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Erstmals bietet die Uni Würzburg auf ihrer Hochschulmesse JUMAX ein Fortbildungsprogramm für Lehrer an. Unikanzler Bruno Forster: "Die Ausbildung eines Lehrers kann nicht mit dem Zweiten Staatsexamen für alle Zeiten abgeschlossen sein. Darum präsentieren wir dieses interessante Angebot, das sich nicht nur an Gymnasiallehrer richtet, sondern auch an Lehrkräfte aus allen anderen Schulen." Dementsprechend sind viele der Fortbildungsveranstaltungen fachübergreifend angelegt, befassen sich etwa mit der Frage "Erfolgreich lernen - wie geht das?" oder mit dem Thema "Der Lehrer als Erzieher". Diese und weitere Angebote kommen aus dem Fachbereich Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften (Philosophische Fakultät III), der unter anderem auch diese Themen aufgreift: Kinder mit Hyperaktivitäts-Aufmerksamkeitsstörungen, Film- und Videoarbeit, Hochbegabte finden und fördern, neue Einrichtungen fürs Geräteturnen, die "Schülerfirma" als Methode der Arbeitslehre. Reichhaltig fällt auch das Angebot der Fakultät für Chemie und Pharmazie aus. Vorgestellt werden zum Beispiel wasseranalytische Experimente für den Schulunterricht oder ultraschnelle Vorgänge in Molekülen. Andere Seminare heißen "Chemie rund um den Arzneistoff" oder "Wie kommt das Salz in die Zelle?". Weiterhin beteiligen sich an der Lehrerfortbildung die Juristische Fakultät, die Wirtschaftswissenschaftler und die Unibibliothek. "Löten mit der Maus" oder "Natur und Technik" heißt es bei den Physikern, während die Geowissenschaftler ein Kristallzucht-Experiment für den Unterricht vorstellen oder die Themen Vulkanismus und Plattentektonik aufgreifen. Interessierte Lehrer sollten sich zu den Veranstaltungen anmelden, weitere Informationen hierzu finden sich im Internetauftritt der JUMAX: Die Würzburger Universitätsmesse findet am Mittwoch und Donnerstag, 23. und 24. Juni, auf dem Campus am Hubland statt. Erstmals beinhaltet sie in diesem Jahr einen 24-Stunden-Vorlesungsmarathon rund um die Uhr sowie eine "Nacht der Wissenschaft". Hierzu ist die gesamte Öffentlichkeit eingeladen; der Eintritt ist frei. Aber auch das restliche Messeprogramm ist für die Allgemeinheit zugänglich. Es bietet vorwiegend Informationen für angehende Studierende, eine Firmenkontaktbörse für die Absolventen sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Aktionen, Ausstellungen und Vorträgen. In diesem Jahr findet der Sommerball der Universität Würzburg am Abend des Freitag, 9. Juli, statt. Schauplatz des Geschehens wird der stimmungsvolle Innenhof der Alten Universität sein. Die Hochschulleitung bittet darum, diesen Termin vorzumerken. Das Deutschland-Radio Berlin sendet am Samstag, 22. Mai, von 15.05 bis 17.00 Uhr live aus dem Würzburger Rathaushof. In der Sendung aus der Reihe "Deutschland-Rundfahrt" spielt auch die Universität eine gewichtige Rolle. Alle Bürger sind eingeladen, live vor Ort dabei zu sein; der Eintritt ist frei. Mit einer Reportage verfolgt Vladimir Balzer das Wirken und "die strahlende Entdeckung" Wilhelm Conrad Röntgens in Würzburg. "Zwischen Kitsch und Indoktrination", so heißt dann ein Beitrag über die Forschungsstelle Schulwandbilder am Lehrstuhl für Schulpädagogik. Walter Müller und Ina Uphoff erläutern, welche Funktion den schulischen Wandbildern im Unterricht des 19. und 20. Jahrhunderts als Lehr- und Lernmittel zukam. Berichtet wird auch über die Forschergruppe Klostermedizin der Würzburger Universität. Franz-Christian Czygan und Johannes Mayer sprechen mit Moderator Matthias Hanselmann über Arzneipflanzen und das Heilwissen, das früher in den Klöstern vorhanden war. Darum ist dieser Teil der Sendung mit dem Titel "Apotheke Gottes" überschrieben. Die Würzburg-Sendung zum 1300. Geburtstag der Stadt nennt sich "Tilman-City: Riemenschneider und noch viel mehr." Weitere Themen