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25. August 2005 Mit dem Großteleskop MAGIC auf La Palma ist es erstmals gelungen, einen kosmischen Ausbruch von Gammastrahlen schon während der Explosionsphase zu untersuchen. Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue Erkenntnisse über die noch immer rätselhafte Ursache dieser Ausbrüche. Astrophysiker von der Uni Würzburg sind an diesen Forschungen beteiligt. Gammastrahlen-Ausbrüche zählen zu den leuchtkräftigsten Ereignissen im Universum. Sie strahlen innerhalb weniger Sekunden weit mehr Energie ab als eine ganze Galaxie. Die physikalischen Prozesse, die zum Auftreten eines solchen kosmischen Gammablitzes führen, sind bisher aber noch weitgehend unverstanden. MAGIC, dem weltweit größten Gammastrahlen-Teleskop, gelang es am frühen Morgen des 13. Juli, einen solchen Ausbruch noch während der Explosionsphase zu beobachten. Innerhalb von gerade einmal 40 Sekunden nach dem Beginn der Explosion und 20 Sekunden, nachdem der Satellit SWIFT den Ausbruch gemeldet hatte, konnte die vor Ort experimentierende Crew das Teleskop auf die gemeldete Position ausrichten und es messbereit machen. Das leistungsstarke Antriebs- und Steuerungssystem des Teleskops wurde von Professor Karl Mannheim und seinem Mitarbeiter Thomas Bretz entwickelt. Gemeinsam mit ihrem Team vom Lehrstuhl für Astronomie der Uni Würzburg bauten sie es vor Ort auch auf.
Mit einem Spiegeldurchmesser von 17 Metern ist MAGIC das weltweit größte Teleskop seiner Art. Es untersucht die Gamma-Strahlung aus fernen Galaxien und von explodierenden Sternen. Foto: Robert Wagner, Max-Planck-Institut für Physik
Mit einem Spiegeldurchmesser von 17 Metern ist MAGIC weltweit das größte Instrument seiner Art für den bisher weitgehend unerforschten Energiebereich zwischen 30 und 300 Milliarden Elektronenvolt. Mit seiner Hilfe ist es den Forschern möglich, bis zu acht Milliarden Lichtjahre weit ins Universum zu schauen. Das Teleskop wurde unter Federführung des Max-Planck-Instituts für Physik (München) gebaut. Betrieben wird es in internationaler Kooperation; rund 150 Wissenschaftler aus 14 Ländern sind beteiligt. Aus Deutschland wirken außer den Max-Planck-Forschern auch Wissenschaftler von den Universitäten Würzburg und Dortmund sowie von der Humboldt-Uni Berlin mit. Hinweis für Redaktionen/Journalisten: Weitere Informationen erhalten Sie bei Prof. Dr. Karl Mannheim, T (0931) 888-5030, Fax (0931) 888-4603, E-Mail und Internet: Anfragen an: presse@zv.uni-wuerzburg.de |
