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    Zentrum für Sprachen

    Eine Studentin aus dem „Golden State“

    04.09.2012

    Sie ist nicht blond und sie surft nicht – aber sie kommt trotzdem aus Kalifornien. Stimmt es, dass dort alle einen eigenen Pool haben? Solche Fragen über ihre Heimat und die Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika beantwortet hier Danielle King, die an der Uni Würzburg studiert.

    Danielle King kommt aus Kalifornien und studiert an der Universität Würzburg. Foto: Elisa Montini

    Danielle King kommt aus Kalifornien und studiert an der Universität Würzburg. Foto: Elisa Montini

    Danielle King (24) ist in Danville nahe bei San Francisco geboren und hat in Spokane studiert, einer Stadt im Bundesstaat Washington. Dort hat sie an der Whitworth University ihren Bachelor in Politikwissenschaft abgeschlossen.

    Nach dem Bachelor-Abschluss ist sie nach Deutschland gekommen, um als Au-Pair-Mädchen zu arbeiten. Sie liebt ihre Heimat, aber sie wollte eine neue Erfahrung machen. „Was ist da besser, als eine neue Sprache zu lernen?“, sagt sie. Im November 2010 fing sie in Thüngen in der Nähe von Würzburg bei einer Gastfamilie an und wohnte auch dort. „Eine der besten Zeiten meines Lebens“ sagt Danielle.

    Vom Au-Pair-Mädchen zur Studentin

    Von Grund auf Deutsch zu lernen, war für Danielle eine Herausforderung. Doch bei ihrer Gastfamilie war sie gezwungen, die neue Sprache sehr intensiv zu benutzen. Am Anfang wollte sie in Deutschland nur ein Jahr bleiben und dann nach Kalifornien fliegen, um einen Master anzufangen. „Ich habe aber meine Meinung geändert, da ein Studium in Amerika sehr teuer ist. An einer privaten Universität kann es ungefähr 40.000 Dollar pro Jahr kosten. Da können es sich die Studenten nicht leisten, durchzufallen, und müssen das Studium sehr ernst nehmen“, sagt sie.

    Fürs Studium wählte Danielle Würzburg, weil es in der Nähe von Thüngen liegt. Als Danielle nach Würzburg kam, kannte sie niemanden, der ihr helfen konnte. Am Anfang hatte sie viele Probleme mit der Bürokratie. „Oft habe ich mich da gefragt: Soll ich hier bleiben oder schaffe ich es nicht? Ich muss es einfach schaffen“, sagte sie sich damals.

    Hilfreich war für Danielle schließlich das International Office im Campus Nord. Dort war sie fast jeden Tag, um den Tutoren Fragen zu stellen und ihre Master-Bewerbung fertig zu machen. Bald fängt Danielle nun mit dem Zwei-Fach-Masterstudium Anglistik/Amerikanistik und Politik/Sozialwissenschaft an.

    Neue Erfahrung – erster Eindruck

    „Was mir am meisten hier gefällt? Die Stadt und die Umgebung“, sagt sie. Danielle findet Würzburg romantisch: „Wenn ich ausgehe und die Stadt anschaue, ist es immer wieder ‚love at first sight‘“. Besonders die Weinberge gefallen ihr so sehr, dass sie dort gerne und oft spazieren geht. Gut findet die Amerikanerin auch die Stimmung in der Stadt, weil sie stark von jungen Leuten beeinflusst ist.

    Danielle findet aber, dass die Deutschen zurückhaltend sind. „Es ist manchmal schwer, ins Gespräch zu kommen, und man muss sich ein bisschen mehr Mühe geben“, sagt sie. Wenn man die Leute aber besser kenne, seien sie nett und herzlich. In Kalifornien sehe das anders aus. Dort seien viele Menschen schon von Anfang an sehr offen und freundlich.

    Kalifornien und Deutschland – viele Unterschiede

    „Ich würde meinen amerikanischen Freunden unbedingt Würzburg empfehlen, auch weil die Preise ganz anders sind als in Amerika“, sagt Danielle. Die Lebensmittel und die Miete zum Beispiel seien billiger. Ein Einzelzimmer in San Francisco zum Beispiel könne 1.800 Dollar pro Monat kosten.

    Für Danielle war es eine riesige Überraschung, dass sie ohne Auto leben kann. „In Amerika hat jeder ein Auto“, sagt sie. Erstaunlich war für sie auch, dass man überall mit dem Fahrrad fahren kann und dass es hier sehr selten Erdbeben gibt. „Zuhause bei mir sind Erdbeben sehr häufig. Wir haben keine Angst davor, weil wir einfach damit leben müssen.“ Wenn zum Beispiel die Küchenlampe wackelt, sage man nur: „Oh schau, die Lampe bewegt sich. Na ja, nochmal ein Erdbeben …“. Zur Sicherheit hat ihre Familie aber trotzdem Schränke und Regale an der Wand befestigt.

    Kalifornien – Leben und Klischees

    Kalifornien liegt am Pazifischen Ozean, und darum ist das Klima im Sommer angenehm warm mit einer frischen Meeresbrise. Im 19. Jahrhundert wurde Kalifornien wegen seines Klimas auch als „Golden State“ bezeichnet.

    Wie das Leben in Kalifornien aussieht, kann Danielle mit wenigen Worten zusammenfassen: Genau so, wie alle es sich vorstellen. Die Leute genießen das Leben, surfen, schwimmen in ihren eigenen Pools und liegen in der Sonne. Aber: „Das Frauenklischee ‚blond, gebräunt und den ganzen Tag am Surfen‘ existiert nicht, denn ich habe keine dieser Eigenschaften“, sagt Danielle.

    Übrigens haben die Kalifornier auch klischeehafte Vorstellungen über sich selbst: „Wir in Nordkalifornien halten die aus dem Süden für oberflächlich, und die Leute dort nennen uns Hippies“, sagt Danielle mit einem Lächeln. Irgendwie ist das kein Wunder, schließlich heißt es in einem bekannten Lied: “If you’re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair.”

    Elisa Montini, Praktikantin in der Pressestelle der Uni, hat auch andere ausländische Studierende interviewt. Bisher sind erschienen:

    Laura Roca und Luis Eduardo Lucena Baeza aus Spanien

    Mayuko Shimizu aus Japan

    Luisa Tonon und Giulia Ghirlanda aus Italien

     

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