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Uni Würzburg lädt ein zur Nacht der Wissenschaft


Mit einer Nacht der Wissenschaft öffnet sich die Uni Würzburg für alle Bürger. Die Forscher gewähren Einblick in ihre Labors, lotsen die Besucher durch Experimentierstraßen und haben sich viele pfiffige Aktionen ausgedacht. Die Nacht der Wissenschaft findet zur Universitätsmesse JUMAX am Abend des Mittwoch, 23. Juni, statt. Der Eintritt ist frei.

    Ein abwechslungsreiches Programm bieten die Altertums- und Kulturwissenschaftler von 18.00 bis 0.00 Uhr im Südflügel der Residenz: Dort erzählen Studierende der Archäologie was vom Pferd - genauer gesagt von der Welt des Trojanischen Krieges. Die Ägyptologen nehmen Urlaubsmitbringsel aus dem Land am Nil unter die Lupe und bestimmen, ob es sich um Kunst oder Krempel handelt. Außerdem kann man sich in der Keilschrift üben, seinen Namen in Hieroglyphen schreiben, etwas über den Irak als Wiege der Kultur erfahren oder Hindi-Videos und japanische Anime-Filme ansehen. Ein Tango-Konzert um 20.00 Uhr und eine musikalische Nachtwache um Mitternacht bringen dazu noch Klang in den Abend.
Martin Stadler Der Ägyptologe Dr. Martin Stadler mit der Büste einer ägyptischen Prinzessin. Bei der Nacht der Wissenschaft können alle Ägypten-Urlauber ihre Reisesouvenirs von den Uni-Ägptologen in der Residenz begutachten lassen. Foto: Emmerich

    Lohnend ist es auch, sich auf den Weg in die Versbacher Straße 9 zu machen, zum Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin. Dort kann von 18.00 bis 0.00 Uhr im Kinderlabor "Rudis Forschercamp" an diesem Abend ohne Altersbeschränkung experimentiert werden. Außerdem wird der Film "Blue Print" mit Franka Potente gezeigt (18.00 und 21.30 Uhr) mit anschließender Diskussion zum Thema Klonieren. Die Besucher können außerdem ihre eigene DNA aus der Mundschleimhaut isolieren und sie dann mit nach Hause nehmen. Eine Lasershow und Führungen durch die Labors runden das Programm ab.

Lasershow

Lasershow im Rudolf-Virchow-Zentrum für Experimentelle Biomedizin. Foto: Emmerich


    Für Filmfans bietet sich auch ein Besuch des Unigebäudes am Wittelsbacherplatz an: Dort bitten die Studierenden der Kunstpädagogik ab 20.00 Uhr zur "Langen Nacht der Selbstgedrehten", die bis Mitternacht dauert. Sie zeigen ihre eigenen Film- und Videoproduktionen. Außerdem ist die Ausstellung "Wasser-Welten" geöffnet, in der die angehenden Kunstlehrer ihre Werke präsentieren.

    Eine Experimentierstraße für Groß und Klein betreiben die Physiker von 15.00 bis 24.00 Uhr am Hubland im Foyer des Naturwissenschaftlichen Hörsaalgebäudes. Sie zeigen auch ihre Laboratorien sowie Experimente an einem Windkanal und Hochgeschwindigkeitsfotografie (Frozen Reality). Die Informatiker zeigen von 18.00 bis 1.00 Uhr ein Mini-U-Boot und führen ihre vierrädrigen Roboter-Fahrzeuge vor - wer will, kann sich auch selbst als Steuermann versuchen.

    "Wie funktioniert der Mensch?" Wer sich das schon immer mal erklären lassen wollte, kann die Uni-Mediziner vom Physiologischen Institut zu Rate ziehen. Diese Einrichtung befindet sich am Röntgenring 9 und ist von 18.00 bis 1.00 Uhr geöffnet.

    "Gene zum Anfassen" gibt es im BioMed-Zentrum am Friedrich-Bergius-Ring 15 im Gewerbegebiet Ost. Ab 18.00 Uhr können jeweils im Abstand von eineinhalb Stunden drei Stationen mit einfachen Experimenten durchlaufen werden. Der letzte Durchgang startet um 24.00 Uhr.

    Von 18.00 bis 22.00 Uhr öffnen die Juristen ihren Computer-Pool in der Alten Universität, Domerschulstraße 16. Vorgestellt werden unter dem Motto "Recht und Technik" die Möglichkeiten der Internet-Recherche, moderne Datenbanksysteme und multimediale Lernprogramme.

    Bis Mitternacht hat am Hubland die Unibibliothek mit all ihren Serviceangeboten geöffnet. Im Rechenzentrum gibt es um 18.00 und um 20.00 Uhr Führungen, zusätzlich ab 21.00 Uhr Informationen über die Videokonferenztechnik.

    Im Mineralogischen Museum am Hubland gibt es um 20.00 Uhr eine Führung über das "Werden und Vergehen der Gesteine". Das Museum ist an diesem Tag von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet.



Uni-Messe JUMAX: Vorlesungsmarathon über 32 Stunden


"Foltern im Notfall?" Diese Frage wurde unlängst angesichts der Misshandlung irakischer Gefangener durch US-Soldaten diskutiert. Mit ihr befasst sich auch ein Vortrag beim öffentlichen Vorlesungsmarathon auf der Würzburger Universitätsmesse JUMAX. Dort sind zudem weitere aktuelle Themen vertreten. So geht es zum Beispiel um Deutschland und seine Wirtschaftsreformen, um Bioterrorismus, funktionelle Lebensmitteln oder die Internet-Evolution.

    Zunächst als 24-Stunden-Marathon geplant, beteiligten sich schließlich so viele Dozenten der Uni, dass nun ein Vortragsprogramm "24 Plus" herausgekommen ist: Insgesamt 32 Stunden lang kann sich jedermann über ganz unterschiedliche Themen schlau machen. Der Marathon beginnt am Mittwoch, 23. Juni, um 9.30 Uhr und endet am Donnerstag, 24. Juni, um 17.30 Uhr. Die Vorträge laufen im Max-Scheer-Hörsaal im Naturwissenschaftlichen Hörsaalgebäude am Hubland, der Eintritt ist frei.

Mittwoch, 23. Juni

    9.30 - 10.15 Uhr: "Cindy Crawfords Nagellack - Wettbewerbsrecht gestern und heute", Olaf Sosnitza (Jura)

    10.15 - 11.00 Uhr: "Perspektiven Anglistik 2030. Von der Fremdsprache Englisch zur Zweitsprache Englisch. Auswirkungen auf die Gesellschaft und Kultur; Anforderungen an die Lehre und Verwendung des Englischen", Ernst Burgschmidt (Anglistik)

    11.00 - 11.45 Uhr: "Hase und Igel - Der Wettlauf gegen resistente Keime", Ulrike Holzgrabe (Pharmazie)

    11.45 - 12.30 Uhr: "Wo sind die Könige, mit denen ich mich messen könnte - warum Alexander der Große nicht an den Olympischen Spielen teilnahm", Ulrich Sinn (Archäologie)

    12.30 - 13.15 Uhr: "Nanostrukturtechnik", Alfred Forchel (Physik)

    13.15 - 14.00 Uhr: "Im Trend: Funktionelle Lebensmittel", Peter Schreier (Lebensmittelchemie)

    14.00 - 14.45 Uhr: "Die Internet-Evolution - Chancen und Risiken", Phuoc Tran-Gia (Informatik)

    14.45 - 15.30 Uhr: "Technik und theologische Ethik: Perspektiven für eine gemeinsame Verantwortung", Stephan Ernst (Moraltheologie)

    15.30 - 16.15 Uhr: "Das größte Hemmnis des Fortschritts? Inquisition und Naturwissenschaften in der Neuzeit", Dominik Burkard, Theologie

    16.15 - 17.00 Uhr: "Was hat das Universum mit mir zu tun? Die Technik des Universums", Harald Lesch (Astrophysik)

    17.00 - 17.45 Uhr: "Deutschland und seine Wirtschaftsreformen", Peter Bofinger (Volkswirtschaft)

    17.45 - 18.30 Uhr: "Bioterrorismus. Mit den Waffen der Natur", Tobias Ölschläger (Infektionsbiologie)

    18.30 - 19.15 Uhr: "Licht aus Plastik - physikalische Grundlagen für die Bildschirme der Zukunft", Eberhard Umbach (Physik)

    19.15 - 20.00 Uhr: "Wissen, Verstehen, Glauben. Drei Bewusstseins-Modi", Francis X. D'Sa (Missionswissenschaft)

    20.00 - 20.45 Uhr: "Zählen, Zahlen, Rechnen", Hans-Georg Weigand (Mathematik)

    20.45 - 21.30 Uhr: "Wurstkatastrophe und Wurstvermutung", Dr. Richard Greiner (Mathematik)

    21.30 - 22.15 Uhr: "Die Blut-Hirnschranke - Tor zum Gehirn", Peter Rieckmann (Neurologie)

    22.15 - 23.30 Uhr: "Die Axt im Walde - Rodung und Landschaftsveränderungen im 6. und 5. Jahrtausend v. Chr. aus geowissenschaftlicher und archäologischer Sicht", Roland Baumhauer (Geographie), Ulrich Schüßler (Mineralogie), Wolfram Schier (Vor- und Frühgeschichte)

    23.30 - 00.00 Uhr: Vorbereitung des Experimentalvortrags

Donnerstag, 24. Juni

    00.00 - 01.00 Uhr: "Chemische Experimente, die man nicht vergisst. Eine bunte Experimentalchemievorlesung", Dietmar Stalke (Anorganische Chemie)

    01.00 - 01.30 Uhr: Nachbereitung des Experimentalvortrags

    01.30 - 02.15 Uhr: "Wo unsere Energie herkommt - der Ölfleck auf dem Globus", Dr. Konrad Schliephake (Geographie)

    02.15 - 03.00 Uhr: "Sehen, wie das Gehirn riecht", Andre Fiala (Biozentrum)

    03.00 - 03.45 Uhr: "Freiheit oder Gleichheit? Demokratie im 21. Jahrhundert", Dr. Christian Zimmermann (Politikwissenschaft)

    03.45 - 04.30 Uhr: "Musik macht schlau. Wirklich?", Friedhelm Brusniak (Musikpädagogik)

    04.30 - 05.15 Uhr: "Die aufklärerischen Wurzeln amerikanischer Wirtschaftsethik - ein Modell für unsere Zukunft", Jochen Achilles (Amerikanistik)

    05.15 - 06.00 Uhr: "Wasser muss durch einen tiefen Stein", Frank Holzförster (Geologie)

    06.00 - 06.45 Uhr: "In welche Zukunft führt uns die digitale Informationsverarbeitung?", Rainer Thome (Wirtschaftsinformatik)

    06.45 - 07.30 Uhr: "Morgengedanken - Morgenmusiken. Musik der Tageszeit", Ulrich Konrad (Musikwissenschaft)

    07.30 - 08.15 Uhr: "'Lügenkönige' im Altertum", Karlheinz Dietz (Geschichte)