darin sind unter anderem das Würzburger Africa-Festival als größtes Festival für afrikanische Musik in Europa, die erste Pizzeria Deutschlands, die Finanznöte der Stadt, Frauen in der katholischen Kirche und natürlich Riemenschneider als "Held der Gotik". Deutschland-Radio kann in Würzburg auf der UKW-Frequenz 101,3 MHz empfangen werden oder über Satellit, Kabel und Internet (www.dradio.de). In der Bundesrepublik bislang einmalig ist der Bachelor-Studiengang "Modern China", den die Uni Würzburg anbietet. Seine berufsbezogenen Inhalte orientieren sich am praktischen Bedarf von Chinawissenschaftlern und sollen eine neue Generation von Studierenden bedienen, die nicht primär eine Karriere in Bildungseinrichtungen anstreben. Eine zentrale Beratungsveranstaltung für alle Interessenten findet am Dienstag, 8. Juni, um 11.00 Uhr im Raum 14 des Philosophiegebäudes am Hubland statt. Für den Studiengang ist eine Anmeldung erforderlich, die Frist hierfür endet am Freitag, 16. Juli. Der Studiengang beginnt dann zum Wintersemester 2004/05 mit einem der Vorlesungszeit vorgeschalteten vierwöchigen Intensivkurs "Modernes Chinesisch". Dieser Kurs startet am Montag, 20. September. Der reine Hauptfachstudiengang, der ohne Nebenfächer auskommt, umfasst 104 Semesterwochenstunden in sechs Semestern. Die Prüfungen werden studienbegleitend durchgeführt, so dass eine Abschlussprüfung nicht nötig ist. Im vierten Semester (März bis Juli) halten sich die Studierenden in der Regel in China am "European Centre for Chinese Studies" an der Peking-Universität auf. Die dort erbrachten Studienleistungen sind voll anrechnungsfähig und in den Studienplan integriert. Anmeldungsunterlagen sowie weitere Informationen finden sich im Internet unter Innovationen in Mainfranken - unter diesem Titel stellen bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt Wissenschaftler der Universität Würzburg den Unternehmen der Region ihre zukunftsweisenden Techniken und Entwicklungen vor. Nach der Begrüßung durch Vertreter der IHK spricht Gudrun Kiener von der Abteilung VIII der Uni-Zentralverwaltung über ihr Projekt "Innovationen aus der Wissenschaft für die Wirtschaft Mainfrankens". Außerdem referieren unter anderem Peter Jakob (Biophysik), Klaus Schilling (Technische Informatik), Alfred Forchel (Technische Physik) und Hans-Peter Ebert (Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung). Die Vorträge sind öffentlich und finden statt am Dienstag, 25. Mai, von 10.00 bis 17.00 Uhr im IHK-Zentrum für Weiterbildung, Mainaustraße 33, Haus C, Raum 201/202. Gäste sind willkommen, um Anmeldung wird gebeten. Das Programm mit Anmeldeformular ist im Internet zu finden unter Alle Wissenschaftler der Universität, die Interesse an Kontakt zu regionalen Unternehmen haben, können sich an Gudrun Kiener wenden, T (0931) 31-2624 (montags bis donnerstags von 8.30 bis 12.00 Uhr sowie nach Vereinbarung), E-Mail: Ein Spezialrechner für die Analyse von Erbgut wird am Lehrstuhl für Bioinformatik der Uni Würzburg angeschafft. Das Gerät arbeitet extrem schnell, denn in seinem Inneren sind 18.000 Spezialchips (ASICs) miteinander verbunden. Damit lassen sich in kurzer Zeit ganze Genome miteinander vergleichen. Hierfür braucht die neue Maschine nur wenige Minuten und ist damit viele tausend Mal schneller als ein gewöhnlicher Rechner. Auf diese Weise können die Forscher im Würzburger Biozentrum besser verstehen, wie Krankheitserreger dem Menschen schaden. Außerdem erforschen sie damit komplizierte Regulationsvorgänge bei der Krebsentstehung, zum Beispiel bei B-Zell-Lymphomen, sowie im Erbgut von Pflanzen. Der Rechner ist ein "GeneMatcher2" von der US-Firma Paracel und etwa so groß wie ein Schreibtisch. Er kostet 300.000 US-Dollar und wird jeweils zur Hälfte vom Bund und - im Rahmen der High-Tech-Offensive - vom Freistaat Bayern finanziert. Die Spezialisten