Sitz der ersten Würzburger Universität von 1402: Der große Löwenhof in einer Miniatur der Würzburger Bischofschronik von Lorenz Fries.
Sitz der ersten Würzburger Universität von 1402: Der große Löwenhof in einer Miniatur der Würzburger Bischofschronik von Lorenz Fries.

Tradition mit Perspektive

Im Jahr 1402 erteilt Papst Bonifaz IX. dem Würzburger Bischof Johann von Egloffstein das Privileg zur Gründung einer Universität. Diese Gründung war die vierte auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands und ist die älteste Universitätsgründung in Bayern.

1582 wurde die Universität durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn feierlich wiedereröffnet. Auf ihn geht das "Julius" im heutigen Namen Julius-Maximilians-Universität (JMU) zurück. Der Zusatz "Maximilian" kam erst später dazu, mit dem Übergang Würzburgs an Bayern. Er bezieht sich auf den Kurfürsten Maximilian I. Joseph, der 1806 zum ersten bayerischen König aufstieg.

Röntgen und andere berühmte Wissenschaftler

Die Julius-Maximilians-Universität blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück. Berühmte Wissenschaftler wie Rudolf Virchow, Carl Siebold und Franz Brentano lehrten und forschten hier.

Vierzehn Nobelpreisträger - darunter die Physiker Wilhelm Conrad Röntgen und Klaus von Klitzing sowie der Chemiker Hartmut Michel und der Mediziner Harald zur Hausen - waren bislang in Würzburg tätig.

Erweiterung ab den 1960er-Jahren

Nach ihrer fast vollständigen Zerstörung durch einen Bombenangriff auf Würzburg im März 1945 erholte sich die Universität rasch. Dem Wiederaufbau folgten ab den 1960er-Jahren weitreichende Erweiterungsmaßnahmen auf dem Hubland-Campus am östlichen Stadtrand.

2011 wurde direkt neben dem Hubland-Areal der neue Campus Nord eröffnet. Auch dort entwickelt sich die JMU kontinuierlich weiter.