Träger der Medaille "Bene Merenti" Die Universität Würzburg verleiht die Medaille "Bene Merenti" in Gold, Silber oder Bronze für besondere Verdienste um die Universität. Aufgeführt werden alle Geehrten, die nicht länger als 10 Jahre verstorben sind (gemäß Entschluss der Hoschulleitung vom 26. März 2012).
"Bene Merenti in Gold"
(in Klammern das Jahr der Ehrung)

Prof. Dr. Franz-Ludwig Knemeyer (2012)
seit 1970 am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg leistete er einen wichtigen Beitrag im Bereich Verwaltungsrecht durch die Gründung eines gleichnamigen Instituts. Vor allem aber förderte Franz-Ludwig Knemeyer den Austausch zum kommunalen Recht durch die Gründung des Kommunalwissenschaftlichen Forschungszentrums Würzburg 1978. Als Vorsitzender zahlreicher Vereine und Zentren zu diesem Thema beeinflusste er nachdrücklich die Entwicklung des Faches.

Prof. Dr. Ulrich Sinn (2012)
seit 1994 am Lehrstuhl für Klassische Archäologie tätig und Leiter der Antikenabteilung des Martin-von-Wagner-Museums. Seine Forschungsarbeit als auch sein Engagement in der akademischen Selbstverwaltung machen ihn zu einem geschätzten Kollegen: als Mitglied in Prüfungskommissionen, Mitbegründer des Zentrums für Lehrerbildung und 2003 Vizepräsident der Universität.

Prof. Dr. Josef Stoer (2012)
seit 2010 emeritiert. Mit seiner mehrjährigen Forschungserfahrung aus Amerika etablierte Josef Stoer an der Universität Würzburg ein exzellentes Forschungsklima im Bereich der Mathematik. Seine Mitgliedschaften in zahlreichen Verbänden zeigen auch sein außeruniversitäres Engagement für das Fach Mathematik. Darüber hinaus setzte er sich für den Aufbau der Informatik an der Universität Würzburg ein.

Prof. Klaus Viktor Toyka (2012)
seit 1989 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und bis 2010 Lehrstuhlinhaber für Neurologie und Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik. Seine Forschungsarbeiten auf dem Feld neuroimmunologischer Erkrankungen verhalfen der Universität Würzburg zu internationalem Ansehen. Am 28. September 2005 wurde Klaus Toyka in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Auch in der Förderung der Universität im Allgemeinen und der Künste im Speziellen widmete sich Klaus Toyka.

Renate Schülke-Schmitt (2012)
die studierte Rechtswissenschaftlerin stand seit 1988 im administrativen Dienst des Universitätsklinikums bis sie 2011 das Amt Direktorin niederlegte. Während ihrer Tätigkeit in der Verwaltung und Leitung des Klinikums setzte sie sich für eine vielgestaltige organisatorische Zusammenarbeit ein und schaffte positive Bedingungen für klinische Forschungen und Projekte im medizinischen Bereich. Eine besondere Würdigung gilt ihrem Engagement in landes- und bundesweiten Gremien – etwa als Vorstandsmitglied im Verband der Universitätsklinika Deutschlands.

Prof. Dr. Andreas Möckel (2011)
Von 1976 bis 1992 Inhaber des Lehrstuhls für Sonderpädagogik mit Schwerpunkt Lernbehinderten-Pädagogik. Als dessen Erstinhaber erbrachte er Pionierleistungen: Er etablierte und profilierte das Fach, für das es damals in Deutschland noch keine universitäre Tradition gab, im Lehr- und Ausbildungskanon der Universität. Durch sein Engagement wurde die Sonderpädagogik in Würzburg neben der herkömmlichen Lehramtsausbildung verankert. Der Würzburger Sonderpädagogik verschaffte Möckel eine bundesweite Sichtbarkeit und Außenwirkung.

Prof. Dr. Dr. Karlheinz Müller (2011)
Von 1972 bis 2004 Inhaber des Lehrstuhls für Biblische Einleitung und Biblische Hilfswissenschaften an der Katholisch-Theologischen Fakultät. Müller gilt als einer der profiliertesten Kenner der frühjüdischen Apokalyptik. An der Universität war er verantwortlich für die wissenschaftliche Edition der so genannten „Judensteine aus der Pleich“, den mit über 1500 Stücken weltweit größten Fund an Grabsteinen und Grabsteinfragmenten aus einem mittelalterlichen jüdischen Friedhof. Weiterer Schwerpunkt von Müllers Wirkens war der ökumenische und interreligiöse Dialog.

