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Die nächste Ausgabe von UNI-INTERN erscheint am Mittwoch, 29. September 1999. Lassen Sie bis dahin aktuelle Nachrichten jeglicher Art wie üblich dem Pressereferat zukommen. Diese werden rechtzeitig an die Medien weitergegeben. Ebenso werden Veranstaltungs- und Tagungskalender im WWW in gewohnter Weise aktualisiert.



Forschungsschwerpunkte jetzt im Internet


Seit 1993 erscheint zweimal jährlich, jeweils zu Beginn der Vorlesungszeiten, die Hochschulzeitschrift BLICK. Seit Herbst 1996 wird ihr Innenteil "Forschungsschwerpunkt" im Vierfarbdruck hergestellt, und ab sofort sind die Forschungsschwerpunkte der Universität (Sonderforschungsbereiche, Forschungszentren) auch im Internet nachlesbar.

    Mit der Präsentation der Forschungsschwerpunkte im Internet setzt die Pressestelle einen vorläufigen Schlusspunkt: Mit dem Farbteil von BLICK sind nunmehr alle Veröffentlichungen der Pressestelle im Internet vertreten - bei den Forschungsschwerpunkten erstmals auch mit Farbbildern.

    Damit trägt die Pressestelle der zunehmenden Bedeutung des Internet als Informationsmedium - im Juni gab es beispielsweise über zwei Millionen Zugriffe auf die Homepage der Universität Würzburg - umfassend Rechnung: Ihre Informationen sind komplett dort abrufbar. Von der Pressestelle gedruckt liegen vor und sind im Internet nunmehr nachlesbar:
  • das Vorlesungsverzeichnis
  • der Forschungsschwerpunkt aus BLICK
  • das wöchentliche Mitteilungsblatt UNI-INTERN
  • der Veranstaltungskalender
  • der Tagungskalender
  • die Pressemitteilungen
  • das Telefon- und Telefax-Verzeichnis
  • das E-Mail-Verzeichnis
  • universitätsinterne Veröffentlichungen wie das Fortbildungsprogramm, der Organisations- und Geschäftsverteilungsplan der Zentralverwaltung u.ä.

    Das gesamte Programm ist über die entsprechenden Buttons am Fuß der Homepage der Universität beziehungsweise über die Pressestelle anzuklicken. Der neu eingestellte BLICK-Farbteil hat die Adresse
http://www.uni-wuerzburg.de/blick/


    und ist derzeit auch über das aktuelle Fenster auf der Homepage direkt anwählbar.

    Eine wertvolle Hilfe mit einer erstaunlichen Zahl an Aufrufen ist der Tagungskalender der Universität geworden. Dank der überwiegenden Zahl der Veranstalter aus den Reihen der Wissenschaftler der Universität - leider nicht der vollständigen Zahl - bietet der Kalender ein ziemlich umfassendes Bild der Aktivitäten in den Bereichen Kongresse, Tagungen, Symposien, Ausstellungen und Wissenschaftliche Fortbildung. Von besonderem Interesse für die Veranstalter ist die Möglichkeit, ihre eigenen Homepages einzubringen - ein Service, der zunehmend genutzt wird.

    Mehr im Hintergrund, aber einer der besten Wege, um Presseveröffentlichungen der Universität insbesondere im Bereich Wissenschaft zu vermarkten, bietet der Informationsdienst Wissenschaft (idw):
http://idw.tu-clausthal.de/


    Dabei handelt es sich um eine Einrichtung der bundesdeutschen Hochschulpressestellen, deren Veröffentlichungen von derzeit 5.887 Abonnenten, und zwar im wesentlichen von Journalisten, Studierenden und Wissenschaftlern aus Hochschulen bezogen werden. Die Statistik zeigt, dass die Universität Würzburg seit Oktober 1997 bis heute 422 oder 3,5 Prozent aller Pressemitteilungen, die in den idw eingestellt wurden, verfasst hat. In den vergangenen 30 Tagen waren dies 30 von insgesamt 609, also fünf Prozent. Die Liste der idw-Mitglieder umfasst derzeit 315 Universitäten, Fach- und andere Hochschulen, Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Informationsdienste und Industrieunternehmen.



Beobachtung der Sonnenfinsternis kann mit Augenschäden enden


Die letzte totale Sonnenfinsternis dieses Jahrtausends wird am 11. August über Teilen Süddeutschlands zu beobachten sein. In der Region Unterfranken verschwindet die Sonne zwar nicht komplett, aber doch zu einem Großteil hinter dem Mond. Wer dieses Schauspiel beobachten will, muss seine Augen vor den Strahlen der Sonne schützen. Darauf wollen Ärzte von der Augenklinik der Universität Würzburg bei einem öffentlichen Informationsabend hinweisen.

    Dieser trägt den Titel "Wenn die schwarze Sonne kommt" und beginnt am Donnerstag, 29. Juli, um 19.30 Uhr im Hörsaal der Augenklinik in der Josef Schneider-Straße 11. Der Eintritt ist frei.

    Dass durch einen Blick in die Sonne das Augenlicht beeinträchtigt oder sogar für immer verloren gehen kann, ist seit dem Altertum bekannt. Bei der Sonnenfinsternis des Jahres 1912 wurden in Deutschland mehr als 3.000 Menschen registriert, die Schäden davontrugen. Bei einer unvollkommenen Verdunklung der Sonnenscheibe 1954 kamen allein in der Stadt Berlin über 70 Menschen mit Augenbeschwerden zu den Ärzten.

    Um solches im Jahr 1999 möglichst zu verhindern, hat Dr. Wolfgang Schrader, Oberarzt an der Augenklinik der Universität Würzburg, mit seinem Kollegen Dr. Rudolf Horn aus Lahr eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Die Mediziner machen auf die bleibenden Netzhautschäden aufmerksam, die der ungeschützte Blick in die Sonne nach sich ziehen kann: "Weil diese Schäden nicht behandelbar sind, muss bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis unbedingt auf Sicherheit geachtet werden", warnt Dr. Schrader.

    Diese Sicherheit ist dem Würzburger Arzt zufolge am ehesten durch spezielle Folienbrillen gewährleistet, die im Fachhandel zu bekommen sind und die nur noch 0,001 Prozent des Sonnenlichtes durchlassen. Aufwendiger, aber ebenfalls gefahrlos sei eine indirekte Beobachtungsmethode, bei der das Bild der Sonne durch eine Lochblende projiziert wird: Dazu sticht man mit einer Nadel ein kleines, kreisrundes Loch in einen Karton und bildet dadurch die Sonne auf einen zweiten, weißen Karton ab, der sich in einem Meter Abstand vom ersten befinden soll. So kann man auf dem weißen Karton beobachten, wie sich der Mond nach und nach vor die Sonne schiebt, und muss nicht direkt in die Strahlen blicken.

    Dr. Schrader: "Dagegen ist es schon gefährlich, wenn man nur wenige Sekunden ungeschützt die Sonne betrachtet." Allein der Blick auf die total vom Mond bedeckte Sonnenscheibe sei ohne Schutzvorrichtung möglich. Doch sobald die Sonne wieder zum Vorschein kommt, müsse die Beobachtungsbrille wieder aufgesetzt werden. Selbstgebastelte Sonnenfilter - wie mehrere Sonnenbrillen hintereinander aufgesetzt, berußte Glasscheiben, CDs, CD-ROMs, Floppy Disks oder belichtete Farb- bzw. Schwarzweißfilme - sind laut Dr. Schrader unsicher, weil sie zuviel Strahlung durchlassen. Hochgefährlich sei die Beobachtung der Sonne durch Ferngläser oder Teleskope, weil diese den Lichteinfall ins Auge um ein Vielfaches verstärken.

