Zu dieser Seite gehört ein Inhaltsverzeichnis im linken Teil des Bildschirms.
Falls nicht vorhanden, dann bitte laden





Gastfamilien für Weihnachten gesucht


Die Studierendenvertretung der Uni Würzburg möchte für ausländische Studierende die Möglichkeit schaffen, das Weihnachtsfest bei einer Gastfamilie zu verbringen. Gesucht werden Familien, die an einem der Weihnachtsfeiertage eine Studentin oder einen Studenten zu sich einladen. In welchem Rahmen dies stattfindet, bleibt den Gastgebern natürlich selbst überlassen. Diese Aktion fand in den vergangenen Jahren mit großem Anklang statt. Weitere Informationen gibt es unter T (0931) 888-5819 im Büro der Studierendenvertretung.



Ministerpräsident legte Grundstein für Neubau der Inneren Medizin


Erneut ist an der Universität Würzburg der Startschuss für ein Großbauprojekt gefallen: Der rund 153 Millionen Euro teuere Neubau für die Innere Medizin wird direkt an den noch unvollendeten Bau für die Operativen Fächer angebunden. Am Montag, 16. Dezember, fand die Grundsteinlegung durch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber statt.

    An der Großbaustelle für das Medizinisch-Operative Zentrum der Uni Würzburg an der Oberdürrbacher Straße wird seit 1998 gearbeitet: Damals wurde am Rand des Stadtteils Grombühl der Bauabschnitt für die Operativen Fächer mit 310 Betten in Angriff genommen. Dessen Baukosten belaufen sich auf 150 Millionen Euro, als Termin für die Fertigstellung ist Ende 2003 anvisiert.

    Mit der Realisierung des zweiten Bauabschnitts, der einmal die Innere Medizin aufnehmen soll, konnte nun dank der Unterstützung durch Bayerische Staatsregierung, Landtag, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie durch den Wissenschaftsrat begonnen werden. Es entsteht eine Nutzfläche von etwa 22.600 auf einem Grundstück von 42.400 Quadratmetern. Die Bundesrepublik und der Freistaat Bayern übernehmen jeweils die Hälfte der Kosten.

    Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass die Räumlichkeiten der Inneren Medizin bislang auf das Luitpoldkrankenhaus und die Innenstadt verteilt sind. Die beengte Unterbringung in den mehr als 80 Jahre alten Bauten behindere Forschung und Krankenversorgung gleichermaßen.

    Der neue Bau soll mit 301 Betten bestückt werden. Er wird später folgende Kliniken und Einrichtungen aufnehmen: Medizinische Klinik und Ambulanz, Medizinische Poliklinik, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Institut für Röntgendiagnostik, Institut für Klinische Biochemie, Abteilung für Transfusionsmedizin und das Zentrallabor des Klinikums. 2008 soll das Gebäude, das auch zwei Hörsäle mit 200 und 150 Plätzen sowie Seminarräume beinhaltet, vollendet sein.

    Der Bau werde einmal dasselbe Raumvolumen umfassen wie die Würzburger Residenz, so Stoiber. Nicht nur mit diesem barocken Kulturschatz, sondern mit einem weiteren "Edelstein der medizinischen Versorgung, Forschung und Lehre" könne die Stadt künftig also glänzen.

    Auf Würzburgs Ruf als hervorragende Wissenschaftsstadt wies auch BMBF-Staatssekretär Uwe Thomas hin. Ein Beleg hierfür: Allein das Bundesforschungsministerium habe in den vergangenen vier Jahren zusätzlich zur regulären Förderung 22 Millionen Euro für die Genom- und Gesundheitsforschung sowie die Biotechnologie nach Würzburg vergeben.

    Wie Universitätspräsident Theodor Berchem in seinem Grußwort sagte, sei den Verantwortlichen der Alma Julia ein großer Stein vom Herzen gefallen, als die Zusage kam, dass der Bau der Inneren Medizin noch im Jubiläumsjahr der Universität auf den Weg gebracht werden kann. Ganz ohne Zweifel sei die Grundsteinlegung einer der ganz großen Höhepunkte im zu Ende gehenden Wissenschaftsjahr, das die Universität anlässlich ihrer 600-Jahr-Feier ausgerufen hatte.

    Weitere Grußworte sprachen Karl Max Einhäupl, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, und Würzburgs Oberbürgermeisterin Pia Beckmann. Christoph Reiners, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, nannte dann einige Zahlen und Fakten: Rund 570 Mitarbeiter werden in dem Neubau künftig an die 80.000 Pflegetage und 50.000 ambulante Behandlungen erbringen. Hinzu kommen etwa 50.000 röntgendiagnostische und 15.000 nuklearmedizinisch-diagnostische Leistungen, drei Millionen Laboruntersuchungen sowie 30.000 Einheiten verschiedener Blutpräparationen. Von großer Bedeutung sei, dass etwas mehr als zehn Prozent der Fläche im Neubau für die patientennahe klinische Forschung vorgesehen sind.

    Hans Bock, Chef des Unibauamtes, leitete dann zur Grundsteinlegung über: In der "Zeitkapsel", welche auch die nächsten 600 Jahre der Universitätsgeschichte überstehen soll, wurden eine Urkunde, verschiedene Münzen sowie Exemplare der Tageszeitungen Main-Post, Volksblatt und Süddeutsche Zeitung versiegelt. Schließlich klang die Feierlichkeit mit einem Imbiss aus. Für Musik sorgte die Bläsergruppe "Some like it hot".



