Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Konfrontation mit Schülervorstellungen im Biologieunterricht - theoretische Grundlagen der Methode und praktische Umsetzung einer Unterrichtseinheit zum Thema Farbensehen

    Autor: Theresa Fischer

    Betreuer: Sabine Glaab

    Im Rahmen meiner schriftlichen Hausarbeit entschied ich mich dazu, eine Unterrichtsstunde zu dem Thema „Wie kann der Mensch farbig sehen?“, das im bayerischen Realschullehrplan in der siebten Jahrgangsstufe zu finden ist, zu konzipieren und dabei ein besonderes Augenmerk auf den Umgang mit Schülervorstellungen zu legen. Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich sowohl mit der theoretischen Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Methode, als auch mit der Umsetzung eines Konzeptwechsels im Unterricht. Sie hat zum Ziel einen Überblick über das Konzept Schülervorstellungen zu geben und hierbei die Grundlagen der Didaktischen Rekonstruktion, sowie drei verschiedene Ansätze zum conceptual change zu erörtern. Dabei soll die Bedeutung von Schülervorstellungen im Biologieunterricht herausgestellt werden.

    Das Thema „Aufbau und Funktion des Auges“ begleitet Schülerinnen und Schüler nicht nur in der Schule, sondern auch im Alltag, weshalb die Lernenden Vorstellungen in den Unterricht mitbringen. Schülervorstellungen sind Vorstellungen, welche die Lernenden in ihrem Alltag entwickelt haben, um sich Phänomene und Prinzipien ihrer Umwelt erklären zu können. In der von mir konzipierten Unterrichtsstunde wurde versucht, drei vorunterrichtliche Konzepte zum Sehen aufzugreifen und den kognitiven Konflikt durch die Konfrontation mit Bildern herbeizuführen. Die dazu benötigten Unterrichtsmaterialien befinden sich im Anhang der Arbeit.

    Bei der theoretischen Erarbeitung des Themas fiel mir auf, dass in der Literatur zu Schülervorstellungen, sowie zum conceptual change verwirrend viele Begriffe zu finden sind, welche von verschiedenen Autoren in unterschiedlichen Zusammenhängen benutzt werden. Durch das Erstellen eines Begriffsglossars sollte eine gewisse Klarheit und Struktur in diese Vielfalt gebracht werden.

    Innerhalb der Schülervorstellungen lag der Fokus auf den für den Biologieunterricht relevanten Vorstellungen. Dabei konzentrierte ich mich auf die Schülervorstellungen zum Sehen. Die erhobenen Konzepte „Der Mensch kann auch im Dunkeln sehen, er muss sich nur an die Dunkelheit gewöhnen.“, „Die Regenbogenhaut macht, dass man Farben sehen kann.“, „Die Wildkatze kann in der Dämmerung besser sehen, weil ihre Augen leuchten.“ wurden in der Unterrichtseinheit zum Farbensehen verwendet.

    Die in der vorliegenden Arbeit ausgearbeitete Unterrichtseinheit stellt ein problemorientiertes Unterrichtsverfahren dar. Da die konkrete Umsetzung dieser Unterrichtseinheit im Rahmen der vorliegenden Arbeit nicht möglich war, wird im Ausblick die praktische Anwendung der dargelegten Theorien anhand einer Studie von Frau Sabine Glaab dargestellt.

     

     

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