Zu dieser Seite gehört ein Inhaltsverzeichnis im linken Teil des Bildschirms.
Falls nicht vorhanden, dann bitte laden


Wissenschaftsmeile Röntgenring: Die früheren bzw. derzeitigen Uni-Institute und Kliniken sind farblich hervorgehoben. Bild: Armin Stock


Röntgenring wird "Wissenschaftsmeile
im Land der Ideen"


Am 8. Dezember 2006 sollen Deutschland und die Welt auf den Würzburger Röntgenring blicken - vor allem auf die naturwissenschaftlichen Institute, die dort in der Gründerzeit gebaut wurden, und auf Nobelpreisträger, die unter anderem dort tätig waren. Denn die Uni Würzburg hat erfolgreich am Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" teilgenommen.

    Der Wettbewerb, an dem sich bundesweit über 1.200 Orte beteiligt hatten, ist Teil der Kampagne "Deutschland - Land der Ideen". Diese soll Deutschland im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft von seiner besten Seite präsentieren. "Wir wollen der Welt zeigen, wie deutsche Dichter und Denker, Forscher und Erfinder, Künstler und Komponisten das Leben seit Jahrhunderten bequemer, sicherer und schöner machen", heißt es auf der Internet-Seite der Initiative.

    Getragen wird die Kampagne von der Bundesregierung, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und einzelnen Unternehmen. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler, auf den auch die Formulierung "Land der Ideen" zurückgeht.

    Den Antrag für Würzburg hatten Universität und Würzburg AG in Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt eingereicht. Warum ausgerechnet der Röntgenring als "Ort der Ideen" ins Rennen geschickt wurde? "Dort haben zwischen dem früheren Physikalischen Institut und der Alten Chemie insgesamt 13 Nobelpreisträger geforscht und gelehrt - auf einer Wegstrecke von nur 200 Metern," erklärt Armin Stock, der mit Unterstützung der Universitätsbibliothek, des Universitätsarchivs und des Universitätsbauamtes die Präsentationsmappe für den Wettbewerb gestaltet hat.

    Jeder der ausgewählten 365 Orte darf sich und seine Idee an einem Tag des Jahres 2006 mit einer eigenen Veranstaltung der Öffentlichkeit präsentieren. Die einzelnen Orte werden jeweils in der Wochenzeitung "Die Zeit" vorgestellt.

    Würzburg ist am 8. Dezember 2006 an der Reihe. Für diesen Tag wird am Röntgenring eine Ausstellung über die Nobelpreisträger vorbereitet. "Dabei sollen deren Forschungen begreiflich werden, wir wollen Experimente nachstellen und die Besucher sollen auch selber Hand anlegen dürfen", sagt Stock. Außerdem seien weitere spannende Aktionen geplant, auch für Kinder und Jugendliche.

Eduard Buchner     Armin Stock ist Wirtschaftspsychologe an der Uni Würzburg. Sein Büro befindet sich am Röntgenring - in der Alten Chemie, wo früher Eduard Buchner (Bild) wohnte, Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 1907. Als Stock dies erfuhr, war das gewissermaßen die Initialzündung für seine Idee: "Hier am Röntgenring waren auf relativ kleinem Raum so viele Nobelpreisträger tätig - daraus müsste sich doch was machen lassen", dachte er sich. Universitätspräsident Axel Haase beauftragte ihn schließlich damit, ein entsprechendes Konzept für den Wettbewerb "Land der Ideen" auszuarbeiten.

    Ausgewählt wurden aus allen Bundesländern 83 Unternehmen, 88 Forschungsinstitute, Schulen und Universitäten, 84 Museen, 80 Initiativen, kommunale Einrichtungen, Verbände und Vereine, 22 Feste, Festivals, Orchester und Theater sowie acht touristische Projekte. In Zusammenarbeit mit dem DuMont-Verlag ist auch ein "Land der Ideen-Reiseführer" entstanden. Er stellt alle 365 Orte vor und soll ab 1. Januar im Buchhandel erhältlich sein. Gedacht ist er vor allem für die internationalen Gäste, die zur Fußball-WM nach Deutschland kommen.

    Weitere Informationen: PD Dr. Armin Stock, T (0931) 31-2620, E-Mail und Internet:

stock@psychologie.uni-wuerzburg.de

http://www.land-der-ideen.de/



Nobelpreise von Röntgen bis Michel


    Etliche Nobelpreisträger, die an der Uni Würzburg tätig waren, sollen am 8. Dezember 2006 präsentiert werden. Sechs von ihnen bekamen Nobelpreise für Physik: Wilhelm Conrad Röntgen (1901), Ferdinand Braun (1909), Wilhelm Wien (1911), Max von Laue (1914), Johannes Stark (1919) und Klaus von Klitzing (1985). Fünf erhielten Nobelpreise für Chemie: Emil Fischer (1902), Svante Arrhenius (1903), Eduard Buchner (1907), Walther Nernst (1920) und Hartmut Michel (1988). Die restlichen zwei Nobelpreise (Medizin) gingen an Karl Landsteiner (1930) und Hans Spemann (1935).




Zur Vorlesung geht's jetzt in den Weinkeller


In alten Zeiten trafen sich die Professoren mit ihren Studenten in Gasthäusern, um dort ihre Vorlesungen zu halten - bei Wein, Bier und einer Brotzeit. Diese Tradition lebt nun in Würzburg wieder auf, und zwar im altehrwürdigen Weinkeller unter der Residenz.

    Die Idee, in den historischen Gewölben regelmäßig Kneipenvorlesungen abzuhalten, stammt von Jochem Gummersbach, der zusammen mit Bernd van Elten die Veranstaltungen des Staatlichen Hofkellers Würzburg organisiert. "Wir wollen die alte Tradition hier wiederbegründen", sagt er. In Heidelberg werde der Brauch heute noch praktiziert, und auch aus Hamburg kenne er diese Art von Vorlesungen.

    Und die gehen so vonstatten: Sonntags um 10.30 Uhr trifft man sich am Franconia-Brunnen vor der Residenz, geht gemeinsam in den Keller hinab und lauscht dort der Vorlesung. Dazu wird "süffiger Wein - und zur Not auch Wasser - zu studentenfreundlichen Preisen ausgeschenkt", so Gummersbach. Er hofft, dass sich nicht nur Studierende einfinden, denn das Angebot richtet sich ausdrücklich an alle Interessierten.

    Immer im Wintersemester sollen künftig drei bis vier Vorlesungen stattfinden. "Der Eintritt ist frei und zu lange dauert es auch nicht, damit der Herr Professor rechtzeitig zum Mittagessen wieder zu Hause ist", wie Gummersbach anmerkt. Die erste Kneipenvorlesung am 13. November war übrigens gut besucht: Über 60 Gäste hörten dem anekdotenreich lesenden Kunsthistoriker Professor Josef Kern zu.