Arzneimittel für die Chemotherapie werden jetzt zentral hergestellt


Der Neubau der Zentralen Zytostatika-Zubereitung am Klinikum der Universität Würzburg wurde bei einer kleinen Feier offiziell in Betrieb genommen. In dieser Einrichtung werden anwendungsfertige Arzneimittel für die Chemotherapie von Tumorpatienten hergestellt. Die Mittel können die Vermehrung von Krebszellen hemmen.

    Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Christoph Reiners, wies auf die ursprünglichen Bemühungen hin, die Einrichtung in bereits vorhandene Räumlichkeiten des Klinikums zu integrieren. Weil die Verarbeitung der Substanzen sehr hohe Anforderungen an den Personen- und Produktschutz stelle, sei es jedoch notwendig geworden, einen Neubau zu schaffen. Dieser wurde an die Krankenhausapotheke angeschlossen.

    Der Leiter der Apotheke des Klinikums, Dr. Johann Schurz, erläuterte die technisch äußerst anspruchsvolle Lösung, die allen Vorgaben bezüglich der Sicherheit und Funktionalität gerecht werde. Durch die Zentralisierung in der Krankenhausapotheke könnten die bisherigen Herstellungsbereiche in den Stationen zurückgebaut und die Wartungs- und Servicekosten erheblich reduziert werden. Es falle weniger Sondermüll an, die Verwertung von Restmengen führe zu Einsparungen zwischen fünf und zehn Prozent.

    Die Chemotherapeutika werden unter sterilen Bedingungen in drei speziellen Werkbänken in einem hochreinen Raum hergestellt. Dessen Partikel- und Keimgehalt wird kontinuierlich überprüft. Eine ausgefeilte Lüftungstechnik kontrolliert permanent die Druckverhältnisse und garantiert, so Dr. Schurz, dass keine Substanzen in die Umgebung gelangen. Das Personal sei speziell geschult, regelmäßige Untersuchungen bestätigen die Keimfreiheit der Produkte.

    Alle Vorgänge werden laut Dr. Schurz lückenlos von einem EDV-Programm überwacht und dokumentiert. Das Programm sei in der Lage, durch die Berücksichtigung von Größe, Gewicht und Labordaten für jeden Patienten die optimale Dosierung zu errechnen. Die Arzneimittel werden in Kunststoffbeutel eingeschweißt, bevor sie in bruchsicheren, dicht geschlossenen Behältnissen ausgeliefert werden. Eine separate Logistik sorge dafür, dass das richtige Produkt den Patienten rechtzeitig und sicher erreicht.

    Der Leiter der Apotheke weist darauf hin, dass erst kürzlich in Kraft getretene Änderungen des Apothekenrechts es möglich machen, die Patienten auch außerhalb der Kliniken flächendeckend mit Zytostatika zu versorgen. Nachdem das Betreiben einer Zytostatika-Herstellung mit beträchtlichen Investitionen verbunden ist, habe der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, dass eine Apotheke mit entsprechender Ausrüstung auch im Auftrag einer anderen Apotheke tätig werden kann. Damit werde es jedem Patienten ermöglicht, die notwendigen Medikamente in einer Apotheke seiner Wahl zu bestellen.



Abschluss des Wissenschaftsjahres: Feier mit Preisverleihungen


Am 10. Dezember 1402 erteilte Papst Bonifaz IX. die Privilegien zur Einrichtung der "Hohen Schule" in Würzburg. Auf den Tag genau 600 Jahre später feierte die Universität Würzburg zur Erinnerung an ihre Erstgründung. Zahlreiche junge Wissenschaftler bekamen bei der Feierstunde in der Neubaukirche Preise überreicht, und auch der Röntgenpreis der Universität wurde nach einer Pause von fast 60 Jahren "wiederbelebt".

    Die Alma Julia hatte ihr Jubiläum zum Anlass genommen, 2002 als Wissenschaftsjahr unter dem Motto "Geistiger Aufbruch im Spätmittelalter" auszurufen. Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem blickte bei der Feier auf die vergangenen Monate zurück.

    Eröffnet wurde das Jubiläumsjahr am 7. Januar in der Neubaukirche mit einem Festvortrag des Kirchenhistorikers Prof. Dr. Dr. Klaus Wittstadt, der über die Geschichte der Uni Würzburg sprach. "Am 11. Mai fand dann in Anwesenheit des Bundespräsidenten und des bayerischen Ministerpräsidenten ein großer Festakt statt, bei dem unser Bischof einen über den Tag hinaus weisenden Festvortrag hielt", so Präsident Berchem.

    Die geistes- und naturwissenschaftlichen Fakultäten, die Medizin, die Universitätsbibliothek und das Martin-von-Wagner-Museum richteten 2002 mehr als 100 Tagungen, Kongresse, Konzerte, Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen aus. Zahlreiche renommierte Gäste aus dem wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Leben des In- und Auslandes besuchten die Universität. Zu Gast waren auch die Kultusministerkonferenz, die Rektorenkonferenz, die Humboldt-Stiftung und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD).

    Präsident Berchem: "Über all diese Aktivitäten wurde ausgiebig in den Medien berichtet. Zusätzlich haben wir einen Film über unsere Universität drehen lassen, der mehrfach auf TV Touring gesendet wurde." Die Fakultäten haben sich in einer Sonderausgabe von BLICK, der Zeitschrift der Universität, selbst dargestellt. Die Juristische Fakultät hat eine eigene, themenbezogene Festschrift herausgegeben, "und wir haben eine lesbare Universitätsgeschichte bekommen", so Prof. Berchem über das Buch von Peter Süß. Derzeit bereite der Bayerische Rundfunk außerdem eine 45-minütige Fernsehsendung sowie ein halbstündiges Hörfunk-Feature über die Alma Julia vor.