Prof. Dr. Karin Ulrichs (2011)
Inhaberin einer Professur für Experimentelle Transplantations-Immunologie an der Chirurgischen Klinik I von 1994 bis 2010. Karin Ulrichs engagierte sich besonders auch für die Frauenförderung, unter anderem war sie Frauenbeauftragte der Medizinischen Fakultät. Ihr Anliegen war es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Chancengleichheit für Akademikerinnen insbesondere bei Berufungsverfahren zu erreichen. Dazu übernahm sie mit großem Engagement viele zusätzliche Aufgaben – unter anderem in Form der Teilnahme an den Mentoring-Programmen der Universität.

Prof. Dr. Klaus Wilms (2011)
Von 1982 bis 2004 Direktor der Medizinischen Poliklinik. Wilms war Dekan der Medizinischen Fakultät und sechs Jahre lang im Wissenschaftsrat. Von 1991 bis 1994 wirkte er bei der Einrichtung der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden in der Gründungskommission mit. 2004 erhielt er den Albert-Kölliker-Lehrpreis der Medizinischen Fakultät, 2005 den Bayerischen Verdienstorden. 2008 war Wilms Gründungsdirektor des Comprehensive Cancer Center Mainfranken, einem integrierten Behandlungs- und Forschungszentrum für Krebserkrankungen.
Prof. Dr. Dr. Norbert Richard Wolf (2010)
von 1976 bis zur Emeritierung 2008 Lehrstuhlinhaber für deutsche Sprachwissenschaft. Er hat die Universität zu einem Zentrum der modernen Dialektologie gemacht. Ebenfalls seiner Initiative zu verdanken ist die Entwicklung des Aufbaustudiengangs „Linguistische Informations- und Textverarbeitung“ und des daraus 2001 entstandenen Aufbaustudiengang „EDV-Philologie“. Ein Jahrzehnt lang leitete er das „Studium Generale“, von 1982 bis 1984 war er Sprecher der DFG-Forschergruppe „Prosa des deutschen Mittelalters“ und dann bis 1992 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs „Wissensorganisierende und wissensvermittelnde Literatur im Mittelalter“.
Raimund Külb (2009)
von 1995 bis 2007 im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unter anderem für das Klinikum und die Medizinische Fakultät der Universität Würzburg zuständig. In seine Amtszeit fielen beispielsweise der Bau der Zentren für Operative und für Innere Medizin; unter seiner Mitwirkung wurde das Konzept des Medizin-Campus im Stadtteil Grombühl erarbeitet. Die erfolgreiche Entwicklung der Würzburger Medizin und Lebenswissenschaften hat er wesentlich mitbestimmt.
Prof. Dr. Werner Schiedermair (2009)
Von 1996 bis 2007 leitete Prof. Dr. Werner Schiedermair im Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Betreuungsreferat für die Universität Würzburg (ohne Medizinische Fakultät) und das Referat Stiftungswesen. Für die Belange der Universität hat er sich stets mit großer Energie und Sachkompetenz eingesetzt.
Bruno Forster (2007)