von der amerikanischen Herstellerfirma werden das Gerät in wenigen Wochen gebaut und am Lehrstuhl montiert haben. Eine hochrangige thailändische Delegation von Universitätsrektoren und -dekanen sowie Vertretern des Wissenschaftsministeriums war am 12. Mai an der Uni Würzburg zu Gast. Neben dem offiziellen Empfang durch Unipräsident Axel Haase und Kanzler Bruno Forster im Martin-von-Wagner-Museum stand auch eine Besichtigung des Campus am Hubland auf dem Programm. Zum Mittagessen hatte Theodor Berchem, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, in die Hubland-Mensa eingeladen und damit einem Wunsch der ausländischen Gäste entsprochen: Diese wollten es ihrer Kronprinzessin Sirindhorn gleichtun, die im September 2002 bei ihrem Besuch der Universität ebenfalls in der Hubland-Mensa zu Mittag aß. Sie genoss damals sichtlich ihren Aufenthalt als "echte" Studentin, wovon sich später viele Thailänder im nationalen Fernsehen überzeugen konnten. Auch jetzt wieder gelang es Küchenmeister Armin Gersitz, ein spezielles Menü der Saison zusammenzustellen, und die ausländische Hochschuldelegation war begeistert davon, in Würzburg fast königlich empfangen zu werden. "Es gibt Universitäten in Bayern, die erklären, ihren Bereich der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften mehr oder weniger stark abzubauen. Für mich, für diese Universität, kommt dies nicht in Frage. Wenn andere Universitäten hier etwas aufgeben, müssen wir diese Lücken besetzen." Universitätspräsident Axel Haase erhielt bei seiner Begrüßungsrede zum Stiftungsfest der Uni Würzburg am 11. Mai für diese Ausführungen besonderen Beifall. Vor mehreren hundert Gästen in der Neubaukirche umriss der Präsident angesichts der Finanzschwäche des Staates und der Forderung an die Universitäten, Strukturveränderungen vorzunehmen und ihr Profil zu schärfen, die Politik der Würzburger Universität. Neben der Konzentration auf ihre Stärken müssten die Universitäten untereinander mehr kooperieren. In Bayern sei man mit der Gründung der Universität Bayern e.V. durch die Präsidenten und Rektoren auf einem guten Weg, um den Veränderungsprozess gemeinsam zu gestalten. "Wenn jede Universität nur sich selbst optimiert, ohne nach außen zu sehen, wenn keine Abstimmung erfolgt, verlieren wir alle", erklärte Haase. Für die Universität Würzburg gehe es in den kommenden Monaten darum, im Bereich "Life Sciences", in dem die Stärken der Universität lägen, sich der Konkurrenz um Elitestudiengänge in Bayern und Exzellenznetze im Bund zu stellen. In diesen Bereichen arbeiten heute Medizin, Biologie, Chemie, Physik und Informatik zusammen, hier finden sich die meisten Würzburger Sonderforschungsbereiche, Forschergruppen, Graduiertenkollegs und Forschungszentren. Der Präsident machte auch deutlich, dass in den kommenden zehn Jahren ein "Abiturientenberg" auf die Universitäten zukomme. Wenn aber parallel dazu die Universitäten sich jetzt bereit machten, im Wettbewerb um die besten Studierenden erfolgreich zu sein, "die allgemeine Finanzausstattung der Universitäten aber nicht massiv verbessert wird, wird unter diesen Bedingungen aus dem Abiturientenberg kein Absolventenberg." Es werde, erklärte der Präsident, "mehr Zulassungsbeschränkungen und schärfere Eingangsprüfungen" geben. "Wir werden eine Eliteausbildung haben, der Prozentsatz der Bevölkerung mit einer akademischen Ausbildung aber wird zurückgehen, und dies bei der letzten geburtenstarken Generation, die Deutschland zu bieten hat. Ich meine: Keine guten Aussichten!" Präsident Haase ehrte im Rahmen des Stiftungsfestes seinen Vorgänger im Amt, Theodor Berchem. Als Dank für dessen "außergewöhnliches Engagement" verlieh ihm die Universität die Würde eines Ehrensenators: "Sie haben mir bei meinem Amtsantritt eine Universität hinterlassen, als deren Präsident man sich im In- und Ausland mit berechtigtem Stolz zu erkennen geben kann", sagte Haase. Der Röntgenpreis, den die Universität und der Universitätsbund seit 2002 jährlich an herausragende Nachwuchswissenschaftler verleihen, ging an Ute Felbor. Der Preis in Höhe von 5.000 Euro wird aus der Dipl.