    08.15 - 09.00 Uhr: "Onkologie ‚live' - dem Krebs beim Wandern zugeschaut. Für Studenten der Medizin, Biologie und Nicht-Fachpublikum", Peter Friedl (Medizin)

    09.00 - 09.30 Uhr: "Warum sind Pferdewetten interessant für Ökonomen", Stefan Winter (Betriebswirtschaft)

    09.30 - 10.15 Uhr: Experimentalvortrag "Physik im Spiel - Experimente zum Staunen", Laurens Molenkamp, Christian Spielmann (Physik)

    10.15 - 11.00 Uhr: "Deutsche und amerikanische Hochschulen: ein Vergleich", Stephan Kohl (Anglistik)

    11.00 - 11.45 Uhr: "Foltern im Notfall?", Eric Hilgendorf (Jura)

    11.45 - 12.15 Uhr: "Potzblitz - Fulgurite in der zentralen Sahara", Barbara Sponholz (Geographie)

    12.15 - 13.00 Uhr: "Das russische Berlin", Andreas Ebbinghaus (Slawistik)

    13.00 - 13.45 Uhr: "20 Jahre Factory Outlet Center in den USA, Erfahrungen und Lehren für die Bundesrepublik Deutschland", Barbara Hahn (Wirtschaftsgeographie)

    13.45 - 14.30 Uhr: "Revolution des Lernens? Die neuen Medien zwischen Technikeuphorie und Bewahrpädagogik", Walter Müller (Schulpädagogik)

    14.30 - 15.15 Uhr: "Krisen in der Erdgeschichte", Franz-Theodor Fürsich (Paläontologie)

    15.15 - 16.00 Uhr: "Multimedia in der Lehre", Jürgen Wolff von Gudenberg (Informatik)

    16.00 - 16.45 Uhr: "Wie schnell ist ultraschnell? Ultrakurze Lichtimpulse in Physik, Chemie und Biologie", Walter Pfeiffer (Physik)

    16.45 - 17.30 Uhr: "Falungong und die Traditionen chinesischer Geheimsekten", Raimund Kolb (Sinologie)



Auf der JUMAX: Medizin zum Mitmachen


In einem eigenen "Medizin-Zelt" präsentiert sich das Klinikum der Uni Würzburg auf der Hochschulmesse JUMAX. Dort können sich die Besucher nicht nur diversen Gesundheits-Checks unterziehen, sondern auch selbst tätig werden: Das Motto heißt "Medizin zum Mitmachen".

    Alle Aktionen sind kostenlos und laufen an beiden Messetagen (Mittwoch und Donnerstag, 23./24. Juni) jeweils von 9.30 bis 17.00 Uhr. Die Anästhesiologen bieten Übungen aus der Notfallmedizin an, etwa Wiederbelebungsmaßnahmen an einer Puppe. Am Stand der Pflegedirektion werden Gesundheitschecks wie Blutdruck- und Blutzuckermessungen durchgeführt. Dort wird zudem das fachmännische Eingipsen der Arme gezeigt.

    Die Augenklinik bietet Augenuntersuchungen an, die HNO-Klinik Hörprüfungen. Letztere informiert außerdem über Cochlea-Implantate für Schwerhörige sowie über das Hörscreening bei Neugeborenen. Beim Herz-Kreislaufzentrum gibt es Auskunft über Herzkatheter-Techniken und die Ultraschalluntersuchung des Herzens. Die Magenspiegelung am Phantom wird am Stand der Medizinischen Klinik demonstriert.

    Schließlich führen die Experten aus der Nuklearmedizin Untersuchungen der Schilddrüse durch, während die Transfusionsmediziner bei den Messebesuchern eine Blut-Typisierung vornehmen. Interessierte können sich dann auch in der Stammzellspender-Datei registrieren lassen.



Werden und Vergehen der Gesteine


Zur Unimesse JUMAX ist das Mineralogische Museum am Hubland am Mittwoch, 23. Juni, von 10.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Zur Nacht der Wissenschaft gibt es um 20.00 Uhr eine Führung über das "Werden und Vergehen der Gesteine". Am Donnerstag, 24. Juni, öffnet das Museum seine Pforten dann von 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.



Erlebnispark im Chemiegebäude


Einen Erlebnispark öffnen die Chemiker, Pharmazeuten und Lebensmittelchemiker der Uni Würzburg bei der Hochschulmesse JUMAX. In ihm können sich alle Besucher Experimente zeigen lassen oder auch selber aktiv werden. Diese Erlebniswelt im Zentralgebäude Chemie am Hubland ist zugänglich am Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24. Juni, jeweils von 9.30 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.



Goodbye Mao - Würzburger Studierende in Peking


17 Studierende aus den chinawissenschaftlichen Studiengängen haben in diesem Sommersemester die Gelegenheit, am "European Centre for Chinese Studies" an der Peking-Universität zu studieren. Ihr Bericht erreichte UNI-INTERN per E-Mail.

Würzburger Studierende in China

Ein Großteil der Studierenden aus Würzburg vor ihrem Unterrichtsgebäude an der Peking-Universität. Foto: Sinologie


    "Beim Schlagwort China denken die meisten an exotisches Essen, Mao Zedong und die große Mauer. Dass man hier auch auf hohem Niveau studieren kann, kommt den wenigsten in den Sinn. Möglich ist das aber sehr wohl, wie eben am ECCS, dem European Center for Chinese Studies.

    Dieses Zentrum wird in Zusammenarbeit mit der Peking-Universität von den Universitäten Würzburg, Tübingen, Frankfurt und Kopenhagen getragen. Gegründet 2000, bietet es Studenten dieser Universitäten die Möglichkeit, ihr viertes Fachsemester in Peking zu studieren. Das ist in Deutschland einmalig, weil dieses Auslandssemester voll in die regulären Studiengänge der Sinologie in Würzburg integriert ist, so dass die Studiendauer nicht verlängert wird. Außerdem übernimmt das ECCS die Organisation vollständig, was den Studenten aufwändige Bewerbungsverfahren erspart.

    Eine gute Betreuung ist während des Aufenthalts durch eine deutsche Lehrkraft in Peking garantiert. Das beginnt schon mit der Abholung am Flughafen über eine Führung durch den Campus bis hin zu Hilfe bei Eingewöhnungsschwierigkeiten aller Art. Grund genug für uns, die wir gerade in Peking sind, einige unserer Erfahrungen und Erlebnisse mitzuteilen.

    Nach kurzen zwei Wochen Winterferien kamen wir Ende Februar mit den anderen Studenten der teilnehmenden Unis auf dem Internationalen Flughafen von Peking an. Das Wetter war kalt und wenig einladend. Wir wurden von einer Mitarbeiterin des ECCS abgeholt und mit dem unieigenen Bus Richtung Universität gefahren. Dort empfing uns dann Iwo Amelung, zurzeit Managing Director des ECCS.

    Nachdem das Gepäck im Wohnheim verstaut war, ging es erstmal zum Essen. Dann folgte ein Campusrundgang. Die Peking-Universität gehört zu den bekanntesten Hochschulen in China. Sie wurde 1898 gegründet und ist seitdem das Ziel vieler ehrgeiziger Studenten. Hier studieren zur Zeit circa 24.000 Studenten, darunter 1.300 aus dem Ausland. Beeindruckt waren wir von der schieren Größe des Universitätsgeländes. Neben vielen verschiedenen Mensen, Einkaufsläden und Tennisplätzen findet man hier Pagoden, Pavillons, Seen und viele Grünflächen. Ins Wohnheim zurückgekehrt hatten wir noch ein Wochenende Zeit um uns einzugewöhnen.

    Nach Erledigung einiger Formalitäten, wie z.B. Ausstellung des Studentenausweises, Zahlung der Studiengebühren in Höhe von 1.200 US-Dollar und der Kursbelegung begann der Unterricht jeden Tag um 8 Uhr morgens. Eine Unterrichtseinheit setzt sich aus zwei mal 50 Minuten plus 10 Minuten Pause zusammen. Der Unterricht findet bis auf ein Seminar ausschließlich in chinesischer Sprache statt. Am Anfang hatten wir damit noch ein wenig unsere Schwierigkeiten, aber nach einer Eingewöhnungsphase empfinden wir inzwischen den Gebrauch der chinesischen Sprache als zunehmend selbstverständlich.

    Den wichtigsten Bestandteil des Studiums in China bildet natürlich der Sprachunterricht. Das Programm beinhaltet weiterhin Kurse über Wirtschaftschinesich, chinesische Kulturkunde, Kalligraphie, Grammatik und vieles mehr. Einen Teil des Kursprogrammes stellen wir uns gemäß dem umfangreichen Angebot von 26 Semesterwochenstunden unterschiedlichen Inhalts und den Vorgaben unserer jeweiligen Studiengänge bzw. Interessen selbst zusammen.

    Die Lehrkräfte am ECCS sind engagiert und bieten einen abwechslungsreichen Unterricht. Der Unterricht selbst findet an der philosophischen Fakultät statt. Die Unterrichtsräume sind nicht groß, aber frisch renoviert und etwa auch mit einer Klimaanlage ausgestattet. Neben dem normalen Unterrichtsprogramm hat man die Möglichkeit, verschiedene Vorträge, Dokumentationen und Exkursionen zu besuchen, die vom ECCS organisiert werden. Dessen Büro kümmert sich weiterhin um die Vermittlung von Sprachpartnern, mit denen man nach dem Unterricht gleich das Gelernte im Gespräch üben und festigen kann.

    Insgesamt ist der Aufenthalt hier in Peking eine sehr lohnenswerte Erfahrung. Nicht nur, dass sich unser Sprachniveau erheblich verbessert, sondern wir haben trotz der hohen Unterrichtsbelastung die Möglichkeit, das Land und die Kultur intensiv kennenzulernen sowie am alltägliche Leben teilzuhaben. Wir hoffen, dass noch viele Studenten die Möglichkeit bekommen, durch das ECCS nach Peking zu kommen. Schließlich ist es wohl eine einzigartige Gelegenheit, mit Kommilitonen eine längere Zeit in einer der aufregendsten Städte Asiens zu verbringen."



Barbara Hahn und Michael Gekle erhielten Preise für gute Lehre


Die vom Bayerischen Wissenschaftsministerium vergebenen "Preise für gute Lehre" gehen an die Wirtschaftsgeographin Barbara Hahn und den Physiologen Michael Gekle von der Uni Würzburg. Ihre Auszeichnungen nahmen die beiden am Dienstag, 8. Juni, bei einer Feier im Toscanasaal der Würzburger Residenz von Wissenschaftsminister Thomas Goppel entgegen. Dieser zeichnete außerdem 13 weitere Dozenten aus anderen bayerischen Universitäten aus.

