Wort-Schätze aus aller Welt


Zusammenstellung verschiedener Lieblingswörter Würzburger Studierender. Bild: Zentrum für Sprachen, Uni Würzburg

Ihre Lieblingswörter in Deutsch, Arabisch, Schwedisch und anderen Sprachen nennen und die Auswahl begründen: Dieser Aufgabe haben sich ausländische und deutsche Studierende gestellt. In einer Online-Abstimmung können jetzt alle Studierenden die schönsten Beiträge wählen.

Warum ist „Leberkäse“ das deutsche Lieblingswort einer ausländischen Studentin? Warum mag ein deutscher Student den englischen Ausdruck „squeegee“? Und was ist so schön am französischen Wort „poubelle“?

Die Antworten liefert das Projekt „WortSchätze“, das im Wintersemester von zahlreichen Lehrkräften aus verschiedenen Sprachbereichen des Uni-Sprachenzentrums durchgeführt wurde. Im Zentrum für Sprachen können Studierende der Uni verschiedene Fremdsprachen lernen; ausländische Studierende können dort Deutschkurse besuchen.

„Ziel des Projekts WortSchätze war es, Lieblingswörter der Studierenden in verschiedenen Sprachen zu sammeln und die schriftlich ausgearbeiteten Begründungen zu prämieren“, so Anna Metzler, Leiterin des Zentrums für Sprachen. Auf dessen Homepage stehen die Beiträge zum Abruf bereit. Bis Donnerstag, 1. März, können jetzt alle Studierenden der Uni Würzburg ihr Votum zum besten Beitrag abgeben.

Zur Abstimmung über die „WortSchätze“

Preisverleihung und Sponsoren

Die Gewinner des Wettbewerbs werden am Dienstag, 13. März, um 12:30 Uhr bei einer kleinen Feier im Sprachenzentrum auf dem Campus Nord bekannt gegeben. Gäste sind willkommen.

Preise für die originellsten Beiträge stellen die Buchhandlung Schöningh und der Klett-Verlag zur Verfügung. Für jede Sprache, die im Wettbewerb vertreten ist (Deutsch, Englisch, Französisch, Schwedisch, Russisch und Arabisch), sponsern sie Buchgutscheine und Wörterbücher. Zusätzlich bekommen alle Teilnehmer Lesezeichen mit ihren ganz persönlichen Lieblingswörtern.

Didaktische Ziele des Projekts

Emotionen sind ständige Begleiter des Menschen – im Alltag und auch beim Lernen. „Deshalb ist es auch beim Erlernen einer fremden Sprache wichtig, neuen Wortschatz mit bekannten Strukturen, Assoziationen und Gefühlen zu verbinden. Denn Informationen, die mit Emotionen verknüpft sind, werden besser im Gedächtnis behalten“, erklärt Silke Holstein, Initiatorin des Projekts.

An diesem Punkt setzt das Projekt „WortSchätze“ an: Es motiviert die Studierenden dazu, sich ihrer persönlichen Beziehung zur neuen Sprache bewusst zu werden, diese Beziehung in Worte zu fassen und sie in der Fremdsprache auszudrücken.

Ausstellung und Broschüre

Um der subjektiven Bedeutung des Wortschatzes angemessenen Raum zu geben, sollen ausgewählte Wörter des Projekts mitsamt ihren erläuternden Texten in einer Ausstellung zusammengestellt werden. Rund 35 individuell gestaltete Exponate werden ab dem 13. März die Gänge des Sprachenzentrums zieren und die Studierenden zum Dialog über Sprachen einladen.

Auch eine Broschüre soll die Ergebnisse des Projekts dokumentieren, so dass es einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wird. Zudem bekommen die Dozenten des Zentrums für Sprachen die Texte als Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. „So wird das Projekt in vielerlei Hinsicht von nachhaltigem Nutzen für das Zentrum und unsere Studierenden sein“, freut sich Anna Metzler.

Kontakt

Anna Metzler, Leiterin des Sprachenzentrums der Universität Würzburg,
T (0931) 31-85653, anna.metzler@uni-wuerzburg.de

Von: Robert Emmerich

23.02.2012, 16:28 Uhr