Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Ein Tag im Wildpark - Vom geführten zum freien Lernen an Stationen am Beispiel einer Stationenarbeit zum Thema "Wildkatze"

    Autorin: Julia Stolz

    Betreuerin: Sabine Glaab

    Außerschulische Lernorte ermöglichen Schülern das Herstellen eines Bezugs „zur Heimat durch Kennen- und Schätzenlernen heimatlicher Natur und Kultur“ (Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, 2000, S.34). Durch die Beschäftigung an diesen Lernorten finden sie einen Zugang zur Natur und eignen sich einen verantwortungsbewussten Umgang ihr gegenüber an. Des Weiteren ermöglicht die originale Naturbegegnung eine multisensorische Naturerfahrung. Dies führt zu mehr Lebensnähe und ermöglicht Primärerfahrungen, wodurch der Behaltenswert höher ist. Die Beschäftigung an außerschulischen Lernorten weckt vor allem in der Grundschule die Motivation und begünstigt dadurch das Entstehen von Interesse. Einen geeigneten Lernort stellt dabei der Wildpark dar, da dieser eine Vielzahl an originalen Naturbegegnungen bietet und sich für das Einüben fachgemäßer Arbeitsweisen eignet. 

    Am außerschulischen Lernort Wildpark Klaushof in Bad Kissingen fand 2014 eine Studie zum Thema Stationenlernen statt, bei der ein geführtes Lernen an Stationen entwickelt wurde. Ziel der vorliegenden Arbeit ist das Überführen des bereits vorhandenen geführten Lernens an Stationen in ein freies Lernen an Stationen.

    Dabei finden die Schüler eine überschaubare Auswahl an Aufgaben eines Lernbereichs vor. Möglich ist hierbei unter anderem auch das selbstständige Erwerben neuer Inhalte. In Kombination mit außerschulischen Lernorten sind bei der selbstständigen Erarbeitung Einschränkungen hinsichtlich der Reihenfolge, der Sozialform, des Arbeitsplatzes und der zeitlichen Vorgabe notwendig, um den organisatorischen Bedingungen des Wildparks gerecht zu werden. Des Weiteren sind auch einige Veränderungen zur geführten Form notwendig, die sich vor allem auf den Arbeitsauftrag und die Materialgestaltung beziehen.

    Durch die anschließende thematische Einordnung in den Lehrplan wird einerseits die Einhaltung des vorgeschriebenen Grundwissens gewährleistet, andererseits charakterisiert sich die Stationenarbeit dadurch als Lehrveranstaltung.

    Anhand der Stationenarbeit sollen die Schüler einen Überblick über die Lebensweise der Wildkatze bekommen, sowie sich über die Bedeutsamkeit ihres Schutzes bewusst werden. Die Erarbeitung dieser Ziele erfolgt anhand von Materialien an vier Stationen. Deren Darstellung zeigt, wie diese beim selbstständigen Arbeiten konzipiert werden müssen, damit allen Schülerinnen und Schülern ein Lernerfolg möglich ist. Der Leser kann sich dadurch einen detaillierten Überblick über den Ablauf des Kurstages verschaffen.

    Da ich die Stationenarbeit im Sommer 2015 selbst durchführte, gibt die abschließende Reflexion Aufschluss über den Erfolg des freien Lernens an Stationen.

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