Die Mitglieder des Hochschulrates sollen die Uni Würzburg noch besser kennenlernen. Darum finden die Sitzungen dieses Gremiums auf Vorschlag von Unipräsident Axel Haase künftig an wechselnden Orten in der Hochschule statt.
Bislang traf sich der Rat, an dessen Sitzungen auch die Hochschulleitung teilnimmt, stets im Senatssaal der Sanderring-Uni. Am 12. Dezember nun fand die Wintersitzung im Biozentrum am Hubland statt. Zu Beginn stellte der Sprecher des Zentrums, der Bioinformatiker Thomas Dandekar, die Einrichtung vor. Er ging besonders auf die anstehende Neuausrichtung ein, denn acht der elf Lehrstühle am Standort Hubland sind in den kommenden drei Jahren neu zu besetzen. Zum Biozentrum gehören weiterhin die drei pflanzenwissenschaftlichen Lehrstühle des Julius-von-Sachs-Instituts am Dallenberg.
Nach der Sitzung hatten die Hochschulräte Gelegenheit, ausgewählte Bereiche des Biozentrums kennenzulernen. Manfred Schartl erläuterte jüngste Ergebnisse aus der experimentellen Krebsforschung, Jürgen Tautz gewährte mit Balkencode-Chips und Wärmebildkamera Einblick in das Leben der Bienen. Dieter Mahsberg schließlich stellte die Bedeutung tropischer Insekten und Spinnen für die Entwicklung neuer Medikamente vor.
Zu den Aufgaben des Hochschulrates gehört es, Initiativen für die Profilbildung der Hochschule und für die Schwerpunktsetzung in Lehre und Forschung sowie für die Weiterentwicklung des Studienangebots zu geben. Vorsitzender des Rates ist Michael Klett, Verleger aus Stuttgart und Ehrensenator der Universität. Dem Gremium gehören außerdem an: Otmar Issing, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank; Hartmut Michel, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt; Kurt Reumann, Verantwortlicher Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung i.R. sowie der Unipräsident.
Mehr Geld für klinische Studien
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verdoppeln die finanzielle Ausstattung ihres gemeinsamen Förderprogramms „Klinische Studien“ auf 20 Millionen Euro jährlich. Diese Erhöhung trage dem erheblichen Interesse am Programm Rechnung, teilen BMBF und DFG mit. Die Studien sollen die patientenorientierte klinische Forschung in Deutschand und das Know-how deutscher Universitätskliniken für die Planung und Durchführung klinischer Studien nachhaltig verbessern.
29.12.2005, 09:15 Uhr