    Da die Netzhaut nicht schmerzempfindlich ist, bemerkt der Geschädigte die unseligen Auswirkungen der Strahlen nicht schon während des Blicks in die Sonne. Doch die Beeinträchtigung wird manchmal sofort danach, manchmal auch erst nach einem oder mehreren Tagen deutlich: Die Sehschärfe ist typischerweise auf 50 bis 20 Prozent des Normalwertes verringert, in einigen Fällen sogar stärker. Nur in der Hälfte aller Fälle erholt sie sich innerhalb von sechs Monaten wieder auf 100 Prozent - die restlichen Patienten müssen für immer mit einer eingeschränkten Sehfähigkeit leben. In etwa zehn Prozent der Fälle bleibt sogar eine hochgradige Sehbehinderung zurück.

    Dr. Schrader und Dr. Horn hoffen, dass möglichst viele Beobachter der Sonnenfinsternis ihre Augen schützen. In Süddeutschland werden mehrere Millionen Menschen Gelegenheit haben, das Naturschauspiel zu bewundern. Allein in Stuttgart, das mitten in der Zone der totalen Finsternis liegt, rechnen die Wissenschaftler mit 300.000 Zuschauern.

    Über die Gefahr für die Augen haben die zwei Mediziner bereits in Fachzeitschriften berichtet. Außerdem wurden im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne in Zusammenarbeit mit Firmen Faltblätter und Poster erstellt, die Patienten und Ärzte informieren sollen. Auch im Internet sind Informationen hinterlegt:
http://www.ukl.uni-freiburg.de/aug/mitteil/sofi/index.html


    Weitere Informationen: Dr. Wolfgang Schrader, T (0931) 201-5605 oder 201-5610 (Sekretariat), Fax (0931) 201-2245, E-Mail:
w.schrader@augenklinik.uni-wuerzburg.de




Mit SOPHIA in die Welt der Wissenschaft


Hinter dem Namen SOPHIA verbirgt sich ein neues Internet-Portal, das der Allgemeinheit einen leichten und gezielten Zugang zu aktuellen Forschungsaktivitäten und Publikationen ermöglichen soll. Nun liegt es an den Wissenschaftlern, SOPHIA mit immer mehr Leben zu erfüllen.

    Entwickelt wurde dieses "Tor zur Wissenschaft" am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der Universität Würzburg, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hochschulverband. SOPHIA steht für "Service-Organisation zur Publizität von Hochschullehrern über das Internet für die Allgemeinheit". Wie der Name schon andeutet, dient SOPHIA dem gezielten Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern und wissenschaftlich interessierten Personen.

    Das Internet bietet ideale Möglichkeiten, um wissenschaftliche Informationen darzustellen und zu vernetzen. Den Einstieg in diese immer komplexer werdende Welt unterstützt SOPHIA mit Suchmechanismen: Je nachdem, ob möglichst umfassende Informationen zu einem Fachbegriff gewünscht werden oder ob die Suche nach einer bestimmten Person, Publikation oder Übersicht aller Forschungsaktivitäten in einem bestimmten Bereich im Vordergrund steht, kann man zwischen mehreren Suchmöglichkeiten wählen.

    Diese Anwendung wurde geschaffen, weil das klassische Publizieren nach Ansicht der SOPHIA-Entwickler Wolf Knüpffer und Prof. Dr. Rainer Thome heutzutage nicht mehr ausreicht, um der Bevölkerung die Aktivitäten der Wissenschaftler zu vermitteln. Gerade dies sei aber entscheidend, schließlich solle die Forschung auch den Erkenntnis- und Wissensstand der Allgemeinheit verbessern.

    Mit SOPHIA können sich nicht nur die 18.000 Mitglieder des Deutschen Hochschulverbandes, sondern auch andere Hochschullehrer darstellen. Über persönliche Nutzerzugänge lassen sich eigenverantwortlich Informationen eingeben, pflegen und mit Web-Anwendungen verknüpfen. Durch die ständige Aktivität vieler Hochschullehrer soll so ein kontinuierlich wachsendes Netzwerk mit aktuellen Informationen aus der Wissenschaft entstehen. Das persönliche Nutzerkennwort kann im System unter der Rubrik "Aktualisierung" angefordert werden. SOPHIA ist über die Leitseite des Deutschen Hochschulverbandes zugänglich:
http://www.hochschulverband.de


    Weitere Informationen: Diplom-Kaufmann Wolf Knüpffer, T (0931) 31-2444, Fax (0931) 31-2955, E-Mail:
knuepffer@wiinf.uni-wuerzburg.de




Verkehrsforscher vor dem Europarat


Der Forscherverbund "Interdisziplinäres Zentrum für Verkehrswissenschaften an der Universität Würzburg" (IZVW) hat in den vergangenen Jahren mehr als zehn Millionen Mark Drittmittel für seine Arbeit erhalten. Dies wurde bei der jüngsten Mitgliederversammlung bekanntgegeben.

    Zum neuen Vorsitzenden des IZVW, dem mehr als 40 Wissenschaftler der Würzburger Universität sowie nationale und internationale Experten angehören, wurde Prof. Dr. Hans-Peter Krüger vom Institut für Psychologie gewählt. Er löst den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Paul-Ludwig Weinacht ab, der das IZVW sechs Jahre lang leitete und sich nicht mehr zur Wahl stellte. Gemeinsam mit dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Ernst Schulz vertritt Prof. Weinacht künftig den Vorsitzenden.

    Das IZVW hat mehrere größere Forschungsprojekte mit international beachteten Ergebnissen durchgeführt, darunter Studien über Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Derzeit läuft ein Projekt über Fahrerassistenz-Systeme. All diese Studien wurden mit jeweils zwei bis drei Millionen Mark gefördert, unter anderem durch die Volkswagen-Stiftung und den Europarat. In Straßburg wird das IZVW seine Ergebnisse demnächst dem Europarat präsentieren. Zum Jahresende soll außerdem in Veitshöchheim im Landkreis Würzburg ein bundesweit einzigartiger, vier Millionen Mark teurer Fahrsimulator in Betrieb genommen werden. Dieser werde, so Prof. Krüger, völlig neue Arbeitsmöglichkeiten und Forschungsfragen ermöglichen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Peter Krüger, T (0931) 31-2653, Fax (0931) 31-2616, E-Mail:
krueger@psychologie.uni-wuerzburg.de




Ehrendoktor für Prof. Dr. Horst Hagedorn


"In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Geographie" hat Prof. Dr. Horst Hagedorn, Inhaber des Lehrstuhls für Geographie I und Vizepräsident der Universität Würzburg, am 14. Juli von der Humboldt-Universität zu Berlin die Doktorwürde ehrenhalber verliehen bekommen.

    Bei dem Festakt hielt der Berliner Geograph Prof. Dr. Bernhard Nitz die Laudatio. Er wies zunächst auf Prof. Hagedorns Arbeiten über das Quartär Nordwestdeutschlands hin, welche die Beziehungen zur Humboldt-Universität (HU) begründet hatten. Ein wesentlicher Teil seines Werks bestehe aus Forschungen zur Geomorphologie von Trockengebieten, insbesondere der Sahara. Damit habe der Geehrte nicht nur einen entscheidenden Beitrag zur regionalen Geographie geleistet, sondern auch das theoretische Gebäude dieser Wissenschaft maßgebend bereichert.

