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Businessplan-Wettbewerb: "Verpflichtung für die Universität"


Mit der Auftaktveranstaltung am 11. November ist der Startschuss für den diesjährigen "Businessplan-Wettbewerb" in Nordbayern gefallen. Universitätskanzler Bruno Forster sagte dazu vor der Presse, die Universität "wird alles tun, um den Wettbewerb und die dahinter steckende Idee zu unterstützen".

    Ziel der Veranstaltung, die im vergangenen Jahr erstmals durchgeführt wurde, ist es, Forschungsinstitute, Unternehmen und Hochschulabsolventen zu motivieren, ihre Geschäftsidee durch eine Unternehmensgründung zu verwirklichen. Lokale Partner des Wettbewerbs sind neben der Technologietransferstelle der Universität Würzburg und dem Universitätsbund auch die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg sowie das Technologie- und Gründerzentrum Würzburg.

    Bei der Vorstellung des diesjährigen Wettbewerbs sagte der Geschäftsführer des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern, Dr. Axel Thierauf, die Veranstaltung biete sich an als Möglichkeit, "innovative Gründungsideen aus dem Hochschulumfeld entwickeln zu helfen, um so letztlich die Vernetzung der Hochschule in der Praxis zu intensivieren". Im vergangenen Jahr hätten sich insgesamt 145 nordbayerische Teams an der Wettbewerbsrunde beteiligt. Aus diesen Reihen seien bereits 16 Unternehmen entstanden, 17 weitere sollten noch bis Ende dieses Jahres folgen. Damit werde die Zahl von insgesamt 270 neuen Arbeitsplätzen verbunden sein.

    Vor diesem Hintergrund sagte Kanzler Forster im Rahmen der Auftaktveranstaltung, "wenn es diesen Plan nicht schon gäbe, müsste man ihn erfinden: Es gibt gar keine andere Möglichkeit, als dabei mitzumischen und diese Chance zum Einstieg in ein Berufsleben außerhalb der Universität zu nutzen". Der Wettbewerb sei ein wichtiger "Baustein in dem Bemühen der Universität um Technologietransfer".

    Der Kanzler verwies dabei auf das Engagement der Inhaberin des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, der Universität, Prof. Margit Meyer. Auch die begleitende Vortragsreihe des Universitätsbundes sei ein wichtiger Gesichtspunkt. Die Ausführungen von Oberbürgermeister Jürgen Weber auf der Veranstaltung zu dem Problem, Wissenschaftler in der Region zu behalten, und das Bemühen der Stadt, entsprechende Bauflächen und ein innovatives Umfeld zu schaffen, seien, so der Kanzler, "Verpflichtung für die Universität, diese Maßnahmen in jeder nur denkbaren Weise zu unterstützen".

    Informationen über den Wettbewerb sowie die dazugehörigen Unterlagen gibt es an folgenden Stellen:
  • Businessplan-Wettbewerb Nordbayern GmbH, Wettbewerbsbüro, IGZ Nürnberg-Fürth-Erlangen, Dr. Axel Thierauf, Am Weichselgarten 7, 91085 Erlangen-Tennenlohe, T (09131) 691500, Fax (09131) 691501, E-Mail:
info@bpw-nordbayern.de


    im Internet unter der Adresse:
http://www.bpw-nordbayern.de

  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Technologietransferstelle, Dr. Ulrich Dölp, Ottostr. 16, 97070 Würzburg, T (0931) 31-2529, E-Mail:
doelp@zv.uni-wuerzburg.de

  • Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing, der Universität Würzburg, Prof. Dr. Margit Meyer, Josef-Stangl-Platz 2, 97070 Würzburg, T (0931) 31-2918, Fax (0931) 1 25 16, E-Mail:
margit.meyer@mail.uni-wuerzburg.de

  • FH Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg, Fachbereich Informatik, Prof. Dr. Mario Fischer, Münzstr. 19, 97070 Würzburg, T (0931) 3511-308, E-Mail:
fischer@informatik.fh-wuerzburg.de

  • Technologie- und Gründerzentrum Würzburg, Dr. Alexander Zöller, Sedanstr. 27, 97082 Würzburg, T (0931) 4194-350, Fax (0931) 41194-205, E-Mail:
info@tgz-wuerzburg.de




Krebsentstehung als Schwerpunkt im neuen BLICK-Heft


Die molekularen Ursachen der Krebsentstehung werden im Würzburger Sonderforschungsbereich (SFB) 172 "Molekulare Mechanismen kanzerogener Primärveränderungen" erforscht. Dieser wird Ende 1999 seine maximale Förderdauer von 15 Jahren erreichen. Aus diesem Anlass berichten einige im SFB tätige Wissenschaftler in der neuen Ausgabe von BLICK, der Zeitschrift der Universität Würzburg, über ihre Arbeit.

    Die 136 Seiten starke, bebilderte Publikation der Universität ist in diesen Tagen erschienen. Unter der Rubrik "Forschungsschwerpunkt", dem farbigen Innenteil des Heftes, stellen sich sechs Projekte des SFB 172 vor. Behandelt werden unter anderem der Wirkungsmechanimus erbgutschädigender Substanzen, bösartige Magenlymphome, die Entstehung von Hautkrebs bei Fischen und eine bestimmte Form von Nierentumoren bei Kindern. Wie der SFB-Sprecher Prof. Dr. Hans Konrad Müller-Hermelink in seinem einleitenden Beitrag erläutert, dient die Forschung über die molekularen Ursachen der Krebsentstehung "nicht nur der Analyse einer gefürchteten Krankheitsgruppe und ihrer therapeutischen Bekämpfung, sondern ganz allgemein dem Verständnis von Wachstum und Evolution".