    Am Sonntag, 11. Dezember, ist nun der Archäologe Professor Ulrich Sinn an der Reihe. Der Titel seiner Vorlesung: "Troja als Bauernopfer für den Aufstieg des Römischen Weltreichs - zeitlose Betrachtungen zur politischen Propaganda". Die letzte Kneipenvorlesung in diesem Wintersemester hält dann Professor Franz-Ludwig Knemeyer. Der Jurist spricht am Sonntag, 22. Januar, über "Das vergessene Zechrecht oder der 'Teutschen' Nationalneigung zum Trunke (mit praktischen Übungen)". Entlohnt werden die Professoren standesgemäß - nämlich mit einem "Weindeputat".



Wenn Lichter brennen: Advent, Weihnachten, Chanukka


Licht spielt zu Advent und Weihnachten eine besondere Rolle. Am Adventskranz brennen Kerzen, elektrische Lichter illuminieren Fenster und Balkone, zum Heiligen Abend gehört ein leuchtender Weihnachtsbaum einfach dazu. Mit christlichen Bräuchen zur Advents- und Weihnachtszeit, aber auch mit der jüdischen Tradition zum Lichterfest Chanukka befasst sich derzeit die Ausstellung "Licht, das uns leuchtet" in Marktbreit (Kreis Kitzingen).

    Bis Sonntag, 15. Januar, informiert die Ausstellung im Museum Malerwinkelhaus über Bräuche vom Martinstag bis zu Mariä Lichtmess und zeigt deren Symbolik und Tradition im religiösen Leben auf. An der Konzeption der Schau haben die Volkskundler Christoph Daxelmüller und Heidrun Alzheimer-Haller von der Uni Würzburg zusammen mit den Studierenden Julia Koch und Ulrich Wirths mitgewirkt.

Pappschachtel für Adventsbaumschmuck. Entwurf von C. Schönherr (1895). Repro: Museum Malerwinkelhaus     In der Jahreszeit mit den langen Nächten war das Licht schon den alten Römern besonders wichtig: Sie begingen ihre Saturnalien-Feiern mit Lichterprozessionen. Kaiser Aurelian machte den 25. Dezember zum Festtag für "den unbesiegbaren Sonnengott". Mit der Verbreitung des Christentums bekam das Fest jedoch einen anderen Inhalt: Papst Julius erklärte im Jahr 350 den 25. Dezember zum Tag der Geburt Christi.

    Weihnachten symbolisiert die Geburt Christi und damit das "...Licht, das in der Finsternis leuchtet..." (Joh. 1,5). So ist die Symbolik des Lichts in den christlichen Bräuchen zur Weihnachtszeit stark verbreitet, wie die Ausstellung deutlich macht. Zum ersten Mal leuchten Lichter in der winterlichen Dunkel-heit am 11. November zu Ehren des heiligen Martin. Die enge Verbindung zum Licht setzt sich dann in den Adventsbräuchen fort. "Im Erzgebirge zum Beispiel stellen die Menschen Weihnachtsleuchter in Form von Engeln, Bergmännern oder Pyramiden her", so Heidrun Alzheimer-Haller. Mittlerweile sei der Brauch, diese Lichtträger aufzustellen, überregional verbreitet.

Blick in ein Weihnachtszimmer, zu sehen in der Ausstellung "Licht, das uns leuchtet". Foto: Richard Scharnagel


    Die Ausstellung zeigt auch verschiedene Formen von Krippen, die wesentlicher Bestandteil des Christfestes sind. Bei diesen Darstellungen der Geburt Jesu spielen der Weihnachtsstern und Kerzenlicht eine wichtige Rolle. Weiterhin befasst sich die Schau mit dem Christbaum, dem Dreikönigstag und Mariä Lichtmess, dem Abschluss des Weihnachtsfestkreises im Kirchenjahr.

Jüdische Tradition zu Chanukka

    Chanukka - hebräisch für "Weihe" oder "Einweihung" - ist das acht Tage dauernde jüdische Lichterfest, bei dem an jedem Tag ein weiteres Licht am achtarmigen Chanukka-Leuchter entzündet wird. Das soll an den Sieg des Judas Makkabäus über die Syrer und die Wiedereinweihung des Tempels von Jerusalem im Jahr 165 vor der Zeitrechnung erinnern.
Am achtarmigen Chanukka-Leuchter wird im Verlauf des jüdischen Lichterfests an jedem Tag ein weiteres Licht entzündet. Foto: Richard Scharnagel

    Professor Daxelmüller erläutert die dazugehörige Legende. Ihr zufolge fand man im dortigen Tempel nur ein einziges Gefäß mit geweihtem Öl für den siebenarmigen Leuchter (Menora), das nur für einen Tag ausreichte. Doch es geschah ein Wunder: Der Leuchter brannte genau jene acht Tage lang, die man zur Herstellung neuen rituellen Öls brauchte. Auch das Datum dieses großen Tages ist überliefert, und so beginnt Chanukka am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew, der in der Regel in den Dezember fällt. 2005 beginnt das Fest am Abend des 25. Dezember.

    Nach Einbruch der Dunkelheit wird zuerst der so genannte Diener (Shamash), dann das erste Licht am rechten äußeren Rand des achtarmigen Chanukka-Leuchters entzündet. Dem folgt jeden Abend ein weiteres Licht, bis alle acht Kerzen brennen.

    Die Ausstellung zeigt unter anderem eine seltene und kostbare Auswahl von Chanukka-Leuchtern. Einer davon stammt aus dem persönlichen Besitz des populären Schriftstellers Jehuda Amichai (gestorben 2000), der 1924 in Würzburg geboren wurde und hier seine Kindheit verbrachte, bis seine Familie 1935 nach Palästina auswanderte.

Zu Chanukka werden unter anderem glasierte Krapfen gegessen. Foto: Richard Scharnagel


    Chanukka ist auch ein Familienfest: Der Vater spricht zu Beginn den Segen und zündet die Kerzen an. Gemeinsame Gebete und Lieder vertiefen die feierliche Zeremonie. Der Chanukka-Leuchter wird meist ins Fenster gestellt. Gemeinsam werden die traditionellen Lattkes (Kartoffelpfannkuchen) und glasierte Krapfen gegessen, die in Anknüpfung an das Wunder in Öl gebacken sind. Auch Geschenke sind üblich. Im Kreis der Familie lässt das Chanukka-Fest die Tempelweihe, das Ölwunder und die Selbstbehauptung des Judentums wieder lebendig werden.

    Öffnungszeiten der Ausstellung: Bis 15. Januar. Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr, Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag von 14.00 bis 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember. Kontakt: Museum Malerwinkelhaus Marktbreit, T (0 93 32) 40546, E-Mail und Internet:

museum@marktbreit.de

http://www.marktbreit.de/museum/sonderausstellung.htm




Weihnachtliche Motive aus der Schatzkammer


Ein besonderes Erlebnis bietet die Würzburger Universitätsbibliothek am Hubland bei ihrer nächsten öffentlichen Führung am Freitag, 9. Dezember, an: Die Abteilung Sondersammlungen gewährt Einblick in ihre Schatzkammer.

