Pressemitteilung Nr. 043/2006
5. Juli 2006


Ministerpräsident ehrt Würzburger Wissenschaftler


Verdienstorden für Martin Lohse und Karlheinz Müller


Zwei Vertreter der Universität Würzburg erhalten in diesem Jahr den bayerischen Verdienstorden: Professor Dr. Martin Lohse, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmakologie, und Professor Dr. Dr. Karlheinz Müller, emeritierter Ordinarius für Biblische Einleitung und biblische Hilfswissenschaften, werden am 5. Juli die Auszeichnung von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber im Antiquarium der Münchner Residenz überreicht bekommen.

"Ich freue mich sehr über diese Ehrung", so Martin Lohse. Seit 1993 ist Lohse Ordinarius für Pharmakologie an der Universität Würzburg. Darüber hinaus leitet er seit 2001 das Rudolf-Virchow-Zentrum. Martin Lohse war maßgeblich daran beteiligt, dass die Universität Würzburg mit diesem Zentrum eines der ersten drei DFG-Forschungszentren erhielt - und das bis heute einzige in Bayern. Der gebürtige Mainzer setzt sich neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit als Mitglied des nationalen Ethikrates für die kritische Auseinadersetzung mit ethischen Fragen der Lebenswissenschaften ein.

Karlheinz Müller, Jahrgang 1936, war von 1972 bis zum 31. September 2005 Inhaber des Lehrstuhls für Biblische Einleitung und Biblische Hilfswissenschaften an der katholisch-theologischen Fakultät. 1982 promovierte er im Fach "Judaistik". Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren zahlreiche Veröffentlichungen zur Entstehung und zur geschichtlichen Entwicklung der frühjüdischen Apokalyptik und des Urchristentums. Bekannt wurde er auch durch die wissenschaftliche Bearbeitung und Erstedition der 1513 jüdischen Grabsteine und Grabsteinfragmente aus dem Würzburger Stadtteil "Pleich". Zurzeit ist er wissenschaftlicher Leiter des Museumsprojekts innerhalb des Aufbaus von "Shalom Europa", dem neuen Gemeinde- und Kulturzentrums der Jüdischen Gemeinde in Würzburg.

Mit dem Bayerischen Verdienstorden ehrt der Freistaat Bayern Menschen, die sich mit besonderen Leistungen um ihre Heimat, ihre Mitmenschen und das Gemeinwesen verdient gemacht haben. Derzeit gibt es 1722 lebende Träger des Bayerischen Verdienstordens. Nach der Verleihung am 5. Juli werden es 1795 sein. Damit erhöht sich die Zahl der Persönlichkeiten, denen der Bayerische Verdienstorden seit seiner Gründung vor 49 Jahren verliehen worden ist, auf insgesamt 4873. Eine Besonderheit des Bayerischen Verdienstordens ist, dass die Zahl der lebenden Träger auf 2000 begrenzt ist.

Anfragen an:   presse@zv.uni-wuerzburg.de

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