Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Vergleich von "Learning through the arts" mit problemorientiertem Biologieunterricht am Beispiel "Die Entwicklung von der Blüte zur Frucht" in der 2. Jgst der Grundschule

    Autorin: Sandra Kubitzek
    Betreuerin: Timea Gebei

    Nachdem Deutschland in internationalen Vergleichsstudien, wie PISA oder TIMSS, relativ schlecht abgeschlossen hat, wurden hierzulande einige Maßnahmen zur Schaffung eines gewissen Qualitätsstandards eingeführt. Dabei orientierte man sich meistens an den erfolgreicheren Bildungssystemen im Ausland.

    In Kanada am Royal Conservatory of Music in Toronto wurde Mitte der 90er Jahre ein Bildungsprogramm mit dem Namen „Learning Through The Arts" entwickelt, das bereits nach den ersten Untersuchungen vielversprechende Ergebnisse erzielte. Seit 2006 ist das Projekt auch in Deutschland, v.a. in Unterfranken, vertreten und konnte auch hier positive Resultate erwirken. (Weingart, 2012)

    In dem Projekt „Learning Through The Arts", kurz „LTTA", werden Unterrichtsinhalte, wie Mathematik, Deutsch oder auch Biologie, mithilfe der Künste, wie Tanz oder Musik, gelehrt. In diesen Unterrichtsstunden arbeiten Künstler mit den Schülern in ihrer Kunstform zusammen und unterstützen so das handelnde Lernen der Kinder sowie das langfristige Behalten der Inhalte.

    Im Jahr 1999 wurde eine 3-jährige Studie vom Royal Conservatory of Music in Auftrag gegeben, die die Wirkungen des Programms bei den teilnehmenden Schülern untersuchte. Verglichen wurden die Lernerfolge von LTTA-Schulen mit Schulen ohne LTTA, die als Kontrollschulen fungierten. In den Fächern Mathematik sowie Sprachen konnten vor der Untersuchung keine Unterschiede zwischen den Schulen beziehungsweise den Schülern festgestellt werden. Im Gegensatz dazu erzielten die Schüler aus den Schulen, die an „Learning Through The Arts“ teilnahmen, „später durchschnittlich 11 Prozentpunkte bessere Testleistungen in Mathematik, als ihre Gleichaltrigen in Schulen ohne LTTA“ (übersetzt nach Internet 1).

    Ob dies auch auf den Biologieunterricht zutrifft und wie groß die Unterschiede im Lernzuwachs nach nur einer Unterrichtsstunde sind, soll im Rahmen meiner Hausarbeit überprüft werden.

    Zu diesem Zweck halte ich zwei Unterrichtsstunden zum gleichen Thema mit jeweils einer anderen Methode. In einer Klasse arbeite ich klassisch problemorientiert, in der anderen dagegen nach der neuen Methode „Learning Through The Arts“. Mithilfe eines Vor- und Nachtestes in beiden Klassen frage ich das Wissen vor und nach den gehaltenen Stunden ab und werte sie unter Verwendung des Programms SPSS aus.

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