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"Technologie der Funktionswerkstoffe" startet zum Wintersemester - Bewerbung noch bis zum 15. Juli möglich


Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Universität Würzburg den neuen Ingenieursstudiengang "Technologie der Funktionswerkstoffe" an. Die Bewerbung ist noch bis zum 15. Juli möglich. Die Zahl der Studienplätze ist auf 30 begrenzt.

    Prothesen, die Schäden an ihrer Oberfläche selbst reparieren. Medizinische Implantate, die wohldosiert Medikamente absondern. Eine Flüssigkeit, die je nach Belastung ihre Zähigkeit ändert und so Stoßdämpfer verbessern kann. All das sind Beispiele für Funktionswerkstoffe - Materialien also, bei denen nicht die mechanischen Eigenschaften im Vordergrund stehen, sondern spezielle Funktionen. Mit der Technologie solcher Werkstoffe befasst sich an der Uni Würzburg ein neuer Studiengang, in dem im kommenden Wintersemester der Verlesungsbetrieb starten wird.

    Bei dem Studiengang handelt es sich um den dritten und letzten Baustein eines Gesamtkonzepts der Universität zur Einführung ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge. Bereits realisiert sind die Nanostrukturtechnik und die Technische Informatik.

    Vorrangig sollen die zukünftigen Studenten in Sachen Produktionsverfahren und Eigenschaften von Funktionswerkstoffen ausgebildet werden. Das Maßschneidern der Werkstoff-Eigenschaften steht dabei im Mittelpunkt. Die Studierenden werden auch von der technologischen Kompetenz der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt profitieren. Dort besuchen sie im Grundstudium mehrere Lehrveranstaltungen, wie zwischen Uni und FH in einem Kooperationsabkommen vereinbart. Über das reine Fachwissen hinaus sollen ihnen auch Kenntnisse in grundlegenden industriellen Arbeits- und Führungstechniken vermittelt werden. Das Studienprogramm umfasst zudem Lehrveranstaltungen aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. So wird beispielsweise auch das Thema Technikfolgen-Abschätzung behandelt.

    Der neue Studiengang ist nach den Bologna-Vorgaben konzipiert, das heißt Gliederung und Inhalte des Studiums sind europaweit kompatibel. Dies bedeutet, dass zunächst der Bachelor-Studiengang eröffnet wird, der nach drei Jahren mit dem Bachelor-Examen abschließt. Rechtzeitig wird dann der auf diesem Abschluss aufbauende Master-Studiengang begonnen, der weitere zwei Jahre umfasst.

    Der Ingenieursstudiengang steht an der Universität Würzburg nicht isoliert da: Schon jetzt laufen an der Uni einschlägige Projekte in den Fakultäten für Chemie und Pharmazie, für Physik und Astronomie, für Biologie und für Medizin. Ergänzt wird diese Basis durch Kooperationen mit der Fachhochschule, dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung und dem Süddeutschen Kunststoff-Zentrum.

    Mehr Infos zum Studiengang und zur Bewerbung unter
http://www.zv.uni-wuerzburg.de/Studienberatung/techFunk.htm


    Ansprechpartner: Prof. Dr. Gerhard Sextl, Fakultät für Chemie und Pharmazie, T (0931) 4100-101, E-Mail:
gerhard.sextl@isc.fraunhofer.de




Neues Eliteförderungsprogramm gestartet


Ab sofort läuft die erste Auswahlrunde für Bayerns neues Eliteförderungsprogramm, das so genannte Max Weber-Programm. Bis zum 1. August 2006 können Professoren oder wissenschaftliche Mitarbeiter exzellente Studierende für eine Förderung vorschlagen. Studierende ab dem 3. Fachsemester können sich auch selbst um die Aufnahme in das Programm bewerben.

    Zu den Auswahlkriterien zählen neben herausragenden fachlichen Leistungen unter anderem "vielseitiges Engagement, kreative Intelligenz, kommunikative und soziale Kompetenz sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen", wie das Wissenschaftsministerium in einer Pressemitteilung erläuterte. Die Aufnahme in das Programm erfolgt zunächst auf Probe. Nach spätestens vier Semestern werden die Studierenden, die sich bewährt haben, endgültig aufgenommen. Die Dauer der Förderung erstreckt sich grundsätzlich über die Regelstudienzeit des jeweiligen Studiengangs.

