften (Opera Didactica Omnia) erinnert, die im Jahr 1657, also vor genau 350 Jahren, im Amsterdamer Exil erschienen. Dabei sind die pädagogischen und philosophischen Schriften dieses Pädagogen bis heute nicht ausgeschöpft. Die kritische Gesamtausgabe seiner Werke, die von der Akademie der Wissenschaften in Prag betreut wird, ist noch lange nicht abgeschlossen. Viele Werke des Comenius sind bisher noch nicht ins Deutsche übertragen worden. Comenius gilt darüber hinaus als Vordenker der Uno und der Unesco.

    Die Würzburger Tagung wird am Freitag, 19. Oktober, um 16 Uhr im Toscanasaal der Residenz eröffnet. Nach Grußworten von Uni-Vizepräsident Professor Ulrich Sinn, Bürgermeister Adolf Bauer und dem Landtagsabgeordneten Professor Walter Eykmann werden die Professoren Winfried Böhm und Andreas Dörpinghaus Vorträge halten zu den Themen „Die Pampaedia des Comenius – der erste abendländische Entwurf einer systematischen Pädagogik“ und „Johann Amos Comenius – unzeitgemäß und aktuell“.

    Am Samstag werden ab 9 Uhr Berichte zur Forschungslage an verschiedenen Instituten gegeben. Unter anderem wird die argentinische Professorin Margarita Schweizer über „Comenius in Lateinamerika“ sprechen. Um 11 Uhr hält Veit-Jakobus Dieterich, der Verfasser der weit verbreiteten Comenius-Biographie in der Rowohlt-Reihe, einen Vortrag über „Comenius als praktischer Theologe“. Um 14 Uhr spricht der Berliner Manfred Richter über „Comenius als ökumenischen Denker“. Alle Vorträge sind öffentlich frei zugänglich.

    Ein Höhepunkt der Tagung wird ein Orgelkonzert in der Neubaukirche sein. Am Samstag, 20. Oktober, um 18 Uhr wird der Grazer Konzertorganist Professor Gunther Rost ein Stück des tschechischen Komponisten Petr Eben, des führenden Orgelkomponisten unserer Zeit, aufführen: „Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens“. Diese Komposition für Orgel und Sprecher ist von der gleichnamigen satirisch-allegorischen Erzählung des Comenius inspiriert, die als „schönste tschechische Prosa“ ihres Jahrhunderts gilt (Pavel Kohout) und zur Weltliteratur gehört. Der Text wird hier in deutscher Übersetzung vorgetragen. Als Sprecher fungiert Winfried Böhm, der frühere Vorstand des Instituts für Pädagogik an der Universität Würzburg. Der Eintritt für das Orgelkonzert kostet 20 Euro (ermäßigt 8 Euro).

    Mehr Infos unter http://www.deutsche-comenius-gesellschaft.de/veranstaltungen.html

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    Bienenforscher in München

    Als Vertreter der Uni Würzburg präsentiert sich die Bienenforschungsgruppe von Professor Jürgen Tautz auf den 7. Münchner Wissenschaftstagen. Dort haben die Forscher vom Biozentrum gemeinsam mit dem Bienenzuchtverein München einen Stand in der Thomas-Mann-Halle der Universität am Geschwister-Scholl-Platz 1. Sie informieren die Besucher über die Seh- und die Duftwelt der Bienen, über deren Orientierungsfähigkeit und Kommunikation. Die Wissenschaftstage dauern vom 20. bis 23. Oktober und stehen unter dem Motto „Leben und Kultur von der biologischen Evolution zur kulturellen Entfaltung“. Veranstalter ist der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO) in Kooperation mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Landesämtern, Behörden und Firmen. Mehr Informationen und das Programm stehen im Internet:
    www.muenchner-wissenschaftstage.de

    Am 16. Oktober spricht Tautz außerdem als Gast bei der Vortragsreihe „Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst“. Dort steht sein jüngstes Buch „Phänomen Honigbiene“ im Mittelpunkt. An der Reihe beteiligen sich drei Göttinger Max-Planck-Institute sowie die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, in deren Paulinerkirche die Vorträge stattfinden.

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    Info-Abend über Datensicherheit

    Die Sicherung der eigenen Daten gehört inzwischen zum Grundhandwerkszeug auch in kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Wie man diese Aufgabe gut erledigen kann, ist das Thema der Veranstaltung „Backup – verschiedene Wege zur Datensicherung“. Angeboten wird dieser kostenfreie Info-Abend vom Regionalen Technologietransfer der Universität Würzburg in Kooperation mit dem Mainfränkischen Electronic Commerce Kompetenzzentrum (MECK) und der Firma Alixon. Er findet am Donnerstag, 18. Oktober, von 18 bis 21 Uhr bei Alixon in der Buchbrunner Straße 20 in 97318 Kitzingen statt. Die Teilnehmer erhalten dort zahlreiche Informationen darüber, wie sie in ihrem Unternehmen und zu Hause ihre Daten sichern können. Dabei wird zwischen Lösungen für kleine Unternehmen und anspruchsvollen Umsetzungen für den eigenen Server unterschieden.