    Der Präsident dankte all den Kollegen und Mitarbeitern der Fakultäten, der Verwaltung, der Universitätsbibliothek sowie aller anderen universitären Einrichtungen, die an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltungen des Wissenschaftsjahres beteiligt waren. Sein besonderer Dank ging an die Geschäftsstelle der 600-Jahr-Feier unter Regierungsrat Klaus Baumann sowie an den Universitätsbund, der das Jubiläumsjahr großzügig unterstützte.

    Im Jubiläumsjahr spielte das Heeresmusikkorps an der Universität, und Prof. Ulrich Konrad, der Vorstand des Instituts für Musikwissenschaft, zeichnete gleich für mehrere Konzerte verantwortlich: "Auf seine Idee ging die Festwoche mit ausländischen Chören zurück, die ein glanzvoller Erfolg wurde", wie der Präsident sagte. Die von Universitätsmusikdirektor Rudolf Dangel geleiteten Musiker seien immer dann zur Stelle gewesen, wenn man sie für die musikalische Ausgestaltung brauchte.

    Das Resümee des Präsidenten: "Wenn man Bilanz zieht, dann haben wir in diesem Jahr ganz gewiss fette schwarze Zahlen geschrieben." Alsdann leitete er über zu den Hauptpersonen der Feierstunde, den Preisträgern: Theodor Berchem, der auch Präsident des DAAD ist, zeichnete zunächst die chinesische Studentin Yujie Zhang mit dem DAAD-Preis aus. Anschließend vergab er die Stipendien aus der Jubiläumsstiftung der Alma Julia an Nachwuchswissenschaftler. Die 60 Preisträger der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft ehrte dann Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken. Als krönenden Abschluss erhielt Prof. Dr. Gerhard Materlik den mit 5.000 Euro dotierten Röntgenpreis der Universität Würzburg (zu den Preisverleihungen siehe die folgenden Berichte).

    Für Musik sorgten das Jazz-Quartett blech§voc sowie die Gruppe Rossini und das Blackbird-Trio. Die Feier klang mit einem Empfang im Gewölbekeller der Alten Universität sowie auf der Empore der Neubaukirche aus.



Jubiläumsstiftung unterstützt Forschungsreisen ins Ausland


Junge Wissenschaftler, die sich auf ihrer Laufbahn zwischen Doktorat und erster Professur befinden, können an der Uni Würzburg Stipendien aus der "Jubiläumsstiftung zum 400-jährigen Bestehen der Universität" erhalten. 16 solche Stipendien vergab Universitätspräsident Prof. Dr. Theodor Berchem am 10. Dezember 2002 in der Neubaukirche.

    Die Stipendiaten sind Dr. Stefan Heil (Religionspädagogik), Dr. Ignacio Czeguhn (Jura), Dr. Ute Felbor, Dr. Peter Friedl, Dr. Peter Kranke, PD Dr. Lars Nitschke, Dr. Heidi Stöhr, Dr. Philipp Ströbel (alle Medizin), Dr. Ulrich Schlegelmilch (Klassische Philologie), Dr. Daniel Schwemer (Altorientalistik), Dr. Karin Ikas (Anglistik und Amerikanistik), Dr. Stephan Ellinger, Dr. Katja Koch (beide Lernbehindertenpädagogik), Dr. Dag Hasse (Philosophie), Dr. Frank Holzförster (Geologie) und Dr. Markus Wilmsen (Paläontologie).

    Die Jubiläumsstiftung wurde 1982 zum 400. Jahrestag der Zweitgründung der Universität Würzburg vom Präsidialkollegium ins Leben gerufen. Präsident Berchem erinnerte daran, dass dank der eingegangenen Spenden, die in festverzinslichen Wertpapieren angelegt wurden, in der Vergangenheit jedes Jahr 40.000 Mark für Stipendien ausgeschüttet werden konnten.

    Einem Beschluss des Stiftungsrates folgend, wurden in den vergangenen drei Jahren allerdings keine Stipendien vergeben: Für 2002, also zur 600-Jahr-Feier der Erstgründung der Alma Julia, sollte nämlich ein größerer Betrag zur Verfügung stehen. So war es der Universität möglich, in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 102.000 Euro auszuloben.

    Alles in allem hat die Universität seit 1982 insgesamt 118 Stipendiaten aus allen Fakultäten mit mehr als einer halben Million Euro gefördert. Die Stipendien des Jahres 2002 belaufen sich je nach Größe und Umfang der Forschungsvorhaben auf Beträge von 820 bis hin zu 15.580 Euro. Vornehmlich gefördert werden Forschungsreisen ins Ausland, für welche die jungen Wissenschaftler von anderer Seite keine Zuschüsse erwarten können.

    Präsident Berchem wies darauf hin, dass das Auswahlverfahren sehr aufwändig und sorgfältig sei. Letztlich entscheide der Stiftungsrat, der sich aus dem Präsidialkollegium und den zwölf Dekanen zusammensetzt, ob ein Bewerber ein Stipendium erhält und falls ja, in welcher Höhe.

    Dieses Verfahren sei in der Vergangenheit häufig von zusätzlichem Erfolg gekrönt worden: Sehr oft hätten die Stipendiaten mit den Ergebnissen ihrer Forschung weiteres Geld einwerben können. Außerdem seien nicht wenige von ihnen inzwischen Lehrstuhlinhaber oder Leiter einer Forschungseinrichtung.



