Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Der Vergleich als Unterrichtsform im Biologieunterricht am Beispiel der Lebensweise einheimischer Amphibien in der 6. Jahrgangsstufe des Gymnasiums

    Autor: Jonas Wejda

    Betreuerin: Timea Döpfner

    Wenn man von Amphibien spricht, so denken viele Leute an die bunten und giftigen Frösche der Tropen, die man im Zoo bewundern kann, oder an die riesigen Nordamerikanischen Ochsenfrösche, welche als Neozoen nach Europa eingeschleppt wurden.

    Vergessen werden dabei aber häufig die heimischen Arten. Auch in Deutschland gib es die farbenfrohen Amphibien wie den Feuersalamander, mehr oder weniger giftige Spezies wie die Erdkröten und große Arten wie den Seefrosch. Doch diese versteckte Amphibienwelt ist bedroht. Obwohl die Bevölkerungszahl in Deutschland stetig abnimmt, benötigen wir immer mehr Platz für Straßen und Wohnhäuser, wodurch der Lebensraum der heimischen Amphibienarten immer weiter zerstört wird. Es ist  somit nicht verwunderlich, dass 8 der 21 heimischen Amphibienarten auf der roten Liste der gefährdeten Arten zu finden sind (http://www.bund.net/themen_und_projekte/artenschutz/amphibien/bedrohung_schutz/rote_liste_der_lurche/). Daraus resultiert eine wichtige Aufgabe des Biologieunterrichts, den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig die Bedeutung der heimischen Amphibienwelt nahe zu bringen, um so ein Bewusstsein für diese zu schaffen.

    In meiner Zulassungsarbeit beschäftige ich mich besonders mit den einheimischen Molchen und Fröschen. Hierzu habe ich einen „Amphibientag“ in den Räumlichkeiten der Biologiedidaktik der Universität Würzburg entworfen und diesen mit einer 6. Klasse durchgeführt. Neben anfänglichen Bestimmungsübungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über die Vielfalt der heimischen Amphibienarten bekommen, lernen sie in je einem Lernzirkel anhand, einer ausgewählten Art, besondere Verhaltensweisen wie das Paarungs- und Jagdverhalten, sowie die Entwicklung und die Stellung innerhalb der Nahrungsbeziehungen einer Biozönose bei Molchen und Fröschen kennen.

    Als Unterrichtsform wurde der Vergleich gewählt, da das entwickelte Unterrichtskonzept darauf abzielt, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Amphibienfamilien zu erarbeiten. Hierzu stellen sich die Schülerinnen und Schüler in der Gesamtsicherung die einzelnen Stationen gegenseitig vor und zeigen dabei die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Fröschen und Molchen auf.

     

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