    Wer in das Programm aufgenommen ist, erhält zu Beginn jedes Semesters 480 Euro für "eigenständige bildungsbezogene Aktivitäten". Finanziell unterstützt wird auch ein Auslandssemester. Die frühzeitige Einbindung in die Spitzenforschung, internationale Kontakte, Sommerakademien, Sprachkurse, wissenschaftliche Kollegs und andere individuelle Fördermaßnahmen sollen es den Max Weber-Stipendiaten darüber hinaus ermöglichen, "ihr besonderes Potenzial voll zu entfalten". Außerdem erhalten sie intensive Betreuung durch Mentoren.

    Planung und Organisation des studienbegleitenden Exzellenzprogramms für die nach dem Max Weber-Programm unterstützten Hochbegabten übernimmt die Studienstiftung des Deutschen Volkes, an die auch die Auswahlvorschläge, beziehungsweise die Eigenbewerbungen zu richten sind: Studienstiftung des deutschen Volkes, Max Weber-Programm, z. Hdn. Margrit Lichtschlag, Ahrstraße 41, 53175 Bonn, E-Mail:
mwp@studienstiftung.de


    Weitere Informationen im Internet unter:
http://www.elitenetzwerk-bayern.de/inhalt/enb_foerderung.html

http://www.max-weber-programm.de




Begutachtung der Verbundforschung in Würzburg: "Sehr guter Gesamteindruck"


Die Universität Würzburg hat in den vergangenen zehn Jahren fast elf Millionen Euro für Verbundforschungsprojekte in der Physik, Astronomie und Physikalischen Chemie erhalten. Sie gehört damit zu den erfolgreichsten Einwerbern in diesem Förderbereich, und das, obwohl keines der Großgeräte hier angesiedelt ist. Würzburger Forscher konnten mit diesen Geldern weltweit einzigartige Projekte durchführen bzw. sich an solchen Vorhaben beteiligen und ihre internationale Spitzenstellung stärken.

    Am 12. und 13. Juni besuchte eine Gruppe von hochrangigen Gutachtern zusammen mit Vertretern des BMBF (Bundesministeriums für Bildung und Forschung) und der Projektträger die Universität Würzburg, um die wissenschaftliche Qualität einer Reihe so genannter Verbundforschungsprojekte und deren Unterstützung durch die Universität zu evaluieren. Zu diesen Exzellenznetzwerken gehören in Würzburg die Themenbereiche Kondensierte Materie (die Arbeitsgruppen der Professoren Eberhard Umbach und Eckart Rühl), Astronomie und Astroteilchenphysik (Prof. Karl Mannheim) sowie Elementarteilchenphysik (Prof. Reinhold Rückl).

    In ihrer abschließenden, bisher nur mündlich abgegebenen Bewertung betonten die Gutachter den "sehr positiven Gesamteindruck", unterstrichen "das breite Spektrum der Forschungsvorhaben" und bescheinigten den Projekten "eine hervorragende Leistung auf exzellentem internationalem Niveau". Sie hoben außerdem hervor, dass die Erfolge der Verbundforscher gut mit der strukturellen Entwicklung der Universität und der verstärkten Interdisziplinarität als Markenzeichen der Universität Würzburg vereinbar sind.

    Die Verbundforschung ist ein Instrument des BMBF. Gefördert werden die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und Instrumentierungsentwicklung an Großgeräten wie Synchrotronstrahlungsquellen, Teilchenbeschleunigern oder Teleskopen, die überregionale Großforschungszentren oder internationale Konsortien betreiben. Sie dient außerdem der Nachwuchsförderung, da sie für viele Nachwuchswissenschaftler eine Eintrittskarte in eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere darstellt, wie die Berufung mehrerer Würzburger Physiker auf Professorenstellen im In- und Ausland eindrucksvoll nachweist. Darüber hinaus haben die geförderten Projekte zu neuen Forschungsverbünden an der Universität Würzburg geführt, die jetzt teilweise von anderen Drittmittelgebern zusätzlich ausgestattet werden.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Karl Mannheim, T (0931) 888-5030, E-Mail:
mannheim@astro.uni-wuerzburg.de