Unterfränkische Auszeichnung für 60 junge Doktoren


Sie muss mit "summa cum laude" bewertet sein. Und sie muss ein Thema behandeln, das Unterfranken betrifft oder das für diese Region von besonderer Bedeutung ist. Oder aber sie muss einen Verfasser haben, der einen wesentlichen Teil seines Lebens in Unterfranken zugebracht hat. Wenn eine Doktorarbeit diese Bedingungen erfüllt, dann kann sie mit einem Preis aus der "Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft" ausgezeichnet werden.

    Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken, vergab die mit jeweils 500 Euro dotierten Preise am 10. Dezember 2002 an 60 Nachwuchsforscher der Universität Würzburg. Eine hohe Zahl, wurden doch in den vergangenen Jahren jeweils "nur" 20 Doktores ausgezeichnet. Grund: Anlässlich der 600-Jahr-Feier der Universität wurden 2002 mehr Preise als üblich vergeben. So gab es dann auch ein munteres Gedränge, als sich die Preisträger in der Neubaukirche für das Gruppenfoto aufstellten. Ausgezeichnet wurden:

    Katholische Theologie: Dr. Erasmus Gass, Dr. Bernhard Nusstein, Dr. Jörg Seiler.

    Jura: Dr. Christiane Birr, Dr. Karsten Krebs, Dr. Angelika Laitenberger, Dr. Stefanie Mühlfeld, Dr. Markus Voltz, Dr. Rainer Wirths.

    Medizin: Dr. Daniela Berg, Dr. Bernhard Hamelbeck, Dr. Tiemo Katzenberger, Dr. Andreas Reif, Dr. Joachim Schiwietz, Dr. Helmuth Schlereth.

    Altertums- und Kulturwissenschaften: Dr. Hansjörg Ewert, Dr. Martin Jira, Dr. Peter Niedermüller, Dr. Ulrich Schlegelmilch, Dr. Katharina Sponsel, Dr. Martin Stadler.

    Neuphilologien, Geschichte, Kunstgeschichte: Dr. Eva Ernst, Dr. Mathias Herweg, Dr. Matthias Merkl, Dr. Jörg Robert, Dr. Bernd Rottenbacher, Dr. Timo Stickler.

    Philosophie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften: Dr. Stephan Ellinger, Dr. Anja-Silvia Göing, Dr. Andreas Lischewski, Dr. Ursula Nitsch, Dr. Martina Scherbel, Dr. Ulrich Wehner.

    Biologie: Dr. Christiane Bachmann, Dr. Hansjörg Dietz, Dr. Ulrike Gräfe, Dr. Martin Heil, Dr. Jürgen Paul, Dr. Peter Staib

    Chemie und Pharmazie: Dr. Elke Bleuel, Dr. Bettina Fröhling, Dr. Christian Galka, Dr. Stefan Tasler, Dr. Kristina Wolf, Dr. Michael Wolfarth

    Geowissenschaften: Dr. Michael Hautmann, Dr. Michael Seyferth

    Mathematik und Informatik: Dr. Sven Kosub

    Physik und Astronomie: Dr. Tobias Brixner, Dr. Claudia Hillenbrand, Dr. Alexander Keller, Dr. Thomas Kreibich, Dr. Markus Rokitta, Dr. Claudia Weidensteiner

    Wirtschaftswissenschaften: Dr. Dirk Altenbeck, Dr. Claus-Burkhard Böhnlein, Dr. Hans Diehl, Dr. Steffen Meyer, Dr. Frank Piller, Dr. Harald Preissler.

    Regierungspräsident Dr. Beinhofer erinnerte in seiner Rede an die Ursprünge der Stiftung: Im Herbst 1963, als die Feierlichkeiten anlässlich der 150-jährigen Zugehörigkeit Unterfrankens zu Bayern vorbereitet wurden, machten der damalige Regierungspräsident Dr. Heinz Günder und der Historiker Prof. Dr. Otto Meyer einen Vorschlag: Er zielte auf die Gründung einer Stiftung ab, die Preise für aus Unterfranken kommende und dem Ansehen Unterfrankens dienende wissenschaftliche Leistungen verleihen sollte. 1964 wurde diese Idee verwirklicht.

    Das Vermögen der Stiftung beläuft sich zurzeit auf rund 273.000 Euro. Seit den ersten Ausschüttungen im Jahr 1966 wurden laut Dr. Beinhofer insgesamt 623 Doktorarbeiten ausgezeichnet und eine Summe von rund 337.000 Euro vergeben. Der Löwenanteil (circa 314.000 Euro) floss in die Auszeichnung von Dissertationen. Gefördert wurden aber auch Forschungsvorhaben zur Geschichte der Uni Würzburg sowie andere Projekte.

    Dr. Beinhofer stellte schließlich eine neue Broschüre vor, in der alle Preisträger von 1966 bis einschließlich 2002 sowie die Themen ihrer Dissertationen und die Betreuer aufgelistet sind. Die Broschüre gibt es bei der Regierung von Unterfranken, Peterplatz 9, 97070 Würzburg.



Yujie Zhang: Bekannt für ihre Hilfsbereitschaft


Die Chinesin Yujie Zhang, die an der Uni Würzburg Betriebswirtschaftslehre studiert, hat den mit 1.000 Euro dotierten "Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) verliehen bekommen. Theodor Berchem, Präsident der Uni Würzburg und des DAAD, überreichte die Auszeichnung am 10. Dezember 2002 in der Neubaukirche.