Erhielten Preise für gute Lehre: Barbara Hahn und Michael Gekle, umrahmt von Wissenschaftsminister Thomas Goppel (links) und Unipräsident Axel Haase (rechts). Foto: Robert Emmerich


    Nominiert wurden die Preisträger auf Grund der positiven Bewertung ihrer Lehre durch die Studierenden. Deren Votum wurde von der jeweiligen Fakultät, dann vom Senat der Universität und schließlich vom Ministerium befürwortet. Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert.

    Wie der Minister hervorhob, würdigen die Preise hervorragende Leistungen in der Hochschullehre und sind damit auch ein Anreiz, sich vermehrt in der Lehre zu engagieren. "Dieser Preis ist eine der besten Innovationen aus Ihrem Ministerium", so Unipräsident Axel Haase zum Minister. Zwar gebe es schon viele Auszeichnungen für Erfolge in der Forschung, leider aber nicht für herausragenden Leistungen in der Lehre.

    Ihre Professorin Barbara Hahn loben die Würzburger Studierenden der Geowissenschaften so: "Sie ist uns allen durch ihre unvergleichliche fachliche Kompetenz, ihr breit gefächertes, zukunftsorientiertes Repertoire an Lehrmethoden und nicht zuletzt wegen ihrer Kollegialität und zuvorkommenden, hilfsbereiten Art uns Studenten gegenüber besonders ans Herz gewachsen." In ihren Seminaren wisse die Wirtschaftsgeographin durch große Erfahrung im Bereich des nationalen und internationalen Einzelhandels zu überzeugen. Ihre Lehre sei sehr praxisorientiert und bringe den Studierenden viele Berufsbilder für Geographen nahe.

    Barbara Hahn, Jahrgang 1955 und in Essen georen, ist seit 2001 Lehrstuhlinhaberin an der Uni Würzburg. Ihre regionalen Schwerpunkte liegen in den USA, Kanada und Zypern. Inhaltlich stehen bei ihrer Arbeit wirtschafts- und stadtgeographische Fragestellungen im Vordergrund.

    Professor Michael Gekle ist am Physiologischen Instiut tätig und seit 1999 Fachstudienberater für Medizin. Die Fachschaft der Studierenden spricht von seinem überdurchschnittlichen Engagement: "Egal, mit welcher Problematik und zu welchem Zeitpunkt man sich an ihn wendet, er hat immer ein offenes Ohr und setzt sich so lange mit der Frage auseinander, bis er eine Lösung gefunden hat." Immer wieder habe er den Studierenden auch bei ihren Veranstaltungen und Projekten geholfen, etwa bei den Promomed-Kongressen oder beim Auftritt auf der Unimesse JUMAX. Laut Studiendekan Matthias Frosch belegt Michael Gekle bei der seit 1999 durchgeführten Bewertung der Lehre regelmäßig Spitzenplätze.

    Michael Gekle (41) stammt aus Rexingen am Neckar. In Würzburg lebt er seit den 80er-Jahren, hier erforscht der Physiologe unter anderem Vorgänge in der Niere, etwa die Auswirkungen von Steroidhormonen, Schimmelpilzgiften oder die Aufnahme von Proteinen.

    Die weiteren Preisträger sind Bernadette Malinowski (Augsburg), Melanie Kuhn (Bamberg), Jochen Sigloch (Bayreuth), Eckhart Schweizer, Adrian Melling (Erlangen-Nürnberg), Ronny Raith (Passau), Lutz Arnold, Wolfgang Zeiser (Regensburg), Niklas Holzberg, Juliane Achatz, Franz Paintner (Uni München) sowie Hannelore Daniel, Joâo Barros (Technische Uni München).



Wirtschaftsexperten der Uni unterstützen Einkäufer und Investoren


Für Einkäufer und Investoren vor allem aus kleinen und mittelständischen Unternehmen wurde an der Uni Würzburg das "Centrum für Supply Management" (CfSM) gegründet. Es soll die Zielgruppe beim Umgang mit aktuellen Fragen der Beschaffung unterstützen, etwa in Sachen Global Sourcing, b2b-Marktplätze, E-Procurement oder operatives Beschaffungsmanagement.

    Ins Leben gerufen wurde das Zentrum auf Betreiben von Professor Ronald Bogaschewsky, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre. "Der Beschaffungsbereich kann heute stärker denn je einen wettbewerbsentscheidenden Beitrag innerhalb der Unternehmensführung leisten", so der Fachmann. Speziell die weltweite Beschaffung berge enorme Potenziale. "Allerdings führt die Beschaffung in Deutschland immer noch ein Schattendasein gegenüber dem Vertrieb, und das sowohl im Bereich der Unternehmensführung als auch bei regionalen und bundesweiten Programmen zur Außenwirtschaftsförderung", sagt Bogaschewsky.

    Wer weltweit erfolgreich sein will, braucht dem Professor zufolge Beschaffungs-Knowhow in vielen Bereichen. Er muss unter anderem Bescheid wissen über politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Organisation und Abwicklung internationaler Einkaufs- und Investitionsaktivitäten, über Lieferantensuche und -analyse, Logistik, Finanzierung und Wechselkurssicherung. "Und hier liegt oftmals insbesondere bei kleineren Unternehmen das Problem - es fehlt an den notwendigen Ressourcen und Kompetenzen, um hier alle Erfolgspotenziale zu reaisieren", so Bogaschewsky.

    Darum hat der Professor in Kooperation mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und den Einkaufsverbänden in Österreich und der Schweiz an dem neu gegründeten Zentrum eine so genannte Global-Sourcing-Initiative gestartet. Damit soll Einkäufern und Investoren im deutschsprachigen Raum der Einstieg in aussichtsreiche Märkte erleichtert werden.

    Das Angebot des CfSM wollen die Würzburger Wirtschaftsexperten nach und nach ausbauen. Sie haben bereits einen Beschaffungsleitfaden "Einkaufen und Investieren in Südafrika" vorgelegt, im Juni soll ein Leitfaden für China folgen. Weitere Publikationen über Osteuropa, Südamerika und Indien sind vorgesehen. Jeweils nach der Veröffentlichung sollen Foren mit erfahrenen Länder- und Fachexperten angeboten werden. Premiere ist am Freitag, 23. Juli, in der Würzburger Sanderring-Uni, wo das erste Mittelstandsforum "Einkaufen und Investieren in China" stattfindet.

    Im Informations- und Serviceportal www.supply-markets.com können sich Einkäufer und Investoren kostenlos über interessante Ländermärkte informieren. Es soll kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, die aus Sicht des Unternehmens vielversprechendsten Länder auszuwählen. Daneben besteht auch die Möglichkeit, in einer globalen Zuliefererdatenbank zu recherchieren. Hierbei steht das CfSM beratend und vermittelnd zur Seite. Nach eigenen Angaben kann es für alle Fragen rund um den internationalen Einkauf und für das Investieren vor Ort auf ein Netzwerk von Experten und Dienstleistern zurückgreifen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky, T (0931) 31-2936, Fax (0931) 31-2405
boga@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.supply-markets.com/




Weg zur Wahl eines vierten Vizepräsidenten ist geebnet


Künftig können dem Leitungsgremium der Uni Würzburg vier statt drei Vizepräsidenten angehören. Der Erweiterte Senat der Hochschule beschloss eine entsprechende Änderung der Grundordnung in seiner Sitzung am 24. Mai.

    Zurzeit gehören der Hochschulleitung Unipräsident Axel Haase, Kanzler Bruno Forster sowie die Vizepräsidenten Peter Bofinger, Georg Kaiser und Ulrich Sinn an. Bereits bei seinem Amtsantritt am 1. Oktober 2003 hatte Haase angekündigt, künftig vier statt drei Vizepräsidenten in die Leitungsgeschäfte einbinden zu wollen.

    "Dadurch kann sich die Hochschulleitung um einen weiteren wichtigen Geschäftsbereich kümmern, nämlich um die Förderung von Frauen und die Erhöhung der Zahl von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Professorinnen", so der Präsident. Dementsprechend soll auch eine Professorin zur Wahl vorgeschlagen werden.

    Zum 1. Oktober 2004 steht noch eine weitere personelle Änderung an: Peter Bofinger wird dann von einem Nachfolger abgelöst - der Wirtschaftswissenschaftler hatte sein Amt als Uni-Vizepräsident niedergelegt, nachdem er in den "Rat der fünf Weisen" berufen worden war. Der Erweiterte Senat wird die zwei neuen Vizepräsidenten am Mittwoch, 21. Juli, um 18.00 Uhr im Audimax in der Uni am Sanderring wählen.



Biologe gewinnt mit Infrarot-Laser Einblick in Ameisennester


Die Lasertechnik hält Einzug in die Tropenbiologie: Marcus Stüben vom Biozentrum der Uni Würzburg hat eine neue Methode entwickelt, mit der er nun die afrikanischen Matabele-Ameisen erforschen will. Mit einem Endoskop verschafft sich der Doktorand Einblick in die Nester der Insekten. So hofft er die Geheimnisse zu lüften, die diese Ameisen immer noch bergen.

    Die schwarzen, bis zu 19 Millimeter großen Matabele-Ameisen (Pachycondyla analis-Gruppe) jagen ausschließlich Termiten. Ihre Heimat ist Afrika, dort leben sie südlich der Sahara in Savannen und geeigneten Wäldern. Bereits den weißen "Entdeckern" des Kontinents, wie etwa Lovingstone, fielen diese Ameisen wegen ihrer imposanten, bis zu acht Meter langen Jagdkolonnen ins Auge. Die militärisch anmutenden, außerordentlich gut organisierten Raubzüge beginnen damit, dass einzelne Scout-Ameisen Termiten aufstöbern. Dann führen sie vom Nest eine Armee heran, die aus 50 bis über 500 Arbeiterinnen besteht. Hierbei zeigen die Jäger eine beachtliche Arbeitsteilung: Die größten Arbeiterinnen brechen die schützenden Erdtunnel über den Termiten auf, dann überwältigen die mittleren und kleineren Ameisen die Beute und schaffen sie zum Abtransport durch ihre großen Kolleginnen an die Oberfläche. Der Rückmarsch zum Erdnest erfolgt gemeinsam entlang einer Duftspur, die der Scout zuvor gelegt hat.
Matabele-Ameisen auf Raubzug: Sie tragen ihre Beute - die hellbraunen Termiten - gleich stapelweise zurück ins Nest. Foto: Dieter Mahsberg Matabele-Ameisen tragen ihre Beute weg

    Ungelöst sind laut Stüben Fragen, die sich nur durch Beobachtungen in den Nestern der Ameisen beantworten lassen: Welche Mitbewohner - Käfer, Schaben, Silberfische oder Spinnen - machen den Ameisen das Leben schwer? Wie schaffen es die geflügelten Männchen, die einzige und stets ungeflügelte Königin im Nest zu erreichen und zu begatten? Wie kann ein Scout Hunderte von Ameisen rekrutieren, wenn andere Scouts vermutlich ebenfalls Werbung für ihren Jagdort treiben?