Adolf Käser zuständig für Alumni und Fundraising


Adolf Käser, Pressesprecher der Uni und Leiter des Referats I/4 (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) der Zentralverwaltung, wird ab 01.07.2006 neue Aufgaben übernehmen: Er ist dann Alumni- und Fundraising-Beauftragter von Unipräsident Axel Haase. Die Pressestelle wird ab diesem Zeitpunkt Stabsreferat des Präsidenten, ihre Leitung gehört zum Geschäftsbereich von Vizepräsident Georg Kaiser. Ein Redaktionsteam (Gunnar Bartsch, Robert Emmerich, Gabriele Geibig-Wagner, Karin Sekora) wird künftig gemeinsam für die Presse- und Redaktionsarbeit zuständig sein. Die Funktion des Pressesprechers wurde kommissarisch auf Emmerich übertragen. Das neue Büro von Adolf Käser befindet sich in Raum 5 im Erdgeschoss des Universitätsgebäudes Zwinger 32. Telefonisch ist der Alumni- und Fundraising-Beauftragte über die Nummer (0931) 31-2894 erreichbar, per E-Mail über:
kaeser@zv.uni-wuerzburg.de




Babylonische Goldschale auf dem Prüfstand


Altorientalische Herrscher benutzten bei kultischen Festen und Banketten goldene Trinkschalen. Ein solches Prachtgefäß steht im Zentrum der Präsentation "Kunst und Technik im Alten Orient - eine baylonische Goldschale auf dem Prüfstand", die in der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums derzeit zu sehen ist.

    Die Sonderausstellung ist das Resultat einer schon seit längerem bestehenden Kooperation der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg mit dem Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte. Dr. Elisabeth Völling vom Würzburger Lehrstuhl für Klassische Archäologie wird die kunsthistorische Analyse von Form und Dekor der Schale verdankt: die Ornamentik und der figürliche Dekor verweisen auf eine Verbindung zum assyrisch-babylonischen Königtum. Die unter Leitung von Hermann Born, Chefrestaurator des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte, vorgenommenen naturwissenschaftlich-technischen Untersuchungen eines internationalen Expertenteams haben zur Goldlegierung und Herstellungstechnik ganz neue Erkenntnisse erbracht, die nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

    Zu sehen sind die Exponate vom 27. Juni bis zum 20. August 2006. Öffnungszeiten: jeweils dienstags bis samstags von 14.00 bis 17.00 Uhr und sonntags (vierzehntägig) von 9.30 bis 12.30.

    Zur Ausstellung erscheint zudem der Katalog: Hermann Born / Elisabeth Völling, Gold im Alten Orient. Mit Beiträgen von S. Merchel, M. Radtke, U. Reinholz, C. Swart und A. De Vos (Nachrichten aus dem Martin von Wagner Museum, Bd. 8, Hrsg. U. Sinn [ERGON Verlag Würzburg 2006]). Preis: 18,-- €.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Ulrich Sinn, T (0931) 31-2866 (Sekretariat), 31-2288 (Museumskasse), E-Mail:
ulrich.sinn@uni-wuerzburg.de




Olympia - für Sportler mit und ohne Behinderung


"Mein Olympia". Mit über 4.000 Beteiligten ist das die größte eintägige Sportveranstaltung, die es in Europa für Menschen mit Behinderungen gibt. Initiiert wurde sie 1984 vom Sportzentrum der Uni Würzburg, und hier findet sie in diesem Jahr auch statt: Auf den neuen Sportanlagen der Universität am Hubland.

    Über 2.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sowie 1.150 Schüler aus Grundschulen und weiterführenden Schulen werden zu diesem "Special Olympics"-Bezirksspiel- und Sportfest erwartet. Hinzu kommen zahlreiche Betreuer und als Helfer die Dozenten, Mitarbeiter und Studierenden des Würzburger Uni-Sportzentrums.

    "Mein Olympia" soll ein Fest der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung sein. Es wird federführend vom Institut für Sportwissenschaft organisiert und findet am Mittwoch, 5. Juli, ab 9.00 Uhr statt. Zahlreiche Sponsoren unterstützen das Fest.

    Veranstalter sind die Bayerischen Staatsministerien für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen sowie für Unterricht und Kultus und Special Olympics Deutschland (SOD). Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Professor Peter Kapustin, Ehrenpräsident von SOD.

