Fakultät für Biologie - Fachdidaktik Biologie

    Bionik im Biologieunterricht der Realschule – Beispiele aus der Botanik

    Autorin: Jennifer Pfister
    Betreuerin: Franziska Wiegand

    Die vorliegende Arbeit handelt von dem Thema Bionik und seiner unterrichtlichen Um­setzung an der Realschule. Dazu gibt es wie bei sehr vielen Themengebieten des Bio­logieunterrichts verschiedene Möglichkeiten. Auf zwei davon bezieht sich die wissen­schaftliche Fragestellung dieser Abhandlung: Erreichen die Schülerinnen und Schüler im botanischen Garten als außerschulischen Lernort einen höheren Wissenszuwachs als beim Lernen im Klassenzimmer? Um diese Frage zu beantworten, wurde für zwei Klassen der achten Jahrgangsstufe eine Unterrichtseinheit entworfen und an beiden Lernorten durchgeführt. Der Lerninhalt und die Unterrichtsmittel waren dabei identisch. So war ein Vergleich der beiden Lernorte miteinander möglich, ohne dass weitere Va­riablen der unterrichtlichen Gestaltung verändert wurden. Besondere Vorkenntnisse waren dabei von Seiten der Schülerinnen und Schüler aber nicht zu erwarten, da das Thema in den größeren Rahmen des Wassers eingebettet wurde und es zu speziell ist, als dass es in früheren Jahrgangsstufen schon einmal besprochen worden wäre. Den­noch kann es für die Jugendlichen ein spannendes Thema sein, da es für die Zukunft bedeutsam ist und somit eine hohe Schüler- und Gesellschaftsrelevanz hat. In der Er­arbeitung sollten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen zu je drei bis vier Personen an Stationen zusammen arbeiten. Dazu wurden vier verschiedene Stationen zum Thema Bionik aufgebaut, an denen sich die Gruppen die Informationen selbstständig erarbeiten konnten. Es standen ihnen dafür Originale, Binokulare, Modelle, Stationen­hefte und Informationskarten zur Verfügung. Gesichert wurden die Erkenntnisse auf mehrere Art und Weisen. Durch diese schülerzentrierte, problemlösend-handlungsori­entierte Unterrichtsform konnten zahlreiche Ziele des Biologieunterrichts berücksichtigt werden. Nach jeder Station wurden die Ergebnisse mit den betreuenden Personen verglichen.

    Die Grundlage für die Auswertung und die Beantwortung der wissenschaftlichen Fra­gestellung wurden Multiple-Choice-Tests anonymisiert durchgeführt. Einer vor und ei­ner nach der Unterrichtseinheit. Die Fragen waren identisch, nur die Anordnung der Fragen und die Reihenfolge der Antwortmöglichkeiten waren verschieden, um den Wiedererkennungseffekt zu reduzieren. Auf der Basis der so erlangten Ergebnisse wurden Tests in dem Auswertungssystem SPSS 14.0 durchgeführt, um zu erfahren, wie gut die beiden Klassen gelernt haben und um sie miteinander vergleichen zu kön­nen und auszuwerten.

    Alles in allem kann man sagen, dass diese Unterrichtseinheit für die Schülerinnen und Schüler eine lohnende Erfahrung war, gerade im Zusammenhang mit dem Besuch des botanischen Gartens. Denn außerschulische Lernorte können den Unterricht sehr be­reichern und außerdem zahlreiche positive Effekte auf die verschiedenen Kompetenz­bereiche der Schülerinnen und Schüler zeigen. Zudem können sie Einstellungen im positiven Sinne prägen und die Liebe zur Natur und damit die Bereitschaft zum Um­weltschutz fördern.

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