    Von Horst Hagedorns vielseitigem Interesse an den trockenen und halbtrockenen Gebieten der Erde zeuge nicht nur die große Bandbreite seiner geomorphologischen Grundlagenforschung. Vielmehr lägen ihm auch Fragen der angewandten Physischen Geographie am Herzen, etwa die Problematik der Erschließung fossilen Grundwassers in der südlichen Zentralsahara. Auch die Humangeographie finde sich im Schrifttum von Prof. Hagedorn, der sich vorrangig mit dem Tubu-Volk im Tibesti befasst hat, und zwar speziell mit dessen Siedlungs- und Wirtschaftsweise. Zudem habe der Würzburger Professor Arbeiten aus der Klimaforschung vorgelegt - ein Bereich, in dem er sich auch wissenschaftspolitisch zu Wort melde.

    Von großer Bedeutung für die HU war der Laudatio zufolge Horst Hagedorns Wirken bei der Bewertung und Neustrukturierung der Universitäten in den neuen Bundesländern. Als Mitglied der Arbeitsgruppe "Naturwissenschaften in den neuen Bundesländern" des Wissenschaftsrates und als Vorsitzender der "Struktur- und Berufungskommission Geographie" der HU habe er "mit hohem Sachverstand, beispielhaftem Einfühlungsvermögen, außergewöhnlicher Fairness und Vorurteilslosigkeit" das Geographische Institut der HU aus der Taufe gehoben.

    Horst Hagedorn, 1933 in Blomberg/Lippe geboren, studierte Geographie, Mathematik, Physik und Ethnologie in Göttingen und promovierte dort 1960. Neun Jahre später habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin. Nach einem kurzen Aufenthalt als Professor für Geographie in Aachen übernahm er 1971 den Würzburger Lehrstuhl.

    Seit 1980 ist Prof. Hagedorn Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, seit 1993 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Von 1983 bis 1987 war er Vorsitzender der Studienreformkommission Geographie bei der Kultusministerkonferenz. Basierend auf seinen Arbeiten zur Quartärforschung wurde er 1986 Vizepräsident, von 1991 bis 1998 Präsident der Deutschen Quartärvereinigung. Zur gleichen Zeit amtierte er als Vizepräsident der Internationalen Quartärvereinigung. Von 1990 bis 1995 war er Mitglied des Panel for Environmental Sciences der NATO sowie des AlpenForums und Vertreter der Konferenz der Deutschen Akademien im European Council of Applied Sciences and Engineering.

    Seit 1976 ist er in vielfältiger Weise in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) engagiert: als Fachgutachter für Physische Geographie (1976-1980), als Mitglied der Senatskommission für geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung (1978-1991), als Mitglied von Senat und Hauptausschuss (1982-1988), als Vertreter der DFG in der Deutschen UNESCO-Kommission und schließlich als Vorsitzender des Senatsausschusses für Umweltforschung. Horst Hagedorn ist Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften.



Nachwuchsgruppe an der Medizinischen Fakultät


Die Volkswagen-Stiftung hat die Einrichtung einer weiteren wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe an der Universität Würzburg bewilligt. Es wurden 2,5 Millionen Mark für eine Laufzeit von fünf Jahren in Aussicht gestellt.

    Die Nachwuchsgruppe soll sich an der Medizinischen Fakultät mit der "Entwicklung und Charakterisierung genetisch modifizierter Rattenstämme für die immunologische Grundlagenforschung und Modelle der Autoimmunität und Transplantation" befassen, wie aus einer Pressemitteilung der Stiftung hervorgeht. Federführend bei der Beantragung des Projekts war der Würzburger Immunologe Prof. Dr. Thomas Hünig.

    Mit dem Programm "Nachwuchsgruppen an Universitäten" will die Volkswagen-Stiftung jungen, herausragend qualifizierten Wissenschaftlern die Möglichkeit geben, frühzeitig eigenständige Forschung zu betreiben, und zwar vor allem auf neuen und zwischen den Disziplinen angesiedelten Gebieten. Dabei sollen die Geförderten selbständig eine mit Mitarbeiterstellen und Sachmitteln ausgestattete Arbeitsgruppe leiten. Das Programm ist ausschließlich für deutsche Universitäten bestimmt und fachlich nicht eingegrenzt.

    Eingerichtet wurde das Nachwuchsgruppen-Programm, nachdem Wissenschaftler vom Biozentrum der Universität Würzburg im Jahr 1995 eine entsprechende Idee an die Volkswagen-Stiftung herangetragen hatten. Die erste von der Stiftung überhaupt bewilligte Nachwuchsgruppe arbeitet seit Februar 1998 am Biozentrum: Unter Leitung der Biologin Dr. Andrea Wizenmann erforschen die Wissenschaftler die Entwicklung des Gehirns von Wirbeltieren.



Insektenspezialist als Röntgen-Gast im Biozentrum


Der Insektenkundler Prof. Dr. Frantisek Sehnal hält sich derzeit als Röntgen-Gastprofessor am Biozentrum der Universität Würzburg auf. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der Insektenhormone und befasst sich auch mit den Möglichkeiten, diese Hormone gegen Schädlinge einzusetzen.

    Die Röntgen-Gastprofessur kommt nur für international führende Wissenschaftler in Frage. Sie wurde 1995 ins Leben gerufen, als an der Universität Würzburg das 100. Jubiläum der Entdeckung der Röntgenstrahlen gefeiert wurde. Seinerzeit stellte die Volkswagen-Stiftung (Hannover) 800.000 Mark für fünf Jahre zur Verfügung, um hervorragende Forscher nach Würzburg einladen zu können.

    Prof. Sehnal ist Direktor des Entomologischen Instituts der Tschechischen Akademie der Wissenschaften in Budweis und wurde auf Vorschlag der Würzburger Biologen ausgewählt. Insgesamt wird er sechs Monate lang am Lehrstuhl für Zell- und Entwicklungsbiologie forschen. Damit setzt er eine vor mehreren Jahren begonnene, von der Volkswagen-Stiftung und der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt finanzierte Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Scheller fort.

    Das Hauptarbeitsgebiet des Röntgen-Gastes ist die hormonelle Steuerung der Metamorphose, also der Wandlung von der Raupe zum erwachsenen Insekt. Ausgangspunkt dieses Prozesses: das Kontrollzentrum im Gehirn. Dort werden kleine Eiweißstoffe (Neuropeptide) gebildet und zu den Drüsen verfrachtet, welche die Hormone produzieren und ausschütten. Prof. Sehnal und seine Würzburger Kollegen wollen die molekulare Struktur bestimmter Neuropeptide aufklären.

    Diese Eiweißstoffe können zum Beispiel dazu verwendet werden, spezifisch das Wachstum von Schadinsekten zu unterbinden. Auf diesem Gebiet ist Prof. Sehnal seit langem erfolgreich tätig: Er hat bereits 17 Patente, die sich mit der Anwendung von künstlichen Insektenhormonen befassen. Diese werden weltweit in der Landwirtschaft sowie zur Bekämpfung von Krankheiten eingesetzt, die durch Insektenstiche übertragen werden.

