Pressemitteilung Nr. 061/2005
21. September 2005


Chirurgen laden die Öffentlichkeit zu Kongress ein


Eiskalte Entdeckungen und
komplexe Narbenbrüche


Ein außergewöhnlicher Chirurgen-Kongress findet im Zentrum für Operative Medizin (ZOM) des Würzburger Universitätsklinikums statt. Die Teilnehmer sprechen dort nicht nur über Fachliches, sondern lassen sich am Beispiel des ZOM auch die Struktur und Organisation einer hoch modernen Klinik vorstellen. Außerdem ist auch die Öffentlichkeit zu Sonderveranstaltungen im Umfeld des Kongresses eingeladen.

Die 93. Jahrestagung der "Vereinigung mittelrheinischer Chirurgen" wird von Donnerstag bis Samstag, 22. bis 24. September, rund 400 Experten aus Süddeutschland ins ZOM in der Oberdürrbacher Straße 6 locken. "Das Neuartige an dieser Tagung ist die Zusammenführung von fachlichen Themen, einer Industrieausstellung, kulturellen Erlebnissen und Vorträgen für die Öffentlichkeit", schwärmt Kongresspräsident Professor Arnulf Thiede, Direktor der Chirurgischen Klinik I der Uni Würzburg.

So gibt der russische Chor "Sretentije" bereits am Mittwoch, 21. September, um 18.30 Uhr im Hörsaal des ZOM kostenlos ein öffentliches Konzert mit geistlichen Gesängen und Volksliedern. Auch eine Vortragsreihe über "Das ideale Krankenhaus" steht allen Interessierten offen: Am Samstag, 24. September, sprechen von 9.45 bis 12.00 Uhr im Hörsaal des ZOM Vertreter von öffentlichen und privaten Krankenhausträgern über neueste Entwicklungen in Medizin, Architektur und Verwaltung. "Gerade wir hier in Würzburg, die wir beim Bau eines Klinikums mitten in der Entwicklungsphase sind, haben an diesen Themen großes Interesse", so Thiede.

Um 12.30 Uhr folgt dann ein öffentlicher Festvortrag von Professor Jörn Thiede, Direktor des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) und Bruder des Würzburger Klinikchefs. Er spricht über das Thema "Eiskalte Entdeckungen: Was uns das polare Eis über Klimaänderungen in Echtzeit und in der Vergangenheit erzählt."

Zu den medizinischen Themen, mit denen sich die Kongressteilnehmer befassen, gehören neue Aspekte bei Operationen an der Schild- und Bauchspeicheldrüse sowie an den Nebennieren. Zudem werden fachübergreifende Behandlungskonzepte für den Mund-, Rachen-, Speiseröhren- und Bauchraum sowie bei Enddarmkrebs vorgestellt. Die Chirurgen erörtern auch die Herausforderungen, vor denen sie bei komplexen Narbenbrüchen nach Operationen stehen.

"Der Besuch der Kollegen an ihren Arbeitsplätzen" - dieses Ziel hatte der Würzburger Ordinarius Fritz König, einer der Gründerväter der mittelrheinischen Chirurgen-Vereinigung, bei deren Gründung einst formuliert. Auch der Kongress in Würzburg soll unter diesem Motto stehen, wie Thiede sagt. Daher ist ein Schwerpunkt ein Rundgang durch das ZOM, wobei die Arbeitsplätze von Mitarbeitern aus verschiedensten Berufsgruppen vorgestellt werden. "Wir möchten zeigen, dass wir in Würzburg dank der Modernität des Gebäudes und der medizinisch-technischen Einrichtungen unsere Organisationsabläufe optimiert, differenzierte Strukturen und Behandlungspfade etabliert und zudem ein hohes Maß an Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit geschaffen haben", so der Professor.

Anfragen an:   presse@zv.uni-wuerzburg.de

Zurück zur Übersicht

Universität Würzburg     Sanderring 2     97070 Würzburg     Tel. 0931/31-0