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Julius Echter von Mespelbrunn

Kupferstich, 1712, Johann Salver, aus: Icones virtuosae sanctorum, beatorum reverendissimorum et celsissimorum episcoporum Herbipolensium […] (Universitätsbibliothek Würzburg)
Kupferstich, 1712, Johann Salver, aus: Icones virtuosae sanctorum, beatorum reverendissimorum et celsissimorum episcoporum Herbipolensium […] (Universitätsbibliothek Würzburg)

1582 erfolgte die Wiederbegründung der Würzburger Universität durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617). Die Inauguration, die feierliche Einführung, erfolgte verzögert. Kaiser Maximilian II. erteilte bereits am 11. Mai 1575 die Privilegierung. Ein Jahr später, am 28. März 1576, erteilte sie auch Papst Gregor XIII. Zu der Verzögerung der Feierlichkeit kam es, da sich Widerstand seitens des Domkapitels und der Würzburgischen Ritterschaft regte.

Kupferstich Julius Echters

Der Kupferstich wurde durch Johann Salver (1670-1738) erstellt. Salver arbeitete als Hof- und Universitätskupferstecher im Hochstift Würzburg und fertigte rückblickend eine Reihe von Portraits verschiedener Würzburger Bischöfe an.

 

Reliefbild aus Solnhofener Stein (leichte Absplitterungen, Abriebe und Flecken), 1576, Hans van der Mul, (Martin von Wagner Museum, Würzburg)
Reliefbild aus Solnhofener Stein (leichte Absplitterungen, Abriebe und Flecken), 1576, Hans van der Mul, (Martin von Wagner Museum, Würzburg)

Reliefbild Julius Echters, 1576

 Das Steinrelief zeigt Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617), vielleicht in seiner Funktion als Rektor, mit weltlichen Gewändern bekleidet. Auffällig ist die starke theologische Symbolik, die ihn umgibt. Das dreieckige Giebelfeld schmückt eine Darstellung Gottvaters. Zu den Seiten stehen die Heiligenfiguren des Bistumsgründers Kilian auf der linken und des ersten Bischofs des Bistums Würzburg, St. Burkhard auf der rechten Seite. Gesteigert wird sein Selbstverständnis durch die Inschrift SI DEUS PRO NOBIS QUIS CONTRA NOS (Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein?).

Über den Künstler Hans van der Mul ist nichts Weiteres bekannt. Vermutlich war er einer jener niederländischer Wanderkünstler, die sich in dieser Zeit im Würzburger Raum aufhielten.

Ursprünglich befand sich dieses kleine Relief im Schloss Mespelbrunn (Spessart).  Eingemauert im Ahnensaal markierte es wohl jene Stelle, an der nach der Überlieferung die rechte Hand des Fürstbischofs bestattet war.

 

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