    Diese und andere Probleme müssten sich doch endoskopisch untersuchen und auf Video festhalten lassen, dachte sich der Doktorand, der am Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie von Professor Karl-Eduard Linsenmair betreut wird. Allerdings wollte er das Verhalten der Ameisen und ihrer Beute mit einem solchen Eingriff nicht verfälschen. "Also lief es darauf hinaus, die Aufnahmen im nahen Infrarotbereich zu machen, denn der ist auch für Ameisen und Termiten unsichtbar", sagt Stüben.

    Doch die Internet-Recherchen nach einer kommerziell verfügbaren Infrarot-Leuchte für die Endoskopie blieben fruchtlos. Darum machte Stüben sich selbst ans Werk. Schnell war klar, dass einfache Infrarot-Dioden zu schwach sind, um genügend Infrarot durch das Lichtleiterbündel eines Endoskops zu schicken. Trotzdem ging die Arbeit vorwärts - mit Hilfe der Firma Osram Opto Semiconductors (Regensburg), die Stüben verschiedene Infrarot-Laser für Versuchszwecke zur Verfügung stellte. Diese Laser musste der Biologe technisch an die Bedürfnisse einer mobilen Infrarot-Endoskopie anpassen.

    "Wollen Sie die Ameisen braten oder beleuchten?" So habe einmal ein Techniker gespöttelt, erzählt Stüben. Doch gerade die Lasertechnik biete ideale Voraussetzungen für sein Vorhaben. So entwickelte er in Zusammenarbeit mit Professor Wolfgang Kiefer vom Institut für Physikalische Chemie der Uni Würzburg eine mobile Beleuchtungseinheit für die Infrarot-Video-Endoskopie. Unterstützt wurde er von den Firmen Schölly Fiberoptic GmbH (Denzlingen), Gelfert & Küter (Oberdachstetten) und Streppel Glasfaser-Optik (Wermelskirchen-Tente), die ihm starre Endoskope sponserten. Hilfe kam auch von der Itos-Gesellschaft für technische Optik mbH (Mainz).

    "Den ersten, inzwischen voll funktionsfähigen Prototypen werde ich jetzt erstmals in der Ameisenforschung einsetzen", sagt Stüben. Eine fünf Monate dauernde Forschungsreise führt den Doktoranden Mitte Juni zum Blauen Nil in den Sudan.

    Angesichts der knappen Sachmittel wäre das gesamte Projekt nicht ohne die Unterstützung von Technikern und Produktmanagern aus der freien Wirtschaft möglich gewesen, so Stüben. Das Anwendungsgebiet seiner Entwicklung reicht von der störungsfreien Untersuchung von Ameisen- und Termitennestern, Bienenstöcken und Kleinsäugerbauten über die Materialprüfung bis hin zur unauffälligen Raumüberwachung im Security-Bereich.

    Weitere Informationen: Diplom-Biologe Marcus Stüben, T (0931) 888-4355, E-Mail:
marcus.stueben@gmx.net


    Professor Karl-Eduard Linsenmair, T (0931) 888-4351, E-Mail:
ke_lins@biozentrum.uni-wuerzburg.de




Studierende kaufen oft bei Norma, Senioren gehen zu Kupsch


Wo kaufen die Würzburger ihre Lebensmittel ein? Das wollten Geographen von der Uni Würzburg im Rahmen einer internationalen Studie herausfinden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Hahn und Dr. Ulrike Gerhard befragten sie telefonisch 400 Haushalte in Würzburg und Umgebung.

    Demnach ist Aldi mit 20,3 Prozent das am häufigsten besuchte Geschäft, gefolgt von Kupsch (16 Prozent), Tegut (15,1), Lidl (12,7) und Wal-Mart (8). Im Mittel legen die Würzburger nur 2,1 Kilometer zu ihrem bevorzugten Laden zurück, 54 Prozent der Befragten haben es sogar nur einen Kilometer weit. Trotz dieser geringen Entfernungen fahren dennoch gut 56 Prozent mit dem Auto zum Einkaufen. Dagegen nehmen fast alle Wal-Mart-Kunden, nämlich 94 Prozent, das Auto. Ihre Fahrstrecke ist dabei im Mittel 3,82 Kilometer lang.

    Die Würzburger Geographen haben auch ermittelt, ob bestimmte Haushalte (Größe, Einkommen, sozioökonomische Stellung) einzelne Anbieter bevorzugen. Einige Ergebnisse: Tegut zieht mehr Kunden aus höheren Einkommensgruppen an, Studierende gehen häufig zu Norma, Senioren bevorzugen Kupsch. Norma (46,2 Prozent) und Wal-Mart (48,5 Prozent) haben den bei weitem größten Anteil männlicher Kunden, während Frauen eher Lidl den Vorzug geben (73,9 Prozent).

    Neun Prozent der Haushalte geben wöchentlich weniger als 25 Euro für Lebensmittel aus, und nur 21 Prozent lassen mehr als 100 Euro im Laden. Wer mehr ausgibt, geht häufiger zu Wal-Mart oder Tegut. Dagegen bevorzugen diejenigen, die weniger als 50 Euro wöchentlich für Lebensmittel brauchen, Norma, Lidl oder Aldi. Zu Tegut kommen die Kunden wegen der großen Auswahl, zu Norma aus Gründen der Bequemlichkeit (Lage, Erreichbarkeit, Parkplätze). Aldi steuern sie wegen seines Rufs als "Preiskiller" an. Außerdem bescheinigen sie Tegut die beste Qualität und loben das Angebot an Bioprodukten.

    Über Wal-Mart sagt Prof. Hahn: "Dieser amerikanische Einzelhändler konnte nicht wie in den USA die Preisführerschaft erringen." Wal-Mart hatte Ende 1997 Wertkauf und ein Jahr später Interspar übernommen. Der für seine aggressive Preis- und Expansionspolitik bekannte Handelsriese hatte damals auch Würzburger Einzelhändler zittern lassen.

    "Allerdings erzielt Wal-Mart nach wie vor in Deutschland keine Gewinne, und die Zahl seiner Geschäfte stagniert bei 92", so die Professorin. Das sei in Kanada und Großbritannien und vielen weiteren Ländern ganz anders: Dort habe Wal-Mart seinen Marktanteil binnen kürzester Zeit sehr schnell ausgebaut.

    Die von den Würzburger Geographen durchgeführte Untersuchung gehört zu einem internationalen Forschungsprojekt, das vom "Social Science and Humanities Council of Canada" finanziert wird. Neben den Würzburgern sind daran Wissenschaftler aus Kanada, Großbritannien und China beteiligt. Ziel ist es, das Verhalten von Konsumenten zu untersuchen.

    Die Studie zum Einkaufsverhalten der Würzburger umfasst 95 Seiten. Sie kann für 25 Euro (inklusive Portokosten) am Geographischen Institut der Uni Würzburg erworben werden. Ansprechpartnerin ist Karin Menz, T (0931) 888-5553, E-Mail:
karin.menz@mail.uni-wuerzburg.de


    Weitere Informationen über die Studie: Prof. Dr. Barbara Hahn, T (0931) 888-5550, Fax (0931) 888-5556, E-Mail:
barbara.hahn@mail.uni-wuerzburg.de




Doping-Experte spricht im Biozentrum


Werner Franke, der die Doping-Machenschaften des DDR-Regimes aufgedeckt hat, wird an der Uni Würzburg einen öffentlichen Vortrag halten. Dabei will der Zell- und Molekularbiologe eine Bilanz der wissenschaftlichen Begutachtungen zum Medikamenten-Missbrauch im Sport ziehen.

    Der Vortrag findet statt am Mittwoch, 16. Juni, um 17.15 Uhr im Hörsaal A 101 des Biozentrums am Hubland, Gäste sind willkommen. Erst Anfang Mai 2004 hat der Heidelberger Anti-Doping-Experte gemeinsam mit seiner Frau Brigitte Franke-Berendonk das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen, und zwar "für den langjährigen entschlossenen Kampf gegen Doping im Leistungssport in Deutschland".

    Franke hatte bei der Bewertung von Forschungseinrichtungen der ehemaligen DDR durch den Wissenschaftsrat 1990 erkannt, dass dort geheime Unterlagen über höchst unethische Versuche und Praktiken im DDR-Spitzensport zum Teil noch erhalten waren. Er erreichte, dass ihm die Dokumente zur Auswertung überlassen wurden.

    "Ihnen ist es maßgeblich zu verdanken, dass in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Rechtsprechung zum Doping ein Bewusstseinswandel eingetreten ist", lobte Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg bei der Verleihung des Verdienstkreuzes. Nur dank Franke seien in der früheren DDR tätige Ärzte, Trainer und Funktionäre wegen Körperverletzung durch Doping verurteilt worden.



Karl-Theodor Zauzich wurde 65


Der Inhaber des Lehrstuhls für Ägyptologie an der Uni Würzburg, Prof. Dr. Karl-Theodor Zauzich, feierte am 8. Juni seinen 65. Geburtstag. Er ist Spezialist für die Demotistik - das ist die Wissenschaft von einer selten gelehrten und relativ schwierigen ägyptischen Schrift, die zu ihrer Zeit gegenüber den ,,heiligen Schriften" Hieroglyphisch und Hieratisch als Volksschrift galt.

    Karl-Theodor Zauzich, 1939 in Plauen im Vogtland geboren, studierte in Leipzig und Mainz Ägyptologie, Griechisch und Latein. Nach der Promotion 1966 arbeitete er für ein Forschungsprojekt in Würzburg und seit 1969 am Ägyptischen Museum Berlin. Nach der Habilitation an der Freien Universität Berlin 1980 folgte er einem Ruf auf die C3-Professur für Ägyptologie in Mainz. Ein Jahr später wechselte er auf den Würzburger Lehrstuhl für Ägyptologie.

    Sein besonderes Interesse galt immer der Kunst des Schreibens. So gab er einen entscheidenden Anstoß zur Entzifferung der karischen Schrift und legte das in elf Auflagen und mehreren Übersetzungen erschienene Buch ,,Hieroglyphen ohne Geheimnis" vor. In Aufsätzen stellte er neue Überlegungen zu unserem Alphabet vor, das sich nach seiner Überzeugung von der hieratischen Schrift Ägyptens herleitet.

    Weitere Forschungsprojekte Zauzichs gelten der Erstedition aller Berliner demotischen Papyri von der Nilinsel Elephantine, den literarischen Texten der Carlsberg-Papyri in Kopenhagen sowie den Beziehungen zwischen der ägyptischen und der jüdischen Religion. Mit einem auf fünf Jahre konzipierten DFG-Projekt "Soknopaiu Nesos nach den demotischen Quellen römischer Zeit" hoffen Zauzich und seine Mitarbeiterinnen Dr. Sandra Lippert und Dr. Maren Schentuleit einen Impuls zur Erforschung einer bislang stark vernachlässigten Textgruppe zu geben, die reiche Informationen über die interne Organisation eines ägyptischen Tempels in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gibt.

