Pressemitteilung Nr. 044/2004
25. Juni 2004


Minister Dr. Goppel weihte neues Sportzentrum der Uni am Hubland ein


Nach vierjähriger Bauzeit in Betrieb gegangen


"Die Sportanlagen sind in ihrer Gesamtheit behindertengerecht und barrierefrei gestaltet, so dass der Behindertensport in Würzburg einen besonderen Schwerpunkt bilden kann". Mit diesen Worten weihte am Donnerstag Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel die neuen Freisportanlagen des Sportzentrums der Universität Würzburg mit den zugehörigen Gebäuden ein.

"Mit den neuen Anlagen, die hier entstanden sind, schaffen wir optimale Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße, an den heutigen Bedürfnissen von Forschung und Lehre orientierte Ausbildung unserer Studenten", erklärte der Minister. Würzburg sei eine der großen und traditionsreichen Ausbildungsstätten für Sportlehrer in Bayern, so Goppel.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Präsident Prof. Dr. Axel Haase an die historische Entwicklung des Würzburger Universitätssports. Er dankte insbesondere dem Freistaat und der Stadt Würzburg für die Unterstützung der Verlagerung der Sporteinrichtungen von der Mergentheimer Strasse ans Hubland. "Ganz besonders glücklich wären wir natürlich, wenn nun auch die Pläne für den zweiten Bauabschnitt unseres neuen Sportzentrums möglichst bald in die Tat umgesetzt werden könnten", erinnerte der Präsident den Minister - zwei weitere Bauabschnitte mit Institutsbauten und u. a. weiteren Sporteinrichtungen sowie einem Schwimmbad sind noch geplant.

An den Fortgang der Umsiedelung erinnerte den Minister auch Würzburgs Oberbürgermeisterin Pia Beckmann. Sie bezeichnete die durch die Stadt aus wasserschutzrechtlichen Erwägungen erfolgte Nichtverlängerung des Pachtvertrags für das Gelände am Dallenberg, auf dem sich bis jetzt die Freisportanlagen der Universität befanden, mit Blick auf die neuen Anlagen als "absoluten Glücksfall" für die Hochschule.

Prof. Dr. Peter Kapustin, Inhaber des Würzburger Lehrstuhls für Sportwissenschaft, insbesondere Sportpädagogik, wies in einer kurzen Ansprache auf die verschiedenen Aktivitäten des Sportinstituts hin, insbesondere auch auf das weit über Würzburg hinaus beachtete Engagement im Behindertensport. Die Feier wurde mit Tänzen der Schautanzgruppe des Sportzentrums umrahmt.

Die neu errichteten Sportanlagen umfassen neben einer großen Dreifachhalle mit Fitness- und Konditionsraum, Werkstätten sowie Unterrichtsräumen verschiedene Tennis- und Volleyballanlagen, Trimm- und Finnenbahnen, ein Werferfeld sowie die Hauptwettkampfbahn, die den Standards zur Ausrichtung von Meisterschaften genügt.

Der Betrieb im neuen Sportzentrum ist zum Sommersemester 2004 bereits losgegangen. Das Projekt hält den genehmigten Kostenrahmen von 16,9 Millionen Euro ein. Auf einer Fläche von rund 10 Hektar entstanden die Freisportanlagen mit insgesamt 4,9 Hektar Nutzflächen. Neben einer großen Wettkampfarena mit einer Hauptkampfbahn Typ B und Tribüne stehen den Sportlern jetzt verschiedene Leichtathletikanlagen, Spiel- und Wurffelder, eine Tennisanlage, eine Beachvolleyball-Anlage sowie eine Finnenbahn zur Verfügung.

Insgesamt wurden 107.000 Kubikmeter Erde zur Modellierung auf dem Grundstück bewegt. Die Ausführung der Außenanlagen und die notwendigen jahreszeitlich begrenzten Wachstums- und Entwicklungsphasen der Rasenflächen gaben die Eckdaten des Gesamtterminplans für das Projekt vor.

Ein Sportbetriebsgebäude ergänzt das Angebot mit einer Nutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern und einem Volumen von rund 25.745 Kubikmetern. Hier befinden sich die Nebenräume für alle Freisportanlagen mit Umkleiden, Duschen und Geräteräumen, darüber hinaus eine Dreifachsporthalle, ein Fitneß- und ein Konditionsraum sowie Unterrichts- und Büroräume.

Städtebaulich stellen die Sportanlagen mit ihren großen Freiflächen eine erhebliche Erweiterung des Universitätscampus am Hubland dar. Als Erstes wurde daher ein "Masterplan in enger Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten Thiele GmbH aus Schwabach entwickelt. Den Auftrag zur Planung der Hochbauten erhielten als 1. Preisträger eines europaweiten zweistufigen Realisierungswettbewerbes im Jahr 1998 die Architekten Niederwöhrmeier + Kief aus Nürnberg. Im Rahmen des Projektmanagements steuerte das Universitätsbauamt Würzburg nicht nur Kosten, Termine und Qualitäten, sondern arbeitete insbesondere intensiv an der Gesamtkonzeption mit und führte die öffentlichrechtlichen Genehmigungsverfahren durch. Der Leiter des Universitätsbauamtes, Hans Bock, dankte im Rahmen einer Schlüsselübergabe den Baubeteiligten für ihre Arbeit.

Anfragen an:   presse@zv.uni-wuerzburg.de

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