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Im Jahr 2001 wurden im Klinikum der Universität Würzburg 52.381 Patienten aufgenommen und stationär behandelt. Das waren rund 1.700 mehr als im Jahr zuvor. 70 Prozent der Kranken - 36.836 an der Zahl - kamen aus dem Regierungsbezirk Unterfranken, was die Bedeutung des Klinikums für die Krankenversorgung in der Region unterstreicht. Wie aus dem in diesen Tagen erschienenen Jahresbericht des Klinikums hervorgeht, kamen 9.707 der unterfränkischen Patienten aus der Stadt, 9.825 aus dem Landkreis Würzburg. Aus Main-Spessart begaben sich 4.882, aus dem Kreis Kitzingen 3.039 Kranke zur stationären Behandlung ins Uniklinikum. Deutlich weniger Patienten kamen dagegen aus den Städten Aschaffenburg (294) und Schweinfurt (827), während die Bevölkerung aus den entsprechenden Landkreisen (850 bzw. 1.947) wiederum stärker vertreten war. Aus dem Kreis Miltenberg suchten 1.697 Patienten das Klinikum auf, aus Rhön-Grabfeld 1.101, aus dem Kreis Bad Kissingen 1.789 und aus den Haßbergen 878. Auch die anderen Regierungsbezirke Bayerns machen sich im Einzugsgebiet des Würzburger Universitätsklinikums stärker bemerkbar: Es sind Mittelfranken mit 2.857 Patienten, Oberfranken mit 1.427, Oberbayern 185, Oberpfalz 156, Schwaben 216 und Niederbayern 104. Mit 7.003 Patienten ist von den anderen Bundesländern Baden-Württemberg am stärksten vertreten, gefolgt von Hessen (1.841). Aus dem übrigen Deutschland ließen sich weitere 1.601 Kranke in Würzburg behandeln. 101 Patienten kamen aus dem Ausland zur Therapie in die Stadt am Main. Die Uniklinik verfügte 2001 über 1.610 Planbetten. Für die stationären Patienten wurden rund 458.000 Pflegetage erbracht. Die größten Anteile davon entfallen auf die Chirurgische Klinik (59.078), Medizinische Klinik (55.000), Psychiatrische Klinik (50.343) und die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke (40.112). Im Vergleich zum Jahr 2000 verkürzte sich die durchschnittliche Verweildauer der stationären Patienten im Klinikum um einen halben Tag: Sie sank von 9,2 auf 8,7 Tage. Überdurchschnittlich war dies unter anderem der Fall in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Verkürzung von 36,3 auf 32,6 Tage), der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten (von 8,9 auf 7,5 Tage) sowie in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (10,5 auf 9,3 Tage). All diese Patienten brauchen Speisen und Getränke, und so erscheinen die Zahlen aus dem Küchenlager sehr beeindruckend: Im Jahr 2001 wurden unter anderem 10,2 Tonnen Nudeln, über acht Tonnen Reis sowie 15.000 Eier verarbeitet. Des weiteren wurden 545.000 Flaschen Mineralwasser, 6,9 Tonnen Kaffee und 92.000 Liter Milch gebraucht. In der Groß- und Diätküche sind 14 Köche, zwei Metzger, neun Diätassistentinnen und 56 Hausangestellte tätig. Die Zahl der ambulanten Patienten in den Universitätskliniken belief sich auf 176.035, während es im Jahr 2000 noch 167.812 gewesen waren. Der Löwenanteil entfällt mit 26.406 auf die Kliniken für Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, gefolgt von der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten (22.459), der Augenklinik (17.762), der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke (17.449) und der Chirurgischen Klinik (16.931). Das Klinikum mit seinen gut 4.000 Beschäftigten hatte im Jahr 2001 Betriebsaufwendungen in Höhe von circa 268 Millionen Euro. 65 Prozent entfielen auf Ausgaben für das Personal, 21 Prozent auf den medizinischen Bedarf. Die Verteilung im Personalbereich: 29 Prozent für den Pflegedienst, 26 Prozent für den Ärztlichen Dienst, 19 Prozent für den Medizinisch-Technischen Dienst. Die Studierenden der Universität Würzburg müssen sich ab sofort bis einschließlich 7. Februar für das Sommersemester 2003 zurückmelden. Rechtzeitig steht hierfür nun auch im Klinikum eine Selbstbedienungsstation für die Multifunktionale UniversitätsChipkarte (Muck) zur Verfügung. Zur Rückmeldung gibt es noch eine weitere Neuerung: Das Semesterticket ist teurer geworden. Bei dem neuen Muck-Terminal handelt es sich um die mittlerweile siebte derartige SB-Station an der Uni. Sie befindet sich in der Nuklearmedizin in den Räumen der Fachschaft (in der Nähe des Computerpools), die montags bis freitags von 7.00 bis 22.00 Uhr geöffnet sind. Bei der neuen Station wurde auch ein bargeldlos funktionierender Aufwerter installiert, mit dem sich über die EC-Karte Geld auf die Muck laden lässt. Es ist die Chipkarte des Studentenwerks, die als Muck verwendet wird. Die Studierenden müssen die Karte einmalig in der Studentenkanzlei am Sanderring registrieren lassen. Danach