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Porträt: Fürstbischof Johann I. von Egloffstein - Teil 4

Der Reisediplomat Johann von Egloffstein

Nicht nur für den König war Johann im ganzen Reich auf diplomatischen Missionen unterwegs, auch für seinen Bruder und den Deutschen Orden setzte er sich ein. Im Jahr 1410 kam es am 15. Juli zur bekannten ersten und eigentlichen Schlacht bei Tannenberg (Grunwald), als die Truppen des Deutschen Ordens den polnischen und litauischen Truppen - angeführt von König Władysław II. Jagiełło und Großfürst Vytautas - unterlagen. Auf einen Hilferuf des Deutschen Ordens hin, reiste Johann zusammen mit seinem Bruder Konrad, der Deutschmeister des Deutschen Ordens war, ins preußische Thorn (Toruń). Dort nahmen sie beide als Bevollmächtigte des Deutschen Ordens an den Friedensverhandlungen teil. Die Verhandlungen zwischen den Bevollmächtigten des Königreichs Polen und des Deutschen Ordens führten am 1. Februar 1411 zum ersten Frieden von Thorn.

Johann von Egloffstein fand am 22. November 1411 in Forchheim den Tod – bis heute gibt es Gerüchte, er sei vergiftet worden. Kriegerische Auseinandersetzungen standen am Anfang und Ende seiner Herrschaft, viel stärker prägte seine Politik aber der Ausbau des Landes, der Abbau der enormen Verschuldung und die Sicherung des Friedens durch Bündnisse mit den Nachbarn. Auf der internationalen Bühne war er in diplomatischen Missionen unterwegs und genoss das Vertrauen König Ruprechts.

Mit der Gründung einer der ersten Universitäten im Heiligen Römischen Reich präsentierte sich Würzburg als eines der fortschrittlichsten Territorien.

Teil 5: Gründung der Universität Würzburg 1402 - Johann von Egloffstein als Universitätsgründer

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