    Über die in Würzburg gewonnenen Ergebnisse wird Prof. Sehnal im Wintersemester bei einer Seminarreihe mit den Studierenden und Dozenten der Biologie diskutieren.



Neue Chipkarten ab September am Hubland


Das Studentenwerk Würzburg stellt nun auch am Hubland das bargeldlose Zahlungssystem in der Mensa und den Cafeterien auf ein neues, kontaktloses Chipkartensystem um. Ein solches ist in der Stadtmensa und der Cafeteria im Studentenhaus bereits im Einsatz.

    Ab dem 1. September 1999 kann an den Mensa- und Cafeteriakassen am Hubland nur noch mit der neuen Chipkarte bargeldlos gezahlt werden. Die Aufwerter und Computerkassen nehmen dann nur noch die neue Karte an. Diese gibt es ab sofort im Büro des Studentenwerks am Hubland, 1. Stock im Mensagebäude, Zimmer 113, von Montag bis Freitag jeweils von 11.00 bis 13.30 Uhr.

    Bedienstete der Universität, die bereits in der Vergangenheit Essensmarken erhalten haben und in der Liste bei der Essensmarkenausgabe erfasst sind, können die Chipkarte unmittelbar beim Studentenwerk abholen. Dagegen benötigen Beschäftigte, die nicht in dieser Liste aufgeführt sind, einen Berechtigungsausweis. Dieser kann im Referat IV/6 der Zentralverwaltung unter T 31-2546 angefordert oder im Zimmer 201, Ottostraße 16, abgeholt werden.

    Die neue Chipkarte ist bei der Ausgabe mit zehn Mark aufgewertet. Hinzu kommt eine Kaution von zehn Mark, so dass insgesamt 20 Mark zu zahlen sind. Sofort nach dem Erhalt der Chipkarte sollte die individuelle Kartennummer notiert werden. Nur so lässt sich die Karte bei Verlust sperren bzw. wiederbekommen, wenn sie gefunden und abgegeben wurde.

    Das auf den bisherigen Magnetkarten verbuchte Guthaben kann auch noch nach dem 1. September an den mit Lesegeräten ausgestatteten Automaten (Kaffee, Getränke, etc.) aufgebraucht werden. Ansonsten besteht die Möglichkeit, die alte Karte ab 1. September im Foyer der Hublandmensa bzw. an der Hauptkasse im 1. Stock des Studentenhauses zurückzugeben. Das Restguthaben und die Kaution von fünf Mark werden dann in bar ausgezahlt.

    Die neue Chipkarte wird, wie bisher auch die Magnetkarte, an Aufwertegeräten mit 10-, 20-, 50- und 100-Mark-Scheinen geladen. Auf dem Chip ist der persönliche Status "Bediensteter" hinterlegt, der den Kartenbesitzer als Mitarbeiter einer Hochschule und gegebenenfalls als Zuschussberechtigten ausweist. Die Bedienstetenkarte berechtigt zum Kauf eines Mensaessens pro Tag zum ermäßigten Preis und ist nicht auf andere Personen übertragbar. Beim Bezahlen legt der Gast seine kontaktlose Chipkarte an ein Lesegerät an und der Betrag wird abgebucht.

    Zur Abrechnung mit der Universität benötigt das Studentenwerk weiterhin für jedes Essen eine entsprechende Essensmarke, und zwar in orange für Bedienstete mit Zuschussberechtigung und in pink für Bedienstete ohne Zuschussberechtigung. Für Barzahler wird ab 1. September automatisch ein Aufschlag von zehn Prozent berechnet. Für Wartezeiten und sonstige Unannehmlichkeiten, die bei der Umstellung des Kassensystems auftreten können, bittet das Studentenwerk um Verständnis.



Ausstellung: Das Grab des Mereruka


Vor etwa 4.300 Jahren lebte der Wesir Mereruka in Memphis, der alten Hauptstadt Ägyptens. In seinem ungewöhnlich großen Grab hat er eine Fülle von Darstellungen und Texten hinterlassen. Einige Reliefs aus dem Grab stehen im Mittelpunkt einer kleinen Ausstellung im Iphofener Knauf-Museum, an deren Gestaltung Studierende der Universität Würzburg beteiligt waren.

    Das Knauf-Museum beherbergt eine Fülle von Abformungen bedeutender Reliefs aus verschiedensten Kulturen. Zu den Schwerpunkten gehört das Alte Ägypten mit etwa 80 Exponaten. Aus einer Ägyptologie-Lehrveranstaltung im vergangenen Wintersemester, an der auch Markus Mergenthaler vom Knauf-Museum teilnahm, erwuchs der Wunsch, Objekte des Museums mit dem Wissen der Ägyptologie zu verbinden und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

    Daraufhin gingen die Studierenden unter Leitung von Prof. Dr. Horst Beinlich und in Zusammenarbeit mit Mergenthaler an die Arbeit: Durch Fotos, Karten, Übersetzungen und Kommentare wollten sie den Abgüssen aus dem Grab Mererukas etwas von dem Reliquien-Charakter nehmen, der Museumsobjekten häufig anhaftet. Eine Anzahl von Originalen, die das Bonner Ägyptologische Seminar leihweise zur Verfügung stellte, rundet die Dokumentation ab.

    Die Ausstellung soll vom 1. August bis 1. November 1999 gezeigt werden. Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 10.00 bis 12.00 Uhr sowie dienstags bis sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Mark, bei Gruppen ab 20 Personen eine Mark pro Person. Führungen sind nach Anmeldung möglich: T (0 93 23) 31-487.



Besucherrekord bei den Faltern im Botanischen Garten


Mit mehr als 3.000 Besuchern war am Wochenende bei der Ausstellung mit freifliegenden tropischen Schmetterlingen im Botanischen Garten der Universität Würzburg ein Rekord zu verzeichnen. Dieser Andrang war sicher auch dem Atlasspinner zu verdanken: Zwei Exemplare dieses mit bis zu 30 Zentimetern Spannweite größten Nachtfalters der Welt waren in den vergangenen Tagen im Schmetterlingshaus am Dallenberg zu bewundern. Mit insgesamt über 7.000 Besuchern - die Ausstellung läuft seit 1. Juli - haben sich die tropischen Schmetterlinge zum Publikumsmagneten entwickelt. Aufgrund dieser Resonanz wird die Ausstellung bis 8. August verlängert. Geöffnet ist täglich von 10.00 bis 15.45 Uhr, samstags und sonntags bis 17.45 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Mark, ermäßigt drei Mark, Familien zahlen 15 Mark. Führungen für Gruppen können telefonisch vereinbart werden, T (0931) 888-6241.



Promotionsfeier der Juristischen Fakultät


Mit Anmerkungen zur Geschichte des Doktortitels eröffnete Dekan Prof. Dr. Jürgen Weitzel am Freitag in der Neubaukirche die Promotionsfeier der Juristischen Fakultät.

    Dabei kamen auch die Promovierten zu Wort, denn sie stellten im Rahmen der Urkundenverleihung ihre Doktorarbeiten jeweils mit Kurzreferaten vor. Auf diese Weise wolle die Fakultät einen Ausschnitt aus ihren Forschungsaktivitäten präsentieren, so Prof. Weitzel.