    Der DAAD-Preis wird nicht nur für herausragende Leistungen im Studium, sondern auch für ein "bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches oder hochschulinternes Engagement" vergeben.

    Yujie Zhang wurde 1970 in Shaan'xi in China geboren. Nach dem Erlangen der Hochschulreife 1988 studierte sie in ihrer Heimat Germanistik. Anschließend kam sie nach Würzburg, wo sie 1999 das Diplomstudium für Betriebswirtschaftslehre aufnahm. Inzwischen ist sie im siebten Fachsemester und seit August 2001 als Hilfskraft am Lehrstuhl für Statistik tätig.

    Wie Präsident Berchem in der Laudatio sagte, liefere die Studentin ausnahmslos Spitzenleistungen ab. So habe sie zum Beispiel bei ihrer Diplomvorprüfung im Fach Privatrecht Platz neun unter insgesamt 223 Vordiplomanden belegt. Außerdem sei sie für ihre unermüdliche Hilfsbereitschaft bekannt: Yujie Zhang unterstütze ihre Kommilitonen und besonders auch neu ankommende Studierende nach Kräften. Ihre hervorragenden Deutsch- und Englischkenntnisse nutze sie, um beispielsweise Hilfe bei Behördengängen oder bei der Eingewöhnung in der Stadt zu leisten.



Prof. Ullrich Trendelenburg wird 80


Mit Vorgängen im Nervensystem des Menschen hat sich Prof. Dr. Ullrich Trendelenburg im Laufe seines Forscherlebens auseinandergesetzt. Der frühere Lehrstuhlinhaber und Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Würzburg wird an Silvester 80 Jahre alt.

    An diesem letzten Tag des Jahres wird sich so mancher Mensch unmittelbar mit einem Forschungsschwerpunkt des Professors konfrontiert sehen: dem sympathischen Nervensystem. Dieses ist bei Gefahr, körperlicher Anstrengung oder, allgemein gesagt, bei Stress gefordert: In solchen Situationen schafft es die Voraussetzungen dafür, dass der Organismus entsprechend reagieren kann. Wenn einem etwa in der Silvesternacht der Schreck in die Knochen fährt, weil unvermutet und in unmittelbarer Nähe ein Kracher losgegangen ist, dann versetzt das sympathische Nervensystem den Körper in Fluchtbereitschaft. Dazu muss der Überträgerstoff dieses Nervensystems - Noradrenalin - eine sehr kurze Wirkdauer am Zielorgan haben.

    Prof. Trendelenburg hat mit seiner Arbeitsgruppe erforscht, welche Mechanismen für die schnelle Inaktivierung des Noradrenalins verantwortlich sind. Er hat aber auch die Funktion von autonomen Ganglien untersucht, die eine Art Schaltstelle im vegetativen Nervensystem darstellen. Diese Themen erforschte und lehrte er von 1968 bis 1991 an der Uni Würzburg.

    Ullrich Trendelenburg wurde am 31. Dezember 1922 in Gehlsdorf bei Rostock geboren und wuchs in Freiburg und Berlin auf. Von 1946 bis 1952 studierte er Medizin in Göttingen und Uppsala. Dann ging er für vier Jahre nach England, widmete sich in Oxford zunächst als Stipendiat des British Council, später als "Departmental Demonstrator" der Pharmakologie. Nach einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent in Mainz wechselte er in die USA, wo er von 1957 bis 1968 blieb. An der Harvard Medical School in Boston stieg er vom "Associate" über den "Assistant Professor" zum "Associate Professor" auf.

    Das wissenschaftliche Ansehen von Prof. Trendelenburg hat sich in Form von fünf Ehrendoktoraten niedergeschlagen. Diese stammen aus Tampere (Finnland), Porto (Portugal), von der Ohio State University (USA), der Medizinischen Akademie Lublin (Polen) und von der Prager Karlsuniversität. Zudem erhielt er die Ehrenmitgliedschaft in den pharmakologischen Gesellschaften von Polen, Indien, Venezuela, Ungarn, Deutschland und der ehemaligen Tschechoslowakei.

    Prof. Trendelenburg, der heute in Tübingen lebt, war mehrere Jahre Vorsitzender der Deutschen Pharmakologischen Gesellschaft und Herausgeber der "Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmacology". Dem Auswahlausschuss der Alexander von Humboldt-Stiftung gehörte er als Fachvertreter an. Außerdem war er gewählter Gutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, wo er auch bei der Begutachtung von Sonderforschungsbereichen mitwirkte.



Studiengang "Modern China" erfolgreich gestartet


Am Institut für Kulturwissenschaften Ost- und Südasiens der Uni Würzburg wurde zum Wintersemester 2002/03 der bundesweit bislang einmalige Studiengang "Modern China" mit dem Abschluss "Bachelor of Arts" (B. A.) eingerichtet. Die Resonanz war sehr gut: 36 Studierende begannen mit einem Chinesisch-Intensivkurs, weit mehr als die Hälfte davon entschied sich für den neuen Studiengang.

    Dieser Andrang belege die Attraktivität von "Modern China" und habe die kurzfristige Verpflichtung einer zusätzlichen chinesischen Lehrkraft erforderlich gemacht, wie das Institut mitteilt. Dadurch konnten nach dem Intensivkurs zwei kleinere Parallelkurse für den Anfängersprachkurs eingerichtet werden - dies sei Voraussetzung für einen leistungsbezogenen, optimalen Fremdsprachenunterricht.