    Weitere Informationen: Rosalinde Baunach, Regionaler Technologietransfer der Uni Würzburg, T (0931) 31-2654 (vormittags), rosalinde.baunach@uni-wuerzburg.de

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    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul auf Info-Tour in Afrika. Foto: Biota Africa, RudolphBundeskanzlerin bei Biota

    Auf ihrer Afrikareise hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am 6. Oktober in der Nähe von Kapstadt auch über ein Forschungsprojekt informiert, an dem Wissenschaftler der Uni Würzburg maßgeblich beteiligt sind. Im Projekt Biota Africa kooperieren deutsche und afrikanische Forscher mit dem Ziel, solides Handwerkszeug für eine nachhaltige Nutzung sowie für den Schutz der biologischen Vielfalt in Afrika zu entwickeln. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Aus Würzburg sind daran beteiligt: Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie im Biozentrum unter der Leitung von Professor Karl-Eduard Linsenmair, außerdem der Stiftungslehrstuhl für Fernerkundung am Institut für Geographie. Die Würzburger arbeiten an mehreren Projekten im südlichen Afrika und im Westen des Kontinents mit. Von Würzburg aus wird zudem der gesamte Projektverbund Biota West koordiniert. Mehr Informationen unter http://www.zoo3.biozentrum.uni-wuerzburg.de/biota/

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    Preis für Bündnis gegen Depression

    Das Projekt European Alliance Against Depression (EAAD), an dem auch das Würzburger Bündnis gegen Depression und die Würzburger WHO-Forschungsgruppe unter der Leitung von Professor Armin Schmidtke von der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie beteiligt sind, wurde mit dem European Health Forum Award ausgezeichnet. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt wurde von Gesundheitspolitikern verschiedener Länder unter 30 Bewerbungen ausgewählt. Der Preis wurde am 5. Oktober in Bad Gastein überreicht.

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    Professor Johann Heinrich Ellgring wird 65

    Johann Heinrich Ellgring. Foto privatGefühlserleben, Mimik, Sucht und Abhängigkeit, psychologische Faktoren bei chronischen Krankheiten. Das sind die Forschungsschwerpunkte des Würzburger Psychologie-Professors Johann Heinrich Ellgring, der am Freitag, 19. Oktober, 65. Geburtstag feiert.

    Wie hängt das Gefühlserleben mit dem nonverbalen Ausdruck des Menschen zusammen? Und wie verändert sich die Lage bei psychischen und neurologischen Erkrankungen? Auf diesem Gebiet hat Ellgring als Honorary Research Fellow des Birkbeck College der University of London und in der Coordination Européenne des Recherches des Emotions (CERE), unterstützt durch das Maison des Sciences de l’Homme in Paris, mit europäischen Partnern verschiedene Projekte durchgeführt.

    Seine anwendungsorientierte Forschung bezieht sich zum Einen auf die Prävention und Therapie von Sucht und Abhängigkeit. Diese Interessen hat er auch im Arbeitskreis Sucht sowie im Interdisziplinären Zentrum für Suchtforschung der Universität Würzburg und im Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe praktisch umgesetzt. Zum Anderen geht es ihm um die psychologischen Faktoren bei chronischen körperlichen Krankheiten, insbesondere bei der Parkinson-Erkrankung, und um die Entwicklung psychologischer Interventionen für Patienten und Angehörige. Hierzu hat der Professor mit verschiedenen Wissenschaftlerkollegen Projekte durchgeführt, die von der Europäischen Union gefördert wurden. Ein Manual zur Schulung von Parkinson-Patienten und Angehörigen in sieben europäischen Sprachen ist eines der Ergebnisse dieser Arbeit. Seine anwendungsorientierte Forschung findet ihre Umsetzung auch im Reha-Forschungsverbund Bayern und im Reha-Netzwerk, wo er ebenfalls mitwirkt.

    In der Lehre gilt sein besonderes Interesse der Mobilität der Studierenden. In seiner Fakultät ist Ellgring als Beauftragter für die europaweiten Erasmus/Sokrates-Austauschprogramme engagiert. „Derzeit betreuen wir in der Fakultät Verträge mit mehr als 25 europäischen Universitäten, so dass unseren Studierenden ein breites Angebot zur Verfügung steht“, sagt er.