können sie an den Muck-Terminals unter anderem ihre Adressen ändern, Studienausweise und sonstige Bescheinigungen ausdrucken oder die komplette Rückmeldung erledigen - einschließlich der Bezahlung des Semesterbeitrags. Die Rückmeldung kann in der Studentenkanzlei auch persönlich beantragt werden, und zwar montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr, mittwochs zusätzlich von 14.00 bis 16.00 Uhr. Dort muss ein Beleg darüber abgegeben werden, dass der Semesterbeitrag entrichtet wurde. Der Beitrag kann bar an den Verkaufsstellen am Sanderring, Hubland und im Klinikum oder am Schalter auch bargeldlos mit der Muck bezahlt werden. Der Beitrag beläuft sich auf 64,30 Euro. Davon gehen 28,00 Euro an das Studentenwerk, welches das Geld zur Finanzierung seiner gesetzlichen Aufgaben verwendet: Es betreibt unter anderem Mensen, Cafeterien, Wohnheime und Kindertagesstätten. Die restlichen 36,30 Euro entfallen auf das Semesterticket. Dessen Preis haben die Verkehrsbetriebe im Vergleich zum vergangenen Semester um 4,10 Euro erhöht. Wie bisher gilt der Studentenausweis zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis sechs volle Monate als Semesterticket. Das berechtigt die Studierenden dazu, rund um die Uhr alle Bahn- und Buslinien der Würzburger Straßenbahn (WSB), der Allgemeinen Personennahverkehrs-Gesellschaft (APG) im Landkreis Würzburg und die Linien 780, 800, 805/810 und 920 der Deutschen Bahn AG zu nutzen. Weitere Informationen zur Rückmeldung hängen im Bereich der Universität an den Schwarzen Brettern aus. Fragen zum Semesterticket und zum Öffentlichen Personennahverkehr in Würzburg beantworten die Kundenzentren der Würzburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft WVV, T (0931) 36-2320, und der APG, T (0931) 321-2020. Informationen zur Muck gibt es bei Michael Tscherner, T 31-2026, Internet: Eine große Menschenmenge versammelte sich am 16. August 2002 vor der Abteilung für Transfusionsmedizin des Würzburger Uniklinikums: Alle wollten sich für eine Knochenmarkspende Blut abnehmen oder typisieren lassen. Auslöser für den Ansturm war ein Flugblatt, das in ganz Unterfranken verteilt worden war. Es hatte um "Hilfe für meinen Papa, Peter Hoh!" gebeten. Auf diesem Weg suchte die erst 14 Wochen alte Christina Hoh für ihren 29-jährigen Vater, der in einer Spezialklinik lag, dringend einen geeigneten Stammzellspender. Sie bat alle, die sich zwischen dem 18. und 55. Lebensjahr befinden und ihrem Papa oder anderen Leukämiepatienten als Stammzellspender helfen wollen, in die Abteilung für Transfusionsmedizin der Uniklinik zu kommen. Die Resonanz war überwältigend. Schon am ersten Vormittag fanden sich mehr als 200 Spender ein. Nach elf Tagen waren es dann 2.000 und zu guter Letzt sogar 3.769 Menschen, die Peter Hoh oder anderen Leukämiekranken helfen wollten. Überwältigend war auch die Bereitschaft, Geld zu spenden - schließlich mussten alle Blutproben typisiert werden, und das ist mit Kosten von rund 50 Euro pro Untersuchung verbunden. Die Abteilung für Transfusionsmedizin und der Vorstand des Klinikums ziehen nun eine erfreuliche Bilanz: Das Klinikum erhielt nicht nur so viele Geldspenden, dass die Aktion "Hilfe für Peter" finanziert werden konnte. Und noch viel wichtiger: Inzwischen wurde ein passender Knochenmarkspender für Peter Hoh gefunden. "Dieser Erfolg ist insbesondere den vielen Mitarbeitern zu verdanken, welche die Aktion trotz der Ferienzeit unbürokratisch und ohne Vernachlässigung ihrer eigentlichen Aufgaben unterstützt haben", wie es in einer Mitteilung des Klinikums heißt. Für dieses Engagement sprachen Verwaltungsdirektorin Renate Schülke-Schmitt und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Christoph Reiners allen beteiligten Mitarbeitern bei einer kleinen Feierstunde ihren Dank und ihre Anerkennung aus. Sie würdigten den Einsatz der ärztlichen Mitarbeiter, der Schwestern und Arzthelferinnen sowie der medizinisch-technischen Mitarbeiter und Zivildienstleistenden der Transfusionsmedizin. Darüber hinaus halfen auch Pflegekräfte aus benachbarten Kliniken mit, sei es nun bei der Blutentnahme oder der Organisation. Auch die Unterstützung durch diverse Verwaltungsbereiche fand Anerkennung. Ganz besonders bedankte sich der Vorstand beim Leiter der Abteilung für Transfusionsmedizin, Prof. Dr. Markus Böck, ohne dessen organisatorisches Geschick, Engagement und tatkräftige Hilfe die gesamte Aktion nicht denkbar gewesen sei. Der Mediziner Prof. Dr. Ernst Kern, der in Unterfranken geboren wurde, begeht am Montag, 13. Januar, seinen 80. Geburtstag. Er war von 1969 bis 1991 Ordinarius für Chirurgie und Direktor der Chirurgischen Klinik der Universität Würzburg. Nach der Schule und dem Abitur in Augsburg war Ernst Kern von 1941 bis 1945 als Gebirgsjäger an der Ostfront (Kaukasus). Er studierte dann Medizin in München und Erlangen. Von 1952 bis 1954 wirkte er als Assistent an der Chirurgischen Klinik der Uni Würzburg, anschließend bis 1966 als Assistent und Oberarzt an der Chirurgischen Uniklinik in Freiburg. 