Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Von der originalen Naturbegegnung zum Präparat - Beschreibung eines heimischen Fließgewässers mit einer Auswahl des dort lebenden Makrozoobenthos, sowie die Analyse des Einsatzes von Präparaten im BU

    Autorin: Amelie Wagner

    Betreuer: Dr. Thomas Heyne

    Beschreibung eines heimischen Fließgewässers mit einer Auswahl des dort lebenden Makrozoobenthos, sowie die Analyse des Einsatzes von Präparaten im Biologieunterricht

    Die originale Naturbegegnung hat im Biologieunterricht einen hohen Stellenwert. Besonders intensiv und nachhaltig sind die Erfahrungen, die direkt in der Natur, am außerschulischen Lernort gemacht werden. Dort ist es einfacher ökologische Zusammenhänge zu begreifen und den Blick für das Ganze nicht zu verlieren, da die Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden können.

    Gerade um das Ökosystem eines Fließgewässers zu verstehen, bietet sich ein Unterrichtsgang an einen Bach besonders an. Zahlreiche Phänomene können nur vor Ort, in der originalen Naturbegegnung beobachtet werden.

    Die Lehrkraft sollte sich mit dem Lebensraum, der als außerschulischer Lernort angesteuert wird, im Vorfeld auseinander gesetzt haben. Eine umfassende thematische Vorbereitung ist unabdingbar. Angefangen mit den Strukturen und Merkmalen von Fließgewässern, über dessen Bewohner, bis hin zu den Wechselwirkungen der einzelnen Elemente des Ökosystems, den Menschen eingeschlossen.

    Für die vorliegende Arbeit wurde exemplarisch das heimische Fließgewässer Sinn mit einer Auswahl, des ihr charakteristischen Makrozoobenthos untersucht. Die ausgewählten Organismen, Larven der Eintagsfliegen, Steinfliegen und Köcherfliegen, sowie Flohkrebse, stellen Zeigerarten zur Feststellung der biologischen Gewässergüte bzw. des ökologischen Zustandes dar. Die Bedingungen für die spezielle Ausprägung eines Fließgewässers liegen großenteils im hydromorphologischen Bereich und werden auch vom Menschen beeinflusst.

    Insbesondere die negativen Auswirkungen des menschlichen Handelns können vor Ort von den Schülerinnen und Schülern, im Hinblick auf eine Sensibilisierung für den Natur- und Umweltschutz betrachtet werden. Generell ist für den Naturschutz vor allem die Formenkenntnis ein entscheidender Ansatz. Durch die originale Naturbegegnung wird sie besonders nachhaltig gefördert.

    Zurück im Klassenzimmer muss diese aber dann gefestigt und vertieft werden. Je nach Unterrichtsziel wird ein entsprechendes Medium gewählt, um dies zu gewährleisten. Durch den Einsatz von Präparaten gelingt es vor allem sehr gut entscheidende morphologische Merkmale der Organismen darzustellen, da die Präparate den Originalen noch am Nächsten sind. Um den Schülerinnen und Schülern Fließgewässeroganismen möglichst naturgetreu zu zeigen, bieten sich insbesondere Gießharzpräparate an.

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