Pressemitteilung Nr. 027/2005
12. Mai 2005


Universität gedachte ihrer Gründung in der Neubaukirche


Beim Stiftungsfest gab es Preise und Ehrungen zuhauf


Während der Amtszeit von Hans Zehetmair als bayerischer Wissenschaftsminister ist die Uni Würzburg in die Liga der Spitzen-Hochschulen aufgestiegen. Zu diesem Erfolg hat der frühere Minister wesentlich beigetragen, und darum bekam er jetzt die Würde eines Ehrensenators verliehen. Das ist der höchste Ehrentitel, den die Universität zu vergeben hat.

Zehetmair nahm die Auszeichnung beim Stiftungsfest am 11. Mai in der Neubaukirche entgegen. Konsequent habe er als Minister die auf Profilbildung ausgerichtete Berufungspolitik der klinisch-medizinischen Fächer und des Klinikums unterstützt, uneingeschränkt habe er zahlreiche Wissenschaftsverbünde gefördert, angefangen von Sonderforschungsbereichen bis hin zum Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung. Und dies seien nur einige wenige Beispiele für sein Engagement, so Uni-Vizepräsident Wolfgang Schneider in der Laudatio.

Preisträger des Stiftungsfestes

Stellten sich zum Gruppenbild (von links): Röntgenpreisträger Fabian Wittreck, Vizepräsident Wolfgang Schneider, DAAD-Preisträgerin Anna Hanusova, Ehrensenator Hans Zehetmair und Unikanzler Bruno Forster. Foto: Robert Emmerich


Beim Stiftungsfest - dem 603. seit der ersten Gründung der Universität und dem 423. seit ihrer endgültigen Gründung - wurden weitere Preise und Ehrungen vergeben. Unipräsident Axel Haase konnte dies nicht selbst tun, da er zur Unterzeichnung des "Innovationsbündnisses Hochschule 2008" in München sein musste. Dieses Bündnis mit der Staatsregierung soll den bayerischen Hochschulen Planungssicherheit geben.

"Damit wird garantiert, dass es bis 2008 keinen weiteren Abbau der Universitätshaushalte geben werde", so Präsident Haase in einer Botschaft, die Vizepräsident Schneider vorlas. Doch Haase warnte vor Illusionen: Wenn der Haushalt konstant bleibe, gleichzeitig aber die Zahl der Studierenden weiter wachse und durch die intensivere Betreuung in Bachelor- und Master-Studiengängen auf die Dozenten ein beträchtlicher Mehraufwand zukomme, dann bedeute dies, "dass für Innovationen kein Raum bleibt".

Nach der Begrüßung überreichte Albrecht Graf von Ingelheim, Vorsitzender des Universitätsbundes, den mit 5.000 Euro dotierten Röntgenpreis der Universität. Er geht in diesem Jahr an den Juristen Fabian Wittreck. Der Preis ist für herausragende Nachwuchswissenschaftler der Universität bestimmt, die ihre Promotion abgeschlossen haben und noch nicht auf eine Lebenszeitprofessur berufen wurden.

Wittreck habe sich als herausragender Nachwuchswissenschaftler profiliert, wie Schneider lobte. Schon seine Dissertation über die Geldrechtslehre des Thomas von Aquin zeichne sich durch eine außergewöhnliche Qualität und Originalität aus. Darin überschreite und ergänze der junge Wissenschaftler außerdem die juristische Betrachtungsweise durch philosophische, kulturwissenschaftliche und historische Überlegungen.

Anschließend händigte der Vizepräsident den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes aus. Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung ging für hervorragende Leistungen an Anna Hanusofa aus Tschechien. Die Studentin der Germanistik und Soziologie könne nicht nur sehr gute Studienleistungen vorweisen, sondern habe darüber hinaus das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Verständnis zwischen deutschen und ausländischen Kommilitonen gefördert.

Für besondere Verdienste um die Universität erhielten deren frühere Vizepräsidenten Jobst Böning, Ursula Brechtken-Manderscheid und Wolfgang Freericks jeweils die Medaille "Bene Merenti" in Gold. Anwesend waren nur die beiden zuletzt genannten, Böning hatte die Medaille bereits zu einem früheren Zeitpunkt überreicht bekommen. Neuer Inhaber dieser Verdienstmedaille in Silber ist ab nun auch Gerhard Egert, der bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende März Geschäftsführer des Dekanats der Fakultät für Physik und Astronomie war.

Neue Träger der Uni-Verdienstmedaillen "Bene Merenti" (von links): Wolfgang Freericks, Ursula Brechtken-Manderscheid (beide erhielten die Medaille in Gold) und Gerhard Egert (Medaille in Silber). Foto: Robert Emmerich Träger der Verdienstmedaille

Weiterhin wurden sehr gute Doktorarbeiten ausgezeichnet, die sich mit Unterfranken beschäftigen oder deren Verfasser aus der Region kommen: Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, überreichte die mit jeweils 500 Euro dotierten Preise aus der "Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft". Sie gingen an: Tobias Haaf, Jürgen Lohmayer, Ulrich Riegel (Katholische Theologie), Anna Elisabeth Donata Freiin von Preuschen von Lewinski, Jahn Hübner, Ralf Rosskopf (Jura), Matthias Fischer, Jochen Patzner (Medizin), Stefan Fleischmann, Oliver Wiener (Philosophische Fakultät I), Maria Eisenmann, Ursula Weier (Philosophische Fakultät II), Joachim Lindner, Helge Marx (Philosophische Fakultät III), Thomas Hupp, Patrick Musch, Mathias Muth, Nikolaus Stiefl (Chemie/Pharmazie), Peter Löwe (Geowissenschaften), Christiane Kraus, Daniela Kraus, Michael Menth (Mathematik/Informatik), Sascha Köhler, Thomas Pfeifer, Achim Schöll (Physik/Astronomie) sowie Manuela Möller und Timo Wollmershäuser (Wirtschaftswissenschaften).

Peter-André Alt Die Festrede zum Thema "Schiller im Jubiläumsjahr: Perspektiven seiner Wiederentdeckung" hielt schließlich Peter-André Alt (Foto: Rudi Merkl). Der Professor vom Institut für deutsche Philologie der Uni Würzburg hat in diesem Jahr den renommierten Schillerpreis der Stadt Marbach zuerkannt bekommen. Die feierliche Verleihung des Preises wird im November stattfinden. Mit dem Schillerpreis wurde Alts zweibändige Buchpublikation "Schiller. Leben - Werk - Zeit" ausgezeichnet. Sie gilt heute als maßgebliches Standardwerk der Schiller-Forschung.

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