    Nach kurzen Informationen zur Katalogrecherche und einem Rundgang durch die Lesesäle können die Besucher einen Blick auf weihnachtliche Motive aus kostbaren Handschriften und Frühdrucken werfen. Gezeigt werden zum Beispiel das so genannte Reichenauer Lektionar aus dem 11. Jahrhundert und ein nordfranzösisches Stundenbuch aus dem 15. Jahrhundert.

Die Geburt Christi, dargestellt im Reichenauer Lektionar. Dieses Motiv ist in der Unibibliothek als Weihnachtskarte erhältlich.     Bei diesen beiden handelt es sich um herausragende Bestände der Bibliothek: Die Reichenauer Malschule beeinflusste im frühen Mittelalter mit ihren schmuckvoll gestalteten Handschriften die Kunst in ganz Europa. Auch Stundenbücher (Gebets- und Andachtsbücher) sind berühmt für ihren aufwändigen Buchschmuck.

    Die Führung beginnt um 16.30 Uhr und dauert ungefähr 90 Minuten. Treffpunkt ist die Informationstheke in der Eingangshalle, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Bei der Führung sind in der Abteilung Sondersammlungen unter fachkundiger Erläuterung noch weitere als die oben genannten Originale zu sehen. Einige Motive daraus können als Weihnachtskarten erworben werden, zum Beispiel direkt nach der Führung oder im Online-Shop der Bibliothek:

http://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/Service/shop.phtml




Uni Würzburg vollendet ihr Konzept für technische Studiengänge


Prothesen, die Schäden an ihrer Oberfläche selbst reparieren. Medizinische Implantate, die wohldosiert Medikamente absondern. Eine Flüssigkeit, die je nach Belastung ihre Zähigkeit ändert und so Stoßdämpfer verbessern kann. All das sind Beispiele für Funktionswerkstoffe - Materialien also, bei denen nicht die mechanischen Eigenschaften im Vordergrund stehen, sondern spezielle Funktionen. Mit der Technologie solcher Werkstoffe befasst sich an der Uni Würzburg ein neuer Studiengang, der voraussichtlich zum Wintersemester 2006/07 starten soll.

    Fast zehn Jahre lang hat die Universität mit vielen Mitstreitern aus Politik und Wirtschaft um diesen technischen Studiengang gekämpft. Am 19. November gab Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel in Würzburg nun die "grundsätzliche Billigung" des neuen Studienangebots "Technologie der Funktionswerkstoffe" bekannt. Details seien in einer Zielvereinbarung zwischen Ministerium und Universität noch abzusichern.

    "Dieser Studiengang hat höchste Zukunftsrelevanz", so Universitätspräsident Axel Haase. Es handelt sich dabei um den dritten und letzten Baustein eines Gesamtkonzepts der Universität zur Einführung ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge. Bereits realisiert sind die Nanostrukturtechnik und die Technische Informatik.

    Der Präsident informierte bei einer Pressekonferenz über den neuen Studiengang, und zwar gemeinsam mit Unikanzler Bruno Forster, Regierungspräsident Paul Beinhofer und dem Präsidenten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Heribert Weber. Mit dabei waren zudem der Prodekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie, Ingfried Zimmermann, sowie Gerd Müller, Leiter des Würzburger Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung.

    Die Forschung auf dem Gebiet der Funktionswerkstoffe sei in Würzburg bereits gut vernetzt, und so würden auch die künftigen Studenten bestens an das Thema herangeführt, sagte Haase. An der Uni laufen einschlägige Projekte in den Fakultäten für Chemie und Pharmazie, für Physik und Astronomie, für Biologie und für Medizin. Ergänzt wird diese Basis durch Kooperationen mit der Fachhochschule, dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung und dem Süddeutschen Kunststoff-Zentrum. Dem "Würzburger Forschungsverbund Funktionswerkstoffe" gehören außerdem einige Firmen an:
http://www.funktionswerkstoffe-wuerzburg.de/


    So wurde auch das Konzept für den Studiengang "Technologie der Funktionswerkstoffe" in enger Zusammen-arbeit mit der Wirtschaft in Unterfranken entwickelt. Vorrangig sollen die Studenten in Sachen Produktionsverfahren und Eigenschaften von Funktionswerkstoffen ausgebildet werden. Das Maßschneidern der Werkstoff-Eigenschaften steht dabei im Mittelpunkt.

    Die Studierenden werden auch von der technologischen Kompetenz der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt profitieren. Dort besuchen sie im Grundstudium mehrere Lehrveranstaltungen, wie zwischen Uni und FH in einem Kooperationsabkommen vereinbart. Über das reine Fachwissen hinaus sollen ihnen auch Kenntnisse in grundlegenden industriellen Arbeits- und Führungstechniken vermittelt werden. Das Studienprogramm umfasst zudem Lehrveranstaltungen aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. So wird beispielsweise auch das Thema Technikfolgen-Abschätzung behandelt.

    Der auf zehn Semester angelegte neue Studiengang sieht die Abschlüsse Bachelor und Master vor. Studienbeginn soll immer im Wintersemester sein, dabei stehen voraussichtlich jeweils 30 bis 50 Studienplätze zur Verfügung. Wie das Auswahlverfahren ablaufen soll, wolle die Fakultät für Chemie und Pharmazie erst noch festlegen, sagte deren Prodekan Zimmermann.

    Bedarf für Funktionswerkstoffe besteht in der Informations- und Kommunikationstechnologie, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Verkehrs- und Medizintechnik. In all diesen Branchen sei Unterfranken besonders stark, betonte der Regierungspräsident. Das habe eine Studie ergeben, welche die Prognos AG im Auftrag der Marketing-Initiative "Chancenregion Mainfranken" durchgeführt hat. Hinzu kommt, "dass der Bedarf an Ingenieuren auf lange Zeit gesehen sehr hoch sein wird", so Müller. Der neue Studiengang soll darum auch die Region mit den benötigten Fachleuten versorgen.