von 1992 bis 2006 Kanzler der Universität Würzburg, unter anderem für seinen Einsatz zur Modernisierung der Universitätsverwaltung. Ein besonderes Anliegen war ihm die Sanierung der Alten Universität und der Neubaukirche sowie dort der Einbau eines Glockenspiels (Carillon) zum Abschluss der Sanierungsarbeiten. Den universitätseigenen Forst Sailershausen machte er zu einem modernen und rentablen Forstbetrieb. Für den Einbau des Carillons und die Sanierung des Audimax am Sanderring startete er Sponsoring-Aktionen, mit deren Hilfe sich die Vorhaben verwirklichen ließen.
Prof. Dr. Volker ter Meulen (2006), von 1975 bis 2002 Professor für Klinische Virologie und Immunbiologie, für sein Engagement zur Realisierung fakultätsübergreifender Wissenschafts- und Lehrkonzepte.
Prof. Dr. Ursula Brechtken-Manderscheid (2005), seit 1985 Professorin für Mathematik, ehemals Frauenbeauftragte, von 2000 bis 2003 Vizepräsidentin der Universität.
Prof. Dr. Jobst Böning (2005), von 1980 bis 2005 Professor für Psychiatrie, von 1994 bis 2003 Vizepräsident der Universität.
Prof. Dr. Wolfgang Freericks (2005), von 1976 bis 2006 Professor für Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, von 1995 bis 2003 Vizepräsident der Universität.
Prof. Dr. Gottfried Landwehr (2003), von 1968 bis 1997 Professor für Experimentelle Physik. Durch seine Initiativen und Denkanstöße entstand an der Universität Würzburg ein international renommiertes Zentrum für Halbleiterphysik.
Prof. Dr. Horst Hagedorn (2003), von 1971 bis 2000 Professor für Geographie, von 1994 bis 2000 Vizepräsident der Universität.
Lydia Wießler (2001), Ordensschwester, Kongregation der Schwestern des Erlösers, früher in der Medizinischen Poliklinik tätig, für ihren Einsatz in der Krankenpflege.
Gerasina Ruppert (2001), Ordensschwester, Kongregation der Schwestern des Erlösers, früher in der Medizinischen Poliklinik tätig, für ihren Einsatz in der Krankenpflege.
Wolfgang Schliffer (2000), von 1974 bis 2000 Leiter des Rechenzentrums der Universität, für den vorbildlichen Aufbau einer Datenverarbeitungs- und Netzstruktur.
Dr. Alfred Przybylski (1995), von 1982 bis 1991 Vizepräsident der Universität.
Prof. Dr. Horst Kremling (1995), von 1978 bis 1985 Professor für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, von 1976 bis 1982 Vizepräsident der Universität.
Prof. Dr. Werner Uhlmann (1990), von 1965 bis 1996 Professor für Statistik, von 1969 bis 1971 Rektor der Universität. Am 11. Februar 2011 verstarb er im Alter von 82 Jahren.
Prof. Dr. Dieter Schäfer (1987), seit 1977 Honorarprofessor für Wirtschaftsgeographie, von 1965 bis 1993 Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt, für seine Verdienste um die Universität als Mitglied im Gesellschaftsrat des Universitätsbundes.
Dr. Dr. Hans Zimmermann (1980), Ministerialdirigent a.D., für seine Verdienste als langjähriger Betreuungsreferent der Universität im damaligen Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.
"Bene Merenti" in Silber
(in Klammern das Jahr der Ehrung)