    Außerdem präsentiert BLICK 2/99 rund 40 weitere Forschungsprojekte aus fast allen Fakultäten und beleuchtet auch das übrige Geschehen der vergangenen Monate an der Universität: Das Heft informiert über allgemeine Personalia, über Wissenschaftspreise, die Würzburger Forschern verliehen wurden, und berichtet über Kongresse und Tagungen. Es enthält Nachrichten aus dem Universitätsbund sowie Berichte über Fortbildungsveranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen und Tage der offenen Tür.

    Die BLICK-Ausgabe 2/99 wird in den kommenden Tagen im Universitätsbereich verteilt. Nachbestellungen sind in kleinem Umfang beim Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Zentralverwaltung möglich, T (0931) 31-2751, E-Mail:
presse@zv.uni-wuerzburg.de


    Zudem kann das Heft für sechs Mark in der Buchhandlung Schöningh erworben werden.



Digitale Bildverarbeitung im Rechenzentrum


Die Möglichkeiten der digitalen Bildverarbeitung für Lehre und Forschung an der Universität Würzburg wurden ausgebaut: Eine digitale Kamera-Ausrüstung im Rechenzentrum macht es möglich, unbewegte Objekte unterschiedlichster Art in Archivqualität zu erfassen.

    So lassen sich beispielsweise dreidimensionale Objekte, wie archäologische Fundstücke, oder sperrige Gegenstände aufnehmen, die mit einem üblichen Scanner nur mühsam oder gar nicht erfasst werden können. Möglich ist auch die schonende Aufnahme von wertvollen Handschriften sowie die hoch auflösende Aufnahme von Fotografien und Dokumenten, die mittels elektronischer Datenverarbeitung weiter verarbeitet werden sollen. Außerdem lassen sich im Rechenzentrum historische Aufnahmen reproduzieren, die auf Microfiche vorliegen. Es können auch medizinisch-biologische Präparatbilder digitalisiert bzw. histologische Präparate gescannt werden.

    Auf Grund dieses Leistungsspektrums werde die digitale Kamera bereits von Anwendern aus verschiedensten Bereichen der Universität eingesetzt, heißt es im Jahresbericht 1998 des Rechenzentrums, der in diesen Tagen erschienen ist. Die Benutzer würden von den Mitarbeitern mit der Handhabung der Geräte und der Software vertraut gemacht. Beim Tag der offenen Tür, zu dem das Rechenzentrum am Samstag, 20. November, von 10.00 bis 16.00 Uhr ans Hubland einlädt, werden unter anderem auch die Möglichkeiten der digitalen Kamera demonstriert. Das weitere Programm steht im Internet:
http://www.rz.uni-wuerzburg.de/tdot/




Heeresmusikkorps 12 gibt Benefizkonzert in der Neubaukirche


Seit einigen Tagen räkeln sich Justitia und Sapientia wieder über dem Westportal der Neubaukirche: Die zwei Figuren aus Sandstein mussten nachgebildet werden, da der Zahn der Zeit sie bis zur Unkenntlichkeit zernagt hatte. Für ihre Restaurierung wird der Erlös eines Benefizkonzertes verwendet, welches das Heeresmusikkorps 12 Veitshöchheim in der Neubaukirche bestreitet.

    Am Dienstag, 23. November, kommen unter der Leitung von Oberstleutnant Wilhelm Bruckhaus ab 20.00 Uhr kirchliche Werke zur Aufführung. Die Programmfolge:
  • Toccata und Fuge d-moll; Johann Sebastian Bach, arr.: Hans Felix Husadel
  • Allerseelen; Richard Strauß, arr.: Albert Oliver Davis
  • Praise, Jerusalem!; Alfred Reed
  • Vater unser im Himmelreich; Felix Mendelssohn-Bartholdy, Solist: Benno Binschek
  • Jesu bleibet meine Freude; Johann Sebastian Bach, arr.: Alfred Reed
  • Komm heiliger Geist, Herre Gott; Johann Sebastian Bach, arr.: Wilhelm Bruckhaus
  • Suite in Bbflat March, Solemn music, Finale; Gordon Jacob

    Die Abendkasse wird ab 19.00 Uhr geöffnet sein, der Einlass beginnt um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Zentralverwaltung der Universität Würzburg am Sanderring 2, Raum 217, T (0931) 31-2249, E-Mail:
vollrath@zv.uni-wuerzburg.de


    Die Karten kosten 20 Mark für einen Platz im Mittel- oder Seitenschiff bzw. 15 Mark auf der ersten Empore. Für Schüler und Studierende ist der Eintritt auf 10 bzw. 8 Mark ermäßigt.



Düsseldorfer Medizin-Fachmesse mit Ausstellern aus Würzburg


Auf der am Mittwoch, 17. November, in Düsseldorf beginnenden Medizin-Fachmesse medica 99 sind auch Aussteller von der Universität Würzburg vertreten. Bis einschließlich Samstag zeigen sie Entwicklungen aus Notfallmedizin, Mikrobiologie und Medizintechnik.

    Dr. Dag Harmsen vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie präsentiert auf der Messe eine Software, mit der sich krankheitserregende Bakterien und Pilze leicht und schnell identifizieren lassen. Die Software funktioniert im Prinzip wie ein Vermittler: Auf der einen Seite stehen die Computerprogramme, mit deren Hilfe Wissenschaftler das Erbgut von Mikroorganismen entschlüsseln, auf der anderen Seite Datenbanken, in denen Informationen über das Erbgut von Krankheitserregern abgelegt sind. Die Software, die Dr. Harmsen in Zusammenarbeit mit Jörg Rothgänger vom Würzburger Lehrstuhl für Informatik II entwickelt hat, stellt über das Internet die Verbindung zwischen diesen beiden Ebenen her und hilft dem Nutzer auf diese Weise bei der Diagnostik von medizinisch bedeutsamen Mikroorganismen. Das Projekt läuft unter dem Namen RIDOM (Ribosomal Differentiation of Medical Microorganisms):
http://www.RIDOM.hygiene.uni-wuerzburg.de