-Ing.-Walter-Preh-Stiftung finanziert. Haase und der Vorsitzende des Universitätsbundes, Albrecht Graf von Ingelheim, überreichten die Auszeichnung. Ute Felbor ist die erste Wissenschaftlerin, die ihn erhielt. Der Grund liegt in "ihren herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der molekularen Humangenetik". Die Privatdozentin und Fachärztin für Humangenetik erforscht als Nachwuchsgruppenleiterin im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) die Wirkweise von Hemmstoffen der Blutgefäßneubildung, Parallelen zwischen Angiogenese und Neurogenese sowie Mausmodelle für eine Form der Neurodegeneration. Von 1998 bis 2000 verbrachte sie einen dreijährigen Forschungsaufenthalt am Department of Cell Biology der Harvard Medical School in Boston (USA), unterstützt durch ein Feodor-Lynen-Forschungsstipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung sowie ein DFG-Forschungsstipendium. 2000 erhielt sie den Bayerischen Habilitationsförderpreis. Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verlieh Präsident Haase an die griechische Studentin Maria Gennimata. Vergeben wird diese Auszeichnung für herausragende Studienleistungen und vor allem auch für bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches oder hochschulinternes Engagement eines ausländischen Studierenden der Universität Würzburg. Der Preis soll der Öffentlichkeit deutlich machen, welche Bereicherung ausländische Studierende für die Hochschulgemeinschaft darstellen. In Vertretung des Regierungspräsidenten verlieh Vizepräsidentin Heidrun Piwernetz die Preise der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung. Diese werden an die Verfasser von herausragenden Doktorarbeiten vergeben, die ein besonderes Verhältnis zu Unterfranken haben. Die diesjährigen Preisträger sind: Monika Tremel, Thomas Lösler, Christian Malzahn, Volker Stiebig, Eva Brigitte Stumpf-Wirths, Andreas Fischer, Michael Kreißl, Michaela Schmale, Pascal Fischer, Michael Schäfer, Robert Scheuble, Isabel Vollmuth, Udo Andreas Götschel, Natascha Traudl Nowack-Göttinger, Christian Zimmermann, Andrea Herold, Jörg David Mühlbacher, Kirsten Drüppel, Andreas Philipp, Kenji Gerald Leibnitz, Marc Oliver Fischer, Martin Kamp, Joachim Heinrich Seufert, Martin Hepp. Die Festrede hielt der Würzburger Astrophysiker Jens Niemeyer. Sein Thema lautete "Dunkle Materie und Dunkle Energie - Fragen der modernen Kosmologie". Niemeyer erhielt im vergangenen Jahr den mit einer halben Million Euro dotierten Förderpreis der Alfried-Krupp-von-Bohlen-und-Halbach-Stiftung für Nachwuchswissenschaftler. Die musikalische Gestaltung der Feier in der Neubaukirche oblag Bernhard Janz (Orgel). Bei der Eröffnungsfeier der Uni Würzburg am 2. Januar 1582 übergab Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn der Universität die Matrikel und das Zepter als ihre Insignien. Das Siegel war damals noch nicht fertig und kam erst im folgenden Jahr hinzu. Heute sind all diese Insignien nicht mehr an der Uni vorhanden. Anlässlich des Stiftungsfestes erinnert Marcus Sporn vom Universitätsarchiv hier an ihre Geschichte. Die akademischen Insignien und Hoheitszeichen einer Universität - hierzu gehört neben Universitätszepter und Siegel auch die erst wesentlich später eingeführte Amtskette des Rektors - waren Ausdruck des eigenen Rechtsbereichs, den die Universität als Körperschaft bildete, sowie der richterlichen Funktion des Rektors. Das große Universitätssiegel wurde 1583 aus Silber hergestellt und neben Geld, Privilegien und Urkunden im Archiv der Universität aufbewahrt. Sein Bild zeigt auf der einen Seite eine Maria mit Kind als Zeichen des Marienpatronats. Gegenüber liegend befindet sich der Heilige Kilian. Der untere Teil wird vom Familienwappen des Landesherrn mit dem fränkischen Rechen, der Sturmfahne des Hochstifts Würzburg sowie dem Familienwappen von Julius Echter eingenommen. Die angegebene Jahreszahl bezieht sich auf die Herstellung des Siegels. Dieses fand Anwendung bis ins 20. Jahrhundert hinein zu besonderen Anlässen, welche die Gesamtuniversität betrafen. Auch heute findet es vielfach Verwendung, etwa als Teil des Briefkopfes der Universität.