    Eine Mischung aus Fußball, Tischtennis, Leichtathletik- und Schwimmwettbewerben mit wettkampffreien Einzel-, Partner- und Gruppenspielen ermöglicht es, dass Sportler mit und ohne Behinderung zugleich mitmachen können. Die Teilnehmer kommen aus Förderzentren und Werkstätten in Unterfranken sowie anderen bayerischen Bezirken. Angemeldet haben sich auch Gäste aus Suhl und Offenburg.

    Weitere Informationen: Matthias Zimlich, T (0931) 888-6595, E-Mail:
matthias.zimlich@mail.uni-wuerzburg.de




Roadshows des MECK in Kooperation mit der Handwerkskammer für Unterfranken


Auch 2006 veranstaltet das Mainfränkische eCommerce Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer für Unterfranken zwei Roadshows durch Mainfranken. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung lautet "Risikofaktor Internet". Erheblich vergrößert hat sich das Programm, denn neben den etablierten Veranstaltungsorten Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg wurden zudem Bad Neustadt und auch Ebern aufgenommen.

    Gerade auf letztgenannten Termin setzen die Verantwortlichen große Hoffnungen, da das MECK in dieser Gegend bisher nicht aktiv war und daher noch viele Unternehmer für sich gewinnen möchte.

    Gerade in einer Zeit der schnellen technischen Entwicklung muss sich jeder verantwortungsbewusste Unternehmer ständig über aktuelle Trends und Tendenzen informieren. Nur so kann er mit der Konkurrenz Schritt halten und gravierende Fehler bezüglich juristischer Rahmenbedingungen vermeiden. Durch diese Veranstaltung vermittelt das MECK einen Überblick aktueller Bedrohungsszenarien des WWW sowie juristische Vorgaben, an die sich ein Gewerbebetrieb zwingend halten muss, um gesetzeskonform zu arbeiten. Als Referenten konnte neben einem Mitglied des MECK-Teams der renommierte Rechtsanwalt René Cornea gewonnen werden. Er hat sich im Bereich Online-Recht spezialisiert und betreut zahlreiche Unternehmen auf dem Gebiet des eBusiness.

    Hinter dem MECK verbirgt sich ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), das unter der Projektleitung der IHK Würzburg-Schweinfurt kleinen und mittelständischen Unternehmen bei allen Problemen und Fragestellungen rund um eBusiness und Internet zur Seite steht. Diese Begleitung erfolgt völlig neutral und kostenfrei. Projektpartner der IHK Würzburg-Schweinfurt sind die Handwerkskammer für Unterfranken und der Lehrstuhl von Prof. Dr. Rainer Thome (Universität Würzburg).

    Termine für die Roadshow: 28. Juni in Ebern, 06. Juli in Bad Neustadt, 12. Juli in Aschaffenburg, 19. Juli in Schweinfurt und 26. Juli in Würzburg.

    Weitere Informationen: Andreas Gabriel, T (0931) 3501-231, Fax (0931) 31-2955, E-Mail:
aGabriel@profthome.de

http://www.meck-online.de




Großherzog Ferdinand und die Würzburger "Toskanazeit"


Als Großherzog Ferdinand von Toskana am 2. Mai 1806 in das ihm als Kurfürstentum zugefallene Würzburg einzog, empfing ihn die Bevölkerung begeistert. Acht Jahre später, am 21. Juni 1814, wurde diese Episode durch die Übergabe der Herrschaft an den König von Bayern wieder beendet. Mit diesen "acht besonderen Jahren" beschäftigt sich eine von Dr. Robert Meier erarbeitete Ausstellung. Sie ist bis Ende Dezember 2006 im Foyer des Würzburger Stadtarchivs zu sehen.

    Erzherzog Ferdinand von Österreich, 1769 geboren, aufgewachsen in der Toskana, Bruder des österreichischen Kaisers Leopold, war seit 1803 auch Kurfürst von Salzburg. Dieses Territorium verlor er durch den Frieden von Preßburg. Als Ausgleich erhielt er zum 1. Januar 1806 das Kurfürstentum Würzburg. Nach dem Beitritt zum Rheinbund - einem Staatenbund unter dem Schutz Napoleons - am 25. September 1806 wurde das Kurfürstentum Großherzogtum. Kurze Zeit später, am 3. Oktober des gleichen Jahres, trafen sich der neue Würzburger Großherzog und Napoleon in Würzburg.