    Johann Heinrich Ellgring studierte Psychologie an den Universitäten Marburg und Hamburg. Dann war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Leiter der Sektion Sozialpsychologie am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München (Abteilung Psychologie). Während dieser Zeit promovierte er an der Uni Marburg zum Dr. rer. nat. und habilitierte sich an der Uni in Gießen.

    Er erwarb die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut; ein Forschungsaufenthalt führte ihn ans Human Interaction Laboratory der Universität von Kalifornien in San Francisco. Von 1988 bis 1991 hatte er dann eine Professur für Klinische Psychologie am Institut für Psychologie der Freien Universität Berlin inne. 1991 kam er nach Würzburg, wo er als Professor mit dem Schwerpunkt Interventionspsychologie tätig ist.

    Im kommenden Ruhestand wird Ellgring einige seiner Untersuchungsergebnisse, unter anderem zum Würzburger Schlaffragebogen und zur Mimik bei Kindern, publizieren. „Ergebnisse, die aufgrund der alltäglichen Verpflichtungen liegen bleiben mussten“, wie er sagt. Auch wird er sich weiterhin in der Forschung zur Psychologie der Parkinson-Erkrankung und in der postgradualen Aus- und Weiterbildung im Suchtbereich engagieren.

    Kontakt: Prof. Dr. Johann Heinrich Ellgring, T (0931) 31-2838, ellgring@uni-wuerzburg.de

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    Personalia

    Günter Ansmann, Hauptwerkmeister, Zentralverwaltung, tritt mit Ablauf des Monats Oktober 2007 in den Ruhestand.

    Prof. Dr. Fakher Assaad, Institut für Theoretische Physik und Astrophysik, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2008 bewilligt.

    PD Dr. Jael Backe, Fachgebiet Geburtshilfe und Frauenheilkunde, niedergelassene Ärztin in Würzburg, wurde mit Wirkung vom 28.09.2007 zur „außerplanmäßigen Professorin“ bestellt.

    Prof. Dr. Ralph Claessen, Physikalisches Institut, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2008 bewilligt.

    Prof. Dr. Horst Dreier, Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Rechtsphilosophie, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2008 bewilligt.

    Prof. Dr. Frank Falkenstein, Universität Bamberg, ist mit Wirkung vom 01.10.2007 zum Universitätsprofessor für vor- und frühgeschichtliche Archäologie an der Universität Würzburg ernannt worden.

    Prof. Dr. Reinhold Fink, Institut für Physikalische Chemie, wird vom 01.10.2007 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2008, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W 3 für Physikalische Chemie II beschäftigt.

    Dr. Winfried Göbel, Akademischer Direktor, Augenklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 09.10.2007 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Augenheilkunde“ erteilt.

    PD Dr. Florian Grotz, Freie Universität Berlin, wird vom 01.10.2007 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 29.02.2008, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. W 3 für Vergleichende Politikwissenschaft und Systemlehre beschäftigt.

    Das Bundesministerium für Gesundheit beabsichtigt, Prof. Dr. Jörg Hacker, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, zum Präsidenten des Robert Koch-Institutes in Berlin zu ernennen.

    Dr. Norbert Kleinsasser, Akademischer Oberrat, Klinikum der Universität Regensburg, wird vom 01.10.2007 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2008, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Besoldungsgruppe W 2 für Experimentelle Laryngologie beschäftigt.

    Dr. Gabriela Paule, Akademische Oberrätin, Universität Bayreuth, wird vom 01.10.2007 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 29.02.2008, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. W 3 für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur beschäftigt.

    PD Dr. Stefanie Schmahl, Oberassistentin, Universität Potsdam, wird vom 01.10.2007 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2008, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. W 3 für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht beschäftigt.

    Dr. Susanne Schwedler, niedergelassene Ärztin in Schweinfurt, wurde mit Wirkung vom 28.09.2007 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Innere Medizin“ erteilt.

    Dr. Susanne Walitza, Wissenschaftliche Assistentin, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, wurde mit Wirkung vom 28.09.2007 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet „Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie“ erteilt.

    Prof. Dr. Christoph Weber, Institut für Gesellschafts-, Steuer- und Arbeitsrecht, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2008 bewilligt.

    Dienstjubiläen

    40 Jahre

    Reinhard Pichl, Zentralverwaltung, am 03. September 2007
    Rudolf Wachter, Zentralverwaltung, am 28. September 2007
    Elisabeth Kleespies-Walle, Universitätsbibliothek, am 10. Oktober 2007

    25 Jahre

    Richard Friedl, Institut für Humangenetik, am 04. Oktober 2007
    Elke Zander, Medizinische Klinik und Poliklinik I, am 13. Oktober 2007

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