Die endliche Geschichte: Zur Entstehung des Studiengangs


    1996 beschloss die Uni ihr Konzept "Weiterentwicklung der Universität Würzburg - Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge". Ziel war es, das Profil der Hochschule zu schärfen. Am 26. Mai 1998 fasste der Ministerrat in München den Beschluss, die Einführung des Studiengangs "Technologie der Funktionswerkstoffe" anzustreben und die erforderlichen Schritte umgehend einzuleiten. Dann erörterte der Wissenschaftsrat die Planungen der Universität. Im Januar 2001 verabschiedete er eine Stellungnahme und stimmte darin der Einführung des Studiengangs zu: "... handelt es sich um einen zukunftsträchtigen und innovativen Studiengang aus dem Bereich der Materialwissenschaften. Insbesondere die Konzeptionierung ... mit Vertretern der Wirtschaft bietet ... die Chance, im zunehmenden ... Wettbewerb qualifizierte Ingenieure für die regionalen Unternehmen zu gewinnen". Besonders würdigte das Gremium, dass die Universität über eine breite Grundlage verfüge, um Forschungsaktivitäten zur Technologie der Funktionswerkstoffe auf- und auszubauen. Den offenbar entscheidenden Auftrieb erhielt die Universität schließlich durch den im Frühjahr 2005 vorgelegten Bericht der Kommission "Wissenschaftsland Bayern 2020", nach ihrem Vorsitzenden auch Mittelstraß-Kommission genannt. Die lobte die Absicht der Würzburger, "durch Fokussierung und vertiefte Ausrichtung auf bestimmte Schwerpunkte gemeinsam mit Fachhochschulen ... und ausgewählten außeruniversitären ... Einrichtungen eine schon jetzt leistungsstarke Wissenschaftsregion durch kooperative Elemente zu verstärken".




Neue Artikel im Uni-Shop


Fehlt noch ein Weihnachtsgeschenk? Im Unishop der Universität gibt es für jeden Geschmack etwas. Neben den bewährten Artikeln - diverse T-Shirts, Sweater, Kapuzensweater, Seidentücher, Caps, Poloshirts und zahlreichen Produkten aus dem nichttextilen Bereich wie etwa Münzen, Bierkrüge, Kugelschreiber und Blocks - sind jetzt auch speziell für Damen Poloshirts, Windbreaker und Microfleece-Rollis im Angebot. Neu ist außerdem eine warme Wintermütze aus dunkelblauem Fleece. Als kleines Präsent gedacht sind die neuen Uni-Tassen und das praktische Schlüsselband. Für die Studenten und Studentinnen der Kinder-Uni gibt es auch weiterhin T-Shirts mit buntem Kinderuni-Logo und passende Caps. Im Internet kann sich jeder Interessent zunächst in aller Ruhe informieren und Waren online ordern:
http://vm.zv.uni-wuerzburg.de/shop/

Verkaufsvitrinen stehen in den Eingangshallen der Universität am Sanderring und der Unibibliothek am Hubland sowie im Foyer der Neubaukirche. Die Verkaufsstelle des Shops befindet sich am Sanderring 2, Raum 207, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 9.00 - 11.30 und 14.00 - 15.30, Freitag: 9.00 - 11.30 Uhr. Während der Weihnachtsferien ist sie geschlossen.



Stammzell-Spenderdatei um fast 1.000 Einträge reicher


Die Aktion war ein voller Erfolg: Genau 954 Mitarbeiter des Würzburger Uniklinikums haben sich im November neu in die Stammzell-Spenderdatei aufnehmen lassen. Das waren weit mehr, als es sich die Initiatoren der Aktion erhofft hatten.

    Viele Patienten mit Leukämie und ähnlichen Erkrankungen sind für ihre Heilung auf eine Transplantation von Stammzellen angewiesen. Um die Chancen der betroffenen Patienten, einen passenden Spender zu finden, zu erhöhen, hat die Abteilung für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des Uniklinikums eine so genannte Stammzell-Spenderdatei aufgebaut. Möglichst viele Menschen sollen dazu bewegt werden, sich als potenzielle Spender registrieren und typisieren zu lassen.

    Um diesem Ziel näher zu kommen, führte die Abteilung für Transfusionsmedizin an mehreren Tagen im November eine große Typisierungsaktion für Mitarbeiter des Klinikums durch. An verschiedenen Ständen konnte man sich registrieren und Blut für die erforderliche Gewebetypisierung abnehmen lassen. Unterstützt wurde die Aktion vom gemeinnützigen Verein "Hilfe für Anja", der sich die Erweiterung der Stammzellspender-Dateien zur Aufgabe gemacht hat.

    Die Blutproben werden nun im Labor analysiert, die Ergebnisse an das Zentrale Knochenmark-Spenderregister Deutschland in Ulm gemeldet. Dort stehen die Daten für alle betroffenen Patienten weltweit zur Verfügung. "Da statistisch gesehen etwa ein Prozent der registrierten Personen irgendwann einmal Stammzellen spenden werden, ergeben sich aus dieser Aktion vermutlich insgesamt zehn Transplantationen", so Professor Markus Böck.

    Inzwischen sind etwa 11.000 Personen aus der Region Unterfranken in die Datei aufgenommen worden. Ziel des Uniklinikums ist es, diese Anzahl in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Wer sich als Spender registrieren lassen will, kann das jederzeit tun: Abteilung für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des Universitätsklinikums Würzburg, Josef-Schneider-Straße 2, Haus D12, T (0931) 201-31230, Montag 8.00 bis 16.00 Uhr, Dienstag 8.00 bis 15.00 Uhr, Mittwoch 8.00 bis 18.30 Uhr, Donnerstag 8.00 bis 15.00 Uhr und Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr. Weitere Informationen stehen auch im Internet:
http://www.transfusionsmedizin.uni-wuerzburg.de/




Vulkaninsel barg eine Marmorbüste von Caesar


Die Vulkaninsel Pantelleria liegt an der engsten Stelle des Mittelmeers zwischen Nordafrika und Sizilien. Darum war sie seit jeher von größtem strategischem Interesse. Über ihre archäologische Erforschung berichtet einer der Grabungsleiter, Professor Thomas Schäfer von der Uni Tübingen, bei der Winckelmann-Feier des Martin-von-Wagner-Museums der Uni Würzburg.

    Im Zuge der Auseinandersetzungen Roms mit Karthago spielte die Insel eine wichtige Rolle, die sich auch im Grabungsbefund widerspiegelt. Auf dem Stadthügel des Eilands haben die Forscher inzwischen große Teile einer punisch-römischen Siedlung freigelegt, die sehr viel bedeutender gewesen sein muss als bisher angenommen. Im Sommer 2003 kamen dort völlig überraschend drei außerordentlich gut erhaltene Marmorbüsten von Caesar, Antonia und Titus ans Tageslicht. In diesem Jahr nun wurden weitere neue Erkenntnisse gewonnen.

    Die Winckelmann-Feier beginnt am Dienstag, 13. Dezember, um 18.15 Uhr in der Neubaukirche. Nachdem die beiden Abteilungsleiter des Wagner-Museums, die Professoren Ulrich Sinn und Stefan Kummer, über ihre Arbeit berichtet und Neuerwerbungen des Museums vorgestellt haben, hält Schäfer den Festvortrag: "Pantelleria - archäologisches Neuland im Zentrum des Mittelmeers".

    Die Feier wird dann im Martin-von-Wagner-Museum im Südflügel der Residenz fortgesetzt. Dort können die Gäste der Sonderausstellung "Im Zeichen des Dionysos. Chöre, Masken und Maschinen - Theater in der Antike" einen Besuch abstatten.