Über das erste, von Julius Echter verliehene Zepter fehlen genaue Informationen. Als Quelle muss auf Abbildungen in den Matrikeln zurückgegriffen werden. Das ältere Zepter war ein kolbenförmiger, fein cannellierter Stab. Aus späteren Beschreibungen lässt sich vermuten, dass es sich um einen versilberten Stab aus Holz handelte. 1723 wurde ein aufwändigeres versilbertes Zepter mit Fürstenhut und Echterwappen angefertigt. Dieses Zepter wurde in der Nähe des Vorzimmers in einem Schrank aufbewahrt, versteckt hinter den Talaren. Im August 1788 verschwand es auf mysteriöse Weise. Da die Tür nicht aufgebrochen worden war, kam der Verdacht auf, ein mit einem Generalschlüssel versehenes Mitglied der Universität könnte den Diebstahl begangen haben. Umfassende Untersuchungen blieben ergebnislos. Das Zepter scheint jedoch zu einem unbekannten Zeitpunkt wieder aufgetaucht zu sein, denn in einem Bericht an das Ministerium des Inneren im Jahr 1846 werden die zwei Zepter beschrieben. Wegen deren desolaten Zustands erhielt die Universität im gleichen Jahr durch königliche Entschließung zwei Zepter der Salzburger Universität zugewiesen. Diese war 1810 im Zuge der napoleonischen Umgestaltung Europas an Bayern gefallen.
Eine Informationstour für mittelständische Unternehmen hat das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderte "Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr" am 3. Mai in Hannover begonnen. In einem mobilen Demonstrationslabor, dem SigBus, werden in insgesamt 22 Städten Workshops und Lösungen zur Sicherheit in der Informationstechnologie (IT) und zur Vertrauenswürdigkeit im elektronischen Geschäftsverkehr angeboten. Der SigBus kommt am Montag, 14. Juni, auch nach Schweinfurt, und zwar auf den Parkplatz vor der IHK in der Karl-Götz-Straße 7. Bei praxisbezogenen Workshops werden die technischen und rechtlichen Grundlagen zur IT-Sicherheit vermittelt. Die Teilnehmer erhalten außerdem Informationen über praktische Anwendungslösungen aus verschiedenen Bereichen. Partner der Tour ist das Mainfränkische Electronic Commerce Kompetenzzentrum (MECK), an dem auch der Lehrstuhl für BWL und Wirtschaftsinformatik der Uni Würzburg beteiligt ist. Weitere Informationen über Tourdaten, Ansprechpartner und Anmeldemöglichkeiten: Zum Beginn des Sommersemesters wurde der Umbau der Teilbibliothek Psychologie am Röntgenring 10 abgeschlossen. Nach einer langjährigen Aufbauarbeit sind nun die Buchbestände aller vier Lehrstühle des Instituts zusammengeführt, elektronisch erschlossen und in einer gemeinsamen Systematik offen zugänglich aufgestellt. Insgesamt können 5.000 Zeitschriftenbände und 19.000 Monographien an 30 Arbeitsplätzen benutzt werden. Für Katalog- und Datenbankrecherchen stehen sechs PCs zur Verfügung. Auch für den Bücherzuwachs der kommenden Jahre ist ausreichend Stellfläche vorhanden. Mit dieser bedeutenden Verbesserung der Bibliotheksverhältnisse seien die Wissenschaftler und Studierenden der Psychologie optimal mit Informationsmöglichkeiten versorgt, so eine Mitteilung der Unibibliothek. Bei einer Feierstunde am 17. Mai wurde die Teilbibliothek ihrer Bestimmung übergeben. "Examensvorbereitung ohne Repetitor: Wahnsinn oder echte Alternative?" Diesen Titel trägt eine Informationsveranstaltung, welche die Fachschaft Jura der Uni Würzburg