    Für Würzburg war Ferdinands Regentschaft eine Zeit mit Höhen und Tiefen. Würzburg wurde Residenzstadt sowie Sitz einer Regierung, und war damit wieder über den Rang einer bayerischen Provinzhauptstadt hinausgehoben. Zudem duldete Ferdinand, im persönlichen Auftreten bescheiden und jovial, eine moderate Liberalisierung des öffentlichen Lebens. Es entstanden während seiner Regentschaft Institutionen, wie Harmonie-Gesellschaft und Polytechnischer Zentralverein, die das bürgerliche Würzburg im 19. und 20. Jahrhundert prägten.

    Die in der vorangegangenen bayerischen Zeit unter hohen Kosten erfolgte Modernisierung der Würzburger Universität, die sich vor allem in der Berufung namhafter Professoren von Außen manifestiert hatte, wirkte noch unter Ferdinands Regierung außerordentlich belebend und stimulierend auf das intellektuelle Leben in der Stadt. Auch das 1804 gegründete Theater wurde durch Ferdinand gefördert. Die militärischen Pflichten und die hohen Kriegskosten belasteten die Bevölkerung jedoch in steuerlicher Hinsicht beträchtlich.

    Als Napoleon im Oktober die Völkerschlacht von Leipzig verlor, und am 26. Oktober 1813 die Truppen des bayerischen Generals Wrede in Würzburg einmarschierten, verließ das Großherzogtum den Rheinbund und stellte sich auf die Seite der Sieger. Ein Jahr später kam das Ende des Großherzogtums, Ferdinand kehrte in die Toskana zurück, wo er im Jahr 1824 verstarb.

    Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation erschienen: "Großherzog Ferdinand und die Würzburger ‚Toskanazeit' 1806 - 1814", Würzburg 2006, Verlag Ferdinand Schöningh. (Sonderveröffentlichungen des Stadtarchivs Würzburg, Band 3, hrsg. von Ulrich Wagner), 40 S., 11 Abbildungen, 8,50 €. Darin befasst sich Professor Dr. Dieter Schäfer mit der Biographie Ferdinands, Professor Dr. Harm-Hinrich Brandt untersucht die landespolitischen Aspekte des Großherzogtums Würzburg.

    Die Ausstellung im Stadtarchiv Würzburg, Neubaustr. 12, 1. Stock, ist montags bis donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.



Kinderbetreuung in den Sommerferien


Ein spannendes Programm für die Sommerferien hat sich der Familienservice der Universität ausgedacht. Zahlreiche Themen und Aktionen sind vorgesehen: Uni erleben, die Klinik kennen lernen, Rettungsschwimmen, Theater & Jonglieren, Abenteuerspielplatz und vieles mehr. "Sicher wird es dem Spaß in den Oster- und Pfingstferien in nichts nachstehen", sagt Karena Lapot, die den Freizeitplan zusammen gestellt hat und die Kinderbetreuung organisiert. Neu ist übrigens: Auch Externe dürfen teilnehmen und sogar zu den gleichen Preisen. Sie müssen allerdings Mitglied im Förderverein "Unizwerge e. V." sein bzw. werden. Nähere Informationen sind zu finden unter:
http://www.familienservice.uni-wuerzburg.de


Fragen beantwortet: Karena Lapot, T (0931)888-4342, E-Mail:
familienservice@mail.uni-wuerzburg.de




Sommerkonzerte des Akademischen Orchesters


Das Akademische Orchester der Uni Würzburg gibt seine beiden Sommerkonzerte am Donnerstag, 6. Juli, und am Freitag, 7. Juli, jeweils um 20.00 Uhr in der Neubaukirche. Das Orchester setzt sich aus Studierenden aller Fakultäten zusammen und wird von Hermann Freibott dirigiert. Als Solistin wird Kristin aufm Kampe auftreten. Das Programm: Ouverture im Italienischen Stil D-Dur, D 590 (Franz Schubert), Konzert für Violoncello a-moll, op. 33 (Camille Saint-Saens) und Symphonie Nr. 4 d-moll, op. 120 (Robert Schumann). Karten gibt es im Vorverkauf für 12 Euro (ermäßigt sechs Euro) bei der Buchhandlung Knodt oder beim Musikalienhandel Kreutzer.