    Winckelmann-Feiern werden Anfang Dezember an vielen Instituten für Klassische Archäologie in Deutschland begangen. Mit ihnen wird des Geburtstags von Johann Joachim Winckelmann (1717 - 1768) gedacht, dem Verfasser der berühmten "Geschichte der Kunst des Altertums". Er gilt als Gründer der wissenschaftlich betriebenen Archäologie und Kunstwissenschaft.



Die Uno an der Uni: Einblicke in globale Fragen


Studierende aus aller Welt schlüpfen in die Rolle von UN-Diplomaten und müssen sich auf einer großen Konferenz der Vereinten Nationen behaupten: Das passiert jedes Frühjahr in New York, beim "National Model United Nations" (NMUN).

    An diesem Simulationsspiel zur internationalen Politik haben schon mehrfach Delegationen der Uni Würzburg teilgenommen. Nun organisieren die ehemaligen NMUNler eine neue, öffentliche Vortragsreihe: "Die Uno an der Uni - interdisziplinäre Einblicke in globale Fragen".

    Damit wollen sie das Interesse ihrer Kommilitonen und aller Bürger für globale Probleme wecken und darauf aufmerksam machen, dass die Vereinten Nationen weltweit die einzige Plattform zur Lösung der Probleme sind. Pro Semester ist an zwei bis drei Vortragsabende mit jeweils zwei Referenten aus verschiedenen Fakultäten oder mit Fachleuten von Internationalen Organisationen und Nicht-Regierungsorganisationen gedacht.

    Die Reihe beginnt am Mittwoch, 14. Dezember, zum Thema "Die Vereinten Nationen und das Völkerrecht". Es sprechen Winfried Bausback (Juristische Fakultät) und Generalmajor a.D. Manfred Eisele, ehemaliger beigeordneter Generalsekretär für Planung und Unterstützung in der Hauptabteilung Friedenserhaltende Maßnahmen der Vereinten Nationen.

    Der zweite Vortragsabend findet dann am Mittwoch, 11. Januar, zum Thema "Globalisierung: Hintergründe und Auswirkungen" statt. Die Referenten sind Klaus Wälde (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) und Ulrich Ante (Wirtschaftsgeographie).

    Veranstaltungsort ist jeweils der Hörsaal 1 in der Residenz. Die Vorträge beginnen um 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Ausgerichtet werden sie vom Ehemaligenclub der NMUN-Delegationen der Uni Würzburg, dem "Alumni NMUN Würzburg e.V.".



Akademische Feier bei den Physikern


Zu einer Akademischen Feier lädt die Fakultät für Physik und Astronomie der Uni Würzburg am Montag, 12. Dezember, um 16.15 Uhr in die Neubaukirche ein. Dabei werden unter anderem die ersten Absolventen des Studiengangs Nanostrukturtechnik ausgezeichnet, also die ersten Diplom-Ingenieure in der Geschichte der Universität. Sie heißen Florian Gerschütz, Michael Grieb, Stefan Heim, Sebastian Habermann, Sören Hansen, Timo Hofmann, Stefan Lang, Klaus Mathwig, Kai Schwedhelm und Daniela Spanheimer. Dazu passend hält Professor Mark E. Welland aus Cambridge den Vortrag "A short History of Nanotechnology". Außerdem bekommen die besten Nachwuchswissenschaftler der Fakultät die Wilhelm-Conrad-Röntgen-Preise 2005 verliehen: Matthias Balzer, Susanne Fechner, Carolin Heil, Thomas Eckl, Roland Fiederling, Stephan Reitzenstein, Christian Rüster und Lothar Weinhardt. Schließlich trägt der Dekan den Jahresbericht der Fakultät vor.



Rudis Forschercamp bis November 2006 ausgebucht

Die Rudi-Maus ist das Maskottchen des Kinderlabors. Die große Nachfrage ist ungebrochen: Fast 100 Kinder haben sich für die zweite Runde von Rudis Forschercamp angemeldet. Im Kinderlabor des Rudolf-Virchow-Zentrums, dem DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin der Uni Würzburg, begannen am Donnerstag die ersten neun Nachwuchswissenschaftler mit ihren Experimenten. Die acht bis zwölf Jahre jungen Forscher lassen zum Beispiel Vulkane Lava speien oder isolieren mit Spülmittel und Kochsalz DNA aus Bananen. Einen Monat lang lernen die Kinder immer Donnerstag nachmittags für jeweils zwei Stunden im Rudolf-Virchow-Zentrum, wie spannend Naturwissenschaft ist. Danach kommt die nächste Gruppe an die Reihe. Freie Plätze im Forschercamp gibt es erst wieder für November 2006.


NEU AN DER UNIVERSITÄT




Franz Kehl forscht an Herz und Hirn


Die wichtigste Aufgabe eines Anästhesisten besteht darin, die Sicherheit der ihm anvertrauten Patienten während der Operation oder auf der Intensivstation zu garantieren. Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Franz Kehl ist unmittelbar darauf ausgerichtet, die Patientensicherheit weiter zu verbessern. Kehl ist an der Uni Würzburg als Professor für Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig.

Franz Kehl     Der Wissenschaftler untersucht hier die Wirkung von gasförmigen Narkosemitteln, den so genannten Inhalations-Anästhetika, auf Herz und Gehirn. Denn erstaunlicherweise versetzen diese Gase den Patienten nicht nur in Narkose, sondern üben zudem noch eine Schutzfunktion auf die genannten und weitere Organe wie Leber und Niere aus.

    Der Professor macht das an einem Beispiel deutlich: Herzinfarkte entstehen, wenn eine Herzkranzarterie durch ein Blutgerinnsel verstopft. Als Folge der hierdurch bedingten Minderdurchblutung stirbt Herz-muskelgewebe ab. Die Gefahr eines Herzinfarkts ist für Patienten, die an der koronaren Herzkrankheit leiden, im Umfeld einer Operation besonders groß. Doch hier kommen nun die Inhalations-Anästhetika ins Spiel: Sie machen den Herzmuskel weniger empfindlich gegen die Minderdurchblutung und den dadurch bedingten Sauerstoffmangel.

    "Das Erstaunliche an diesem Phänomen ist, dass die Schutzwirkung sogar noch einige Tage nach der Narkose anhält - obwohl die Anästhetika dann im Körper gar nicht mehr nachweisbar sind", sagt Kehl. Die Erklärung: Das Narkosegas sorgt in den Herzmuskelzellen für veränderte Abläufe und aktiviert eine Art inneres Schutzprogramm. Die Zellen merken sich diese Veränderungen, "sie werden präkonditioniert", wie der Wissenschaftler es ausdrückt.