    Der zweite Aussteller aus der Universität ist die Abteilung für Experimentelle Zahnmedizin (Prof. Dr. Roger Thull). Sie zeigt künstliche Hüftgelenke aus Titanlegierungen, die mit einer neuartigen Oberfläche aus körperverträglichen Hartstoffen versehen wurden - diese unterbinden die Entstehung von Abrieb und Korrosionsprodukten. Der Werkstoff wird hochrein im Vakuum aufgebracht. Er verhindert, dass die Dauerfestigkeit der Prothese abnimmt, wenn ihr Schaft beim Laufen belastet wird. Mit dieser neuen Art von Hüftgelenken sollten sich den Wissenschaftlern zufolge die bei zementierten Prothesen aus Titan häufig zu beobachtenden Lockerungen weitestgehend verhindern lassen. Die klinische Erprobung stehe aber noch aus. Außerdem zeigen die Würzburger Wissenschaftler in Düsseldorf weitere Werkstoffe und Entwicklungskonzepte für Instrumente und Implantate. Zusätzlich wollen sie ihre Kompetenz bei der Prüfung von Werkstoffen und Bauteilen demonstrieren.

    Das multimediale Simulationsprogramm CUSS, das Prof. Dr. Peter Sefrin von der Klinik für Anaesthesiologie auf der medica 99 vorstellt, dient der Schulung von Notärzten: Sie sollen besser auf Massenunfälle vorbereitet werden. Um die reale Darstellung eines Großunfalls zu erreichen, arbeitet das Programm mit Bild-, Ton- und Videodateien: CUSS stellt den Anwender vor das Problem, eine möglichst große Anzahl von Verunglückten mit unterschiedlichen Verletzungsgraden und Symptomen mit einer unzureichenden Anzahl von Helfern zu versorgen und mit einer anfangs zu geringen Anzahl von Rettungsmitteln abzutransportieren. Das Kürzel CUSS steht für "Computergestützte Simulation der Sichtung von Verletzten bei einem Massenunfall". Das Programm entstand in fachübergreifender Zusammenarbeit von Universität, Fachhochschule und der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte.



Vortragsreihe über Berufsfelder für Geisteswissenschaftler


Welche Berufe stehen mir als Geisteswissenschaftler offen? Diese Frage wird nicht nur von Studienanfängern, sondern häufig auch von Studierenden gestellt, die kurz vor ihrem Abschluss stehen. Deshalb bietet die Zentrale Studienberatung der Universität Würzburg eine neue Vortragsreihe zur Thematik "Studium und Beruf" an.

    Die Studienberatung wendet sich damit speziell an Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften: Ihnen sollen mögliche Berufsfelder nahe gebracht werden. Dazu wurden Berufspraktiker aus dem Öffentlichen Dienst und der Wirtschaft eingeladen, die bei der Vortragsreihe sowohl über ihre Tätigkeitsbereiche als auch über die Chancen für Absolventen berichten werden. Die Vorträge finden jeweils dienstags um 17.00 Uhr im Hörsaal 3 des Philosophiegebäudes am Hubland statt. Die Themen im einzelnen:
  • 23. November: "Der höhere Auswärtige Dienst", Catalina Cullas, Ausbildungsbereich Höherer Dienst, Auswärtiges Amt
  • 7. Dezember: "Beschäftigungsmöglichkeiten im Zeitungswesen", Peter Müller, Fachbereichsleiter Schul- und Hochschulkontakt, Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • 14. Dezember: "Beschäftigungsmöglichkeiten im Verlagswesen", Annette Rose, Redakteurin im Oldenbourg-Verlag
  • 11. Januar: "Einstellungspolitik - Auswahl- und andere Einstellungsverfahren in der Europäischen Kommission", Irene Wittmann-Stahl, Generaldirektion "Personal und Verwaltung" der Europäischen Kommission
  • 18. Januar: "Medienmarketing", Gerhard Fuchs, stellvertretender Geschäftsführer und Studienmanager der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing
  • 8. Februar: "Dokumenten- und Informationsmanagement: Das Berufsfeld der Informationsbroker", Hans Nerlich, Geschäftsstellenleiter, Deutsche Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis

    Weitere Informationen: Zentrale Studienberatung der Universität Würzburg, Annette Retsch, T (0931) 31-2917, Fax (0931) 31-2603, E-Mail:
studienberatung@zv.uni-wuerzburg.de




Baron-von-Swaine-Preis für Forschung über Ruhr-Erreger


Für seine Forschungen auf dem Gebiet der Mikrobiologie und Immunologie wird Prof. Dr. Philippe Sansonetti vom Pasteur-Institut (Paris) in Würzburg den Baron-von-Swaine Preis 1999 erhalten. Der Franzose hat wichtige molekulare Mechanismen geklärt, mit deren Hilfe die Erreger der Ruhr die Darmwand durchdringen können.

    Prof. Sansonetti bekommt den Preis am Donnerstag, 25. November, um 17.30 Uhr im Hörsaal A 101 im Biozentrum der Universität Würzburg am Hubland vom Dekan der Fakultät für Biologie, Prof. Dr. Werner Goebel, überreicht. Im Rahmen dieser Gemeinschaftsveranstaltung des Universitätsbundes, der Fakultät für Biologie und der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft zu Würzburg wird er zudem in englischer Sprache über seine Arbeiten berichten.

    Es sind Bakterien aus der Gattung Shigella, welche die Durchfallerkrankung namens Ruhr auslösen. Prof. Sansonetti hat Modelle etabliert, mit denen sich das Eindringen der Bakterien durch den Verband von Zellen der Darmschleimhaut untersuchen lässt. Er untersuchte bakterielle Faktoren, die den Zusammenhalt des Zellverbandes schwächen und somit die Einwanderung der Bakterien ins Gewebe begünstigen können. Weiterhin zeigte Prof. Sansonetti, wie die Shigella-Bakterien Entzündungsreize setzen und damit die Barrierefunktion der Darmwand schwächen. Diese Forschungen gelten als Grundlage für das Verständnis infektiöser Darmerkrankungen und zugleich als Voraussetzung für die Entwicklung neuartiger Therapieverfahren.