    Durch seine Bekanntschaft mit Privatsammlern gelang es Zauzich, fünf große Sammlungen ägyptischer, griechischer und altamerikanischer Objekte für die Uni Würzburg einzuwerben. Zauzich war mehrere Jahre lang Mitglied im Senat sowie von 1996 bis 1998 Dekan seiner Fakultät. Im Sommer 2004 wird er auf Einladung der University of California (Berkeley) den demotistischen Teil der Sommerschule der American Society of Papyrologists leiten.



Ist Deutschland noch zu retten?


Die Jahrestagung der Ehemaligen und Freunde der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Würzburg findet am Samstag, 19. Juni, statt. Sie stellt die Frage "Ist Deutschland noch zu retten?" Mit dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger und dem Sozialsystemforscher Hans Fehr referieren zwei ausgewiesene volkswirtschaftliche Experten über den Standort Deutschland. Ihre Vorträge werden ergänzt durch Referate aus der Praxis: Der Marketingdirektor der Beratungsfirma Accenture, Ulf Henning, nennt seinen Vortrag "Made in Germany - Niedergang und Zukunftsvision". Der Finanzvorstand der ZF Sachs AG (Schweinfurt), Michael Sonnenschein, spricht vor dem Hintergrund der Abwanderung von Unternehmen nach Osteuropa und China über das Thema "Was bleibt für den Standort Deutschland übrig?" Die Vorträge sind öffentlich und finden von 13.00 bis 17.00 Uhr im Audimax der Uni am Sanderring statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Diskussionen. Das Tagungsprogramm steht im Internet unter:
http://ibl.wifak.uni-wuerzburg.de/Dateien/Programm.pdf




Uni-Sportler dürfen angefeuert werden


Gleich drei Zwischenrunden zur Deutschen Hochschulmeisterschaft richtet das Sportzentrum der Uni Würzburg am Mittwoch, 16. Juni, aus. An der Mergentheimer Straße 76 findet die Zwischenrunde im Volleyball der Frauen statt. Die Wettkampfgemeinschaft (WG) der Würzburger Hochschulen will sich dabei gegen die Universitäten Tübingen, Karlsruhe und Regensburg durchsetzen. Die Spiele des Würzburger Teams laufen um 12.00, 13.30 und 15.00 Uhr. Am neuen Universitätssportgelände am Hubland finden erstmals zwei Wettkämpfe statt: Die Fußballmannschaft der WG Würzburg, die in der vergangenen Woche erfolgreich ihren Titel als Bayerischer Hochschulmeister verteidigt hat, tritt im Stadion gegen Teams aus Rostock, Tübingen und Mainz an. Die Spielzeiten der Würzburger: 13.00, 14.45 und 16.15 Uhr. Die Handball-Herren tragen ihre Zwischenrunde in der neuen Dreifachhalle aus. Sie treffen auf Vertreter der Unis Tübingen, Stuttgart und München. Gespielt wird um 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr. Der jeweils erste aus jeder Zwischenrunde qualifiziert sich für die Endrunde zur Deutschen Hochschulmeisterschaft. Zum Anfeuern der Würzburger Sportler sind Zuschauer herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.



Star-Bariton gibt Liederabend im Toscanasaal


Der international renommierte Bariton Hanno Müller-Brachmann, Schüler unter anderem von Dietrich Fischer-Dieskau, Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper "Unter den Linden" und regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper München, gibt im Rahmen der vom Institut für Musikwissenschaft der Uni Würzburg veranstalteten Konzerte einen Liederabend. Auf dem Programm stehen neun späte Lieder von Franz Schubert nach Texten von Ernst Schulze sowie die "Dichterliebe" op. 48 von Robert Schumann, ein Liederkreis aus Heinrich Heines "Buch der Lieder". Am Flügel wird Müller-Brachmann von der Würzburger Pianistin Michaela Schlotter begleitet. Das Konzert findet am Mittwoch, 16. Juni, um 20.00 Uhr im Toscanasaal der Residenz statt. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt sechs Euro. Die Abendkasse ist ab 19.00 Uhr geöffnet.



Neuer Link-Service in den Datenbanken der UB


    Viele von der Unibibliothek (UB) abonnierte Online-Datenbanken tragen jetzt einen Button mit der Aufschrift SFX. Dieses Kürzel steht für "Special Effects", der Link leitet den Nutzer direkt zur gewünschten Literatur. Und so funktioniert SFX: Ein Klick auf den Button neben dem Rechercheergebnis in einer Datenbank führt zu einer Service-Seite, die verschiedene Möglichkeiten bietet, an das Dokument zu gelangen. Ein Link leitet direkt zum elektronischen Volltext, wenn er frei zugänglich oder der Zugriff im Hochschulnetz von der UB lizenziert ist. In diesem Fall ist der Umweg über die Elektronische Zeitschriftenbibliothek oder den Online-Katalog nicht mehr erforderlich. Das SFX-Fenster bietet auch einen Link zur Recherche im Online-Katalog OPAC an. Ein weiterer Link führt zur Recherche im Katalog des Bibliotheksverbunds Bayern. Wenn die gewünschte Literatur an der UB in Würzburg nicht vorhanden ist, kann eine Fernleihe erfolgen. Weitere Informationen sowie eine Liste der mit SFX ausgestatteten Datenbanken:
http://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/Datenbanken/sfx.phtml




Neue Notenschrift für Blinde

Bei der Präsentation der neuen Notenschrift für Blinde. Foto: Pompetzki


Angeregt durch den Musikpädagogik-Professor Friedhelm Brusniak (links) von der Uni Würzburg haben die blinde Studentin Evelyn Schröer (Mitte) und Professor Frank Gießner vom Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule Augsburg eine neue ertastbare Notenschrift für Sehbehinderte und Blinde entwickelt. Diese Erfindung sowie ein darauf aufbauendes Forschungsprojekt, das zurzeit in Planung ist, stellten die Beteiligten Anfang Juni Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel (rechts) in Würzburg vor. Bei dem Projekt soll geklärt werden, ob die erfühlbare Notenschrift auch für Legastheniker oder Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) geeignet ist. Foto: Stefan Pompetzki


NEU AN DER UNIVERSITÄT




Jürgen C. Becker prüft Immuntherapien gegen Krebs


Im Mai ist Jürgen C. Becker dem Ruf auf eine C3-Professur für dermatologische Onkologie an der Uni Würzburg gefolgt. Seine klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf die Entstehung von Melanomen und deren Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere bei Tumoren im fortgeschrittenen Stadium.

Jürgen C. Becker     Bei den meisten soliden Tumoren wirken Chemo- und Strahlentherapie nur begrenzt, und darum sind ergänzende Behandlungsstrategien nötig. Hierbei spielt die Immuntherapie eine zentrale Rolle, seitdem die Forschung Antigene fand, die für Tumoren spezifisch sind und die eine Antwort des Immunsystems auslösen. "Leider haben sich aber bisher die Erwartungen im klinischen Alltag nicht erfüllt", so Becker.

    Das Konzept der therapeutischen Impfung verfolgt das Ziel, beim krebskranken Patienten effiziente Immunantworten gegen die Tumorzellen zu erzeugen. Die meisten bisherigen Arbeiten konzentrierten sich auf die Krebszellen selbst. Diese sind aber aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit und genetischen Instabilität für die Immuntherapie nur schwer zugänglich.

    Ein bösartiger Tumor stellt zudem nicht einfach nur eine Ansammlung krankhaft veränderter Zellen dar, sondern ein komplexes Gewebe, dessen Bestandteile sich gegenseitig beeinflussen. So bilden sich zum Beispiel Blutgefäße, die den Tumor versorgen. Alle Vorgänge, die für Wachstum, Ausbreitung und Metastasierung des Tumors entscheidend sind, werden von Zellen gesteuert. Daher ist es laut Becker wichtig, bei der Suche nach Angriffspunkten für die Immuntherapie das Tumormikromilieu zu beachten, also die gesamten Verhältnisse im Tumor.

    Becker, der mit seinem Team schon seit mehreren Jahren an der Hautklinik der Uni Würzburg arbeitet, hat bereits geeignete Zielstrukturen an Tumoren gefunden. Bei einer klinischen Studie wird zurzeit die Wirksamkeit einer therapeutischen Impfung mit dem universellen Tumorantigen Survivin geprüft. Für seine Arbeiten erhielt der Würzburger Mediziner 2001 den Deutschen Hautkrebspreis und 2004 den Deutschen Krebspreis sowie den Paul-Langerhans-Preis.

    Derzeit wird an der Uni Würzburg, unter Federführung von Becker und seinem Medizinerkollegen Professor Markus Böck, eine Herstellungserlaubnis für dendritische Zellen angestrebt. Diese Zellen zeigen dem Immunsystem gewissermaßen Fahndungsfotos von Erregern oder Tumoren und lösen auf diese Weise Alarm und eine gezielte Vernichtungsaktion aus. Die Forscher wollen dendritische Zellen mit Bruchstücken von Tumoren beladen und sie dann dem Patienten verabreichen - in der Hoffnung, dass die Zellen die Immunabwehr auf den Tumor hetzen.

    Jürgen Becker, 1964 in Wilhemshaven geboren, studierte Medizin in Hannover. Im Anschluss begann er an der Würzburger Uni seine Facharztweiterbildung zum Hautarzt. Von 1993 bis 1996 war er in der Abteilung für Immunologie des Scripps-Forschungsinstituts in La Jolla (USA) tätig. Danach setzte er seine ärztliche Tätigkeit am Klinikum der Uni Würzburg fort.

    Kontakt: Prof. Dr. Jürgen C. Becker, T (0931) 201-1 (Zentrale), Fax (0931) 201-26700, E-Mail:

becker_jc@klinik.uni-wuerzburg.de



WISSENSCHAFTSPREISE




Wie das Fetthormon Leptin in der Bauchspeicheldrüse wirkt


Das Fettgewebe gibt Hormone ab, die zur Entwicklung von Altersdiabetes beitragen - etwa das Leptin, das in der Bauchspeicheldrüse eines gesunden Menschen normalerweise sowohl die Produktion als auch die Abgabe von Insulin hemmt. Ein Ausfall dieser Wirkung kann bei übergewichtigen Menschen zur Entwicklung einer Zuckerkrankheit beitragen. Wie das Leptin genau wirkt, hat die Medizinerin Katharina Laubner von der Uni Würzburg in ihrer Doktorarbeit untersucht.

Katharina Laubner     In der heutigen Gesellschaft mit zunehmend übergewichtigen Menschen ist der Altersdiabetes als Zivilisationskrankheit auf dem Vormarsch. Bei der Entwicklung dieses Leidens spielt vor allem eine Fehlfunktion der Beta-Zellen eine Rolle. Diese Zellen sitzen in der Bauchspeicheldrüse und produzieren normalerweise das lebenswichtige Insulin, das den Zuckerstoffwechsel des Körpers reguliert.