zusammen mit der Studiendekanin Inge Scherer anbietet. Sie findet statt am Mittwoch, 26. Mai, um 18.15 Uhr im Hörsaal I der Alten Universität, Domerschulstraße 16. Vorgestellt wird die neu konzipierte Examensvorbereitung der Juristischen Fakultät "Neues Lernen mit der Uni-Methode". "Klare Absage an den religiösen Fundamentalismus - die 'größte Demokratie' der Welt glänzend bestätigt." Unter diesem Titel lädt der Lehrstuhl für Indologie der Uni Würzburg zur öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung "Indien nach der Wahl" ein. Sie findet statt am Freitag, 21. Mai, um 18.15 Uhr im Raum 8/U/11b im Philosophiegebäude am Hubland. Die Professur für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie an der Uni Würzburg ist seit April 2004 mit Guido Hertel besetzt. Der 40-Jährige war zuvor in Kiel tätig. Er vertritt ein zukunftsweisendes Teilgebiet der Psychologie, das für die Studierenden besonders attraktiv ist.
Über eine Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie kann sich die Arbeitsgruppe von Stefan Engelhardt am Rudolf-Virchow-Zentrum der Uni Würzburg freuen. Das "Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Forschungsstipendium" der Hengstberger-Stiftung (Böblingen) wird an Wissenschaftler verliehen, die auf dem Gebiet der Herzmuskelerkrankungen forschen. Stefan Engelhardt und seine Mitarbeiter im DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin erhalten über einen Zeitraum von zwei Jahren 50.000 Euro. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit den zellulären Mechanismen, die einer Herzmuskelschwäche zu Grunde liegen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf das frühzeitig im Verlauf dieser Erkrankung auftretende krankhafte Wachstum von Herzmuskelzellen und die vermehrte Bildung von Bindegewebe im erkrankten Herzen. Die Forscher haben bereits eine Reihe von Proteinen identifiziert, die dieses unkontrollierte Wachstum der Herzmuskelzellen steuern. Ziel ist es nun, den Wirkmechanismus dieser Proteine aufzuklären und so neue therapeutische Strategien zur Therapie der Herzmuskelschwäche zu entwickeln. Dieses Leiden zählt noch immer zu den häufigsten Todesursachen in den Industriestaaten. Weitere Informationen: Kerstin Endele, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit am Rudolf-Virchow-Zentrum/DFG-Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, T (0931) 201-48714, E-Mail: Eine Herzschwäche muss nicht immer durch einen Infarkt oder einen Herzklappenfehler bedingt sein. Sie kann auch dann entstehen, wenn das Immunsystem den Herzmuskel angreift. Das haben Wissenschaftler von der Uni Würzburg jetzt erstmals nachgewiesen. Ihre Arbeit ist in der Mai-Ausgabe 2004 des renommierten Fachblatts "Journal of Clinical Investigation" veröffentlicht. Roland Jahns von der Medizinischen Poliklinik und seine Arbeitsgruppe am Lehrstuhl für Pharmakologie erforschen eine schwere Herzmuskelschwäche, die im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auftritt. Die Betroffenen können im Endstadium oft nur durch eine Herztransplantation gerettet werden. In der Fachsprache der Mediziner heißt dieses Leiden "Idiopathische Dilatative Cardiomyopathie" (DCM). Bei 25 bis 30 Prozent der Patienten ist diese Form der Herzschwäche durch genetische Defekte bedingt, bei 10 bis 15 Prozent liegt ihr eine direkte toxische Schädigung des Herzmuskels zu Grunde, ausgelöst zum Beispiel durch Alkohol oder eine Chemotherapie. Ansonsten ist die Ursache der Krankheit bislang unbekannt. Allerdings finden sich bei rund 30 Prozent der Patienten im Blut Antikörper, die sich gegen den beta1-adrenergen Rezeptor richten. Dieses winzige Molekül sitzt bei jedem gesunden Menschen in der Wand der Herzmuskelzellen. Dort sorgt es dafür, dass das Stresshormon Adrenalin die Pumpe schneller und kräftiger schlagen lässt. Die bei den Erkrankten gefundenen Antikörper