    Die "Jungdoktoren" des akademischen Jahres 1998/99 sind: Markus Allstadt, Gerrit Aschmann, Tjark Aschmann, Stefan Bleisteiner, Klaus Berner, Yvonne Dorf, Heinrich Fußbahn, Ingo Gehring, Thomas Gnielinski, Antonius Hamers, Markus Heckel, Petra Johnen, Bernhard Keller, Max Koebke, Nikolai Lück, Stefan Maunz, Han-Dirk Möller, Kristin Möller, Bettina Möller-Heilmann, Martin Petrasch, Angelika Schmitt, Hubert Stühler, Nils Trossen, Eckhard Wälzholz, Jens Wagner.

    Abschließend wies der Dekan darauf hin, dass an der Juristischen Fakultät derzeit ein "Verein der Ehemaligen" in Gründung ist, um die Verbundenheit der Absolventen mit Universität und Fakultät zu fördern. Nach dem Festakt, der von Prof. Dr. Louis H. Debes an der Schuke-Orgel begleitet wurde, baten die Promovierten zu einem kleinen Empfang.



Gäste wollen Handschriften mit Glossen sehen


Die Teilnehmer einer Fachkonferenz über mittelalterliche volkssprachige Glossen besuchen am Dienstag, 3. August, die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Würzburg.

    Das hat seinen Grund: Die Universitätsbibliothek besitzt einen herausragenden Bestand an frühen mittelalterlichen Handschriften. Die Besucher interessieren sich vor allem für Handschriften aus der ehemaligen Dombibliothek aus dem 8. bis 10. Jahrhundert mit Glossen, besonders für die althochdeutschen und altirischen Glossen. Solche Glossen gehören zu den ältesten Zeugnissen volkssprachiger Überlieferung. Die "Internationale Fachkonferenz Mittelalterliche volkssprachige Glossen" findet im Rahmen des Zentrums für Mittelalterstudien der Universität Bamberg unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Bergmann (Bamberg) und Prof. Dr. Elvira Glaser (Zürich) vom 1. bis 5. August 1999 in Bamberg statt.



Verkürzte Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek


Die Universitätsbibliothek am Hubland ist vom 2. August bis zum 30. September montags bis freitags von 8.30 bis 18.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 4. August, bleibt die Zentralbibliothek wegen des Betriebsausfluges geschlossen.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Die Tau-Fliege auf der Tauf-Liege


Sicher haben Sie in UNI-INTERN 24 an dieser Stelle den Bericht über das Forschungsprojekt von Dr. Roland Strauß gelesen ("Von Fliegen laufen lernen"). Er untersucht am Biozentrum der Universität Würzburg, wie das Laufverhalten der Taufliege Drosophila vom Gehirn gesteuert wird. Geradezu genial, was man diesen Tierchen auf einem Bildschirm so alles vorgaukeln kann!

    Dieser Meinung ist auch der Engländer, der im Internet nach dem Begriff "Drosophila" fahndete. Er stieß auf den Bericht aus Würzburg und ließ ihn mit Hilfe des Übersetzungsprogramms "Babelfish" ins Englische übertragen. Jetzt hat der Mann zumindest eine grobe Ahnung von den Forschungen am Biozentrum - aber einige Stellen in dem Text mit der Überschrift "Learn from flies to run" kamen ihm spanisch vor. So hieß es im Vorspann:

    "A scientific group of new generations at the bio center of the University of peppering castle analyzes with neurogenetic methods, how the operating attitude of the baptizing couch is controlled by the brain."

    Aha. Hier sind also neue Generationen am Werk, die neurogenetische Methoden anwenden. Aber: Wo um alles in der Welt befindet sich die Universität von "peppering castle"? In Pfefferburg? Oder vielleicht in Gewürzburg? Und was hat es mit dieser "baptizing couch" auf sich? Was hat ein Tauf-Sofa in einem Biozentrum verloren? Bekommt dort jede frisch entdeckte Mutante der Tau-Fliege auf einer Tauf-Liege ihren Namen verpasst? Fragen über Fragen.

    Doch zum Glück steht ja am Ende des Berichtes ein Hinweis, wo es weitere Informationen gibt - nämlich beim Forscher selbst, also bei "Dr. Roland bunch"... Also wird der Engländer den Kontakt zu einem Dr. Bunch in Pfefferburg suchen und um weitere Infos über das Tauf-Sofa bitten. Geradezu genial, was man den Leuten mit einem Übersetzungsprogramm so alles vorgaukeln kann!



Enzyklopädie aus der Zeit des Niedergangs der Ming-Dynastie


Mit einer naturwissenschaftlich-technischen Enzyklopädie aus dem China des 17. Jahrhunderts, die in der westlichen Welt bislang kaum beachtet wurde, setzt sich ein Projekt an der Universität Würzburg auseinander. Das Werk liefert den Wissenschaftlern auch aufschlussreiche Informationen über die damaligen politischen Verhältnisse.

    Die Enzyklopädie "Tiangong kaiwu" (Die Nutzung der natürlichen Vorkommen) aus der Feder des Beamtengelehrten Song Yingxing stammt aus dem Jahr 1637. Sie dokumentiert in 18 Kapiteln das technische und industrielle Wissen und die Erfahrungen Chinas bis zum frühen 17. Jahrhundert. Behandelt werden unter anderem die Bereiche Nahrungsmittel und Kleidung, Keramiken, Boots- und Wagenbau, Metallurgie, Papier, aber auch die Herstellung von Waffen, Wein und Schmuck.

    Bislang wurden nur wenige Kapitel separat bearbeitet. Kaum erforscht sind die Lebensumstände des Autors, die Entstehungsgeschichte der Enzyklopädie und die Bedeutung, die Songs Beschäftigung mit technischen und naturwissenschaftlichen Fragen für die damalige Gesellschaft und die Neubewertung der Wissensbereiche hatte. Diesen Bereich untersuchen Prof. Dr. Dieter Kuhn und Dr. Dagmar Schäfer vom Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens der Universität Würzburg. Die Arbeit von Dr. Schäfer wird mit einem Habilitationsstipendium aus dem bayerischen Hochschulsonderprogramm III gefördert.

    Der Beamtengelehrte Song lebte in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs: Er erlebte den Niedergang der Ming-Dynastie und den Beginn der mandschurischen Fremdherrschaft. Seine Familie war gebildet, aber arm. Ohne Geld und Beziehungen blieb den rechtschaffenen Beamten in dieser Zeit des Zusammenbruchs die Tür zu einflußreichen Positionen verschlossen. Ähnlich wie er, zog sich ein Großteil der intellektuellen Elite ins Privatleben zurück.

    Auf diese Weise entwickelte sich, isoliert und ignoriert von den Machthabenden, ein reges geistiges Treiben. Die damalige Zeit kann durchaus als Zeitalter der Information und Neubewertung von Information betrachtet werden: Der in hohem Maße kommerzialisierte Buchdruck ermöglichte die schnelle Verbreitung neuer Ideen und neuen Wissens. Das Interesse an den materiellen, "unpolitischen" Aspekten des Lebens flammte wieder auf, was sich in der Veröffentlichung zahlreicher Arbeiten mit technischer und sachlicher Ausrichtung äußerte.