1959 habilitierte er sich, 1964 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Von 1966 bis 1969 war Kern Chefarzt der Chirurgischen Abteilung des Städtischen Krankenhauses Lörrach und wechselte dann nach Würzburg. Nachdem seinem Vorgänger Prof. Dr. Werner Wachsmuth der Wiederaufbau der im Krieg weitgehend zerstörten Klinik und des Luitpoldkrankenhauses gelungen war, stellte sich für Prof. Kern die Aufgabe, in den 70er-Jahren die unerlässliche Spezialisierung der Chirurgie durchzuführen. Es entstanden Einheiten für Unfall-, Kinder-, Gefäß-, Plastische und Wiederherstellende sowie Handchirurgie. Einzig vorhanden war die Abteilung für Lungenchirurgie, die 1983 in eine Abteilung für Herz-, Thorax- und Thorakale Gefäßchirurgie umgewandelt wurde. Während der Amtszeit von Prof. Kern wurden an der Klinik 175.000 Operationen durchgeführt, 1.500 wissenschaftliche Publikationen erarbeitet und mehr als 120 Ärztinnen und Ärzte in der Chirurgie ausgebildet. Jeder Chirurg hat im Rahmen seiner Gesamttätigkeit einige "Hobbys". Bei Prof. Kern waren dies neben der Gallen- und Bauchspeicheldrüsen-Chirurgie die allgemeinen Erkrankungen des Bauchraums: Ileus, Peritonitis, Bauchfellverwachsungen, stumpfes und offenes Bauchtrauma sowie das "akute Abdomen", die den Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit bildeten. Seit 1991 lebt Ernst Kern bei bester Gesundheit und Vitalität in einem durch Musik, Malen, Fotografieren, Bergsteigen und Schriftstellerei ausgefüllten Ruhestand. Seine Autobiografie "Sehen, Denken, Handeln eines Chirurgen im 20. Jahrhundert" ist im Jahr 2000 im ecomed-Verlag erschienen. Im Rahmen der Zukunft(s)werkstatt-Gespräche der Kunstpädagogik präsentieren sich die Filmemacher Nicolas Humbert und Werner Penzel am Donnerstag, 16. Januar, mit ihrem Film "Middle of the Moment". Am Donnerstag, 30. Januar, spricht dann der Kultursoziologe Prof. Dr. Gerhard Wagner über "Die Atmosphäre der Kunstwelt". Die Filmemacher Humbert und Penzel (CINE NOMAD) stellen ihre Arbeitsweise unter dem Rahmenthema "Atmosphären. Entdecken, Erleben, Entwerfen" um 14.00 Uhr im Kunstraum (Raum 150) des Universitätsgebäudes am Wittelsbacherplatz vor. Um 16.00 Uhr zeigen sie ihren preisgekrönten Film "Middle of the Moment", der mit dem "Grand Prix Best Documentary Film Florenz", mit dem "Public Award" des Filmfestivals Marseille und mit dem "Innovative Cinema Award Switzerland" ausgezeichnet wurde. Ein abschließendes Gespräch über den 80 Minuten dauernden Film ist vorgesehen. Der Vortrag von Prof. Wagner beginnt am 30. Januar um 14.15 Uhr ebenfalls im Kunstraum am Wittelsbacherplatz. Beide Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Sie bilden den Auftakt zur Fortsetzung des interdisziplinären Diskurses um die "Rolle der Atmosphäre im Wahrnehmungs- und Spannungsfeld von Kunst und Wissenschaft, Kultur und Technik". Die Würzburger Kunstpädagogik hatte diesen Diskurs im Juli 2002 mit dem Symposion "Atmosphären. Entdecken, Erleben, Entwerfen" begonnen. Damals referierten Vertreter aus den Bereichen Philosophie, Medientheorie, Theologie, Sozialpsychologie, Theoretische Physik, Musik- und Kunstpädagogik, Design und Bildende Kunst über ihre Vorstellungen von Atmosphäre und Atmosphären. Der Kunstraum legt in seinem Programm für 2003 einen kunst- und medienwissenschaftlichen Schwerpunkt auf die Zukunft des Films. Dem Würzburger Kunstpädagogen Prof. Dr. Rainer Goetz zufolge haben sich die Bedingungen der kinematographischen Kunst in den vergangenen Jahren radikal verändert: An der "Schwelle zu einer Materialrevolution" würden sich neue Möglichkeiten der Kamera- und Projekttechniken bieten, die auch neue Erzählformen und Bildsprachen erlauben. So werden zum Beispiel mit Humbert und Penzel keine kommerziell und industriell arbeitenden Teams à la Hollywood vorgestellt. Stattdessen gehe es um "die individuellen Anstrengungen und besonderen Gestaltungsweisen von Künstlern, welche die globalen Standards der Kinoindustrie, wie sie von Hollywood gesetzt werden, überwinden oder unterlaufen", so Goetz. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Kunstraum der "Cinematic Imaginary", wie sie zurzeit vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe vorgestellt wird. Dessen Direktor Prof. Dr. Peter Weibel wird an der Uni Würzburg demnächst einen Überblick über die Ansätze zur Gestaltung interaktiver, nicht-linear erzählender Inhalte präsentieren. Er werde kreative Möglichkeiten auf den Gebieten der kinematographischen Forschung aufzeigen - laut Prof. Goetz "ein Laboratorium, in dem Wissenschaftler und Künstler aufeinander treffen und ein Fenster in die Zukunft aufstoßen". Weitere Informationen: Prof. Dr. Rainer Goetz, T (0931) 888-4845, Fax (0931) 888-6819, E-Mail: Beim 13. Europäischen Studentenkongress im Klinikum Charité in Berlin waren auch drei Medizinstudenten aus Würzburg dabei. Verena Wohlfarth, Tobias Langenhan und Martin Hager stellten dort Anfang November 2002 ihre wissenschaftlichen Studien vor und heimsten dafür Preise ein. Ziel des Studentenkongresses ist es, jungen Wissenschaftlern und angehenden Ärzten aus Ost- und Westeuropa ein Forum zu bieten, auf dem sie ihre wissenschaftlichen Studien vorstellen können. Aus 750 Bewerbungen wurden 130 für einen Vortrag und 150 für eine Posterpräsentation ausgewählt. Diese wurden dann jeweils 24 Fachgebieten zugeteilt und von einer Jury bewertet. Verena Wohlfarth, die am Physiologischen Institut in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Michael Gekle tätig ist, stellte ihre Arbeit über den Einfluss von Albuminurie auf das Voranschreiten der Nierenfibrose vor. Tobias Langenhan vom Institut für Anatomie und Zellbiologie (Arbeitsgruppe PD Dr. Esther Asan) berichtete über die Lokalisation des "ciliären neurotrophen Faktors" im Geruchssystem, Martin Hager aus der Klinik für Anaesthesiologie (Arbeitsgruppe Dr. Martin Anetseder) präsentierte einen neu entwickelten minimal-invasiven Test zur Diagnose der Malignen Hyperthermie. Alle drei gewannen in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Aus den insgesamt 48 Siegern wurden jeweils die sechs Besten ausgewählt und traten nochmals gegeneinander an. Auch für diese zweite Runde konnten sich alle drei Würzburger qualifizieren. Letzten Endes gewann Tobias Langenhan den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Preis der Vortragsjury; Verena Wohlfarth erhielt den ersten Preis der Posterjury. Sie setzte sich außerdem im direkten Vergleich gegen den Ersten der Vortragsjury durch und gewann so den mit 2.000 Euro dotierten Hauptpreis des Kongresses. Mal wieder das vorgehabte Lernpensum nicht geschafft und auch den Sport sausen lassen? Woran lag es? War etwa der altbekannte "innere Schweinehund" im Weg? Wie man dieses Tier überwinden kann, wollen Psychologen von der Uni Würzburg mit einem speziellen Training zeigen. Das Seminar "Den inneren Schweinehund überwinden" richtet sich an Studierende der Betriebswirtschaftslehre, Medizin und Rechtswissenschaften ab dem achten Semester. Durchgeführt wird es in drei Gruppen von Dr. Lioba Werth vom Lehrstuhl für Psychologie II zusammen mit Diplomanden. Erarbeitet wird, wie man Ziele richtig setzt und sie dadurch auch erreichen kann. Auch das Thema Zeitmanagement kommt zur Sprache. Pro Gruppe können zwölf Personen teilnehmen; die Plätze werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Die erste Gruppe findet statt am 10. und 11. Februar, die zweite am 25. und 26. April, die dritte dann am 9. und 10. Mai. Das Seminar dauert am ersten Tag jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr, am zweiten Tag von 9.00 bis 14.00 Uhr. Verbindliche Anmeldung mit Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Angabe des gewünschten Trainingsdatums: Sekretariat Psychologie II, Röntgenring 10, Fax (0931) 31-2812, E-Mail: Der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der Uni Würzburg bietet in Kooperation mit dem "Mainfränkischen Electronic Commerce Kompetenzzentrum" (MECK) ein Praxis- und Forschungsseminar an. Auswärtige Referenten tragen aktuelle Themen aus der Wirtschaft vor; angesprochen sind Firmenvertreter und Studierende. Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs um 18.00 Uhr im Großen Hörsaal der Alten Handelskammer in der Neubaustraße 66 statt. Die nächsten Termine:
Die Teilnahme ist kostenlos; die Veranstalter bitten jedoch um Anmeldung unter Würzburger Studenten haben am 17. Dezember in Passau die Bayerischen Hochschulmeisterschaften im Volleyball der Männer gewonnen. Die Wettkampfmannschaft aus Würzburg besiegte im Endspiel die Konkurrenz von der Technischen Universität München, die zuvor als klarer Favorit gehandelt worden war. Die Bayerischen Volleyball-Hochschulmeister 2002 heißen Detlef Müller und Stefan Maier (beide studieren Bauingenieurwesen), Udo Hügelschäfer (Mathe/Sport), Christian Fix (Medizin), Andreas Reuter (Sport/Erdkunde), Sacha Kucera (BWL), Christoph Brand (Sport) und Stefan Kern (Psychologie). Betreut wurde das Team von Karl-Heinz Langolf vom Sportzentrum der Uni. Die Vortragsreihe "UFA - Uni für alle: das neue Studium Generale der Universität Würzburg" befasst sich in diesem Wintersemester mit der Wissenschaftsethik. Dabei äußern sich Professoren aus den natur- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten zur ethischen Verantwortung der Wissenschaften. Der nächste Vortrag findet am Dienstag, 14. Januar, statt: Der Humangenetiker Prof. Dr. Clemens Müller-Reible spricht um 18.15 Uhr im Hörsaal 166 der Universität am Sanderring über das Thema "Molekulare Humangenetik: Neue Methoden - neue (alte) Probleme?". Der letzte Vortrag in der Reihe läuft am 28. Januar ebenfalls um 18.15 Uhr im Hörsaal 166 am Sanderring: Dann spricht der Jurist Prof. Dr. Horst Dreier über "Verfassungsrechtliche Argumente in der Bioethik". Erneut ist aus der Universität Würzburg heraus ein junges Unternehmen entstanden: Ulrike Götz, bislang im Sekretariatsbereich der Uniklinik für Anaesthesiologie tätig und dort unter anderem mit der Durchführung von Tagungen betraut, hat die Firma Kongkret gegründet. Diese versteht sich als Full-Service-Agentur für die Organisation des nichtwissenschaftlichen Teils von Kongressen, Tagungen und Seminaren. Die Tätigkeit beginne bei der Planung und ende mit der Schlussabrechnung der Veranstaltungen, wie es in einer Mitteilung der Firma heißt. Das Unternehmen hat seinen Sitz im Technologie- und Gründungszentrum Würzburg in der Sedanstraße 27. Weitere Informationen: T (0931) 299-5263, Fax (0931) 299-5261, E-Mail und Internet: Der Pianist Sebastian Bernard wird im Rahmen der Reihe "Musik in der Neurologie" am Donnerstag, 16. Januar, Werke von Bach, Liszt, Schubert und Rachmaninoff spielen. Sein Konzert beginnt um 19.00 Uhr im Hörsaal der Neurologischen Klinik in der Josef-Schneider-Straße 11. Bernard unterrichtet seit 1999 - damals als einer der jüngsten Dozenten - die Fächer Klavier und Korrepetition an der Hochschule für Musik in Würzburg. Der Lehrstuhl für Fränkische Geschichte an der Uni Würzburg ist seit Anfang November 2002 mit Helmut Flachenecker besetzt. Der neue Professor erforscht schwerpunktmäßig die Geschichte der kleinen und mittleren Städte in Franken sowie deren Funktion für das Umland. Helmut Flachenecker, 1958 in Nürnberg geboren, studierte von 1977 bis 1983 Geschichte, Germanistik und Geographie in Erlangen-Nürnberg und Eichstätt. An dieser Uni wurde er auch promoviert und habilitiert. Weiterhin war er an der University of Notre Dame in Indiana (USA), der Uni Göttingen sowie an der Uni College Cork in Irland und als Stipendiat der Huntington Library Pasadena (USA) tätig. Von 1997 bis 2002 leitete er das kirchengeschichtliche Langzeitprojekt "Germania Sacra" am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen. In der Lehre will Prof. Flachenecker den Studierenden vor allem die vielfältige Geschichte Frankens im Mittelalter nahe bringen. "Dabei ist besonders darauf zu achten, dass sich das mit Franken umschriebene Gebiet im Laufe der Jahrhunderte verändert hat, ehe damit die heutigen Regierungsbezirke Unter-, Mittel- und Oberfranken gemeint waren", sagt der Historiker. Beachtet werden müssten darum auch die südöstlichen Teile Hessens, das südliche Thüringen sowie das Hohenlohische Gebiet. In der Forschung konzentriert sich der neue Professor auf die zahlreichen Klein- und Mittelstädte Frankens. Dabei geht es ihm vor allem um eine funktionalistische Betrachtung der Stadt sowie um ihre Zentralität und ihre Aufgaben für das Umland. In Zusammenarbeit mit der Kommission für Bayerische Landesgeschichte und seinem Kollegen Rolf Kießling hat Flachenecker 1999 bereits einen Sammelband über die "Städtelandschaften in Franken, Schwaben und Altbayern" erstellt. Ein weiterer Band zum Thema "Städtelandschaften - Schullandschaften" liegt zurzeit als Manuskript vor. Der neue Professor ist zudem an der für 2004 geplanten Landesausstellung in Forchheim beteiligt: Dort werden unter dem Titel "Land der Franken 500 - 1500" auch die Fränkischen Städte thematisiert. Ferner arbeitet Helmut Flachenecker am europäischen Projekt TASC mit, das sich die Erforschung und Kartierung von Heiligen auf dem gesamten Kontinent zur Aufgabe gemacht hat: In einer Pilotstudie analysiert er das Bistum Eichstätt, und zwar in Zusammenarbeit mit der Historischen Fachinformatik am Max-Planck-Institut für Geschichte. Die Kommission für Bayerische Landesgeschichte unterstützt dieses Projekt im Rahmen der "Historischen Atlasforschung - Kirchengeschichtliche Reihe - Bistümer". In diesem Zusammenhang soll in den kommenden Jahren für jede Diözese Bayerns ein Band zur Kirchenorganisation entstehen. Kontakt: Prof. Dr. Helmut Flachenecker, T (0931) 888-5531, Fax (0931) 888-4617, E-Mail: In Kirchengemeinden und Gottesdiensten sind Jugendliche oft nur vereinzelt anzutreffen. Dagegen entfalten religiöse Großveranstaltungen wie der Weltjugendtag eine geradezu magnetische Anziehungskraft. Woran das liegt und welche Erfahrungen die jungen Christen dabei gewinnen, haben Religionspädagogen von der Uni Würzburg erforscht. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Regelmäßig folgen Hunderttausende von Jugendlichen den Einladungen von Papst Johannes Paul II. zu internationalen Treffen. Beim Weltjugendtag im Sommer 2002 in Toronto waren auch die Würzburger Wissenschaftler Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz und Diplom-Theologe Christian Scharnberg aktiv: Sie befragten 5.000 Jugendliche aus Deutschland über ihre Einstellung zur Religion und über ihre Motive, an dem kirchlichen Event teilzunehmen. 1.500 Fragebögen kamen ausgefüllt zurück. Hinsichtlich der religiösen Praxis stellte sich heraus, dass die meisten Befragten häufig in die Kirche gehen und oft beten. 60 Prozent gaben an, wöchentlich oder öfter den Gottesdienst zu besuchen. Dagegen ließen die jungen Leute eine nur durchschnittliche Nähe zur Kirche erkennen. Für den Papst interessierten sie sich wiederum deutlich, lehnten aber zu fast 70 Prozent eine Verpflichtung zum Konsens mit dem Oberhirten ab. "Wer zum Weltjugendtag fährt, ist also offen für die institutionell-kirchliche Religion, jedoch nicht unkritisch linientreu", kommentiert Scharnberg den Befund. Welche anderen Motive hatten die Jugendlichen, nach Toronto zu reisen? Am anziehendsten fanden sie der Studie zufolge die Aussicht auf touristische Erfahrungen innerhalb einer Gemeinschaft: Sie wollten Land und Leute kennen lernen und Jugendliche aus anderen Nationen treffen. Fast genau so wichtig war es für sie aber, durch die Teilnahme am Weltjugendtag ihre Zugehörigkeit zur Weltkirche und ihr Christsein zu betonen. Für die Befragten sei es die mit Abstand wichtigste Erfahrung des Weltjugendtages gewesen, sich in einer familiären, christlichen Gemeinschaft aufzuhalten, wie Prof. Ziebertz sagt: "Sie verneinten entschieden, dass der Weltjugendtag für Sie nur eine reine Spaßveranstaltung sei." Hoch geschätzt wurden offenbar intensive spirituelle Erlebnisse. So bildete eine Übernachtung unter freiem Himmel in Erwartung der morgendlichen Abschlussmesse mit dem Papst für viele den Höhepunkt des Weltjugendtags. Durch die Erlebnisse in Kanada fühlten sich die Teilnehmer inspiriert, zu Hause im Alltag als Christen aktiv zu werden. "Man sollte darum darüber nachdenken, wie man den starken Handlungsimpuls, den die jungen Leute von solchen Veranstaltungen mitbringen, im jugendpastoralen Alltag aufgreifen kann." Das ist eine der Schlussfolgerungen, welche die Würzburger Wissenschaftler aus ihrer Studie ziehen. Sie vermuten weiterhin, dass viele Jugendliche auf einer Großveranstaltung wie dem Weltjugendtag nach einer sozialen Bestätigung für die eigene christliche Lebensentscheidung suchen: Im Alltag fühlen sich die jungen Christen eher als Minderheit, sie erleben eine zunehmende Kirchenferne der Anderen. Auf dem Treffen dagegen treten sie zusammen mit Gleichgesinnten als Masse auf, erleben Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Erstellt wurde die Studie im Auftrag der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz in Düsseldorf, die auch den Löwenanteil der Kosten finanziert hat. Der Grund: 2005 wird der Weltjugendtag in Deutschland stattfinden, und um sich gründlich darauf vorbereiten zu können, will die Arbeitsstelle mehr über die Teilnehmer und ihre Motive wissen. Weitere Informationen: Prof. Dr. Hans-Georg Ziebertz, T (0931) 888-4839, Fax (0931) 888-4840, E-Mail und Internet: Zu einem internationalen Symposium lädt das Graduiertenkolleg "Wahrnehmung der Geschlechterdifferenz in religiösen Symbolsystemen" an der Uni Würzburg ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und in welcher Weise in religiösen Zusammenhängen Macht- und Herrschaftsbeziehungen mit der Geschlechterdifferenz in Verbindung gebracht werden. Dabei geht es auch um die Frage, unter welchen Umständen und wie dabei Gewalt eine Rolle spielt. Die Geschlechterdifferenz ist eine überall vorkommende Form der sozialen Klassifikation, die biologische Unterschiede in ganz besonderer Weise betont und dramatisiert. Mit der Geschlechterdifferenz selbst gehen noch nicht zwingend Macht- oder Herrschaftsbeziehungen