Prof. Dr. Horst Pfrang (2012, posthum)
leistete durch seine Arbeit einen wertvollen Beitrag zum Ausbau der Universität. Als Leiter des Referats "Planung und Qualitätsmanagement" sowie Ideengeber für die Ausbaupläne auf dem Campus Hubland Nord konnte er einen Meilenstein in der Entwicklung der Universität verfolgen. Am 28. Dezember 2011 ist Horst Pfrang nach kurzer Krankheit im Alter von nur 56 Jahren gestorben.
Dr. Norbert Wilken (2012, posthum)
Der promovierte Naturwissenschaftler nahm nach einen Aufenthalt in Dresden 2001 seine Tätigkeit als Akademischer Rat am Lehrstuhl für Zell- und Entwicklungsbiologie auf. Ab 2009 leitete er den Lehrstuhl. Die Julius-Maximilians-Universität verleiht Norbert Wilken posthum die Medaille „Bene Merenti“ in Silber für seine herausragende Arbeit beim Aufbau der IT des Biozentrums sowie für sein großes Engagement für das Biozentrum und für die Universität insgesamt. Am 2. Juli 2011 ist Norbert Wilken im Alter von 49 Jahren gestorben.
Prof. Dr. Giuseppe Zuccalà (2010)
für seinen Einsatz in der Universitätspartnerschaft zwischen Padua und Würzburg sowie für die deutsch-italienische Freundschaft. Giuseppe Zuccalà, Jahrgang 1925, lehrte an der Universität Padua über dreißig Jahre als Professor für Strafrecht. 1987 wurde er dort Beauftragter des Rektors für die Beziehungen zu deutschsprachigen Universitäten. Besonders um die partnerschaftlichen Beziehungen zur Universität Würzburg hat er sich herausragende Verdienste erworben.
Dr. Dorothea König (2010, posthum)
war von 1972 bis zu ihrem Tod 2009 am Institut für Slavistik und vergleichende Sprachwissenschaft der Universität tätig.Sie lehrte Serbokroatisch und Slovenisch, die altbulgarische Sprache und Literatur sowie die Literatur- und Geistesgeschichte der Südslaven. Zudem organisierte sie Gastvorträge und DAAD-Austauschprogramme mit Sarajewo. Sie initiierte Kooperationen unter anderem mit Ljubljana und Belgrad. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit wirkte sie über viele Jahre hinweg in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung mit.
Prof. Dr. Werner Wegstein (2009)
Durch seine ausgezeichneten Kenntnisse in der deutschen Sprachwissenschaft hat Prof. Dr. Werner Wegstein wissenschaftlich Hervorragendes geleistet. Entwickelte das Curriculum für die EDV-Philologie und arbeitete entscheidend an den Konzepten für einschlägige Aufbaustudiengänge mit. Er engagierte sich außerdem stark in den Selbstverwaltungsgremien der Universität, in der Standesvertretung des akademischen Mittelbaus und bei der Betreuung ausländischer Studierender.
Reinhilde Merkert (2007)
Chemielaborantin, Institut für Molekulare Infektionsbiologie. Für ihre Verdienste um den Aufbau der Elektronenmikroskopie gemeinsam mit den Professoren des Lehrstuhls für Zoologie I. Seit 1998 arbeitet sie zudem als Netzwerkadministratorin am Institut und organisiert Tagungen im Bereich der Infektionsforschung und der Molekularen Medizin mit. Ganz besondere Verdienste um die Universität hat sie sich als Baubeauftragte erworben: Sie unterstützte die Sanierung des Gebäudes am Röntgenring 11 und die Umsetzung der Pläne zur Sanierung der Alten Chirurgie.
Dr. Gerhard Egert (2005), früher Leitender Akademischer Direktor bei der Fakultät für Physik und Astronomie, für seinen außerordentlichen Einsatz als Geschäftsführer der Fakultät. Ab Anfang der 1970er-Jahre baute er die Fakultätsverwaltung auf und machte sie zu einem beispielgebenden Instrument der akademischen Selbstverwaltung.
Prof. Erich Oetheimer (2001), Professeur d' Allemand, Universität Caen (Frankreich), für seinen Einsatz in der Universitätspartnerschaft zwischen Caen und Würzburg sowie für die deutsch-französische Freundschaft.
Peter Sedlacek (2000), Leiter der Dekanatskanzlei der Philosophischen Fakultät der Universität Umea (Schweden), für sein Engagement in der Universitätspartnerschaft Würzburg-Umea.
Dr. Roland Horster (1987), früherer Schatzmeister des Universitätsbundes, für sein Engagement in der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität.
Dr. Walter Brod (1982), Mediziner, leitete viele Jahre ehrenamtlich das Institut für Hochschulkunde und ist der Universität als Mäzen eng verbunden. Unter anderem überließ er der Universitätsbibliothek als unbefristete Leihgabe seine einzigartige Sammlung Würzburger Stadtansichten. Am 20. Februar 2010 verstarb er im Alter von 97 Jahren.
Franz Märtirer (1981), Feinmechanikermeister, in Anerkennung seiner vorbildlichen und selbstlosen Pflichterfüllung am Physikalischen Institut. Unter anderem entwickelte er Versuchsapparaturen für die Physiker und andere Forscher. Franz Märtirer verstarb am 12. Februar 2012 im Alter von 93 Jahren.
"Bene Merenti" in Bronze
(in Klammern das Jahr der Ehrung)
Johann Jovanovici (2010)
war 37 Jahre lang im Akademischen Auslandsamt tätig, ab 1981 als dessen Leiter. Ein besonderes Anliegen war ihm die Betreuung der ausländischen Studierenden an der Universität. Wichtig war ihm dabei die Beteiligung und Zusammenarbeit aller Akteure: Zentralverwaltung, Ausländerbehörden, Studentenwerk, Studierendenvertretung, Sprachenzentrum. Er hat damit das Auslandsamt zu der Service-Einrichtung gemacht, die es heute für die ausländischen Gäste ist.
Rudolf Wachter (2009)
Von 1967 bis 2008 in der Zentralverwaltung der Universität beschäftigt mit Stationen in der Prüfungskanzlei, der Personalabteilung, im Hauptbüro (das später Präsidialkanzlei hieß und mittlerweile Referat für Zentrale Dienste heißt). Rudolf Wachter eignete sich ein archivalisches Wissen über die Hochschule an, was ihm den Ruf als "lebendes Lexikon der Universität" eintrug.