    Der mit 1.000 Mark dotierte Baron-von-Swaine-Preis wird von der Fakultät für Biologie vergeben. Das Geld stammt aus einer Stiftung, die Richard Freiherr von Swaine im Jahr 1981 aus Dankbarkeit gegenüber der Universität Würzburg anlässlich der 60. Wiederkehr seiner Immatrikulation beim Universitätsbund ansiedelte. Aus den Erträgen des Stiftungsvermögens werden dem Willen des Stifters zufolge die Würzburger Naturwissenschaften gefördert. Vorgesehen sind auch Mittel, um hochkarätige Wissenschaftler im Rahmen der Baron-von-Swaine-Vorlesung nach Würzburg einladen zu können. Der Universitätsbund wird diese Mittel künftig als Baron-von-Swaine-Preis vergeben.

    Richard Freiherr von Swaine, der von der Universität die Würde eines Ehrenbürgers und Ehrensenators sowie die Medaille "Bene Merenti" in Gold verliehen bekam, starb 1994 im Alter von 93 Jahren.



Prof. Dr. Dietrich Henschler wird 75


Dietrich Henschler, der frühere Inhaber des Lehrstuhls für Toxikologie und Pharmakologie an der Universität Würzburg, feiert am Freitag, 19. November, seinen 75. Geburtstag. Der Gründer des Würzburger Sonderforschungsbereiches 172 "Molekulare Mechanismen kanzerogener Primärveränderungen" ist seit 1993 emeritiert.

    Wissenschaftlich hat er sich bereits in den 50er Jahren mit der Stoffklasse der neurotoxischen Phosphorsäureester beschäftigt. Diese Studien führten später zur Aufklärung des Wirkungsmechanimus dieser Stoffe, die als Weichmacher und Schmiermittel weltweit zu vielen Massenvergiftungen geführt haben. Ab 1968 befasste sich Prof. Henschler vor allem mit den toxischen Wirkungen von Chemikalien, insbesondere von chlororganischen Verbindungen. Dabei lag der Schwerpunkt auf den krebserregenden Eigenschaften dieser Stoffe.

    Dietrich Henschler, 1924 in Lübeck geboren, studierte von 1946 bis 1952 in Würzburg Medizin und war hier anschließend Wissenschaftlicher Assistent und Dozent am Pharmakologischen Institut. Er habilitierte sich 1957 und wurde 1964 außerplanmäßiger Professor, ein Jahr später dann als ordentlicher Professor und Vorstand des Instituts für Toxikologie und Pharmakologie auf einen neu gegründeten Lehrstuhl berufen.

    Bis 1992 hatte Prof. Henschler den Vorsitz der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, der so genannten MAK-Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft inne. Von 1982 bis 1985 war er Präsident der Europäischen Gesellschaft für Toxikologie, von 1979 bis 1982 Vizepräsident der Internationalen Union für Toxikologie. Bei der Kommission A (Zulassung neuer Arzneimittel) des vormaligen Bundesgesundheitsamtes, jetzt Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, ist er bis heute der Vorsitzende. Außerdem gehörte er bis 1996 dem Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung an. Seit 1994 ist Prof. Henschler Delegierter des Europaparlamentes im Leitungsgremium der Europäischen Arzneimittelbehörde in London. Er hat am Aufbau dieser Behörde mitgewirkt und ist auch an ihrer Überwachung beteiligt.

    Unter anderem wurde Dietrich Henschler 1975 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 1978 mit dem Paul-Martini-Preis der Medizinisch-Pharmazeutischen Studiengesellschaft, 1988 mit dem Internationalen Umweltpreis sowie 1992 mit dem Europäischen Forschungspreis der Körber-Stiftung und 1994 mit dem Deutschen Tierschutzpreis.

    Der Würzburger Wissenschaftler hat zahlreiche Publikationen verfasst, so etwa das Lehrbuch "Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie" und 1994 das Werk "Toxikologie chlororganischer Verbindungen". Hinzu kommen über 300 Zeitschriftenbeiträge und die Herausgabe von Monographien der MAK-Kommission.



Prof. Dr. Hans-Joachim Vollrath wird 65


Hans-Joachim Vollrath, Inhaber des Lehrstuhls für die Didaktik der Mathematik an der Universität Würzburg, feiert am Mittwoch, 24. November, seinen 65. Geburtstag. In Würzburg wirkt er seit 1970 als Hochschullehrer.

    Hans-Joachim Vollrath wurde 1934 in Berlin geboren. Er studierte Mathematik und Physik an der Freien Universität seiner Heimatstadt, legte dort 1959 die wissenschaftliche Staatsprüfung und 1961 in Darmstadt die pädagogische Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen ab. 1963 promovierte er an der Technischen Hochschule (TH) Darmstadt, wo er sich 1969 im Fach Mathematik auch habilitierte. Nach seinem Staatsexamen war er zunächst Lehrer im Höheren Schuldienst, dann Fachleiter am Studienseminar, Studienrat im Hochschuldienst und schließlich Akademischer Oberrat für Didaktik der Mathematik an der TH Darmstadt.

    1970 wurde er zum Professor an die damalige Pädagogische Hochschule Würzburg berufen, seit 1972 wirkt er als Professor für die Didaktik der Mathematik an der Universität Würzburg. Schwerpunkte seiner Forschungen auf dem Gebiet der Didaktik sind die Entwicklung und Förderung des funktionalen Denkens bei Kindern und Jugendlichen sowie das langfristige Lernen mathematischer Begriffe. Die auf diesen Gebieten gewonnenen Einsichten kommen direkt der Mathematikausbildung in den Schulen zugute.

