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6. April 2006 Bei der Feier zu ihrem 50-jährigen Bestehen hat die Universität Kinshasa dem Würzburger Chemiker Gerhard Bringmann die Ehrendoktorwürde verliehen. Damit würdigt die afrikanische Hochschule, die der Uni Würzburg seit 2003 partnerschaftlich verbunden ist, Bringmanns herausragende Leistungen in der Naturstoffchemie. Geehrt wurde der Würzburger Professor insbesondere für seine Verdienste um die Nutzbarmachung tropischer Pflanzen für die Suche nach neuen Mitteln gegen Infektionskrankheiten wie Malaria und Schlafkrankheit. Auf diesem Gebiet arbeitet Bringmann seit 1995 mit Wissenschaftlern der Uni Kinshasa zusammen. Die Laudatio hielt Professor Okuma Kasende, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät von Kinshasa. Besonders gewürdigt wurde Bringmanns Engagement in der Lehre, das er auch in Kinshasa an den Tag legt: Dort hält er in englischer und französischer Sprache Vorlesungen zur Naturstoffchemie. Beachtung fanden auch seine Initiativen zur Organisation von Tagungen (so 2005 die erste Naturstoffchemie-Tagung in Kinshasa) und zur Förderung des Austausches von Studierenden und Professoren. So kommt zum Beispiel in diesem April Professor Kasende nach Würzburg. Dankbar aufgenommen wurden auch die Buch- und Zeitschriftenspenden, die Bringmann für die kongolesische Hochschule organisiert. Besonderen Wert gewinnt die Auszeichnung dadurch, dass dies die erste Verleihung einer Ehrendoktorwürde der Universität Kinshasa in den vergangenen Jahrzehnten ist, nach Auskunft des dortigen Vizepräsidenten sogar die erste seit der Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Kongo im Jahr 1960 überhaupt.
In farbenfroher Tracht und als frisch gebackener Ehrendoktor trägt sich Professor Gerhard Bringmann ins Goldene Buch der Universität Kinshasa ein. Mit im Bild Protokollchef Louis F. Beni.
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