einher. Allerdings sind solche Verbindungen in allen bekannten Gesellschaften festzustellen. Eröffnet wird das Symposium am Donnerstag, 16. Januar, um 18.15 Uhr im Toscanasaal der Residenz. Die weiteren Vorträge, die alle öffentlich sind, finden dann am Freitag und Samstag, 17. und 18. Januar, im Raum 210 der Universität am Sanderring statt. Die Veranstalter erwarten Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und den USA. Weitere Informationen: Katharina Boll, T (0931) 31-2670, Fax (0931) 888-7083, E-Mail und Internet (rechts oben "Besondere Veranstaltungen" anklicken): Mit den Zielen, Rahmenbedingungen, differentiellen Aspekten und der Evaluation von Patientenschulungen befasst sich eine Tagung am 13. und 14. Januar in Würzburg. Veranstaltet wird sie vom Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern (RFB) in Kooperation mit der Arbeitsgruppe "Patientenschulung" im Förderschwerpunkt Rehabilitationswissenschaften des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen Rentenversicherung. Die Tagung findet im Bildungszentrum der gesetzlichen Rentenversicherung in der Berner Straße 1 in Würzburg statt. Weitere Informationen: RFB-Geschäftsstelle, T (0931) 31-2070, Fax (0931) 31-2078, E-Mail und Internet: "Die Universität Würzburg in den Krisen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts": So heißt ein Buch, das die hochschuleigene "Kommission für die Herausgabe einer Universitätsgeschichte" kurz vor dem Abschluss des Jubiläumsjahres anlässlich der Erstgründung der Universität Würzburg vor 600 Jahren präsentiert hat. Als Beitrag der Kommission zur 600-Jahr-Feier wende sich die Publikation bewusst einer Zeit zu, die in der Historiographie der Universität bisher nahezu gänzlich vernachlässigt und im Bewusstsein der Zeitgenossen wie der Nachlebenden häufig verdrängt worden sei, so der Historiker und Herausgeber Prof. Dr. Peter Baumgart bei der Vorstellung des Buches im Toscanasaal der Residenz. Ungeachtet dessen bleibe diese Periode der Würzburger Universitätsgeschichte - vom Ende des Ersten Weltkriegs 1918 bis zum Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes mit dem Wiederbeginn 1945 - ein integrierender Bestandteil der jüngeren und jüngsten Geschichte der ältesten Hochschule in Franken. "Es ging uns nicht darum, Gericht zu sitzen über die Menschen, die sich unter gesellschaftlichen Umständen, die wir nur teilweise nachvollziehen können, in die politischen Machenschaften der Herrschenden verstricken ließen." Das sagte Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem bei der Präsentation. Vielmehr liege die Bedeutung des Buches darin, dass es sachlich und im Kontext der zeitgeschichtlichen Entwicklungen für die Nachwelt festhält, was geschehen ist und wie es dazu kommen konnte. Das Buch besteht aus insgesamt neun teils biographisch, teils übergreifend institutionengeschichtlich orientierten Abhandlungen. Der einleitende Essay des Herausgebers zeichnet die Umrisse der Universitätsentwicklung im Gesamtzeitraum nach. Dabei akzentuiert er den Weimarer Neubeginn 1918/19, den nationalsozialistischen Gleichschaltungsversuch 1933/34 samt den Folgen sowie den schwierigen Neuanfang nach dem Krieg 1945 in der zerstörten Stadt. Die folgende Abhandlung untersucht die Reihe der Würzburger Rektoren, die sich im Hinblick auf das Ziel einer nationalsozialistischen Durchdringung als insgesamt wenig effektive "Führer" der Hochschule erwiesen: Der Autor berücksichtigt die Amtsführung des letzten gewählten Rektors, des Fundamentaltheologen Georg Wunderle (1933), sodann des alsbald zu einer Gefängnisstrafe verurteilten Hygienikers Herwart Fischer (1933/34), weiterhin des vorzeitig resignierenden Zahnmediziners Johannes Reinmöller (1935/37), schließlich des am Ort aufgestiegenen Chirurgen und Kriegsrektors Ernst Seifert (1937/45) im unübersichtlichen Netz der mitregierenden NS-Polykratie. Klaus Wittstadt beschreibt die Theologische Fakultät zwischen Anpassung und Ablehnung unter den Bedingungen der NS-Herrschaft in der Abfolge ihrer Professoren. Wolfgang Weiß, der bei der Präsentation einleitende Worte sprach, klärt auf der Grundlage von Fakultätsakten weitgehend die Phase des Neubeginns und Wiederaufbaus der Würzburger Theologie. Hans-Joachim Vollrath entwirft ein Panorama der Mathematik und Astronomie sowie der sie prägenden Persönlichkeiten von Georg Rost bis Otto Volk. Den Rechtshistoriker Ernst Meyer (1862-1932) in der Spannung zwischen wissenschaftlichem Werk und politischer Gegnerschaft zur Republik würdigt Dietmar Willoweit, während Jürgen Weitzel Lebensweg und Wirken der Rechtslehrer Hugo Kreß (1874-1958) und Ernst