    Prof. Vollrath ist Autor dreier Monografien über die Didaktik der Algebra, die Methodik des Begriffslehrens im Mathematikunterricht und über die Algebra in der Sekundarstufe. Er hat zudem rund 120 Aufsätze in Fachzeitschriften veröffentlicht. An der Würzburger Fakultät für Mathematik und Informatik betreut der Professor die von ihm aufgebaute Sammlung historischer Rechengeräte. Außerdem betreibt er Pressearbeit und stellt damit der Öffentlichkeit immer wieder wissenschaftliche Probleme und kulturelle Beiträge der Mathematik vor. Mehrfach organisierte er Ausstellungen über mathematische Themen.

    Prof. Vollrath war und ist in verschiedenen Gremien der Universität und in wissenschaftlichen Vereinigungen aktiv: Er war dreimal Dekan, Mitglied des Senats und der Hochschulkommission für Lehrerbildung sowie der Kommissionen für Fragen der Didaktik und für die Herausgabe einer Universitätsgeschichte. Im Präsidium und Beirat der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik wirkte er ebenso mit wie im Präsidium der Deutschen Mathematiker-Vereinigung sowie im Deutschen Unterausschuss der Internationalen Mathematischen Unterrichtskommission.



Vortragsreihe "geschlechter verque(e)r"


Die Vortragsreihe "blick - wechsel: geschlechter verque(e)r" an der Universität Würzburg will einen fachlichen Austausch, einen Blick- und Wortwechsel zwischen den Geschlechtern in Gang setzen.

    Die Begriffe "quer" bzw. das englische "queer" (sonderbar) sollen ausdrücken, dass dabei ein unkonventioneller Umgang mit den traditionellen Geschlechterrollen angestrebt wird. Die Reihe mit "Vorlesungen von Frauen, aber nicht nur für Frauen" wird veranstaltet vom Frauenbüro der Universität Würzburg und der Gruppe "chrysothemis" in Zusammenarbeit mit verschiedenen Instituten der Universität. Die Vorträge beginnen um 19.15 Uhr in der Bibliothek des Instituts für Philosophie im Südflügel der Residenz:
  • Donnerstag, 25. November: "Philosophisches und gesellschaftliches Frauenbild der Nazi-Zeit", Ursula I. Meyer, Aachen
  • Donnerstag, 9. Dezember: "'Als wäre es auch unser Ort' - Frauen an Universitäten", Prof. Dr. Doris Lucke
  • Donnerstag, 3. Februar: "Zur Frage der Geschlechter in Kunstproduktion und -rezeption", Dr. Beate Reese, Würzburg



Konzertreise führte Studierende nach Zypern


Das Akademische Orchester der Universität Würzburg ist von seiner diesjährigen Konzertreise zurückgekehrt: Die Musiker waren auf Einladung der Stadt Larnaka im griechischen Teil von Zypern zu Gast. Zu Stande gekommen war diese Einladung auf Betreiben des ehemaligen Würzburger Medizinstudenten Dr. Andreas Papaxenopoulos. Die mehr als 40 Studierenden und ihr Dirigent Rudolf Dangel wurden von Prof. Dr. Evangelos Konstantinou begleitet, der die Reise angeregt und ermöglicht hatte. Das Orchester bot sein Programm dreimal dar, und zwar in Larnaka, Limassol und Paphos. Gespielt wurde Ludwig van Beethovens Ouvertüre "Die Ruinen von Athen" sowie Ballettmusiken von Franz Schubert, Werke von Gabriel Fauré und Beethovens 7. Symphonie.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Die "Aha-Erlebnisse" neuronaler Computer


Neuronale Netzwerke sind eines der Forschungsgebiete am Institut für Theoretische Physik der Universität Würzburg. Im Vordergrund steht dabei die Fähigkeit der Netzwerke, anhand von Beispielen zu lernen.

    Computer sind dem Menschen überlegen, wenn es gilt, schnell zu rechnen oder feste, logische Regeln anzuwenden. Aber viele Aufgaben des Alltags lassen sich nicht ohne weiteres in ein einfaches Regelwerk fassen. Wenn es etwa darum geht, Gesichter in einer Menschenmenge zu erkennen oder eine unleserliche Handschrift zu entziffern, dann erreichen selbst die aufwendigsten Computerprogramme nicht annähernd die Leistungsfähigkeit des Menschen. Und auch der modernste Roboter könnte es in der Koordination seiner Bewegungen nicht mit dem winzigen Gehirn einer Stubenfliege aufnehmen.

    Ein Grund für die Überlegenheit des Gehirns ist seine Lernfähigkeit. Es passt sich ständig wechselnden Gegebenheiten an und ist dabei in der Lage, früher gemachte Erfahrungen auf neue Situationen zu übertragen. Seit einigen Jahrzehnten versucht man, dieses Prinzip auch bei der Entwicklung neuer Rechnerkonzepte umzusetzen.

    Dazu der Würzburger Physiker Dr. Michael Biehl: "Künstliche neuronale Netzwerke bestehen - wie ihre biologischen Vorbilder - aus vielen miteinander verbundenen Schaltelementen oder Modell-Neuronen. Ein solches Netzwerk beantwortet eine Eingabe, zum Beispiel das digitalisierte Bild einer handgeschriebenen Ziffer, mit einer Ausgabe, nämlich der erkannten Ziffer. Die Antwort hängt von der Stärke der Verbindungen zwischen den Neuronen ab. Durch die Anpassung dieser so genannten Gewichte kann das System lernen: Sie werden so lange verändert, bis das Netz eine Reihe von Beispielen mit der gewünschten Ausgabe beantwortet. War der Lernvorgang erfolgreich, dann klassifiziert das Netzwerk auch neue Daten richtig - es verallgemeinert."