    Kehls Arbeitsgruppe erforscht die Grundlagen der Präkonditionierung im Herzmuskelgewebe und im Gehirn. Die Wissenschaftler haben dabei die klinische Anwendung dieser neuen Möglichkeit zur Verbesserung der Patientensicherheit im Blick. "Vielleicht lässt sich sogar ein ideales Inhalations-Anästhetikum für herzkranke Patienten entwickeln", so der Professor. Doch zuvor müssen noch etliche Dinge geklärt werden, unter anderem die Abhängigkeit der Präkonditionierung vom Alter der Patienten oder von der Narkosedauer.

    Franz Kehl wurde 1963 in Offenbach am Main geboren. Nach seinem Doppelstudium in Medizin und Philosophie an der Universität Frankfurt am Main legte er dort 1990 sein medizinisches Staatsexamen ab. Die Promotion an der Frankfurter Medizinischen Fakultät folgte 1992 mit einem Thema aus dem Max-Planck-Institut für Hirnforschung. Nach der Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesiologie kam Kehl 1998 dann als Oberarzt an die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie der Uni Würzburg.

    Ein Forschungsaufenthalt führte ihn für zwei Jahre in die USA nach Milwaukee ans "Medical College of Wisconsin". Es folgte die Habilitation für das Fach Anästhesiologie an der Uni Würzburg. 2003 bekam er hier für sein Engagement bei der Ausbildung der Medizinstudenten den Albert-Kölliker-Lehrpreis verliehen. Damit würdigte die Medizinische Fakultät seine innovative und praxisnahe Lehre in der Notfallmedizin. Anfang 2004 wurde Kehl stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Klinik. Die W2-Professur für Anästhesiologie und Intensivmedizin hat er seit Sommer 2005 inne.

    Kontakt: Prof. Dr. Franz Kehl, T (0931) 201-30010, Fax (0931) 201-30013, E-Mail:

franz.kehl@mail.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTSPREISE




Student wirkt am Profil der Juristenfakultät mit

Matthias Henke In jeder Hinsicht nahe liegend ist es, dass der deutsch-niederländische Juristenpreis in Münster/Westfalen verliehen wird. Dass die Auszeichnung diesmal zur Hälfte an den Würzburger Jurastudenten Matthias Henke geht, kann dagegen nur an Thema und Qualität der eingereichten Arbeit liegen. Ausgezeichnet wurde das Werk "Enthält die Liste des Anhangs der Klauselrichtlinie 93/13/EWG Grundregeln des Europäischen Vertragsrechts?", das der Student im Seminar bei Professor Oliver Remien vorgelegt hatte. Darin behandelt der junge Rechtswissenschaftler erstmals und tief greifend eine Fragestellung im Zusammenhang mit der viel diskutierten Europäisierung der traditionell nationalen Privatrechtsordnungen. Das zeigt: Am europäischen Profil der Würzburger Juristenfakultät wirken auch schon junge Wissenschaftler erfolgreich mit. Als Preisgeld erhielt Henke 2.500 Euro. Die andere Hälfte der Auszeichnung ging an Wendy Schrama aus den Niederlanden.



Thomas Mussweiler mit deutschem Nobelpreis geadelt

Thomas Mussweiler Der Sozialpsychologe Thomas Mussweiler gehört zu den elf Wissenschaftlern, die 2006 einen Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhalten. Diese Auszeichnung ist der am höchsten dotierte Wissenschaftspreis, der in der Bundesrepublik vergeben wird und damit gewissermaßen der "deutsche Nobelpreis". Mussweiler erhält in den kommenden fünf Jahren 1,55 Millionen Euro für seine Forschungen. Der junge Wissenschaftler (Jahrgang 1969) war von 1995 bis 2004 an der Uni Würzburg am Lehrstuhl für Psychologie II bei Professor Fritz Strack tätig. Er beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle Vergleichsprozesse bei Urteilen und Entscheidungen spielen. Seine Arbeiten sind nicht nur von Bedeutung für die psychologische Entscheidungsforschung, sondern haben auch wirtschaftliche Relevanz. Seit Anfang 2005 ist Mussweiler Professor für Sozialpsychologie und Differentielle Psychologie an der Uni Köln.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Neues Protein könnte die Therapie von Brustkrebs verbessern helfen


Eine heiße Spur verfolgen Forscher der Uni Würzburg: Sie haben in Tumoren von Brustkrebs-Patientinnen ein bislang unbekanntes Protein gefunden. Es scheint für die Ausbreitung der Tumorzellen im Körper, die so genannte Metastasierung, wichtig zu sein. In gesundem Brustdrüsengewebe wurde es bislang nicht nachgewiesen.

    Das neue Protein trägt den Namen LASP ("LIM and SH3 Domain Protein"). Ob zwischen seinem Auftreten und dem Verlauf der Krankheit ein Zusammenhang besteht, das wollen Elke Butt vom Institut für Klinische Biochemie und Pathobiochemie sowie Arnd Hönig und Ulrike Kämmerer von der Frauenklinik nun herausfinden.

    Denkbar wäre es nämlich, dass LASP als wichtiger Marker zu werten ist: "Möglicherweise eignet sich dieses Protein dazu, die Metastasierungstendenz eines Tumors vorhersagen zu können", so Elke Butt. Falls diese Vermutung stimmt, hätte das Konsequenzen für die Behandlung: Sollte LASP tatsächlich den Ausbreitungsdrang des Tumors anzeigen, so würde künftig bei Patientinnen geprüft, ob das Protein in den Tumorzellen vorkommt. Falls ja, wäre gegebenenfalls eine intensivere Chemotherapie angeraten - denn dabei werden auch eventuell schon vorhandene, aber diagnostisch noch nicht nachweisbare Metastasen erfasst.

    Doch das ist noch Zukunftsmusik. Erst einmal muss geklärt werden, welche Bedeutung das neue Protein tatsächlich hat. Dafür wollen Elke Butt, Arnd Hönig und Ulrike Kämmerer mit ihren Teams zunächst eine sichere Datenlage schaffen. Das tun sie derzeit in einer mehrjährigen Studie, die von der Deutschen Krebshilfe finanziell unterstützt wird. Ein Problem dabei werde es sein, zu Vergleichszwecken genügend Proben von gesundem Gewebe zu erhalten: "Das fällt zum Beispiel bei Brustverkleinerungen an, und die sind nicht so häufig", sagt Elke Butt.

Bei Patientinnen mit Brustkrebs wurde das Protein LASP entdeckt. Es lässt sich im erkrankten Drüsengewebe deutlich sichtbar braun anfärben (rechts), während es in gesundem Brustgewebe (links) fehlt - dort zeigt sich keine Anfärbung. Welche Rolle das Protein bei der Metastasierung von Brustkrebszellen spielt, untersuchen Forscher von der Uni Würzburg. Bild: Ulrike Kämmerer

Diese Mammographie zeigt einen circa zwei Zentimeter großen Brusttumor (heller Bereich), der strahlenförmige Ausläufer ins umgebende Gewebe schickt. Bild: Alexander Tschammler
    Brustkrebs ist in Deutschland mit circa 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr das häufigste Krebsleiden bei Frauen - und die Tendenz ist nach wie vor zunehmend. Das theoretische Risiko, irgendwann in ihrem Leben daran zu erkranken, besteht derzeit für 8 von 100 Frauen.