Hoyer (1890-1953) skizziert. Die enge Verflechtung von Geschichtswissenschaft und politischer Ideologie beim Mittelalterkundler Max Buchner (1881-1941) in Würzburg und München sowie die Verstrickung des Landeshistorikers Wilhelm Engel (1905-1964) in das NS-System arbeiten Peter Herde und Enno Bünz (Leipzig) heraus. Den problematischen Rassenbiologen Friedrich Keiter (1905-1967) charakterisieren abschließend Ute Felbor, Monika Reininger und Gundolf Keil. Peter Baumgart (Hrsg.): "Die Universität Würzburg in den Krisen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts", erschienen als Band 58 der Reihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg", Kommissionsverlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 2002, 352 Seiten, 26 Euro. Dr. Peter ACHE, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Botanik I - Molekulare Pflanzenphysiologie und Biophysik, wurde mit Wirkung vom 01.01.2003 zum Akademischen Rat z. A. ernannt. Prof. Dr. Friedhelm BRUSNIAK, Institut für Musikwissenschaft, hat einen Ruf auf eine C4-Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik an der Universität Bamberg erhalten. Prof. Dr. Ulrich KONRAD, Institut für Musikwissenschaft, wurde Freistellung für Forschung im Sommersemester 2003 und im Wintersemester 2003/2004 bewilligt. Prof. Dr. Klaus-Peter LESCH, übergangsweise beschäftigt als Universitätsprofessor der BesGr. C3 für Psychiatrie und Psychotherapie, wurde mit Wirkung vom 06.12.2002 zum Universitätsprofessor auf dieser Stelle ernannt. Prof. Dr. Wolfgang NEUGEBAUER, Institut für Geschichte, wurde von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zum ordentlichen Mitglied in der Geisteswissenschaftlichen Klasse gewählt. PD Dr. Johann-Peter REITHMEIER, Oberassistent, Lehrstuhl für Technische Physik, wird vom 01.01.2003 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 31.03.2003, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C3 für Experimentelle Physik beschäftigt. Dr. Gerhard SCHWARZMANN, Akademischer Rat, Verwaltung Klinikum, wurde mit Wirkung vom 20.12.2002 zum Akademischen Oberrat ernannt. PD Dr. Ulrich VOGEL, Wissenschaftlicher Assistent, Institut für Hygiene und Mikrobiologie, wird vom 01.01.2003 bis zur endgültigen Besetzung der Stelle, längstens jedoch bis 30.09.2003, auf der Planstelle eines Universitätsprofessors der BesGr. C3 für Medizinische Mikrobiologie beschäftigt. Dr. Ludwig WALTER, Bibliotheksdirektor, Universitätsbibliothek, trat mit Ablauf des Monats Dezember 2002 in den Ruhestand. Dr. Stefan WIESE, Wissenschaftlicher Angestellter, Institut für Klinische Neurobiologie, wurde mit Wirkung vom 13. Dezember 2002 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Molekulare Zellbiologie" erteilt. Dr. Wilma ZIEBUHR, Wissenschaftliche Assistentin, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, wurde mit Wirkung vom 01.01.2003 zur Akademischen Rätin z.A. ernannt. Dienstjubiläen: 25 Jahre Egbert BAIER, Medizinische Klinik, am 01.01.2003 Georg Michael KEIM, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke, am 01.01.2003 Rudolf KLINGER, Verwaltung Klinikum, am 01.01.2003 Hans-Peter KWIOTEK, Verwaltung Klinikum, am 02.01.2003 Dr. Uwe MÄDER, Interdisziplinäres Tumorzentrum, am 16.12.2002 Rolf-Dieter SCHERER, Medizinische Klinik, am 01.01.2003
Wer im Studienjahr 2003/04 an einer Hochschule in den USA studieren möchte, kann sich bis 31. Januar um ein Fulbright-Reisestipendium bewerben. Das Angebot richtet sich an Studierende und Graduierte, die ihren Studienaufenthalt in Amerika selbst oder mit Hilfe Dritter arrangieren und finanzieren. Bezahlt werden unter anderem die Kosten der Flugreise zum US-Hochschulort und zurück, eine Kranken-/Unfallversicherung sowie die Teilnahme an einem zweitägigen Vorbereitungsseminar. Das Stipendium ist im Rahmen eines Programms angesiedelt, das nach dem amerikanischen Senator J. William Fulbright benannt ist und den akademischen und kulturellen Dialog mit den USA fördern soll. Weitere Informationen stehen im Internet: Der Lehrstuhl für Soziologie hat folgende Geräte kostenlos abzugeben:
Anfragen an: Sekretariat des Lehrstuhls für Soziologie, Wittelsbacherplatz 1, 97074 Würzburg, T (0931) 888 4819. Sonnige 3-Zimmerwohnung in Oberdürrbach ab 01.03.2003 zu vermieten. Phantastischer Ausblick, Außenterrasse und kleiner Garten, Carport, Balkon sowie Einbauküche. Gute Busanbindung; mit dem PKW 10 Minuten zum Bahnhof. Kleine Wohngemeinschaft. Größe: 84 qm Wohnfläche. Preis: 510 Euro (Wohnung) zzgl. 25 Euro (Carport); Nebenkosten: ca. 90 Euro. Nähere Informationen unter T (0221) 4704907 (Universität Köln) oder (0221) 9908401 (privat). |