    Im chinesischen Verständnis sind Enzyklopädien nach Sachgebieten geordnete Sammelwerke des Wissens einer Gesellschaft. Eine große Bedeutung kam ihnen in der offiziellen konfuzianischen Beamtenausbildung als Lehrmaterial und Nachschlagewerk zu. Song leitet in seinem Werk jeden Themenbereich mit einer Bewertung des zivilisatorischen Nutzens des Produktes ein. Es folgt ein Abriss der benötigten Rohstoffe, der Werkzeuge und ihrer Verwendung sowie der notwendigen Verarbeitungsprozesse. Die Rohstoffe werden ebenso wie die Produkte nach Typus und Region klassifiziert. Die Angaben werden durch Erfahrungswerte untermauert, technische Entwicklungen chronologisch erläutert.

    Eine solch methodische Vorgehensweise ist bis dahin beispiellos. Damit erhebt sich für die Würzburger Forscher die Frage nach Songs Informationsquellen und nach seiner Intention: Wollte er vielleicht viel mehr schaffen als eine technische Enzyklopädie? Vielleicht ein neues Bild und eine neue Vorstellung von der Weltordnung? War Song Yingxing nur ein Enzyklopädist und Empiriker oder gar ein Aufklärer? Dr. Schäfer jedenfalls ist sich nach den bisherigen Forschungen an der Universität Würzburg sicher: "Der Inhalt des Tiangong kaiwu hat nicht nur eine technisch-informative Dimension, sondern ist politische Aussage!"

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Dieter Kuhn und Dr. Dagmar Schäfer, T (0931) 888-5571, Fax (0931) 888-4617, E-Mail:
dieter.kuhn@mail.uni-wuerzburg.de

dagmar.schaefer@mail.uni-wuerzburg.de




Fußspur aus seltenem Gestein im Damara-Gebirge


Ein seltenes Gestein aus dem Damara-Gebirge in Namibia nehmen Wissenschaftler vom Institut für Mineralogie und Kristallstrukturlehre der Universität Würzburg unter die Lupe. Ihre Analysen können Aufschluss über geologische Vorgänge liefern, die vor vielen Millionen Jahren abgelaufen sind.

    Gebirge entstehen durch eine komplexe Abfolge geologischer Prozesse wie Sedimentation, Vulkanismus, Veränderung der Gesteine unter hohem Druck und Temperatur, Hebung und Abtragung. Das gilt auch für das Damara-Gebirge in Namibia, das in einem langen Zeitraum zwischen 650 und 450 Millionen Jahren entstanden ist. Während dieser Zeit drangen immer wieder magmatische Schmelzen in die Gebirgsmasse ein - die Forscher bezeichnen diesen Vorgang als Intrusion - und kristallisierten dann. So entstand auch die sogenannte Voetspoor-Intrusion, die in Afrikaans so benannt wurde, weil ihre Form dem Abdruck eines menschlichen Fußes ähnelt.

    Diese Fußspur befindet sich in einem Bereich, in dem metamorphe, also unter großem Druck und hoher Temperatur veränderte Gesteinsserien des Kaoko-Gürtels und des Damara-Gebirges zusammenstoßen. Sie selbst ist nicht metamorph überprägt worden und markiert damit das Ende der gebirgsbildenden Vorgänge in den beiden Gebirgs-Gürteln. Eine Altersbestimmung der Voetspoor-Intrusion würde dementsprechend eine wichtige Zeitmarke für die Geschichte des Damara-Gebirges setzen.

    Die Würzburger Wissenschaftler interessieren sich aber auch deshalb für die Intrusion, weil sie eine ungewöhnliche mineralogische und chemische Zusammensetzung aufweist: Sie besteht aus dem seltenen Tiefengestein Syenit. Dessen genaue geochemische und isotopengeochemische Bearbeitung könnte Aufschluss über den thermischen und chemischen Zustand der Region der Erde liefern, in der das Syenit-Magma durch partielles Aufschmelzen einmal entstanden ist - das heißt über den Zustand des Oberen Erdmantels oder der Unteren Erdkruste gegen Ende der Bildung des Damara-Gebirges.

    Um diese Fragen zu klären, führt die Geowissenschaftlerin Barbara Seth mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Würzburg, am GeoForschungsZentrum Potsdam und am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz geochemische, isotopengeochemische und geochronologische Analysen von Gesteinen der Voetspoor-Intrusion durch. Als Doktorandin des Würzburger Graduiertenkollegs "Geowissenschaftliche Gemeinschaftsforschung in Afrika" verfügt sie über einschlägige Erfahrungen: Für ihre Dissertation hatte sie bereits ähnliche Untersuchungen an Graniten und Gneisen des Kaokogürtels durchgeführt und dabei - wie in UNI-INTERN berichtet - erstmals 2,6 Milliarden Jahre alte Gesteine nachgewiesen. Bei ihrer aktuellen Untersuchung kooperiert Barbara Seth mit einem Kollegen vom "Geological Survey of Namibia" in Windhoek.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Martin Okrusch und Dr. Barbara Seth, T (0931) 888-5420, Fax (0931) 888-4620, E-Mail:
okrusch@mail.uni-wuerzburg.de

barbara.seth@mail.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTLICHE TAGUNGEN




Tagung rund ums Thema Blut


Den aktuellen Wissensstand und die Zukunftsperspektiven ihres Fachgebietes haben die Blut-Spezialisten von der Abteilung für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie der Universität Würzburg zum Gegenstand eines Symposiums gemacht. Anlass ist die Verabschiedung des Abteilungsleiters Prof. Dr. Dieter Wiebecke.

    Der erste Teil des Symposiums, das am Freitag, 17. September, von 14.00 bis 19.00 Uhr im Großen Hörsaal des Pathologischen Instituts (Bau 21) auf dem Gelände des Luitpoldkrankenhauses stattfinden wird, beschäftigt sich mit der therapeutischen Entfernung von krankhaften Bestandteilen aus dem Blut. Diese Maßnahme ist bei verschiedenen Krankheitsbildern nötig, zum Beispiel bei bestimmten Formen der Muskellähmung oder bei Hauterkrankungen, die mit einer Blasenbildung einhergehen.

    Zwei Vorträge beschäftigen sich mit der Gewinnung von Stammzellen sowie von Zellen, die das Immunsystem stimulieren können und ihrem Einsatz bei der Behandlung von Krebspatienten. Anschließend wird Dr. Hermann Eichler aus Mannheim über die Erfahrungen beim Aufbau einer Nabelschnur-Blutbank berichten: Dabei werden aus der Nabelschnur von Neugeborenen blutbildende Stammzellen gewonnen, eingefroren und später eventuell als Alternative zur Knochenmarkstransplantation verwendet. Die beiden letzten Referenten setzen sich dann mit der Gabe von Blutplättchen und weißen Blutkörperchen als Therapeutikum auseinander.

    Zu dem Symposium "Aktueller Stand und Zukunftsperspektiven der therapeutischen Hämapheresen und der Hämotherapie" werden bis zu 150 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet. Die Referenten stammen aus Würzburg, Regensburg, Ulm, Mannheim, Marburg und Breitscheid.

    Weitere Informationen: Dr. Andreas Opitz, T (0931) 201-5231, Fax (0931) 201-5233, E-Mail:
opitz@chirurgie.uni-wuerzburg.de




Der Satzbau der indogermanischen Grundsprache


Die meisten europäischen und ein Teil der asiatischen Sprachen gehen auf eine gemeinsame Vorstufe, die indogermanische Grundsprache oder das Ur-Indogermanische, zurück. Den Satzbau dieser Sprache erforscht eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern. Bei einer Tagung an der Universität Würzburg sollen die bisher erreichten Ergebnisse nun zur Diskussion gestellt werden.