    Der Studiengang "Modern China" zielt darauf ab, die berufsbezogenen Ausbildungsvorstellungen einer neuen Generation von Studierenden zu bedienen, die keine Karriere an universitären Bildungseinrichtungen oder Museen anstreben. In seinem Aufbau und seiner inhaltlichen Ausrichtung orientiert er sich an bewährten angloamerikanischen Vorbildern: Die Studierenden sollen im Rahmen eines verbindlichen Studienplans einen qualifizierten Abschluss erlangen und für eine Tätigkeit in Bereichen wie Wirtschaft oder Medien vorbereitet werden.

    Es handelt sich um ein auf sechs Semester mit insgesamt 100 Semesterwochenstunden angelegtes Hauptfachstudium. Der Studiengang bietet zudem die Möglichkeit, im vierten Semester einen integrierten Auslandsaufenthalt mit 400 Unterrichtsstunden am European Centre for Chinese Studies (ECCS) an der Peking-Universität zu absolvieren.

    Inhaltlich konzentriert sich das Studium auf das moderne China. Neben der straffen Sprachausbildung bietet das Institut ein von Semester zu Semester variierendes Programm von Vorlesungen, Übungen und Seminaren zu Landeskunde und Geschichte sowie verschiedenen Aspekten des modernen China (Politik, Wirtschaft, Kultur, Ökologie und anderes) an. Die Leistungsnachweise werden während des Studiums gesammelt, eine eigene Abschlussprüfung ist nicht mehr notwendig.

    Für das Wintersemester 2003/04 gibt es bereits erste Anfragen. Aufgrund des zu erwartenden hohen Zuspruchs wurde als Anmeldefrist der 15. Juli 2003 festgelegt. Weitere Informationen: Prof. Dr. Dieter Kuhn, T (0931) 888-5571, E-Mail und Internet:
dieter.kuhn@mail.uni-wuerzburg.de

http://www.uni-wuerzburg.de/sinologie/bachelor.html




Forscher zählen auf die Mitarbeit von Reha-Patienten


Zwölf neue Forschungsprojekte, von denen sechs in Unterfranken angesiedelt sind, wurden im Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern (RFB) gestartet. Der Verbund wird in seiner zweiten Förderphase mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro im Förderschwerpunkt "Rehabilitationswissenschaften" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Rentenversicherung - unter anderem der Landesversicherungsanstalt (LVA) Unterfranken - gefördert.

    Die Projekte befassen sich zum Beispiel mit der Verbesserung von Patientenschulungen in der Rehabilitation. Die Forscher des RFB appellieren an die Patienten in den Reha-Kliniken, an den Studien teilzunehmen. Seit Herbst 2002 fördert der Verbund auch zwei Doktorarbeiten, die sich mit der Rehabilitation von Schmerz-Patienten und mit spezifischen Reha-Maßnahmen für Lehrer auseinandersetzen.

    Vertreter der Forschungsprojekte und Förderer des RFB kamen am 28. und 29. November 2002 in Würzburg bei der LVA Unterfranken zusammen. Der Sprecher des Verbunds, Prof. Dr. Dr. Hermann Faller, Inhaber der Stiftungsprofessur und Leiter des Arbeitsbereiches Rehabilitationswissenschaften am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg, gab einen Überblick über den Stand der Projekte.

    Von den ersten zehn Vorhaben sind mittlerweile vier abgeschlossen. In diesen Studien ging es um die sehr belastende Angst von Reha-Patienten vor dem Fortschreiten ihrer Erkrankung, um Rückenschmerzpatienten, um die Behandlung psychosomatischer Störungen und um berufliche Belastungserprobung in der Rehabilitation.

    Die zwölf neuen Forschungsprojekte wurden nun im Zuge der zweiten Förderphase begonnen. Parallel dazu bereiten die Förderer des Verbunds eine Phase vor, in der die Forschungsergebnisse für die Rehabilitationspraxis und somit unmittelbar für die Patienten nutzbar gemacht werden sollen.

    Der RFB ist einer von bundesweit acht regionalen Forschungsverbünden, die 1998 im Rahmen des Förderschwerpunktes "Rehabilitationswissenschaften" ihre Arbeit aufgenommen haben. Die in Verbünden organisierte Forschung über die medizinische Rehabilitation zielt auf die Weiterentwicklung und Optimierung von Reha-Maßnahmen auf der Grundlage fundierter wissenschaftlicher Erkenntnisse ab.

    Im RFB sind zum Thema "Patienten in der Rehabilitation" bayernweit 22 Forschungsprojekte organisiert. Sie befassen sich sowohl mit störungsspezifischen Fragestellungen (zum Beispiel Reha-Maßnahmen bei Erkrankungen des Herzens, der Nieren, des Bewegungsapparates) als auch mit störungsübergreifenden Ansätzen (zum Beispiel Patientenschulung als Reha-Maßnahme). Dabei steht unter anderem die aktive Mitarbeit der Patienten im Mittelpunkt.