    Brustkrebs entsteht durch bösartige Veränderungen im Drüsengewebe der Brust. Die Veränderungen können längere Zeit auf einen abgekapselten kleinen Bereich begrenzt bleiben. "In diesem Stadium gibt nur der so genannte Mikrokalk, der sich bei der Mammographie erkennen lässt, einen ersten Hinweis auf eine bösartige Erkrankung", wie Arnd Hönig erklärt.

    Doch nach einiger Zeit durchbrechen die Krebszellen das Drüsengewebe und siedeln sich im Brustgewebe an. Erst jetzt sprechen die Mediziner von Brustkrebs im eigentlichen Sinne. Ab diesem Stadium ist das Risiko der Metastasierung gegeben: Die Tumorzellen können sich mit der Zeit in die nahe gelegenen Lymphknoten, vor allem in der Achsel, ausbreiten. Von dort gelangen sie über die Lymphbahnen in andere Körperorgane, zum Beispiel in die Lunge oder die Knochen.



Diabetes und Übergewicht: Gestörte Fetthormonwirkung richtet Unheil an


Viele Menschen erkranken an Diabetes, weil sie übergewichtig sind. Dabei kommt dem Hormon Leptin, das im Fettgewebe produziert wird, eine tragende Rolle zu. Forscher von der Uni Würzburg haben jetzt mit Kollegen aus Kanada einen Weg entdeckt, auf dem eine gestörte Hormonwirkung die Insulin-Produktion in der Bauchspeicheldrüse lahmlegt. Ihre Erkenntnisse werden in der Dezemberausgabe der US-Zeitschrift "Diabetes" veröffentlicht.

    Insulin sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt. Doch bei Diabetikern kann die Bauchspeicheldrüse nicht mehr genug davon herstellen, darum haben sie dauerhaft zu viel Zucker im Blut. Das schädigt unter anderem die Blutgefäße und hat fatale Spätfolgen. Diabetiker haben zum Beispiel ein höheres Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Möglich sind auch eine mangelhafte Schmerzwahrnehmung, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen oder ein Verlust der Sehkraft bis zur Erblindung.

    Normalerweise bildet Insulin zusammen mit dem Hormon Leptin im Körper einen so genannten Regelkreis: Leptin kontrolliert in der Bauchspeicheldrüse die Insulinbildung, Insulin wiederum hemmt im Fettgewebe die Produktion von Leptin. "Dieser Regelkreis ist für die Anpassung des Zucker- und Energiestoffwechsels an das Körpergewicht von großer Bedeutung", erklärt der Mediziner Jochen Seufert.

Wenn bei Übergewichtigen das Zusammenspiel der Hormone Leptin und Insulin gestört ist, kann das zu Diabetes führen. Grafik: Seufert


    Doch bei übergewichtigen Menschen funktioniert der Regelkreis nicht mehr ordnungsgemäß. Wie genau dieser Fehler zu Stande kommt, war bislang nicht bekannt. Auch konnte die Wissenschaft nicht im Detail erklären, auf welchen molekularen Wegen eine gestörte Funktion von Leptin bei Übergewichtigen die Insulin-Produktion zum Erliegen bringt.

    Seuferts Arbeitsgruppe an der Medizinischen Klinik und Poliklinik II der Uni Würzburg kann nun eine Erklärungsmöglichkeit anbieten. Bei ihrer Dissertation fand Katharina Laubner heraus, dass Leptin seine Wirkung über den "JAK-STAT-Signalübertragungsweg" ausübt. Genauer: Unter dem Einfluss von Leptin wird in den insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vermehrt das Protein SOCS3 produziert, das die Aktivierung des Insulingens und damit die Insulinbildung unterdrückt.

    "SOCS3 könnte für die Fehlfunktion der insulinproduzierenden Zellen und damit für die Entstehung der Zuckerkrankheit bei Menschen mit Übergewicht verantwortlich sein", sagt Laubner. Damit haben die Wissenschaftler ein Molekül identifiziert, das in der Zukunft neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen könnte: Falls sich SOCS3 durch Medikamente beeinflussen lässt, könnte dadurch bei übergewichtigen Diabetes-Patienten die Insulin-Produktion vielleicht länger erhalten werden.

    "Ein noch besserer Weg ist es natürlich, Übergewicht und damit hohe Leptinspiegel von vornherein zu vermeiden, indem man auf seine Ernährung achtet und sich ausreichend bewegt", sagen die Würzburger Forscher. Dies umso mehr, als in der heutigen Gesellschaft mit zunehmend übergewichtigen Menschen die Gefahr groß sei, dass Diabetes immer häufiger vorkommt. Verlässliche Daten zur Anzahl der Zuckerkranken in Deutschland gibt es laut Robert-Koch-Institut (Berlin) nicht: Die häufig genannte Zahl von vier Millionen beruhe auf Schätzungen, für die unterschiedliche, darunter zum Teil ältere Quellen herangezogen worden seien.

Katharina Laubner, Timothy J. Kieffer, Ni T. Lam, Xinjie Niu, Franz Jakob und Jochen Seufert: "Inhibition of Preproinsulin Gene Expression by Leptin Induction of Suppressor of Cytokine Signaling 3 in Pancreatic Beta-Cells". Diabetes 54: Seiten 3410 - 3417.


    Weitere Informationen: PD Dr. Jochen Seufert, T (0931) 201-70170, Fax (0931) 201-70680, E-Mail:
j.seufert@mail.uni-wuerzburg.de



PERSONALIA


Prof. Dr. Erich BUCHNER, Theodor-Boveri-Institut für Biowissenschaften, wurde eine Freistellung für Forschung im Wintersemester 2005/2006 bewilligt.

Armin TALKE, Bibliotheksangestellter, Universitätsbibliothek, wurde mit Wirkung vom 01.12.2005 zum Bibliotheksrat z. A. unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Probe ernannt.

Steffen SCHELLER, Oberwerkmeister z. A., Zentralverwaltung, Referat I/2, wurde mit Wirkung vom 01.12.2005 unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum Oberwerkmeister ernannt.

Dienstjubiläen 25 Jahre

Gudrun BRANKE, Verwaltung Klinikum, am 01. Dezember

Theresia LÖSCHE, Martin-von-Wagner-Museum, 01. Dezember

Angelika MESSNER, Urologische Klinik und Poliklinik, am 01. Dezember

Elke STEINHOFF, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, am 01. Dezember


STELLENMARKT



Am Physiologischen Institut (Lehrstuhl I) ist im Rahmen des SFB 688-geförderten Forschungsprojektes zur Herz- und Kreislaufphysiologie ab 01.01.2006 die Stelle eines/r

Technischen Assistenten/in


ganztags zu besetzen (Vergütung erfolgt nach BAT Vb). Die Stelle ist zunächst bis 31.12.2008 befristet.