Hohe Auszeichnung für Gundolf Keil


Professor Gundolf Keil, der frühere Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin an der Uni Würzburg, ist seit kurzem Komtur des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab in Jerusalem. Mitte Mai überreichte ihm der Statthalter der Deutschen Statthalterei des Ordens Urkunde und Insignien anlässlich einer Feier in Kevelaer.

    Für die Auszeichnung entscheidend waren Keils Forschungen zur mittelalterlichen und modernen Kirchengeschichte, die am Gerhard-Möbus-Institut für Schlesienforschung an der Universität Würzburg durchgeführt wurden und in zahlreichen Artikeln sowie in drei Monographien ihren Niederschlag fanden: "Heilige und Heiligenverehrung in Schlesien", "De Ecclesia Silesiae" und "Arzt und Apotheker im Spiegel ihrer alten Patrone Kosmas und Damian". Kontakt: E-Mail:
gmi@mail.uni-wuerzburg.de




Auswirkungen der EU-Biotechnologie-Richtlinie


Die Branchen Lebenswissenschaften und Biotechnologie sind besonders auf Innovationen und deren Schutz angewiesen. Investitionen in neue Entwicklungen sollen dabei regelmäßig durch effektive Schutzrechtsstrategien abgesichert werden, so das Technologiezentrum Würzburg (TGZ). Die aktuelle Entwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere die Umsetzung der EU-Biotechnologie-Richtlinie, sowie die Diskussion über eine Veränderung des bestehenden Schutzes für europäische Patente sind für das TGZ der Anlass, eine Informationsveranstaltung anzubieten. Thema: "Life Science und Biopatente - Auswirkungen der EU-Biotechnologie-Richtlinie auf den Innovationsschutz". Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. Juli, von 14.00 bis 17.00 Uhr im TGZ in der Sedanstraße 27 statt. Interessenten sollen sich bis 7. Juli anmelden. Das ist über die Internetseiten des TGZ möglich, dort gibt es auch weitere Informationen zur Veranstaltung:
http://www.tgz-wuerzburg.de/veranstaltungen_detail_de,169,,1275,detail.html




Zentrale Auftragsannahme und neue Telefonnummern beim Technischen Betrieb


Beim Technischen Betrieb wird zum 03. Juli 2006 im Zuge der Einführung eines Technischen Facility Managements die Auftragsannahme und -abwicklung bei Störungen umgestellt. Hierzu werden Stör- und Schadensmeldungen zukünftig grundsätzlich nur noch über das Betriebsbüro bzw. außerhalb der Dienstzeit über die Leitwarte angenommen und weiter bearbeitet. Hierfür stehen dann folgende Rufnummern zur Verfügung:
  • Störungsmeldungen während der Dienstzeit: (0931) 888-4444
  • Störungsmeldungen außerhalb der Dienstzeit: (0931) 888-5203

Außerdem sind die Mitarbeiterinnen des Betriebsbüros zukünftig wie folgt erreichbar:
  • Gabriele Nöth, (0931) 888-5202
  • Marjorie Aulenbach, (0931) 888-5204
  • Helga Heßdörfer, (0931) 888-5205
  • Elke Schmidt, (0931) 888-5206

Der Mitarbeiter und Gefahrgutbeauftragte (Universität ohne Klinikum) Peter Lutz hat zukünftig die Telefonnummer (0931) 888-5208.



Betriebsausflug des Rechenzentrums


Am Dienstag, 4. Juli, bleibt das Rechenzentrum der Uni Würzburg am Hubland geschlossen. Grund ist der Betriebsausflug, den die Mitarbeiter an diesem Tag durchführen. Ein unbedienter Rechenbetrieb wird jedoch angeboten.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Proteom von Hefe-Mitochondrien entschlüsselt


Ein Meilenstein in der Zellforschung: Die größte Proteom-Studie über Hefe-Mitochondrien liefert neue Erkenntnisse über die Funktion von Mitochondrien-Proteinen. Zum Abschluss der Studie berichten Chris Meisinger von der Uni Freiburg und Albert Sickmann vom Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin der Uni Würzburg im "Journal of Proteome Research" über die letzten 102 Proteine von insgesamt 851.

    Dazu die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Rudolf-Virchow-Zentrums wie folgt in einer Pressemitteilung: "Mitochondrien sind als "Kraftwerke" der Zelle bekannt. Ohne deren Energieproduktion sind höhere Lebewesen nicht lebensfähig. Neben der Zellatmung sind sie allerdings auch in eine Vielzahl zellulärer Funktionen involviert und erfüllen wichtige Aufgaben im Stoffwechsel von Eiweißen, Fetten, Zuckern und Eisen sowie bei der Apoptose, dem programmierten Zelltod.

