"Mit Sicherheit verliebt"

Einführung

"Mit Sicherheit verliebt" ist ein Präventionsprojekt der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd).

Unser Ziel ist es, Jugendlichen Informationen zu Sexualität und sexuell übertragbaren Krankheiten - im Besonderen HIV/AIDS - zu geben und sie zu einem unverkrampften und gleichzeitig verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Körper anzuregen. So versuchen wir eine Basis zu schaffen, die sie in die Lage versetzt, eine tolerante, selbstbewusste und sichere Einstellung zu diesem Thema zu entwickeln.

Als Maxime gilt: Schutz durch Aufklärung. Denn nur durch frühzeitige Aufklärung kann die Ansteckungsgefahr für HIV und andere sexuell übertragbaren Krankheiten reduziert werden. Gerade in Zeiten stark steigender HIV-Infektionszahlen, neuerdings auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zeigt sich die Wichtigkeit von Prävention.

Das Projekt ist ein klassisches PeerEducation-Projekt und richtet sich an Jugendliche in Schulen oder Jugendgruppen, vor allem im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Studierende behandeln dabei mit Jugendlichen verschiedene Themen wie Sexualität, Verhütung, Pubertät und Homosexualität.

Inhalt des Programms

Der inhaltliche Schwerpunkt des Projektes ist die Auseinandersetzung mit Sexualität und ihrer medizinischen Bedeutung. Basierend auf medizinisch wissenschaftlichen Erkenntnissen sollen Wissen und die Vorstellungen, die den Jugendlichen in populären Jugendmagazinen und im Freundeskreis vermittelt werden, aufgegriffen, kritisch betrachtet und ggf. richtig gestellt werden. Der thematische Schwerpunkt liegt hierbei auf HIV/AIDS und den anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie z.B. Hepatitis.

Gemeinsam mit uns Studierenden erarbeiten sich die Jugendlichen Basiswissen über die Übertragungswege und sinnvolle Schutzmöglichkeiten.

Unsere Arbeitsweise

Statt belehrendem Frontalunterricht bieten wir Jugendlichen einen gleichberechtigten Dialog im Sinne der PeerEducation: Nach dem Motto "Jung lehrt Jung" wollen wir Studierende den Jugendlichen das Thema Sexualität näher bringen. Im Gegensatz zu Eltern und Lehrern können wir als eher gleichgestellte Gesprächspartner mit eigenen Erfahrungen und Tipps zu Diskussionen beitragen und solche anregen.

Mit Hilfe von Rollenspielen und erlebnisorientierten Methoden aus dem Bereich der Sexualpädagogik werden Alltagssituationen und -probleme verdeutlicht, zudem wird die Kreativität gefördert und die Diskussion interessant gehalten. Unsere Workshops richten wir stets individuell auf den Schultyp, Alter der SchülerInnen, Vorwissen und kulturellem Hintergrund aus. Privatsphäre und persönliche Grenzen werden stets gewahrt.

Unsere Motivation

Ziel jedes medizinischen Handelns sollte nicht nur die Behandlung, sondern auch die Prävention von Krankheiten sein. Als selbst noch junge Erwachsene fällt es uns Studierenden leichter, Zugang zu den Jugendlichen zu finden und uns in sie und ihre Probleme/Fragen hinein zu versetzen. Außerdem erhalten die Jugendlichen die Möglichkeit, Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie ihren Eltern oder Lehrern nicht stellen würden.

Wir hoffen als junge MedizinerInnen so zur Aufklärung und einem besserem Gesundheitsbewusstsein in unserer Gesellschaft beitragen zu können. Wir Studierende engagieren uns in diesem Projekt ehrenamtlich.