    Wenn sich Physiker mit neuronalen Netzwerken befassen, dann geht es weniger um Anwendungen als um die Theorie der Lernvorgänge, etwa um die Frage, wieviele Beispieldaten typischerweise für eine bestimmte Aufgabe benötigt werden. Hochdimensionale Daten, zum Beispiel digitalisierte Fotos, erfordern die Anpassung sehr vieler Gewichte. Wie bei vielen anderen Systemen mit einer großen Zahl von veränderlichen Größen können auch hier Methoden der Statistischen Mechanik angewendet werden. Dieser Zweig der Physik befasst sich zum Beispiel mit dem kooperativen Verhalten der Atome eines Gases, das bei einer Druckerhöhung plötzlich in den flüssigen Zustand übergeht.

    Solche Phasenübergänge treten interessanterweise auch beim Lernen in neuronalen Netzwerken auf: So kann deren Verallgemeinerungsfähigkeit bis hin zu einer bestimmten Anzahl von Beispielen stagnieren, um dann sprunghaft anzusteigen, wenn noch einige wenige Daten hinzukommen. Diese "Aha-Erlebnisse" von neuronalen Computern wurden bisher nur anhand einiger einfacher Modellsituationen studiert. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projektes wollen Dr. Biehl und die Würzburger Physiker Prof. Dr. Wolfgang Kinzel und Dr. Georg Reents die Untersuchungen nun auf Szenarien ausdehnen, die den Lernproblemen aus der Praxis näher kommen. Ein wesentliches Ziel ist die Entwicklung verbesserter Lernverfahren, welche die Beispieldaten möglichst effektiv nutzen.

    Weitere Informationen: Dr. Michael Biehl, T (0931) 888-5865, Fax (0931) 888-5141, E-Mail bzw. Internet:
biehl@physik.uni-wuerzburg.de

http://theorie.physik.uni-wuerzburg.de/~biehl/prepneuro.html




Wissenschaftler untersuchen die Schulpolitik in Hessen


Die Schule ist wieder Thema der Politik: "Lehrer, Eltern und Schüler sollen selbst entscheiden!" Das fordern die einen, während andere eher der Meinung sind: "Klare Vorgaben und Kontrolle durch den Staat sind nötig!" Doch wer wird es sein, der die Zukunft der Schule maßgeblich bestimmt? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes an der Universität Würzburg.

    Welche Standpunkte setzen sich durch in der Diskussion um Leistung und Qualitätssicherung, um Selbstverantwortung und Gestaltungsfreiheit in der Schule? Prof. Dr. Paul-Ludwig Weinacht vom Würzburger Institut für Politische Wissenschaft will Klarheit in die komplexen Zusammenhänge dieses politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozesses bringen. Interviews mit Experten, Dokumentenrecherchen und repräsentative Befragungen sollen dabei helfen, den politischen Entscheidungsprozess über die Schulreform in Hessen von 1991 bis 1997 zu rekonstruieren. Ergebnis dieses Prozesses war dem Professor zufolge ein bundesweit beachtetes, aber auch stark kritisiertes neues Schulgesetz: Es sehe die Einrichtung teilautonomer Schulen mit stärkeren Mitsprache- und Mitbestimmungsrechten aller Schulbeteiligten und damit eine Reduzierung der staatlichen Schulaufsicht vor.

    An diesem Modell bundesdeutscher Schulpolitik will der Politikwissenschaftler den Stellenwert der Schule innerhalb der Demokratie und das "Verhältnis von Repräsentation und basisdemokratischer Partizipation" zeigen. Das heißt: Wie verhält sich die parlamentarische Verantwortung des Ministers zum Recht der Schulbeteiligten, ihre eigenen Angelegenheiten selbst zu bestimmen? Prof. Weinacht: "Die grundlegenden Auffassungen zur Funktion des Staates können sichtbar gemacht, Verfahrensweisen und Konflikte während des Prozesses aufgezeigt und die Akzeptanz und Legitimation seitens der Schulgemeinde überprüft werden."

    Die Untersuchung sei so angelegt, dass ihre Ergebnisse sowohl der Fortschreibung des hessischen Schulgesetzes wie auch der Reformpolitik anderer Bundesländer dienen. Sie verstehe sich als wissenschaftliche Politikberatung mit zukunftsweisenden Antworten auf zentrale Fragen zur Demokratisierung und zur Erhöhung der Effektivität der Schulen.

    Laut Prof. Weinacht fehlen in der Politikwissenschaft bislang derartige Analysen zur Schulpolitik. Das Projekt soll in zwei Jahren abgeschlossen sein. Es wird in Kooperation mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Gerd Hepp von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Mitarbeitern durchgeführt. Die Thyssen-Stiftung finanziert es mit insgesamt 200.000 Mark.

    
Weitere Informationen: Prof. Dr. Paul-Ludwig Weinacht, T (0931) 888-4801, Fax (0931) 888-4893, E-Mail:
l-polwiss2@mail.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTLICHE TAGUNGEN




Architektur des Zellkerns


Das Schwerpunktprogramm "Funktionelle Architektur des Zellkerns" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat seine erste zweijährige Förderphase hinter sich. Aus diesem Anlass findet eine wissenschaftliche Tagung statt, bei der die beteiligten Arbeitsgruppen aus ganz Deutschland ihre Resultate vorstellen.

    Die Tagung findet am Donnerstag, 25. November, im evangelischen Gemeindezentrum in Sommerhausen (Landkreis Würzburg) statt und beginnt um 8.15 Uhr. Neben den Mitgliedern des DFG-Schwerpunktes berichten auch eingeladene Gäste aus dem Ausland über ihre Forschungsergebnisse. Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten und sind öffentlich. Tagungsgebühren werden nicht erhoben.

    Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Rahmen des Schwerpunktprogramms soll zu einem besseren Verständnis der räumlichen Organisation von Genen und Genprodukten sowie der funktionellen Bedeutung von Strukturen und einzelnen Bereichen des Zellkerns führen. Dieser spielt als genetisches Steuerzentrum der Zelle die entscheidende Rolle bei allen zellulären Wachstums- und Entwicklungsprozessen. Dennoch ist bis jetzt weitgehend ungeklärt, wie die einzelnen Teilschritte der Genexpression räumlich organisiert und in die Kernstruktur integriert sind.

    Koordinator des Schwerpunktprogramms ist Prof. Dr. Ulrich Scheer, Inhaber des Lehrstuhls für Zell- und Entwicklungsbiologie an der Universität Würzburg. Der vor zwei Jahren von der DFG eingerichtete Schwerpunkt hat zum Ziel, verschiedene Arbeitsgruppen innerhalb Deutschlands aus den Gebieten der Zellbiologie, Molekularbiologie, Biochemie, Biophysik und Humangenetik zusammenzuführen, um gemeinsam Struktur und Funktion des Zellkerns zu erforschen.

    Weitere Informationen: Roswitha Rudd (Sekretariat), T (0931) 888-4250, Fax (0931) 888-4252, E-Mail:
rudd@biozentrum.uni-wuerzburg.de



BÜCHER - KURZ UND BÜNDIG




100 Jahre Institut für Psychologie


Im Jahr 1896 gründete Oswald Külpe an der Universität Würzburg das Psychologische Institut, das eines der ältesten seiner Art ist. Der 100. Geburtstag des Instituts wurde im Juni 1996 mit einer Internationalen Fachkonferenz im Toscanasaal der Würzburger Residenz gefeiert. Die Beiträge zu dieser Konferenz sind nun in einem Buch wiedergegeben, das anlässlich des Jubiläums erarbeitet wurde. Der erste Teil des Werkes befasst sich mit der Geschichte des Instituts. Behandelt werden zum Beispiel die Anfänge der wissenschaftlichen Psychologie an der Universität Würzburg, die mit den Namen Franz Brentano und Carl Stumpf in Verbindung stehen, das Institut und seine wissenschaftlichen Beiträge in der Zeit von 1935 bis 1945 oder die neuere Entwicklung und gegenwärtige Situation der Würzburger Psychologen. Wie die Herausgeber in ihrem Vorwort schreiben, etablierten Oswald Külpe und seine Mitarbeiter in der Anfangszeit des Instituts eine Forschungsrichtung, die später als "Würzburger Schule der Denkpsychologie" in der ganzen Welt bekannt geworden sei und die heute noch zum Pflichtprogramm jeder Veranstaltung über die Geschichte der Psychologie gehöre. Den Auswirkungen dieser "Würzburger Schule" ist der zweite Teil des Buches gewidmet.

Wilhelm Janke und Wolfgang Schneider (Hrsg.): "Hundert Jahre Institut für Psychologie und Würzburger Schule der Denkpsychologie", Hogrefe-Verlag, Göttingen 1999, 508 Seiten, 69 Mark



PERSONALIA


Prof. Dr. Volker ter MEULEN, Institut für Virologie und Immunbiologie, wurde vom Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Ernst-Ludwig Winnacker, für weitere drei Jahre in die Senatskommission für Klinische Forschung der DFG berufen.

Gäste an der Universität

Prof. Dr. Walter KOHN von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara (USA), Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1998 und seit 1995 Ehrendoktor der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Würzburg, hielt am 9. November 1999 einen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums der Würzburger Fakultät. Prof. Kohn ist der akademische Lehrer von zwei Professoren des Instituts für Theoretische Physik, Prof. Dr. Werner HANKE und Prof. Dr. Eberhard K. U. GROSS. Mit beiden pflegt er seit Jahren eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit, die sich unter anderem in diversen Veröffentlichungen niedergeschlagen hat.

Dienstjubiläen

25 Jahre
Ingrid Monika HOFMANN, Abteilung für Röntgendiagnostik, Institut für Röntgendiagnostik, am 18.11.1999


VERSCHIEDENES




Mediendidaktischer Hochschulpreis


Didaktisch motivierte Medienprojekte zu den Themenbereichen mediengestützte Lehre, Organisations- und Personalentwicklung sowie Didaktik und Evaluation kommen für den Mediendidaktischen Hochschulpreis MeDiDa-Prix 2000 in Frage.

    Der MeDiDa-Prix ist als deutschsprachiger Preis konzipiert und soll im Herbst 2000 zum ersten Mal vergeben werden. Er wurde vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr initiiert. Die wissenschaftliche Betreuung liegt in den Händen von Prof. Dr. Peter Baumgartner vom Institut für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck. Der mit einer Million Schilling dotierte Preis soll bei der internationalen Fachtagung der "Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft" vom 19. bis 21. September 2000 in Innsbruck vergeben werden. Weitere Informationen über den MeDiDa-Prix stehen im Internet:
http://www.medidaprix.org.




Internationale Frauenuniversität bei der EXPO 2000


Während der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover veranstaltet ein multinationales Gremium von Wissenschaftlerinnen die Internationale Frauenuniversität "Technik und Kultur": Vom 15. Juli bis 15. Oktober 2000 soll 900 Nachwuchswissenschaftlerinnen aus aller Welt ein einzigartiges postgraduales Studium in englischer Sprache geboten werden.

    Die Leitprinzipien der Frauenuniversität sind Internationalität und Interdisziplinarität. In den Projektbereichen Arbeit, Information, Körper, Migration, Stadt und Wasser sollen Problemstellungen des 21. Jahrhunderts bearbeitet werden. Außerdem strebt die Frauenuniversität eine "Integration von Wissenschaft und Kunst" an: Durch einen Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen sollen die jeweiligen Arbeitsweisen miteinander in Interaktion treten.