    Für diese Aufgaben sind viele Proteine nötig. Einen kleinen Teil davon stellen die Mitochondrien aus ihrer eigenen Erbinformation her. Doch nur ungefähr ein Prozent wird dort produziert. 99 Prozent der Proteine werden im Zellkern programmiert, im Cytosol zusammengebaut und dann in das Zellorganell transportiert. Der Transport ist allerdings gar nicht so einfach - denn die Mitochondrien liegen in der Zelle wie eine Art Unterzelle klar abgegrenzt vor. Über diese Grenze geht es nur über andere Proteine, die als Shuttle dienen.

    Ursprünglich waren es diese Transport-Proteine, die die Zellforscher aus Freiburg interessierten. Doch bei ungefähr 1.000 Proteinen, die in Mitochondrien vorkommen, waren diese mit herkömmlichen Methoden einfach nicht zu fassen. Die Zusammenarbeit mit der Gruppe um Albert Sickmann vom Rudolf-Virchow-Zentrum erwies sich als Lösung: Die Würzburger fischten einfach alles raus, was sie finden konnten: eine komplette Analyse des Proteoms, also aller Proteine, die sich in den Mitochondrien befinden. Zur Analyse setzen sie hoch moderne Methoden wie Massenspektrometrie und Hochleistungscomputer ein, die ihnen helfen, die unglaubliche Datenmenge von über 1.000 Proteinen zu ordnen und in einer Datenbank mit bereits bekannten zu vergleichen. Damit ist es den Forschern erstmals gelungen, nahezu die Gesamtheit aller Proteine von Mitochondrien zu erfassen. Nach mehr als 20 Millionen Datensätzen waren 749 Proteine (2003) bekannt, nun veröffentlichen die Forscher die letzten 102 Proteine.

    Bei der Datenbankanalyse der 749 stoßen die Würzburger auf eine erste große Überraschung: Trotz der Hauptfunktion als "Kraftwerke" der Zelle sind nur 14 Prozent aller Proteine daran beteiligt. Über ein Viertel (250 Proteine) sind dafür zuständig, das eigene kleine Mitochondrien-Genom abzulesen und in Proteine zu übersetzen. Außerdem sind 25 Prozent bis dato noch völlig unbekannt - 250 Proteine gehen an die Zellforscher nach Freiburg, die deren Funktion genauer untersuchen. Die genaue funktionelle Analyse liefert den Zellforschern 10 Kandidaten. In den letzten drei Jahren konnten die Zellforscher um den Freiburger Nikolaus Pfanner damit einen Meilenstein in der Erforschung des Mitochondrien-Transport setzen: Sechs der 10 Kandidaten sind klar am Transport in die Mitochondrien beteiligt. Einige arbeiten in bereits bekannten Shuttles - den Transportwegen TIM und TOM, für andere konnten sie einen ganz neuen Transportweg aufklären, den die Forscher SAM nennen. Damit ist einer der wichtigsten Transportmechanismen in der Zelle - der Transport von Proteinen in das "Kraftwerk" der Zelle zu einem großen Teil aufgeklärt.

    84 Prozent der Proteine wurden durch die Studie nun erfasst. Dies erscheint uns nach den großen Schlagzeilen über die Entschlüsselung des Genoms, der Gesamtheit all unserer Gene, als wenig. Warum beenden die Forscher die Studie hier? Das Proteom, die Gesamtheit aller Proteine in einer Zelle oder einem Zellkompartiment ist jedoch hoch dynamisch. Das heißt, dass sich das Proteom im Gegensatz zum Genom ständig ändert. Die besten Daten bisher lagen bei knapp 50 Prozent (2004). Aber sind unter den fehlenden 150 noch wichtige unbekannte? Wahrscheinlich schon, allerdings ist es jetzt vorerst daran, die Techniken noch weiter zu verbessern, dann erst geht wieder das große Fischen los.

