Uni-Wein bringt Ertrag


Der Nobelpreisträger-Bocksbeutel des Bürgerspitals und der Universität Würzburg. Foto: Bürgerspital

Der Nobelpreisträger-Bocksbeutel des Bürgerspitals und der Universität Würzburg. Foto: Bürgerspital

Einen Nobelpreisträger-Bocksbeutel bietet das Weingut Bürgerspital seit 2006 in Zusammenarbeit mit der Universität Würzburg an. Fast 5000 Flaschen davon wurden im vergangenen Jahr verkauft; ein Teil des Erlöses fließt jetzt an die Hochschule zurück.

Für die Universität sind pro verkauftem Nobelpreisträger-Bocksbeutel 25 Cent vorgesehen. Genau 4886 Bocksbeutel wurden im Jahr 2008 abgesetzt, was eine Summe von 1.221,50 Euro für die Kasse der Hochschule ergibt. Dr. Michael Rückert, Leitender Stiftungsdirektor des Bürgerspitals, überreichte den Scheck bei einem Pressetermin in der Vinothek des Spitals an Universitätspräsident Axel Haase.

Das Geld sei für den Aufbau eines so genannten Welcome Office im Akademischen Auslandsamt der Universität vorgesehen, sagte Präsident Axel Haase auf Nachfrage der Pressevertreter. Das Office soll dafür sorgen, dass ausländische Gastforscher oder Besucher bei ihrem Aufenthalt an der Universität noch intensiver betreut werden.

In der Vinothek des Bürgerspitals: Der leitende Stiftungsdirektor Dr. Michael Rückert (links) überreichte Universitätspräsident Axel Haase einen Scheck über rund 1.200 Euro. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Nobelpreisträger-Bocksbeutels. Rechts im Bild Weingutsdirektorin Sonja Höferlin. Foto: Robert EmmerichIn der Vinothek des Bürgerspitals: Der leitende Stiftungsdirektor Dr. Michael Rückert (links) überreichte Universitätspräsident Axel Haase einen Scheck über rund 1.200 Euro. Rechts im Bild Weingutsdirektorin Sonja Höferlin. Foto: Robert Emmerich

Der Bocksbeutel: Motiv und Inhalt

Auf dem Nobelpreisträger-Bocksbeutel prangt das historische Siegel der Universität. Darum gruppiert sind, in einem Kreis mit den deutschen Nationalfarben, die Namen der 13 Nobelpreisträger, die an der Universität Würzburg geforscht und gelehrt haben.

Gefüllt ist der Bocksbeutel mit einem Riesling von der Würzburger Abtsleite. Diese Weinlage befindet sich nahe beim Uni-Campus am Hubland, und so könne man auch vom „Hausweinberg der Universität“ sprechen, merkte Michael Rückert an.

Hohe Ansprüche stelle der Riesling: An den Standort, ans Klima und ans handwerkliche Können der Winzer. Sein Anbau hat eine lange Tradition, zudem gilt er als „König der Weißweine“. Aus all diesen Gründen wurde er für den Sonderbocksbeutel ausgewählt: Keine andere Rebsorte scheint besser geeignet, um die Leistungen der Würzburger Nobelpreisträger zu würdigen.

Neuer Nobelpreisträger, neue Flasche

Eine Neufüllung des Uni-Bocksbeutels mit einem 2008er-Riesling solle es noch in diesem Jahr geben, kündigte Weingutsdirektorin Sonja Höferlin an. Dann werde auch die Flasche neu gestaltet – denn die Universität Würzburg kann seit einigen Wochen auf ihren vierzehnten Nobelpreisträger stolz sein: auf den Heidelberger Krebsforscher Harald zur Hausen, der für 2008 den Nobelpreis für Medizin verliehen bekam. Zur Hausen kam 1969 aus den USA ans Institut für Virologie der Universität Würzburg und forschte hier bis 1972.

 

Links

Der Nobelpreisträger-Bocksbeutel im Shop des Bürgerspitals

Die 14 Würzburger Nobelpreisträger

 


Von: Robert Emmerich

20.01.2009, 16:34 Uhr