Die Tätigkeit umfasst ein weites Spektrum zellbiologischer und biochemischer Arbeiten.

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bewerbungen sind zu richten an: Prof. Dr. Michaela Kuhn, Physiologie I, Röntgenring 9, 97070 Würzburg.



VERSCHIEDENES




Computer, Zubehör und Geräte abzugeben


Am Lehrstuhl für Soziologie II sind diese Gegenstände entbehrlich geworden und können unentgeltlich an Einrichtungen der Universität abgegeben werden:
  • 1 Pentium III, 800 MHZ, 128 MB (Bj: 2001), funktionsfähig
  • 1 Pentium III, 450 MHZ, 128 MB (Bj: 1999), funktionsfähig
  • 2 Pentium II, 333 MHZ, 64 MB + Maus u. Tastatur, (Bj: 1998), funktionsfähig
  • 1 Pentium III, 650 MHZ, 128 MB (Bj: 2000), Netzteil defekt
  • 1 Monitor, Belinea, 17 Zoll, funktionsfähig
  • 1 Monitor, Belinea, 17 Zoll (Bj: 2000), funktionsfähig
  • 1 Monitor, ADI Microscan, 17 Zoll (Bj:1998), funktionsfähig
  • 1 Monitor Nokia Microemission, 17 Zoll, funktionsfähig
  • 1 Monitor, Belinea, 19 Zoll (Bj: 2001), funktionsfähig
  • 1 HP Deskjet 930 C, defekt
  • 1 HP Deskjet 600, defekt
  • 1 HP Deskjet 5550 (Bj: 2002), defekt
  • 1 HP Laserjet 6 L (Bj: 1998), defekt
  • Lautsprecher, Wavemaster 240, funktionsfähig
  • Lautsprecher Laptec CS-550, funktionsfähig
  • 1 Videorecorder Sharp, VC-A203, funktionsfähig

Anfragen sind zu richten an: Herta Kurz, T (0931) 888-4863, E-Mail:
herta.kurz@mail.uni-wuerzburg.de


Am Institut für Anorganische Chemie ist abzugeben:
  • Vierkreisdiffraktometer ENRAF-NONIUS CAD 4 (Baujahr 1988, Neupreis: 598.500 DM) mit Hochspannungsgenerator ENRAF-NONIUS FR590/FR538 und ENRAF-NONIUS Strahlenschutzhaube. Eine strahlenschutztechnische Prüfung erfolgte letztmalig am 29. Mai 2000. Das Geräte wurde am 17.10.2000 außer Betrieb genommen. Das Diffraktometer verfügt über ein Interface für einen Microvax II Steuerrechner. (Steuerrechner nicht mehr vorhanden).

Anfragen sind bis zum 28.02.2006 zu richten an: Dr. Stephan Wagner, T (0931) 888-5254; E-Mail:
stephan.wagner@mail.uni.wuerzburg.de

  • 1x Sun Workstation-Monitor 20 Zoll, GDM 20D10, Bj 5/1995, funktionstüchtig
  • 1x SGI Workstation-Monitor 20 Zoll, GDM 20D11, Bj 11/1995, mit Bedienungsanleitung, funktionstüchtig

(inclusive Fernbedienung, Monitor und Netzkabel). Die Monitore verfügen nur über einen 13W3-Anschluss und können nicht an einen PC oder Apple Macintosh angeschlossen werden.

Anfragen sind zu richten an: Dr. Rüdiger Bertermann, T (0931) 888-5243, E-mail:
ruediger.bertermann@mail.uni-wuerzburg.de


Am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungswesen sind folgende Geräte entbehrlich geworden und können an Einrichtungen der Universität abgegeben werden:
  • Rechner, HSXI Volis, Allround 500KII, Anschaffungsjahr 1990
  • Notebook, Compaq SLT 286 PC (tragbar) mit Dockstation, Anschaffungsjahr 1990
  • Drucker, Canon LBP-8 II, Anschaffungsjahr 1987
  • Tonbandgerät, Anschaffungsjahr 1965
  • Cassettenrecorder, Philips, Anschaffungsjahr 1970
  • Tageslichtprojektor mit Extralampe, Projektor, Anschaffungsjahr 1972
  • Videorecorder Videoaufzeichnungsgerät, Grundig, Anschaffungsjahr 1975
  • Kamera & Trafo für Videogerät, Anschaffungsjahr 1975
  • Stativ mit Tasche für Kamera, Anschaffungsjahr 1975
  • Fernseher Color Portable weiß, Anschaffungsjahr 1975
  • Videogerät Nordmende & Mikrophon, Anschaffungsjahr 1983
  • Videoleuchte mit Stativ, Anschaffungsjahr 1983
  • Drehstuhl, Anschaffungsjahr 1983

Anfragen sind zu richten an: Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsprüfungs- und Beratungswesen, Sanderring 2, Sekretariat, Hilde Young, T (0931) 31-2941.


ANZEIGEN




Anschauen lohnt sich! Geeignet für Dozenten oder studierende Familien


Gut wohnen ist so wichtig wie gut zu studieren. Wir bieten Ihnen eine schöne, helle, großzügig geschnittene 3-Zimmerwohnung, 5. OG, am Ortseingang von Kitzingen (Nähe Krankenhaus) etwa 20 Min. von Würzburg. Sparkasse und Einkaufszentrum 2 Min. entfernt. Die Wohnung hat ca. 80 qm, ist mit Teppichboden ausgelegt und hat eine voll ausgestattete neue Einbauküche. Im Kinderzimmer oder Büro und Schlafzimmer befinden sich neue 4-türige Einbauschränke. Bad und WC sind getrennt. Aus dem ca. 27 qm großem Wohn/Esszimmer haben Sie einen schönen freien Blick über Kitzingen, und auf dem Balkon scheint den ganzen Tag die Sonne (Südseite). Fahrstuhl ist selbstverständlich, und eine Garage und Kelleranteil sowie Waschküche gehören auch noch dazu. Preis: Kaltmiete 475 Euro zzgl. Nebenkosten. Nähere Angaben unter: T (09321) 925942 oder (0179) 2435090. Wir rufen Sie in jedem Fall zurück.



Erstbezug Höhenlage Würzburg-Grombühl


Komplette Dachetage (75 qm Wohnfläche), gr. Wohn-Essbereich, Schlafzimmer, Küche, Speise, Bad, gr. Balkon, Stellplatz, umfangreicher Nebenraum, pfiffige Architektur, hochw. Ausstattung, tolle Fernsicht, nur 3 Wohneinheiten, einzugsbereit. Preis: 155.000 Euro (provisionsfrei). Hausknecht Immobilien T (0931) 22134.