haben denselben Effekt - "und das ist für die Herzfunktion und Lebenserwartung der Patienten langfristig sehr ungünstig", erklärt Jahns. Unklar war bisher, ob die Antikörper als Folge der Herzschwäche entstehen oder ob sie eine Ursache für die Krankheit sind. Letzteres ist der Fall, so die Würzburger Forscher: Bekamen Ratten einmal im Monat einen bestimmten Abschnitt des beta1-adrenergen Rezeptors verabreicht, der bei Mensch und Ratte identisch ist, dann reagierte ihr Immunsystem mit der Bildung adrenalin-ähnlicher Antikörper. In der Folge stellte sich bei allen Tieren nach neun Monaten eine schwere, langsam voranschreitende Erweiterung und Funktionseinschränkung der linken Herzkammer ein. Wurde das Blutserum dieser Ratten einmal monatlich über ein Jahr hinweg intravenös auf gesunde Tiere des gleichen Stammes übertragen, so entwickelte sich das Krankheitsbild auch bei ihnen. Jahns: "Damit haben wir erstmals bewiesen, dass eine gegen den beta1-adrenergen Rezeptor des Herzens gerichtete Autoimmunreaktion bei der Idiopathischen Dilatativen Cardiomyopathie ein eigenständiges krankheitsauslösendes Prinzip darstellt. Bei wie vielen unserer Patienten dieser Mechanismus eine Rolle spielt, ist noch nicht abschließend geklärt." Am Klinikum der Uni Würzburg werden durchschnittlich 200 bis 300 Betroffene betreut. In jedem Fall aber haben diese Ergebnisse die Grundlagen für neue Therapieansätze geliefert. So ist es laut Jahns denkbar, die negative Wirkung der Antikörper mit Medikamenten aufzuheben, etwa mit Beta-Blockern. Alternativ könnten die Antikörper auch durch eine spezielle Dialyseform, die so genannte Immunadsorption, aus dem Blut der Patienten ausgewaschen werden. Weitere Informationen: PD Dr. Roland Jahns, T (0931) 201-71190 oder 201-70460 (Sekretariat), E-Mail: Roland Jahns, Valérie Boivin, Lutz Hein, Sven Triebel, Christiane E. Angermann, Georg Ertl, Martin J. Lohse: "Direct evidence for a beta1-adrenergic receptor-directed autoimmune attack as a cause of idiopathic dilated cardiomyopathy", Journal of Clinical Investigation (JCI) 2004, Vol. 113, Seiten 1419-1429.
Ultraschallbilder von Rattenherzen: Rechts ein gesundes Tier, links ein Tier, das die krank machenden Beta1-Rezeptor-Antikörper hat. Abgebildet sind jeweils Querschnitte durch die linke Herzkammer während drei bis vier Herzaktionen. Man sieht: Die Herzkammer des kranken Tieres (links) ist stark vergrößert. Grafik: Jahns
Prof. Dr. Johannes GEURTS, Physikalisches Institut, wird vom 01.05.2004 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 30.09.2004, übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C 4 für Didaktik der Physik beschäftigt. Prof. Dr. Gisela MÜLLER-BRANDECK-BOCQUET, Institut für Politische Wissenschaft, wurde am 07.05.2004 von Bayerns Europaminister Eberhard Sinner mit einer Medaille "Für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa" ausgezeichnet. In der Laudatio wies der Minister auf die einschlägigen Tätigkeiten der Professorin in Forschung und Lehre hin. PD Dr. Johann-Peter REITHMAIER, Oberassistent, Lehrstuhl für Technische Physik, wird für die Dauer der Beurlaubung von Prof. Dr. Johannes Geurts vom 01.05.2004 bis 30.09.2004 übergangsweise auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C 3 für Experimentelle Physik beschäftigt. Prof. Dr. Wolfram SCHIER, Institut für Altertumswissenschaften, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der Christian-Albrechts-Universität Kiel erhalten. Dienstjubiläen 40 Jahre: Karin SCHMIDT, Volkswirtschaftliches Institut, am 19. Mai Gäste an der Universität: Dr. Romain GIRAUD von der Joseph-Fourier-Universität Grenoble (Frankreich) hält sich seit 1. April 2004 am Lehrstuhl für Experimentelle Physik III bei Prof. Dr. Laurens W. Molenkamp auf. Er wird hier bis Ende März 2005 mit einem Alexander-von-Humboldt-Forschungsstipendium arbeiten. |