    
Bewerben können sich Studentinnen, die ihr Studium vor dem 15. Juli 2000 abschließen werden und ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache nachweisen können. Die Bewerbungsfrist endet am 30. November 1999. Die Studienplätze an der Internationalen Frauenuniversität werden auch mit Stipendien gefördert. Geldgeber sind unter anderem Böckler-Stiftung, Böll-Stiftung, Ebert-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) sowie die Stiftung Weltbevölkerung. Die Anmeldeformulare sind an den DAAD zu senden, Referat 220 (ifu), Postfach 20 04 04, 53134 Bonn; E-Mail:
ifu@daad.de


    Weitere Informationen: Frauenbüro der Universität Würzburg, Ottostraße 16, 97070 Würzburg, T und Fax (0931) 31-2889; E-Mail:
frauenbuero@zv.uni-wuerzburg.de




Frauenbüro ist umgezogen


Das Frauenbüro der Universität Würzburg ist umgezogen: Es befindet sich ab sofort im Gebäude Ottostraße 16, 2. Stock, Zimmer 317.



Hardware im Bereich der Zentralverwaltung abzugeben


Im Bereich der Zentralverwaltung sind folgende Geräte entbehrlich geworden:
  • 46 PCs mit 486er-Prozessor
  • 20 PCs mit 386er-Prozessor
  • 1 PC mit 286er-Prozessor
  • 6 PCs mit 8086er-Prozessor

Die meisten PCs sind mit 8MB RAM ausgerüstet, die Festplattengröße liegt unter 500MB. Manche PCs sind defekt.
  • 15 17"-Monitore: Die Abbildungsqualität der Monitore ist sehr schlecht. Sie wurden deswegen durch neue Geräte ersetzt. Manche Monitore sind defekt.
  • 12 14"-Monitore: Ein Betrieb unter MS-DOS ist noch möglich, ab Windows 3.1 ist keine Darstellung mehr möglich. Manche Monitore sind defekt.
  • 1 15"-Monitor: Dieses Gerät ist defekt.
  • 6 12"-Monitore für Olivetti M24.
  • 6 Laserdrucker (Epson EPL 7100, HP LJ II, HP LJ IIIp), teilweise funktionsfähig.
  • 3 Tintenstrahldrucker (HP DJ Plus, HP DJ 500), die Geräte sind defekt.
  • 11 Nadeldrucker (Facit, OKI 391, OKI 320, NEC P7, Star LC24-10), überwiegend funktionsfähig, manche defekt.
  • 1 Workstation HP Apollo Series 700, bestehend aus Zentraleinheit, Monitor, Tastatur, Maus, ext. Festplatte. Die Zentraleinheit ist defekt.

    Soweit bei einer Betriebseinheit der Universität Interesse besteht, werden die Geräte kostenlos (für den Dienstbetrieb des Lehrstuhls, Instituts) bis zum 03.12.1999 abgegeben. Näheres zu den Geräten und der Abholung kann mit Herrn Werner, T (0931) 31-2402, abgesprochen werden, E-Mail:
werner@zv.uni-wuerzburg.de




Zu vermieten


3-Zimmerwohnung im universitätseigenen Wohnhaus Josef-Schneider-Str. 5, 2. OG rechts, 97080 Würzburg (Grombühl, direkt am Universitätsklinikum), zum 1. Februar 2000 zu vermieten. Größe: 76,12 m², Küche, Bad (weiße Fliesen, Wanne), Balkon, Kelleranteil, Zentralheizung, Kabelanschluss, Garage. Preis: 790 Mark plus Nebenkosten. Anfragen/Bewerbungen sind bis spätestens 15.12.1999 an die Zentralverwaltung der Universität Würzburg, Ref. VI/3, Zwinger 34, 97070 Würzburg, T (0931) 31-2040 oder 31-2051, zu richten. Besichtigungsmöglichkeit besteht vorab nach Absprache mit den jetzigen Mietern (Frau Kraus/Herr Pohl) unter T (0931) 286791.



Zeittafel


Sommersemester 2000

Verwaltungszeitraum:

01. April bis 30. September 2000

Vorlesungszeit:

02. Mai bis 31. Juli 2000

Vorlesungsfreie Tage:

10. Mai 2000, ab 18.30 Uhr, Semester-Eröffnungsgottesdienst *

11. Mai 2000, Stiftungsfest **

01. Juni 2000, Christi Himmelfahrt

10. mit 13. Juni 2000, Pfingstferien

22. Juni 2000, Fronleichnam

26. Juli 2000, ab 18.30 Uhr, Semester-Schlussgottesdienst *

Immatrikulation für zulassungsbeschränkte Studiengänge: 03. bis 16. März 2000

Immatrikulation für zulassungsfreie Studiengänge: 20. bis 31. März 2000

* Semester-Eröffnungsgottesdienst (ökumenisch): 10. Mai 2000, 19.00 Uhr, Marienkapelle

Semester-Schlußgottesdienst (ökumenisch): 26. Juli 2000, 19.00 Uhr, Marienkapelle

Semester-Eröffnungsgottesdienst (katholisch): 7. Mai 2000, 18.30 Uhr, KHG-Kapelle

** Ökumenisches Morgengebet zum Stiftungsfest (ESG/KHG): 11. Mai 2000, 9.00 Uhr, Michaelskirche

Wintersemester 2000/01

Verwaltungszeitraum:

01. Oktober 2000 bis 31. März 2001

Vorlesungszeit:

16. Oktober 2000 bis 10. Februar 2001

Rückmeldung: vorauss. 13. Juni bis 14. Juli 2000

Bewerbungsschluss für zulassungsbeschränkte Studiengänge: 15. Juli 2000

Immatrikulation für zulassungsbeschränkte Studiengänge: vorauss. ab Anfang September 2000

Immatrikulation für zulassungsfreie Studiengänge: vorauss. ab Mitte September 2000