    Die Entschlüsselung des Proteoms ist nicht nur in der Zellforschung von großer Bedeutung - auch in der biomedizinischen Forschung. Eine Vielzahl der identifizierten Proteine ist direkt homolog zu Proteinen des Menschen. Darunter auch solche, die beim Menschen für die Entstehung von schweren Stoffwechselkrankheiten wie das Sjörgen-Larsson-Syndrom und das Wolf-Hirschhorn-Syndrom verantwortlich sind. Auch an der Entstehung vieler Volkskrankheiten wie Krebs, kardiovaskulären Krankheiten oder Autoimmunkrankheiten sind fehlerhaft funktionierende Mitochondrien beteiligt. Die Kenntnis über diese Proteine soll zum tieferen Verständnis der Krankheiten führen."


PERSONALIA


Dr. Axel LARENE-AVELLANEDA, Wissenschaftlicher Angestellter, Chirurgische Klinik und Poliklinik I, wurde mit Wirkung vom 20.06.2006 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Chirurgie" erteilt.

Prof. Dr. Alexander MARX, Pathologisches Institut, wird für die Zeit vom 01.07.2006 bis 30.09.2006 Sonderurlaub unter Fortfall der Leistungen des Dienstherrn gewährt zur Wahrnehmung der Vertretung der W3-Professur für "Allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie" am Universitätsklinikum Mannheim.

Prof. Dr. Manfred SCHARTL, Lehrstuhl für Physiologische Chemie I, hat einen Ruf an die National University of Singapore abgelehnt.

PD Dr. Wolfgang SCHRADER, Augenklinik und Poliklinik, Leiter des Retinologischen Schwerpunktes, erhielt für seine langjährige Zusammenarbeit mit rumänischen Augenärzten und für deren operative Ausbildung eine Ehrenprofessur der Universität Iassi. Zudem bekam er für seine Forschungen auf dem Gebiet nicht invasiver Glucosesensoren auf der Tagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft am 24.05.2006 den mit 5000 Euro dotierten Meyer-Schwickerath-Preis der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Prof. Dr. Christian P. SPEER, FRCPE, Direktor der Kinderklinik und Poliklinik, wurde anlässlich der XX. Tagung der "European Association of Perinatal Medicine" in Prag für seine herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten in der Neonatalmedizin mit dem "Chiesi Award for Excellency in Neonatology 2006" ausgezeichnet. Er ist der erste deutsche Neonatologe und Kinderarzt, dem diese hohe Auszeichnung zuteil wurde.

Dr. Wolfgang THOMAS, Kinderklinik und Poliklinik, Oberarzt im Bereich Neonatologie, wurde anlässlich der XX. Tagung der "European Association of Perinatal Medicine" in Prag mit dem Preis für den besten wissenschaftlichen Vortrag dieser internationalen Tagung ausgezeichnet.

Dienstjubiläen 25 Jahre:
Madlen GÖTZ, Pathologisches Institut, am 22. Juni

Anna MAY, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, am 30. Juni

40 Jahre:
Heidrun DIETRICH, Staatliche Berufsfachschule für Technische Assistenten in der Medizin, am 01. Juli


VERSCHIEDENES




Geräte abzugeben


Das Institut für Politische Wissenschaft hat kostenlos abzugeben:
  • 1 Scanner HP Scan Jet 6200 C (Anschaffungsjahr 1995)
  • 1 Pentium II 450 MHz, Big Tower Gehäuse, CD-Rom, CD Writer; Soundcard, Netzwerkkarte, 2x USB, (Anschaffungsjahr 1998)
  • 1 Tastatur Artist
  • 1 Mouse Microsoft
  • 2 Fujitsu Siemens, Pentium II 350 MHZ, Big Tower: CD, Disk, ohne Netzwerkkarte
  • 1 Monitor Flatron 17"

Anfragen sind zu richten an: Renate Wunram, Institut für Politische Wissenschaft, E-Mail:
renate.wunram@mail.uni-wuerzburg.de


T (0931) 888-4858.

Das Geographische Institut hat kostenlos abzugeben:
  • QMS 860 Print System, A3, schwarzweiß, 10 Jahre alt, voll funktionsfähig
  • Minolta QMS magicolor 2200, A4, Farbe, funktionsfähig, einige Teile müssten ersetzt werden

Anfragen sind zu richten an: Winfried Weber, Geographisches Institut, Am Hubland, 97074 Würzburg, T (0931) 888-5558.


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Zu vermieten


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wuerzburg@homecompany.de