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21. September 2004 Die Grundschule als erste verpflichtende Bildungsinstitution steht permanent vor der Herausforderung, der individuellen Entwicklungsbiographie des einzelnen Kindes gleichermaßen gerecht zu werden wie den normierten Leistungs- und Verhaltenserwartungen der Gesellschaft - und dies nicht erst seit den internationalen Vergleichsstudien der letzten Jahre mit weltweit standardisierter Schulleistung (TIMSS, PISA, IGLU), sondern bereits seit der Gründung der Grundschule 1920. Diese Doppelaufgabe der Grundschule und die mit ihrer Erfüllung zusammenhängenden Problemlagen sind Thema eines dreitägigen wissenschaftlichen Kongresses, der unter dem Titel "Grundschule zwischen den Ansprüchen der Standardisierung und Individualisierung" unter Federführung von Prof. Dr. Margarete Götz (Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik) vom 27. bis 29. September im Universitätsgebäude am Wittelsbacherplatz 1 stattfindet. Es handelt sich dabei um die 13. Jahrestagung der zur Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) gehörenden Kommission "Grundschulforschung und Pädagogik der Primarstufe". In über 70 Einzelbeiträgen, die sich auf zehn Arbeitsgruppenstränge verteilen, wird die Tagungsthematik auf der Basis neuer Forschungsergebnisse u. a. aus bildungstheoretischer, fachdidaktischer, lernpsychologischer wie professionstheoretischer Perspektive erörtert. Für die Plenarvorträge, alle im Raum 150 am Wittelsbacherplatz 1, konnten auch dank der Spendengelder von Unternehmen aus der Region wie von Verbänden national und international renommierte Wissenschaftlicher gewonnen werden. Es sind dies: Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth (Humboldt-Universität zu Berlin): "Grundbildung" - institutionelle Restriktion oder legitimes Programm? 27.09.04, 14.30 - 15.30 Uhr Prof. Dr. Peter Tymms/Monika Wylde (Universität Durham): Baseline assessment: Can it do harm? Can it do good? 28.09.04, 9.00 - 9.45 Uhr Prof. Dr. Friederike Heinzel (Universität Kassel): Subjekt und Methode - Wege einer kindzentrierten Grundschulforschung, 28.09.04, 14.00 - 14.45 Uhr Prof. Dr. Walter Müller (Universität Würzburg): Das gefräßige Auge und der standardisierte Blick, 28.09.04, 18.30 - 19.15 Uhr Prof. Dr. Norbert Klaes (Universität Würzburg): Die Vielfalt der Weltreligionen als pädagogisch relevante Herausforderung, 29.09.04, 12.00 - 12.45 Uhr Der Präsident der Universität Würzburg, Prof. Dr. Axel Haase, wird zur Eröffnung der Veranstaltung am 27.9.2004, ab 14.00 Uhr am Wittelsbacherplatz 1, Raum 150, ein Grußwort sprechen. Am 27. September 2004 werden die Kongressgäste abends von der Oberbürgermeisterin der Stadt Würzburg, Frau Dr. Pia Beckmann, empfangen. Die Möglichkeit zu Hospitationen an der Ganztagesgrundschule Heuchelhof oder der Wuerzburg Elementary School rundet neben einer Stadtführung das Programm ab. Kontakte: Doris Weth, Tel. 0931/888-4868 Irene Dees, Tel.: 0931/888-4873 Fax: 0931/888-4884 E-Mail: Das Programm ist abrufbar unter der Internetadresse Anfragen an: presse@zv.uni-wuerzburg.de |
