Die Würzburger Professoren Christoph Reiners (links) und Matthias Frosch mit ihren afrikanischen Partnern (von rechts) Bischof Aloysius Balina, Professor Charles Majinge und Professor Jacob P. Mtabaji. Foto: August Stich
Die Würzburger Professoren Christoph Reiners (links) und Matthias Frosch mit ihren afrikanischen Partnern (von rechts) Bischof Aloysius Balina, Professor Charles Majinge und Professor Jacob P. Mtabaji. Foto: August Stich

Medizin: Neue Partner in Afrika

Spezielle Stipendien für Medizin-Studierende sind an der Universität Würzburg geplant: Die angehenden Ärzte sollen damit ihr Wissen über Tropenkrankheiten erweitern und die Probleme der Gesundheitsversorgung in Afrika kennenlernen. Möglich wird das durch ein neues Partnerschaftsabkommen.

In den Genuss der Stipendien sollen Studierende kommen, die im Praktischen Jahr sind. Bis zu vier Stipendien stehen ab sofort pro Jahr zur Verfügung. Interessierte können sich im Studiendekanat der Medizinischen Fakultät an Barbara Moll wenden, T 201-55224, moll_b@klinik.uni-wuerzburg.de

Diese Neuerung gehört zu einem Abkommen, das die Medizinische Fakultät und das Universitätsklinikum mit Partnern in Tansania geschlossen haben – mit der Medizinischen Hochschule Bugando University College of Health Sciences und dem dazugehörigen Krankenhaus Bugando Medical Center. Beide liegen in der Stadt Mwanza am Victoriasee.

Ziele des Abkommens

Den wechselseitigen Austausch von Studierenden, Ärzten und Wissenschaftlern fördern und institutionalisieren – dieses Ziel verfolgen die Partner. Medizin-Studierende aus Mwanza sollen künftig einen Teil ihrer klinischen Ausbildung in Würzburg absolvieren können. Zudem wird tansanischen Ärzten die Möglichkeit eröffnet, sich am Würzburger Universitätsklinikum weiterzubilden.

Der Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Matthias Frosch, und der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums, Professor Christoph Reiners, unterzeichneten das Partnerschaftsabkommen in Mwanza. Mit dabei war zudem der Vorsitzende des Würzburger Missionsärztlichen Instituts, Privatdozent Dr. August Stich. Er leitet auch die Tropenmedizinische Abteilung der Würzburger Missioklinik GmbH, die zu den Lehrkrankenhäusern der Uni Würzburg gehört.

Vorgeschichte der Partnerschaft

Vorbereitet wurde die Medizin-Partnerschaft zwischen Würzburg und Bugando vom Missionsärztlichen Institut und von Klaus Wilms, emeritierter Professor für Innere Medizin und früherer Direktor der Medizinischen Poliklinik. Er hat in Bugando schon mehrfach Studierende unterrichtet. Auch andere Würzburger Dozenten, unter anderem aus der Hautklinik und der Anästhesie, haben sich dort bereits in der Lehre engagiert.

Zwischen Würzburg und Mwanza gibt es schon seit Jahren enge Bande. Mwanza ist eine der offiziellen Würzburger Partnerstädte. Auch das Missionsärztliche Institut kooperiert seit langem mit Mwanza: Es betreibt dort Projekte mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.