    Das Ur-Indogermanische ist nicht durch Quellen überliefert und längst durch seine "Tochtersprachen" abgelöst worden, zu denen auch das Deutsche gehört. Da aber sprachliche Entwicklungen in bestimmten Bereichen nach immer gleichen Regeln ablaufen, können die Wissenschaftler durch die umgekehrte Anwendung dieser Regeln die indogermanische Grundsprache in einem gewissen Ausmaß rekonstruieren.

    Seit einigen Jahren ist eine Gruppe von Forschern der Universidad Autónoma de Madrid sowie der Universitäten Salzburg, Köln, München und Würzburg unter der Leitung von Prof. Dr. José Luis García Ramón (Madrid/Köln), Prof. Dr. Oswald Panagl (Salzburg) und Prof. Dr. Heinrich Hettrich (Würzburg) damit beschäftigt, die Regeln des Satzbaus dieser Grundsprache zu erforschen.

    Die Arbeiten sind laut Prof. Hettrich mittlerweile so weit vorangeschritten, dass es sinnvoll erscheine, die bisherigen Ergebnisse vor der internationalen Fachwelt zur Diskussion zu stellen. Gleichzeitig sollen andere Experten Vorträge halten, deren Resultate in die Weiterarbeit der Gruppe einbezogen werden können. Zu diesem Zweck wird der Würzburger Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft vom 29. September bis 3. Oktober 1999 das Kolloquium "Indogermanische Syntax" organisieren. Es wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Universitätsbund Würzburg gefördert und bietet über 50 Vorträge von Teilnehmern aus 16 Ländern. Insgesamt werden an die 100 Gäste erwartet.

    Die Vorträge werden zu einer vertieften Kenntnis des Indogermanischen führen, zu dem einerseits die klassischen Kultursprachen Sanskrit, Griechisch und Latein zählen, das andererseits aber auch in rund 70 heute gesprochenen Sprachen fortlebt. Darunter sind alle wichtigen Handelssprachen wie Englisch, Russisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch. Nach einer neueren Schätzung ist die indogermanische die meistverbreitete Sprachgruppe der Welt: Zu Beginn der 80er Jahre sprachen zwei Milliarden Menschen, also fast die Hälfte der damaligen Weltbevölkerung, eine indogermanische Sprache, und dieser Anteil hat sich bis heute nicht wesentlich geändert.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Heinrich Hettrich, T (0931) 31-2824, Fax (0931) 572261, E-Mail bzw. Internet:
heinrich.hettrich@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.uni-wuerzburg.de/vergl-sprachwiss/tagung99.html



PERSONALIA


Für die Amtszeit vom 01.10.1999 bis 30.09.2001 hat die Katholisch-Theologische Fakultät Prof. Dr. Gerhard DROESSER, Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft, zum Dekan und Prof. Dr. Otmar MEUFFELS, Lehrstuhl für Dogmatik, zum Prodekan gewählt.

Prof. Dr. Michael ERLER, Lehrstuhl für klassische Philologie I, wurde für die Jahre 2001 bis 2004 zum Präsidenten der "International Plato Society" gewählt. Als solcher ist er ab sofort Mitglied des Executive Committee dieser Gesellschaft. Verbunden mit der Präsidentschaft ist die Aufgabe, 2004 das "VII. Symposium Platonicum" in Würzburg auszurichten. Die "International Plato Society" hat mehrere 100 Mitglieder aus mehr als 30 Ländern und versteht sich als Freundeskreis derjenigen, die sich wissenschaftlichen Studien über das Werk und die Philosophie Platons widmen. Ihre Aufgaben bestehen in der Ausrichtung der "Symposia Platonica" alle drei Jahre, der Publikation der Akten dieser Tagungen, der Verbreitung eines bibliographischen Bulletins und der möglichst engen Vernetzung der internationalen Platonforschung. Zudem publiziert die Gesellschaft in ihrer eigenen Reihe "International Plato Studies".

Dr. Ivaylo GENTSCHEV, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Mikrobiologie, Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften, wurde mit Wirkung vom 19. Juli 1999 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Mikrobiologie" erteilt.

Dr. Werner KENN, Akademischer Rat z.A., Institut für Röntgendiagnostik, wird mit Wirkung vom 01.08.1999 zum Akademischen Rat ernannt.

PD Dr. Verena KLEMM-KUHN, Universität Hamburg, wird vom 01.08.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 29.02.2000, auf der Planstelle einer Universitätsprofessorin der Bes.Gr. C3 für Arabistik/Islamwissenschaft beschäftigt.

PD Dr. Karl-Norbert KLOTZ, Akademischer Rat, Institut für Pharmakologie und Toxikologie, wird vom 01.08.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2000 auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes.Gr. C3 für Pharmakologie und Toxikologie beschäftigt.

Dr. Christoph PFLAUM, Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Angewandte Mathematik und Statistik, wurde mit Wirkung vom 21.07.1999 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Mathematik" erteilt.

Dr. Vladimir Spokoinyi, Lehrstuhl für Statistik, wird vom 01.08.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2000, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors für Statistik, Bes. Gr. C4, beschäftigt.

PD Dr. Dieter WEISS, Oberassistent, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wird vom 01.08.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 29.02.2000, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes.Gr. C3 für Neuere und Neueste Geschichte mit Berücksichtigung der bayerischen Landesgeschichte beschäftigt.

Dr. Wolfgang WOHLERS, Wissenschaftlicher Assistent, Universität Bremen, wird vom 01.08.1999 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.08.1999, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der Bes.Gr. C4 für Strafrecht und Strafprozeßrecht beschäftigt.

Dienstjubiläen

25 Jahre
Bärbel SCHULER, Kinderklinik und Poliklinik, am 31.07.1999

Franz VÖLP, Institut für Virologie und Immunbiologie, am 26.07.1999


FORSCHUNGSFÖRDERUNG


Für Rückfragen steht die Abteilung VIII der Zentralverwaltung, Ottostraße 16,
T 31-2294, 31-2233 und 31-2529
(EU-Forschungsreferent und Technologietransferbeauftragter) zur Verfügung.




Kommission der Europäischen Gemeinschaften


In einigen Research Training Networks, Summer Schools und einer EuroConference, die im Spätsommer 1999 bzw. im April 2000 stattfinden, sind noch Plätze für Postgraduierte und Postdoktoranden frei.

    Darauf macht der Newsletter von IHP (Improving Human Potential) aufmerksam, der insbesondere Hinweise für mobile Jungwissenschaftler enthält. Er ist im Internet abrufbar:
http://www.cordis.lu/improving/src/nwl1_cp.htm


    Außerdem können sich an Research Training Networks interessierte Wissenschaftler laufend über freie Plätze informieren unter der Adresse:
http://improving-rtn.sti.jrc.it/vacancy/


Für den Teilbereich "Gemeinsamer Bestand an Indikatoren für Wissenschaft, Technologie und Innovation" des IHP-Programmteils "Beitrag zur Konzipierung der Wissenschafts- und Technologiepolitik in Europa" wurden Aufrufe für Studien und Dienstleistungen veröffentlicht.

