Einzug ins Leighton-Gelände rückt näher


Bei der Abschiedszeremonie der US-Amerikaner auf dem Leighton-Gelände am Hubland (von links): Universitätspräsident Axel Haase, Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Unterfrankens Regierungspräsident Paul Beinhofer und Garnisonskommandeur Colonel Anthony E. Haager. Foto: Christian Weiß

Bei der Abschiedszeremonie der US-Amerikaner auf dem Leighton-Gelände am Hubland (von links): Universitätspräsident Axel Haase, Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal, Unterfrankens Regierungspräsident Paul Beinhofer und Garnisonskommandeur Colonel Anthony E. Haager. Foto: Christian Weiß

Die US-Armee hat das Leighton-Gelände in einem feierlichen Akt offiziell an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Für die Universität Würzburg heißt das: Sie kann den ehrgeizigen Zeitplan für ihre Erweiterung am Hubland auch weiterhin einhalten.

„Mit diesem Festakt ist ein weiterer wichtiger Meilenstein der Universität auf dem Weg in das Leighton-Areal geschafft“, so Präsident Haase. „Bislang konnten wir unseren ambitionierten Zeitplan mit großer Präzision einhalten, was in Anbetracht der Komplexität des Prozesses wie ein Wunder erscheint, letztlich aber Ausdruck der hohen Motivation und Professionalität aller Beteiligten ist. Die Universität ist für diese Leistungen sehr dankbar. Für die künftigen Studierenden können wir so beste Studienbedingungen anbieten, auch wenn der doppelte Abiturientenjahrgang sich bei uns einschreiben wird.“

Erste Ausbauphase soll noch in diesem Jahr beginnen

Auf dem Leighton-Gelände stehen etliche Wohngebäude, Schulen sowie eine große Betreuungseinrichtung für Kinder. All diese Gebäude sind verhältnismäßig gut in Schuss und lassen sich bis 2011 schnell nutzbar machen. Mit den nötigen Erschließungsmaßnahmen, Umbauten und Sanierungen will die Universität schon in diesem Herbst beginnen; der Freistaat Bayern stellt dafür 24 Millionen Euro bereit.

Vorerst 10.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche sollen dafür sorgen, dass für Forschung und Lehre kurz- und mittelfristig mehr Raum zur Verfügung steht. Für diese erste Ausbauphase ist die Verlagerung der Mathematik, der theoretischen Naturwissenschaften, des Sprachenzentrums sowie Teile der Fakultäten für Biologie und der Philosophischen Fakultäten auf das Leighton-Areal geplant. Die dort vorhandene Einrichtung zur Kinderbetreuung wollen Universität, Stadt und Studentenwerk gemeinsam nutzen.

Die Bauanträge für die erste Ausbauphase hat das Wissenschaftsministerium bereits im Jahr 2008 genehmigt. Derzeit erstellt die Universität zusammen mit den Baubehörden die so genannte Haushaltsunterlage Bau.

Parallel dazu sind bis zum Jahr 2011 diverse Gebäude für eine sofortige Zwischennutzung vorgesehen, beispielsweise für die Uni-Bibliothek oder das Rechenzentrum. In den ehemaligen Generalshäusern zum Beispiel sollen die Graduiertenschulen der Universität eine neue Heimstatt finden.

Zweite Ausbauphase ab 2011

Die zweite Phase der Uni-Ausbauplanung betrifft die Jahre nach 2011. Ein wesentlicher Punkt dabei ist die Schaffung eines Geisteswissenschaftlichen Zentrums auf dem Leighton-Gelände. Dort sollen unter anderem Altertumswissenschaften, Philosophie, Katholische Theologie und Geschichtswissenschaften vereint werden. Durch die stärkere räumliche Nähe sollen diese Bereiche künftig noch intensiver über die Fächergrenzen hinweg kooperieren können.

Offener Campus als Ziel

Die Hochschulleitung will auf dem Leighton-Areal einen offenen Campus entwickeln, der das Lebensumfeld der Studierenden und Beschäftigten mit berücksichtigt. „Es sollen dort auch Wohnungen entstehen, Geschäfte, Kneipen, Kultureinrichtungen und ein Mittelklassehotel für Gastwissenschaftler und Kongressteilnehmer“, sagt Universitätspräsident Axel Haase. Auf diese Weise solle eine Verbindung mit dem neu entstehenden Stadtteil erreicht werden.

Von: Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit

14.01.2009, 15:41 Uhr