    Wie das Fetthormon Leptin diese Insulinfabrik beeinflusst, ist noch nicht gut genug verstanden. Die Würzburger Medizinerin hat unter anderem gezeigt, dass Leptin in den Beta-Zellen so genannte STAT-Transkriptionsfaktoren aktiviert, dass es aber auch ein anderes Molekül (SOCS3) auf den Plan ruft, welches diese Faktoren wiederum hemmt. Diese molekularen Details haben das Wissen über die Entwicklung der Beta-Zell-Fehlfunktion weiter vergrößert. Katharina Laubner wurde für ihre Ergebnisse mit dem "Medical Student Achievement Award" der US-amerikanischen "Endocrine Society", der Fachgesellschaft der Hormonforscher, ausgezeichnet.

    Katharina Laubner, zurzeit Assistenzärztin in der Inneren Medizin, ist an der Medizinischen Poliklinik in der Arbeitsgruppe des Privatdozenten Jochen Seufert tätig. Die 27-jährige Ärztin studierte Medizin in Greifswald, Innsbruck, Heidelberg und ab 1998 in Würzburg. Hier fertigte sie bei Seufert ihre Dissertation an. Für ihre Forschungsarbeiten erhielt Sie unter anderem 2003 den "Young Investigators' Award" der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.

    Weitere Informationen: PD Dr. Jochen Seufert, T (0931) 201-70170, Fax (0931) 201-70680, E-Mail:

j.seufert@mail.uni-wuerzburg.de




Zwei Auszeichnungen für die Orthopädie


Zwei Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Orthopädie der Uni Würzburg wurden mit Preisen ausgezeichnet: Dr. Regina Ebert und Dr. Andre Steinert.

Regina Ebert     Dr. Ebert, Biologin am Osteologiezentrum der Orthopädischen Klinik König-Ludwig-Haus, erhielt den GRY-Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. Ausgezeichnet wurde ihre Arbeit über die Regulation eines Enzyms, das die Vitamin D-Vorläufer im Körper in das aktive Hormon umwandelt. Dieses Enzym scheint bei entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel bei Rheuma, weniger aktiv zu sein als in einem gesunden Organismus. Dadurch kommt es zu einer speziellen Form der Osteoporose, die als entzündungsassoziierte Osteoporose bekannt ist. Die Störung der Vitamin D-Bildung gilt als eine wichtige Ursache bei der Entstehung der Osteoporose, Dr. Ebert hat einen molekularen Mechanismus für dieses Phänomen beschrieben.

Andre Steinert     Die zweite Auszeichnung, der Publikationspreis der Deutschen Akademie der Rheumatologischen und Osteologischen Wissenschaften, ging an Dr. Andre Steinert. Er bekam sie für eine Arbeit, die in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Biotechnologie durchgeführt wurde und sich mit der Weiterentwicklung der Züchtung von Knorpelgewebe aus Vorläuferzellen befasst. Dr. Steinert befindet sich derzeit mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einer Zusatzausbildung am Center for Molecular Orthopaedics an der Harvard Medical School in Boston (USA). Beide Preise wurden auf der Tagung "Osteologie 2004" in Leipzig verliehen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Franz Jakob, T (0931) 803-1580, Fax (0931) 803-1599, E-Mail:

f-jakob.klh@mail.uni-wuerzburg.de




Einer der produktivsten Psychologen seiner Generation


Der Psychologe PD Dr. Thomas Mussweiler von der Uni Würzburg wird mit dem Charlotte-und-Karl-Bühler-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie ausgezeichnet. Dieser Preis wird alle zwei Jahre an jüngere Wissenschaftler verliehen, deren Werk den Rang eines Forschungsprogramms erreicht hat. Wie die Jury in ihrer Laudatio hervorhebt, haben Mussweilers Arbeiten über die psychologische Dynamik von Vergleichen entscheidend dazu beigetragen, eine langjährige Forschungslücke zu schließen. Sein an der Schnittstelle zwischen Sozialpsychologie und Kognitionsforschung angesiedeltes Forschungsprogramm habe bereits unterschiedliche Forschungsgebiete der Psychologie beeinflusst und weise den Preisträger als einen der produktivsten und international einflussreichsten Psychologen seiner Generation aus. Der Preis, der nach dem prominenten Mitglied der Würzburger Schule der Psychologie, Karl Bühler, benannt ist, wird auf dem Jubiläumskongress zum 100-jährigen Bestehen der Deutschen Gesellschaft für Psychologie im September 2004 in Göttingen verliehen.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Geburtenkontrolle bei Bienen: Faule Eier werden gefressen


Im Bienenstock ist allein die Königin für die Vermehrung zuständig. Aber hin und wieder legen auch die Arbeiterinnen Eier. Allerdings werden diese schnell vernichtet - die Bienen fressen sie auf. Woran erkennen die Insekten die nicht-königlichen Eier, die nach den Gesetzen des Bienenstocks ja keine Daseinsberechtigung haben? Christian Pirk und Jürgen Tautz vom Biozentrum der Uni Würzburg beantworten diese Frage mit deutschen und südafrikanischen Kollegen im US-amerikanischen Wissenschaftsblatt PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences).

    "Lange Jahre haben die Zoologen nach einer Art Markierung gesucht, die den Bienen anzeigt, welche Eier zerstört werden müssen", sagt Tautz. Doch diese Suche blieb ohne Ergebnis. Stattdessen fanden die Forscher jetzt etwas ganz anderes heraus: Die von den Arbeiterinnen gelegten Eier sind kaum lebensfähig, sie sterben zu über 80 Prozent ab.

    Leichen in der Wohnung? Dieser Umstand löst bei den Bienen ein Hygieneverhalten aus, sie fressen die "faulen Eier" rasch auf. Das ist enorm wichtig, um die Entstehung von Seuchen im dicht besiedelten Stock zu vermeiden. Die Bienen unterscheiden also nicht "verbotene" von "erlaubten" Eiern, sondern üben mit der Reinigung des Stocks gleichzeitig die Geburtenkontrolle aus. So halten sie das Fortpflanzungsmonopol ihrer Regentin aufrecht.

    Welchen Sinn das macht? Hierfür haben die Wissenschaftler eine Theorie: Lebewesen sind immer dann erfolgreicher als ihre Konkurrenten, wenn sie besser darin sind, ihre Gene auf Nachkommen zu übertragen. Bei den staatenbildenden Insekten stammen alle Arbeiterinnen von der Königin ab und sind somit Schwestern. Darum können sie ihre Gene auch vermehren, indem sie ihrer Mutter dabei helfen, weitere Schwestern herzustellen.

    Allerdings legt jede tausendste Biene im Laufe ihres Lebens selbst einmal Eier. Die sind unbefruchtet und würden sich zu männlichen Bienen entwickeln. Tautz: "Diese Eier einer Arbeitsbiene stehen aber den Schwestern der 'Legerin' genetisch gesehen nicht so nahe wie die Eier der Königin. Die Theorie der Verwandtenselektion sagt konsequent vorher, dass demnach die Tanten ihre Neffen bereits im Eistadium töten sollten - und das tun sie auch." Es hat nach den nun publizierten Ergebnissen den Anschein, dass die Bienen eine für das Überleben der Kolonie wichtige Verhaltensweise einsetzen, um die nicht entwicklungsfähigen Eier ihrer Schwestern zu entfernen. Dabei vernichten sie "so ganz nebenbei" auch die wenigen entwicklungsfähigen Eier und damit die aus Sicht einer Biene genetisch nicht-unterstützenswerten Nachkommen.
Fressen oder nicht? Eine Biene schaut in eine Wabenzelle, an deren Boden ein Ei liegt - das ist die längliche, weiße Struktur. Stammt das Ei von einer anderen Arbeiterin, wird es vertilgt. Foto: Fiola Bock Eine Biene sieht in eine Wabenzelle, an deren Boden ein Ei liegt

    Die Arbeiten der Würzburger Bienenforscher werden finanziell unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten. Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen Tautz, T (0931) 888-4326, Fax (0931) 888-4322, E-Mail:
tautz@biozentrum.uni-wuerzburg.de

Christian W. W. Pirk, Peter Neumann, Randall Hepburn, Robin F. A. Moritz, Jürgen Tautz: "Egg viability and worker policing in honeybees", PNAS 101 (23)



WISSENSCHAFTLICHE TAGUNGEN




Meningokokken: Gefahr vor allem für Kinder und Jugendliche


Meningokokken können eine übertragbare Krankheit auslösen, die mit jährlich 700 bis 800 Fällen in Deutschland aus zwei Gründen hohe Bedeutung hat: Zum einen erkranken vor allem Kinder und Jugendliche an Hirnhautentzündung oder Sepsis, zum anderen liegt die Sterblichkeit bei sechs bis sieben Prozent der Fälle. Nicht wenige der Überlebenden leiden an schwerwiegenden Folgeschäden wie Hörverlust und Nierenversagen.

    Mit der Epidemiologie, Prävention und Therapie von Meningokokken-Infektionen befasst sich am Freitag, 18. Juni, ein Workshop in den Residenzgaststätten. Erwartet werden an die 120 Mediziner und Mikrobiologen aus Kliniken, Öffentlichem Gesundheitsdienst und Laboratorien. Organisatoren der Tagung sind die Professoren Dr. Ulrich Vogel und Dr. Matthias Frosch vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg.

    An diesem Institut ist das "Nationale Referenzzentrum für Meningokokken" angesiedelt, das den Workshop veranstaltet. Das Zentrum wurde vom Robert-Koch-Institut (Berlin) mit der Erregertypisierung und der bakteriologischen Überwachung der Meningokokken-Infektionen in Deutschland betraut.

    Bei dem Workshop sollen epidemiologische Entwicklungen in Deutschland und Europa zur Sprache kommen. Fortschritte in der Impfstoffentwicklung werden ebenso diskutiert wie Erfahrungen mit Impfkampagnen, die zum Beispiel in den Niederlanden kürzlich durchgeführt wurden. Fragen der Erkrankungsprävention beim Krankenhauspersonal und des Gefahrguttransports von medizinischen Proben sind ebenfalls Themen. Moderne Aspekte und Grenzen der intensivmedizinischen Betreuung der schwerkranken Patienten schließen das Symposium ab.

    Das Programm und weitere Informationen zur Veranstaltung können der Homepage des Nationalen Referenzzentrums entnommen werden:
http://www.meningococcus.de/




Heilung bei Herz- und Gefäßerkrankungen


Eine internationale Tagung über die "Heilung bei Herz- und Gefäßkrankheiten" findet von Donnerstag bis Samstag, 24. bis 26. Juni, im Congress Centrum Würzburg statt. Veranstalter sind die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Sonderforschungsbereich "Pathophysiologie der Herzinsuffizienz" der Uni Würzburg.

    Trotz Verbesserungen bei der Therapie ist die fortgeschrittene Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) nach wie vor mit schwerwiegenden Symptomen und einer deutlich verringerten Lebenserwartung verbunden. Die Herzinsuffizienz als Folge von Bluthochdruck oder Herzinfarkt tritt mit zunehmendem Lebensalter vermehrt auf und stellt damit in einer älter werdenden Gesellschaft ein besonderes Problem dar.

