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Gelehrter des Monats: Kaspar Schott

*5. Februar 1608 in Königshofen      † 22. Mai 1666 in Würzburg

1627      Eintritt in den Orden der Jesuiten
1629      Studium der Philosophie unter Athanasius Kircher an der Universität Würzburg
1631      Flucht vor den schwedischen Truppen und Weiterführung des Studiums in Tournai (Belgien)
1633      Beendigung des Philosophiestudiums
               Studium der Theologie in Sizilien
1638      Abschluss der Ordensausbildung in Trapani (Italien)
1649      Professor für Mathematische Wissenschaften in Palermo
1652      Reise nach Rom um Athanasius Kircher zu assistieren
1655      Professor für Mathematische Wissenschaften in Würzburg

Auch im neuen Jahr 2018 führt das Universitätsarchiv Würzburg seine Reihe „Gelehrter des Monats“ im Februar mit dem Mathematiker Kaspar Schott fort. Dieser steht in enger Verbindung mit dem bereits vorgestellten Universalgelehrten Athanasius Kircher, der ihm nicht nur Lehrer war, sondern ihn auch auf seiner akademischen Laufbahn vielseitig unterstützte.

Jesuitischer Gelehrter

Kaspar Schott verbrachte mehr als die erste Hälfte seines Lebens damit, sich als Ordensbruder der Jesuiten ein enormes Spektrum an Wissen anzueignen, bevor er dieses als Lehrender weitergab. Dabei stand er bereits als Student in Würzburg und später in Rom unter dem Einfluss des berühmten Universalgelehrten Athanasius Kircher, den er maßlos verehrte und zeitlebens als seinen Lehrer ansah. Erst mit über 47 Jahren begann der Jesuit seine eigenen Werke zu veröffentlichen, wobei er nicht unbedingt durch sein eigenes Schaffen, sondern vor allem durch die Publikation der Forschungsergebnisse anderer Gelehrter Berühmtheit erlangte.

Interesse an Maschinen

Zu seiner ersten Veröffentlichung, der Mechanica hydraulico-pneumatica, wurde Schott durch die Beschäftigung in dem privaten Museum seines Mentors Athanasius Kircher in Rom veranlasst, da er dort den Zugang zu einer Vielzahl von ausgestellten hydraulischen und pneumatischen Maschinen hatte.  Das einschlägige Interesse vieler Besucher sowie des Gelehrten selbst an der Funktionsweise der Gerätschaften brachte Schott dazu, sich eingehend mit der „Anatomie“ der Raritäten zu beschäftigen. Die Ergebnisse konnte er allerdings mangels finanzieller Unterstützung erst im Jahr 1657 veröffentlichen, als er bereits wieder in Würzburg war. Zurück in Deutschland hatte Kaspar Schott die Aufgabe, für die Bücher Athanasius Kirchers zu werben und bemühte sich in diesem Zuge auch selbst darum, Geldgeber für sein eigenes Werk zu gewinnen.

Zurück in Würzburg

Im Herbst 1655 wurde Kaspar Schott vom Mainzer Kurfürst Johann Philipp von Schönborn, welcher zu dieser Zeit auch der Fürstbischof von Würzburg war, eben dorthin geschickt, um sich in Würzburg mit der Entfernungsmessung und Fragen zum Vakuum zu beschäftigen und sich erneut der Lehre zu widmen.  Der Jesuit kam diesen Wünschen umgehend nach und verbrachte seine weitere Zeit damit, die Ausarbeitung seiner eigenen Forschungen voranzutreiben. So kam es dazu, dass Kaspar Schott in nur elf Jahren, die er seit 1655 bis zu seinem Tod in Würzburg verbracht hat, insgesamt zwölf Werke herausgab, die sich allesamt mit der Mathematik und ihrer Anwendung beschäftigten. Den Einfluss  seines 1664 erschienenen Technica curiosa lassen sich dabei auch in der heutigen Alltagssprache noch immer finden, da der im Titel vorkommende Begriff „Technica“ eine Eigenkreation Schotts darstellt, welche als etymologische Herkunft des heutigen Wortes „Technik“ gehandelt wird.

Werke Kaspar Schotts
In nur elf Jahren, welche er nach seiner Rückkehr nach Deutschland in Würzburg verbrachte, verfasste Kaspar Schott zwölf umfassende Werke mit einem Gesamtausmaß von über 10.000 Seiten.
Bild: Universitätsbibliothek Würzburg

Literaturempfehlungen

Vollrath, Hans-Joachim: Kaspar Schott 1608-1666, Würzburg 2017.

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