    Informationen über den RFB sind im Internet zu finden unter:
http://www.uni-wuerzburg.de/rehabilitation/


Zwölf neue Forschungsprojekte, von denen sechs in Unterfranken angesiedelt sind, wurden im Rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsverbund Bayern (RFB) gestartet. Der Verbund wird in seiner zweiten Förderphase mit insgesamt rund 3,5 Millionen Euro im Förderschwerpunkt "Rehabilitationswissenschaften" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Rentenversicherung - unter anderem der Landesversicherungsanstalt Unterfranken - gefördert. Die Projekte befassen sich zum Beispiel mit der Verbesserung von Patientenschulungen in der Rehabilitation. Darum appellieren die Forscher des RFB an die Patienten in den Reha-Kliniken, an den Studien teilzunehmen. Seit Herbst 2002 fördert der Verbund auch zwei Doktorarbeiten, die sich mit der Rehabilitation von Schmerz-Patienten und mit spezifischen Reha-Maßnahmen für Lehrer auseinandersetzen. Die Geschäftsstelle und mehrere Projekte des RFB sind an der Uni Würzburg angesiedelt; Sprecher ist Prof. Dr. Dr. Hermann Faller.



Musik im Gespräch: Joseph Rheinberger


Mit einem Lecture-Recital der Reihe "Musik im Gespräch" eröffnet das Institut für Musikwissenschaft der Uni Würzburg am Dienstag, 7. Januar, um 19.30 Uhr im Toscanasaal der Residenz sein Veranstaltungsprogramm des kommenden Jahres.

    Das moderierte Konzert trägt den Titel: "Die Schönheit des instrumentalen Klangs? Künstlerische Konzeptionen des Komponisten Joseph Rheinberger (1839-1901)". Erinnert wird an einen Komponisten, der als gebürtiger Liechtensteiner in München seine musikalische Ausbildung erhielt und dort seine Wahlheimat fand: Über Jahrzehnte hinweg entfaltete er als Komponist, Organist, Dirigent und Lehrer eine weit ausstrahlende Wirkung. Sein Werkkatalog zählt 197 Opus-Nummern und enthält Beiträge zu allen Gattungen der Musik einschließlich des Musiktheaters.

    Ein wenig in Vergessenheit geriet er wegen seiner im Vergleich zu Wagner eher konservativen Tonsprache und seiner Vorliebe für Orgel- und Kirchenmusik. Eine Wiederbegegnung mit Rheinbergers Leben und Schaffen lohnt aber, wie das Konzert mit Klavier- und Kammermusik-Kompositionen zeigen wird.

    Das Residenz-Quartett mit Sören Uhde und Max Speermann (Violine), Reiner Schmidt (Viola), Jörg Metzger (Violoncello) sowie der Pianist und Musikwissenschaftler Hanns Steger interpretieren unter anderem Ausschnitte aus der Cellosonate op. 92 und der Klaviersonate op. 135, die Quartett-Variationen op. 93 sowie das Klaviertrio op. 112. Der Eintritt ist frei, um eine Unterstützung wird gebeten.



Empfang für Dienstjubilare mit Weihnachtskonzert


Bei einem Empfang, zu dem Kanzler Bruno Forster und der Personalrat der Universität eingeladen hatten, trafen sich am Freitag Dienstjubilare und Ruheständler der Hochschule im Gewölbekeller der Alten Universität. Von den Mitarbeitern, die seit 40 Jahren im Dienst der Universität sind, waren Gerhard Engelhardt, Dörthe Fels, Karlheinz Schüler und Peter Sträßer anwesend; sie stellten sich zusammen mit Kanzler Forster und Marion Freund, der zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Personalrats, zu einem Erinnerungsfoto. Im Anschluss an den Empfang besuchten die Teilnehmer ein Stockwerk höher in der Neubaukirche das stimmungsvolle Weihnachtskonzert der Universität: Chor, Kammerchor und Blasorchester der Alma Julia spielten unter der Leitung von Hermann Freibott und Roland Geiger. Nach einer Schlussansprache des Kanzlers sangen alle Zuhörer zum Ende des Konzerts gemeinsam das Weihnachtslied "O Du Fröhliche".



Chatten gegen Weihnachtsfrust


"Während der Weihnachtszeit besteht ein großer Bedarf an sozialer und psychologischer Beratung - das zeigt die Erfahrung." Der Psychologe und Psychotherapeut Dr. Harald Krebs von der Uni Würzburg verweist darum auf die Initiative "Chatten gegen Weihnachtsfrust", die zurzeit im Internet bei www.das-beratungsnetz.de läuft. Dr. Krebs selbst nimmt als Experte am Donnerstag, 2. Januar, ab 20.30 Uhr an einem moderierten Chat über "Einsamkeit, Ängste und Hoffnungen" teil. Es geht um die Frage, ab wann Angst ein behandlungsbedürftiges Problem darstellt und was man dagegen tun kann:
http://www.das-beratungsnetz.de/




Preise für junge Zahnärztinnen


Die 31 Zahnmedizin-Absolventen des zweiten Prüfungsabschnitts 2002 erhielten ihre Zeugnisse am 6. Dezember im Großen Hörsaal der Zahnklinik überreicht. Dabei wurden die besten Prüflinge mit dem Adolf und Inka Lübeck-Preis ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt Carron Claire Johnson aus Lohr am Main (3.000 Euro), der zweite Preis ging an Aylin Julia Mühlhoff aus Kevelaer (1.500 Euro). Der Adolf und Inka Lübeck-Preis ist zur Förderung besonders begabter Studierender der Zahnmedizin gedacht. Er wurde 1977 zum Andenken an den 80. Geburtstag des 1973 gestorbenen Würzburger Zahnmediziners Dr. Adolf Lübeck von dessen Frau Inka gestiftet. Seit dem Tod von Inka Lübeck im Jahr 1990 wird die Prämie als "Adolf und Inka Lübeck-Preis" verliehen.