    Das Symposium "Cardiovascular Healing" bringt vor diesem Hintergrund führende Experten, Grundlagenforscher und Kliniker aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Italien und den USA zusammen. Sie werden zum einen erörtern, welche zellbiologischen Mechanismen ablaufen müssen, damit Heilungsprozesse in Gang gesetzt werden können. Zum anderen werden sie diskutieren, welche derzeit die besten Strategien zur Behandlung von Herzerkrankungen sind, welche Rolle Hormone oder Wachstumsfaktoren spielen und ob künftig auch der Einsatz von Stammzellen möglich und wünschenswert ist.

    Die Initiative zu dieser Veranstaltung ging vom Leopoldina-Mitglied und Kardiologen Georg Ertl aus. Er ist zugleich Direktor der Würzburger Medizinischen Uniklinik und Sprecher des Sonderforschungsbereichs (SFB), der das Symposium mitorganisiert. Die Tagung soll auch zeigen, welchen Fortschritt die Forschung dank des SFB genommen hat.

    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland. Ihr gehören 1.100 Mitglieder in aller Welt an, ihr Präsident ist der Würzburger Virologe Volker ter Meulen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Generalsekretärin der Leopoldina, T (0345) 472390, Fax (0345) 4723919,
presse@leopoldina-halle.de

http://www.leopoldina-halle.de/cardio.htm




Freiheit, Sicherheit und Recht in der Europäischen Union


Durch die Osterweiterung der Europäischen Union am 1. Mai diesen Jahres ist ein Raum ohne Binnengrenzen mit 450 Millionen Einwohnern entstanden. In diesem größten Binnenmarkt der Welt können sich Waren, Arbeitnehmer, Dienstleistungen und Kapital frei bewegen. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass die organisierte Kriminalität, etwa in Form von Drogenhandel oder Schlepperbanden, ungehindert und unkontrolliert die Grenzen überschreitet.

    Die Unionsbürger können von Europa zu Recht erwarten, dass es dieser Bedrohung ihrer Sicherheit und Freiheit entgegenwirkt. Dazu sind unionsweit gemeinsame Anstrengungen erforderlich, bei denen jedoch auch die Grundrechte der Bürger beachtet werden müssen. Zu diesem Thema veranstaltet die Juristische Fakultät der Uni Würzburg am Freitag und Samstag, 25. und 26. Juni, die 10. Würzburger Europarechtstage in der Neubaukirche.

    Dazu wurden führende Experten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen, um über Themen wie das europäische Flüchtlings- und Migrationsrecht, die Erfüllung der Polizeiaufgaben oder die Harmonisierung des Strafrechts zu referieren und anschließend mit Studierenden, Fachleuten und anderen Interessierten zu diskutieren.

    Das 10. Jubiläum der Europarechtstage, die seit 1997 regelmäßig stattfinden, wurde nicht nur auf Europajuristen zugeschnitten, sondern soll auch Publikum aus anderen Fachbereichen ansprechen. Das komplette Programm ist auf der Homepage von Professor Eckhard Pache zu finden:
http://www.jura.uni-wuerzburg.de/Lehrstuehle/Pache/europarechtstage.htm


    Für Studierende des Begleitstudiums und des Aufbaustudiengangs im Europäischen Recht wird eine Klausur zu den Europarechtstagen angeboten. Weitere Informationen dazu sind ebenfalls auf der Lehrstuhlhomepage erhältlich.


AUS DER ZENTRALVERWALTUNG




Neuer Erfinderberater für die Physical Sciences


Der Diplom-Physiker Saschan Korder bringt für seine neue Tätigkeit als Erfinderberater an der Uni Würzburg spezielle Kenntnisse und Erfahrungen mit. Nach dem Studium der Physik in Würzburg war er über zehn Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) tätig. Dort hat er auch die Patent- und Lizenzangelegenheiten des auf dem Universitätsgelände am Hubland ansässigen Forschungsinstituts betreut.

Saschan Korder     An der Universität wird Korder fachlich ergänzend zu Dr. Iris Zwirner-Baier, die seit zwei Jahren als Erfinderberaterin schwerpunktmäßig die Life Sciences betreut, Ansprechpartner für die Erfinder aus den Physical Sciences sein. Daneben ist er im Rahmen der Bayerischen Hochschulpatentinitiative Bayern Patent auch für Erfindungen aus den Fachhochschulen Würzburg-Schweinfurt und Aschaffenburg zuständig.

    Korder ist überzeugt, dass in den Bereichen Physik, Chemie, Geowissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften ein großes Potenzial für wirtschaftlich verwertbare Erfindungen steckt. Bei Institutsbesuchen wird er sich den Forschern vorstellen, über Schutzrechte informieren und für deren aktive Nutzung werben. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Vermittlung von Kenntnissen zur Patentrecherche, die als Basisinstrument auch von den Forschern nutzbringend und erfolgreich eingesetzt werden kann.

    Korder verstärkt das Stabsreferat "Intellectual Property Management" der Zentralverwaltung, dem die Erfinderberater zugeordnet sind. "Ein besonderes Anliegen war mir dabei", so Kanzler Bruno Forster, "dass das Stabsreferat auch im Bereich der Patentierung und Verwertung von Erfindungen vermehrt Aufgaben vor Ort übernehmen und so die gesamte Prozesskette von der innovativen Idee bis zum wirtschaftlichen Erfolg abdecken kann." Dies erfolgt in Abstimmung mit dem Patent- und Lizenzbüro Bayern Patent bei der Fraunhofer-Patentstelle in München.

    Die Erfinderberater stehen allen Hochschulerfindern im Erfinderberaterbüro im Zentralgebäude Chemie, Raum 027, am Hubland zur Verfügung:

    Dr. Iris Zwirner-Baier, T (0931) 888-4050

iris.zwirner-baier@mail.uni-wuerzburg.de


    Diplom-Physiker Saschan Korder, T (0931) 888-2643,
saschan.korder@mail.uni-wuerzburg.de


    Weitere Informationen gibt es im Internet-Angebot des Stabsreferats "Intellectual Property Management":
http://www.uni-wuerzburg.de/zv/ipm/




Angebote der Fort- und Weiterbildung im Juli


Im Rahmen des universitären Fort- und Weiterbildungsprogramms werden im Juli mehrere Veranstaltungen angeboten. Falls keine andere Kontaktadresse aufgeführt ist, können verbindliche Anmeldungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Termine (Anmeldeschluss!) abgegeben werden per E-Mail:
grieb@zv.uni-wuerzburg.de


oder unter T (0931) 31-2055 bzw. 31-6003.

Organisation und Management im Vorzimmer

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität und anderer Behörden und Betriebe. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 17. Termin: Freitag, 2. Juli, 09.00 bis 16.00 Uhr. Anmeldung umgehend erforderlich.

Gesprächsführung: Schwerpunkt Prüfungsgespräche

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität (insbesondere Nachwuchswissenschaftler/innen) und anderer Behörden und Betriebe. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 50. Termin: Freitag, 30. Juli, 13.30 bis ca. 19.00 Uhr, und Samstag, 31. Juli, 09.00 bis 18.00 Uhr. Ort: Sportzentrum, Raum 2. Anmeldung umgehend erforderlich.

Bibliothekswesen - Einführung in die Literaturerwerbung, Teil 1 und 2

Zielgruppe: Mitarbeiter/innen an Lehrstühlen, Teil- und Klinikbibliotheken, die in der Literaturerwerbung tätig sind. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 101 und 102. Termine: Teil 1 - Mittwoch, 28. Juli, 08.30 bis 10.30 Uhr, Teil 2 - Donnerstag, 29. Juli, 08.30 bis 11.00 Uhr. Anmeldung erforderlich bis 16. Juli bei Marlis-Ingrid Scheutzow, T (0931) 888-5924, E-Mail:
erwerbung@bibliothek.uni-wuerzburg.de


Workshop Führung von Mitarbeitern/innen

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität und anderer Behörden und Betriebe. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 19. Neuer Termin: Mittwoch, 14. Juli, 13.00 bis ca. 17.00 Uhr. Anmeldung erforderlich bis 7. Juli.

Einführung in das Datenbanksystem Access

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 57. Termine: 14. und 21. Juli, jeweils mittwochs von 08.30 bis 12.30 Uhr. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, PC-Schulungsraum 35. Anmeldung umgehend erforderlich.

Fragestunde zu EDV-Problemen

Zielgruppe: Beschäftigte der Universität. Nähere Informationen: Fort- und Weiterbildungsprogramm, S. 58. Termin: Donnerstag, 22. Juli, 09.00 bis ca. 11.00 Uhr. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, PC-Schulungsraum 35. Keine Anmeldung erforderlich.

Terminvorschau - Spanisch-Sprachkurse

Anfänger: Beginn Mittwoch, 29. September, 16.30 bis 18.00 Uhr, Anfänger mit Grundkenntnissen: Beginn Mittwoch, 29. September, 18.00 bis 19.30 Uhr. Dauer: jeweils mittwochs, 12 Doppelstunden. Kosten: Beschäftigte der Universität 70 Euro, externe Teilnehmer 85 Euro. Ort: Neue Universität, Sanderring 2, Schulungsraum 405. Anmeldung umgehend möglich.


PERSONALIA


Yohko AOKI erhielt ein Stipendium der japanischen Nakazima Foundation, um am Lehrstuhl für Informatik VII (Robotik und Telematik) ein Promotionsstudium durchzuführen. Dieses anerkannte, von der Industrie gesponserte Stipendium wird jährlich an zehn herausragende japanische Studenten für Auslandsstudien vergeben. Frau Aoki arbeitet in Würzburg im internationalen CubeSat-Projekt mit: Dabei wird 2005 ein nur ein Kilogramm schwerer, aber voll funktionsfähiger Mini-Satellit in eine Erdumlaufbahn gesendet.

Prof. Dr. Erika GEISLER feiert am Sonntag, 20. Juni, ihren 90. Geburtstag. Die gebürtige Coburgerin leitete von 1954 bis 1965 die Abteilung für psychisch und neurologisch kranke Kinder und die Erziehungsberatung an der Kinderklinik der Uni Würzburg. Danach wirkte sie bis zu ihrer Pensionierung 1979 als Fachvertreterin für Neurologie und Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters in der Psychiatrischen Uniklinik. Sie war die maßgebliche Wegbereiterin für den 1978 in Würzburg neu eingerichteten Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Prof. Dr. Clemens-Alexander GREIM, Klinik und Poliklinik für Anaesthesiologie, wird für die Zeit vom 01.05.2004 bis 31.10.2004 Sonderurlaub unter Fortfall der Leistungen des Dienstherrn zur Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen am Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Marburg gewährt.

Reinhard HOELZNER, Amtsinspektor, Universitäts-Forstamt Sailershausen, wurde mit Wirkung vom 01.06.2004 das Amt eines Amtsinspektors mit Amtszulage übertragen.

PD Dr. Ernst KIRCHER, Lehrstuhl für Didaktik der Physik, bekam mit Wirkung vom 27.05.2004 die Bezeichnung "außerplanmäßiger Professor" verliehen.