    Für die Studien (Code: CBSTII-ST1) (99/S114-81498/EN), Machbarkeitsstudien (Code: CBSTII-FS1) (99/S114-81496/EN) und Dienstleistungen (Code: CBSTII-PS1) (99/S114-81487/EN) können sich einzelne Organisationen bzw. Firmen, aber auch Konsortien bewerben. Es sollten in jedem Fall die Ausschreibungstexte zu Rate gezogen werden:
http://www.cordis.lu/improving/calls/stii_199901.htm


    Antragsunterlagen und weitere Informationen können bis 13.08.1999 angefordert werden. Abgabefrist für Angebote ist der 06.09.1999. Die Antragsunterlagen können nur schriftlich unter Angabe des jeweiligen Codes angefordert werden bei: Europäische Kommission, GD XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung, Direktion E - Menschliches Potential und Mobilität, SDME 11/6, Rue de la Loi 200, B-1049 Brüssel, Fax 0032-2-296 28 40, E-Mail:
improving@dg12.cec.be


Für die Erstellung der neuen Zeitschrift "Informationstechnologie und -management" werden Mitwirkende gesucht.

    Beteiligen können sich eine Universität oder Forschungseinrichtung pro Mitgliedstaat sowie eine Verbrauchervereinigung und zwei Unternehmen. Die ausgewählten Organisationen sollen mit der Kommission eine Redaktion für das Layout und die Auswahl der Beiträge einrichten. Außerdem soll jede ausgewählte Hochschule einen Redaktionsschluss einrichten, bis zu dem die Beiträge auf nationaler Ebene ausgewählt und koordiniert werden. Die Zeitschrift wird sich an Manager richten, die in der Kommission und anderen europäischen Institutionen arbeiten. Frist für die Einreichung der Angebote ist der 05.10.1999. Unterlagen können angefordert werden bei der Europäischen Kommission, Direktion Datenverarbeitung, Verträge und Logistik (CLS), Francis Peltgen, IMCO 1/2 A, Rue de la Loi 200, B-1049 Brüssel, Fax 0032-2-295 77 02, E-Mail:
slf-call-center@di.cec.be


Die Kommission hat eine Studie zum Verständnis der Rolle von lokalen und regionalen Behörden in den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation ausgeschrieben.

    Die Studie soll dazu beitragen, gut funktionierende Verfahrensweisen auf Ebene der lokalen Behörden auszuarbeiten und Optionen zur Berücksichtigung bei der gemeinschaftlichen Forschungs- und Innovationspolitik zu untersuchen. Frist für den Eingang der Angebote ist der 16.09.1999. Das Lastenheft kann bis 01.09.1999 angefordert werden bei der Europäischen Kommission, Philippe Galiay, DG XII-AP-3 (SDME), Rue de la Loi 200, B-1049 Brüssel, Fax 0032-2-296 05 60.



Neue Schwerpunktprogramme der DFG


Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung einiger neuer Schwerpunktprogramme beschlossen.

    Schwerpunktprogramme zeichnen sich durch die überregionale Kooperation von Wissenschaftlern aus und werden in der Regel sechs Jahre lang gefördert.

Degeneration der Makula

    Ziel des Schwerpunktprogramms "Altersabhängige Makuladegeneration" ist es, in enger Kooperation zwischen grundlagenwissenschaftlich und klinisch arbeitenden Gruppen die multifaktorielle Pathogenese der altersabhängigen Makuladegeneration aufzuklären, darauf aufbauende Therapieansätze zu prüfen und neue Behandlungsverfahren zu entwickeln. Anträge müssen bis 30.09.1999 in englischer Sprache unter dem Stichwort "Altersabhängige Makuladegeneration" bei der DFG vorliegen. Der Antragszeitraum beträgt zwei Jahre. Weitere Informationen zum Programm erteilen der Koordinator, PD Dr. Frank G. Holz, Universitäts-Augenklinik Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg, T (0 62 21) 56-6695 oder 56-6662, Fax (0 62 21) 56-5905, E-Mail:
frank_holz@med.uni-heidelberg.de


    sowie das DFG-Referat Medizin 1, Dr. Armin Krawisch, T (0228) 885-2453, Fax (0228) 885-2777, E-Mail:
armin.krawisch@dfg.de


Netzbasierte Wissenskommunikation

    Im Mittelpunkt des Schwerpunktprogramms "Netzbasierte Wissenskommunikation in Gruppen" steht die Frage, wie sich neue Kommunikationsformen, die durch computergestützte Technologien möglich werden, für den Austausch und den Erwerb von Wissen in Gruppen nutzbar machen lassen. Die systematische Analyse der hierbei wirksamen Mechanismen ist unter Nutzung von Konzepten aus der Kognitions- und Sozialpsychologie, der Pädagogischen Psychologie, der Pädagogik und der Informatik zentraler Punkt des Forschungsvorhabens. Weitere Informationen sind erhältlich im WWW:
http://www.wissenskommunikation.de


    Anträge müssen bis 31. Januar 2000 bei der DFG eingehen. Anfragen sollten gerichtet werden an den Sprecher der Initiativgruppe, Prof. Dr. Friedrich W. Hesse, T (0 70 71) 979-215, E-Mail:
friedrich.hesse@uni-tuebingen.de


    oder an das DFG-Referat Geisteswissenschaften 4, Dr. Manfred Nießen, T (0228) 885-2393, Fax (0228) 885-2777.


STELLENMARKT



Das Pathologische Institut sucht ab sofort eine/n

MTA/BTA


für zellbiologische Arbeiten im Rahmen eines Krebsforschungsprojektes (Herstellung und Charakterisierung von humanen monoklonalen Antikörpern). Die Bezahlung erfolgt nach BAT (befristet auf zwei Jahre, Verlängerung möglich). Vorkenntnisse über zellbiologische und biochemische Techniken sind erwünscht, aber nicht Bedingung.

Bewerbungen sind zu richten an: Prof. Dr. H.P. Vollmers, Pathologisches Institut, Josef-Schneider-Straße 2, 97070 Würzburg.



Am Institut für Physikalische Chemie ist zum 01.10.1999 die Stelle eines/einer

Physikalisch-technischen Assistenten/in


zu besetzen (Bezahlung nach BAT). Aufgabenbereich: Mitwirkung bei Aufbau und Durchführung von Laser-spektroskopischen Experimenten. Erwünscht sind besondere Kenntnisse in einem oder mehreren der nachfolgenden Gebiete: Laser, Spektroskopie, Optik, Vakuumtechnik). Bei gleicher Eignung und Befähigung werden Schwerbehinderte bevorzugt.

Schriftliche Bewerbungen an: Prof. Dr. W. Kiefer, Institut für Physikalische Chemie, Am Hubland, 97074 Würzburg, T (0931) 888-6331.



VERSCHIEDENES




Kurz gemeldet


Die Hausdruckerei im Universitätsgebäude am Sanderring bleibt von Montag, 30. August, bis Freitag, 17. September, geschlossen. Kopien können in dieser Zeit aber gemacht werden.



Büromöbel abzugeben


Im Bereich der Juristischen Fakultät sind Büromöbel (Schränke, Schreibtische, Stühle usw.) entbehrlich geworden, die unentgeltlich an Einrichtungen der Universität abgegeben werden. Interessenten können sich beim Hausmeister der Alten Universität, Domerschulstraße 16, Herrn Rakowski, Tel. 31-2610 melden.



Zu vermieten


2-Zimmerwohnung, 2. Obergeschoß, in Würzburg-Heidingsfeld, zu vermieten. Größe ca. 48 qm, Balkon, Tiefgarage, Keller. Miete: 800 Mark warm. Anfragen an: T (0171) 7461348 oder (09366) 1688.