PD Dr. Johann-Peter REITHMAIER, Oberassistent, Lehrstuhl für Technische Physik, zur Zeit zur Wahrnehmung der Vertretung einer C3-Professur für Experimentelle Physik beim Physikalischen Institut beurlaubt, ist mit Wirkung vom 07. 06. 2004 die Bezeichnung "apl.Professor" verliehen worden.

Prof. Dr. Andreas SPEER, Institut für Philosophie, wurde mit Wirkung vom 01.04.2004 zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit an der Universität zu Köln ernannt. Sein Beamtenverhältnis zum Freistaat Bayern ist mit 31.03.2004 beendet.

Prof. Dr. Detlef ZILLIKENS, Klinik und Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, wurde mit Wirkung vom 01.04.2004 zum Universitätsprofessor an der Universität Lübeck ernannt. Sein Beamtenverhältnis zum Freistaat Bayern ist mit 31.03.2004 beendet.

Dienstjubiläen 25 Jahre:

Hannelore ALBERT, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts, am 1. Juni

Elisbeth BETHKE, Lehrstuhl für Psychologie I, am 7. Juni

Manfred KRIEGER, Chirurgische Klinik und Poliklinik, am 1. Juni

40 Jahre:

Eleonore MÖTZEL, Zentrum für Operative Fächer, am 1. Juni

Gäste an der Universität:

Prof. James S. PETERSON von der Texas State University hielt sich Ende Mai beim Geographiedidaktiker Prof. Dieter Böhn auf. Mit ihm vereinbarte er eine Fortsetzung der Forschungen über Geographielehrbücher. Dabei geht es Peterson vor allem um kulturell bedingte Darstellungsformen in Karten.

Am Institut für Paläontologie sind derzeit zu Gast: Prof. Dr. D. K. PANDEY von der University Jaipur (Indien) und Prof. Dr. Yasuo KONDO von der Kochi-University (Japan).


STELLENMARKT


Auskünfte zu den Stellengesuchen erteilt unter Angabe der Info Nr.
Referat IV/4 der Zentralverwaltung T 31-2538


Rechtsanwaltsfachangestellte mit Berufserfahrung sucht Stelle im Universitätsbereich (Info-Nr. 2004-18).

Bürokauffrau sucht nach Ausbildungsende (01.08.2004) Stelle als Verwaltungsangestellte im Universitätsbereich; Fremdsprache: Englisch in Wort und Schrift (Info-Nr. 2004-41).

Telefonist/Pförtner mit langjähriger Erfahrung in den genannten Bereichen sucht geeignete Stelle im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2004-42).

Bürokauffrau sucht Stelle im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2004-43).

Lehrstuhlsekretärin, seit September 1996 bei der Universität beschäftigt, sucht übergangsweise ab 01.09.2004 für 10 Monate Stelle als Vertretung ganz- oder auch halbtags (Info-Nr. 2004-44).

Rechtsanwaltsfachangestellte, außerdem Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin mit den Sprachen Spanisch und Englisch (Ausbildungsende: Juli 2004), sucht Stelle im Universitätsbereich ab August 2004 (Info-Nr. 2004-45).

Zimmermann mit langjähriger Berufserfahrung, außerdem vielfältige anderweitige handwerkliche Fähigkeiten wie z. B. Elektro- und Installationsarbeiten, sucht Stelle als Hausmeister o. ä. (Info-Nr. 2004-46).

Diplomchemiker mit langjähriger und vielfältiger Berufserfahrung in Forschung und Labor, Fremdsprache: Englisch, PC-Kenntnisse, sucht Stelle als Chemiker/CTA (Info-Nr. 2004-47).

Handwerker, zuletzt als Bautechniker tätig, sucht Stelle als Hausmeister/Arbeiter (Info-Nr. 2004-48).

Techniker, Fachrichtung Metallbearbeitung, mehrjährige Tätigkeit als Verwalter, sucht Stelle im technischen Bereich der Universität (Info-Nr. 2004-49).

Groß- und Außenhandelskauffrau, derzeit im Vorbereitungsdienst als Bibliotheksassistenten-Anwärterin (Ausbildungsende: voraussichtlich 31.07.2004), sucht Stelle im Bibliotheks- und Dokumentationsbereich oder auch im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2004-50).

Bürokauffrau, langjährige Berufserfahrung (Finanzbuchhaltung, Patientenverwaltung, Schreibarbeiten), sucht Stelle im Verwaltungsbereich der Universität (Info-Nr. 2004-51).

Industriemeister/Schriftsetzer, Berufserfahrung als Korrektor und DTP-Produktioner sowie als Sachbearbeiter im Zeitschriftenvertrieb, Englischkenntnisse, sucht Stelle im Universitätsbereich (Info-Nr. 2004-52).


An der Klinik und Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten und der Medizinischen Poliklinik sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Rahmen der neu gegründeten Klinischen Forschergruppe "Das Tumormikromilieu: Zielstruktur und Modulator von Immunantworten"

Stellen für

zwei ärztliche Mitarbeiter/innen


eine/n Postdoktoranden/in (Biologie/Biochemie)


eine/n Doktoranden/in (Biologie/Biochemie)


zwei medizinisch-technische Mitarbeiter/innen


zu besetzen (Vergütung erfolgt nach BAT).

Die Bewerber/innen sollten Erfahrungen in zellbiologischen, immunologischen und/oder molekularbiologischen Methoden mitbringen. Darüber hinaus sollten die Bewerber/innen für die ärztlichen Stellen an der Betreuung von klinischen Studien interessiert sein. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Weitere Informationen sind beim Leiter der klinischen Forschergruppe, Prof. Dr. Jürgen C. BECKER, E-Mail:
becker_jc@klinik.uni-wuerzburg.de


zu erhalten.

Bewerbungsunterlagen sind zu richten an: Klinik und Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, z. Hd. Susanne Georgi, Josef-Schneider-Str. 2, Gebäude D8, 97080 Würzburg.



Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Experimentelle Physik V der Universität Würzburg sucht ab sofort

eine/n Biologielaboranten/tin, BTA, MTA (halbtags)


für ein Forschungsprojekt im Bereich experimentelle Tumorforschung, tierexperimentelle MR-Tomographie.

Für Wieder-/Neueinsteigerinnen bieten wir eine fundierte Einarbeitung in den Umgang mit den Tieren ( Nager). Die Arbeitsabläufe machen eine 2-3Tage-Woche erforderlich. Die Stelle ist zunächst auf 2 Jahre befristet, eine Verlängerung wird angestrebt. Die Vergütung erfolgt nach BAT V.

Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung an: Universität Würzburg, Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie, Prof. Dr. Michael Flentje, Josef-Schneider-Strasse 11, 97080 Würzburg.

Nähere Auskünfte können unter T (0931) 888-5861 (Carmen Bundschuh/ Sabine Voll) erteilt werden.



VERSCHIEDENES




Kartuschen abzugeben


Folgende ältere, aber unbenutzte Laserdruckertonerkartuschen sind kostenlos für dienstliche Zwecke abzugeben:
  • 2 x Lexmark 140195A Tonerkartuschen für HP LaserJet II, III, IID, IIID und andere Drucker mit Canon LBP-SX Engines.
  • 1 x HP 92295A Tonerkartusche für HP LaserJet II, III, IID, IIID
  • 2 x Tonerkartuschen für Kyocera FS 1550, FS 1600, FS 3400, FS 3600 und Siemens Highprint 4822, -301, -350, -351, 4825/-3

Anfragen sind zu richten an: Sven Winzenhörlein, Zentralverwaltung, Ref. I/5, T (0931) 31-2464.



Nadeldrucker abzugeben


Das Institut für Anglistik und Amerikanistik hat einen voll funktionstüchtigen Nadeldrucker (Anschaffungsjahr 1989; B 60 cm, H 14 cm, T 40 cm) ohne Werterstattung an andere bayerische staatliche Stellen abzugeben. Kontakt: Sonja Kuhn, Sekretariat des Lehrstuhls für englische Sprachwissenschaft, T (0931) 888-5675.



Reiheneckhaus zu verkaufen


Reiheneckhaus in Würzburg, Frankenstraße, zu verkaufen. Baujahr: 1978. Größe: ca. 140 qm Wohnfläche und 336 qm Grund. Ausstattung: 4 Zimmer, große Küche mit Essplatz, geflieste Böden in Wohnzimmer und Küche/Essbereich mit Fußbodenheizung, Bad mit WC, Dusche und 2 Waschbecken, Gäste-WC, 1 Garage, 1 Stellplatz, 2 Kellerräume. Zusätzlich ca. 25 qm als Einliegerwohnung nutzbar mit sep. Dusche/WC und separatem Eingang. Versetzte Wohnebenen. Brennwert-Gasheizung. Flachdach renoviert. Verkehrsgünstig gelegen. Bushaltestelle in ca. 50 m Entfernung. Bezug nach Vereinbarung, auch kurzfristig. Nähere Informationen unter: T (0931) 201-49972



Zu vermieten


Im universitätseigenen Wohnhaus, Josef-Schneider-Straße 2c, Erdgeschoss, 97080 Würzburg (am Universitätsklinikum), ist ab 01.08. frei:
  • 2-Zimmerwohnung, 51,83 m², Ausstattung: komplett renoviert, Küche, Bad (Wanne) neu, weiß gefliest, Balkon, Keller- und Speicheranteil, Gasetagenheizung neu, Parkett- und Linoleumböden (z.T. neu), Preis: 275 Euro + NK.

Besichtigungsmöglichkeit: Donnerstag, 24.06., 14.00 - 17.00 Uhr, Freitag, 25.06., 9.00 - 12.00 Uhr (Wohnung Familie Schott).

Im universitätseigenen Wohnhaus, Arndtstraße 18, 4. OG/DG, 97072 Würzburg (Sanderau), ist ab 01.08. frei:
  • 3-Zimmerwohnung, 61,37 m², Ausstattung: Küche, Bad (Wanne), Keller- und Speicheranteil, Gaseinzelöfen, Balkon und Fenster neu, Preis: 330 Euro + NK.

Besichtigungsmöglichkeit: Montag 21.06., 14.00 - 17.00 Uhr, Donnerstag, 24.06., 9.00 - 12.00 Uhr, (Wohnung Familie Reusch).

Anfragen/Bewerbungen sind jeweils bis spätestens 30.06. an die Zentralverwaltung der Universität Würzburg, Ref. VI/3, Zwinger 34, 97070 Würzburg, T( 0931) 31-2051, zu richten.



Zu vermieten


Möblierte 4 1/2-Zimmer-Wohnung in Gerbrunn, Nähe Uni Hubland, ab September 2004 zu vermieten. Preis: 600 Euro warm (zzgl. Nebenkosten). Nähere Informationen unter: T (0931) 888 5018 oder T (0931) 705 9355.



Wohnung gesucht


Uni-Sekretärin sucht 2-ZW (Küche, Bad, Balkon) in Würzburg oder Stadtnähe, ruhige Lage, zum 01.10.2004 (ca. 400 Euro warm). T (0931) 2703.