Öffnungszeiten des Mineralogischen Museums


In diesem Jahr besteht noch einmal die Gelegenheit, das Mineralogische Museum der Uni Würzburg zu besuchen: Es ist am Mittwoch, 18. Dezember, von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Danach bleibt das Museum am Hubland bis einschließlich 7. Januar geschlossen.



Besichtigung bei Boehringer-Ingelheim


Die Biotechnologische Studenteninitiative an der Uni Würzburg veranstaltet am Dienstag, 21. Januar, eine Betriebsbesichtigung beim Arzneimittel-Unternehmen Boehringer-Ingelheim in Biberach. Interessierte Studierende sollen sich per E-Mail anmelden unter:
KontaktWUE@btS-eV.de



WISSENSCHAFTSPREISE




Physiker Gerhard Materlik mit dem Röntgenpreis geehrt


Nach einer Pause von fast 60 Jahren wurde erstmals wieder der Röntgenpreis der Universität Würzburg vergeben: Der Physiker Prof. Dr. Gerhard Materlik von der Universität Oxford (England) nahm die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstag, 10. Dezember, in der Neubaukirche in Würzburg entgegen. Verliehen wurde der Preis bei der Abschlussveranstaltung zum Wissenschaftsjahr, das die Würzburger Universität anlässlich ihrer Erstgründung vor 600 Jahren ausgerufen hatte.

    Gerhard Materlik, 1945 in Marl geboren, gilt als ein Pionier der modernen Forschung mit Röntgenstrahlung in Deutschland. Er hat auch die Entwicklung neuer Röntgenquellen, speziell von Synchrotron-Strahlungsquellen, weltweit maßgeblich beeinflusst. Durch seine herausragenden wissenschaftlichen und technologischen Leistungen, sein internationales Wirken und seine mannigfaltigen Beziehungen zur Forschung in Würzburg symbolisiert er die Ausstrahlungskraft und weit reichende Wirkung von Röntgens Entdeckung für die heutige und künftige Spitzenforschung.

    Nach dem Physikstudium und einem zweijährigen Postdoc-Aufenthalt an der Cornell-Universität ging Gerhard Materlik 1978 als leitender Wissenschaftler an das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY nach Hamburg. Abgesehen von Gastaufenthalten bei den Bell-Laboratorien in Murray Hill und an der Stanford University in Kalifornien war er über 20 Jahre bei DESY tätig. Dort übernahm er 1986 die Funktion eines Wissenschaftlichen Direktors am Synchrotron-Strahlungslabor HASYLAB. 1990 wurde er außerdem Professor an der Universität Hamburg.

    Ende 2001 wurde Prof. Materlik dann als Direktor an die DIAMOND Light Source nach England berufen. Seitdem ist er für den Aufbau dieser neuen europäischen Synchrotron-Strahlungsquelle verantwortlich. Seit April 2002 lehrt er außerdem an der Universität Oxford.

    In Würzburg bekam er die Röntgenpreis-Urkunde vom Vorsitzenden des Universitätsbundes Würzburg, Albrecht Graf von Ingelheim, überreicht. Die Laudatio hielt der Geschäftsführende Vorstand des Physikalischen Instituts, Prof. Dr. Eberhard Umbach.

    Wie entstand der Röntgenpreis und wie kam es zu seiner "Wiederbelebung"? Der Unternehmer Jakob Preh aus Bad Neustadt an der Saale hatte 1942 anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Universitätsbundes die Röntgenpreis-Stiftung der Universität Würzburg eingerichtet und mit 100.000 Reichsmark ausgestattet.

    Der Preis wurde dann allerdings nur zweimal vergeben: Für 1942 erhielt ihn der Würzburger Botaniker Prof. Hans Burgeff, ein Jahr später der Mediziner Prof. Georg Schaltenbrand. Über die Verleihung eines weiteren Röntgenpreises sind keine Unterlagen auffindbar.

    Im Jahr 2001 hat dann Rosemarie Preh, die der Universität Würzburg als Mäzenin seit vielen Jahren verbunden ist, das Kapital ihrer unter dem Dach des Universitätsbundes angesiedelten "Dipl.-Ing. Walter Preh-Stiftung" um 150.000 Euro aufgestockt: Es war ihr Wunsch, dass aus den nun größer gewordenen Erträgen der Stiftung der von ihrem Schwiegervater begründete, nach den Kriegswirren aber in Vergessenheit geratene Röntgenpreis erneut eingeführt, mit 5.000 Euro dotiert und erstmals 2002 wieder verliehen werden sollte.

    Mit dem Preisgeld wird eine Urkunde verliehen, die immer zwei Unterschriften tragen wird - die des Vorsitzenden des Universitätsbundes und die des Präsidenten der Universität. Ganz im Sinne von Jakob Preh ist dies Ausdruck der Verbundenheit von Universität und der Gesellschaft ihrer Freunde und Förderer.



Volker ter Meulen für seine AIDS-Forschung ausgezeichnet


Den mit 12.500 Euro dotierten Heinz Ansmann-Preis für AIDS-Forschung erhielt am 9. Dezember 2002 der Würzburger Virologe Prof. Dr. Volker ter Meulen. Die Auszeichnung wurde ihm in Düsseldorf bei einer akademischen Feier vom Rektor der dortigen Universität, Prof. Dr. Dr. Gert Kaiser, überreicht.

    Prof. ter Meulen, an der Universität Würzburg seit 1975 Lehrstuhlinhaber für Klinische Virologie und Immunbiologie, studierte von 1955 bis 1960 Medizin in Münster, Innsbruck, Kiel und Göttingen, wo er 1960 promovierte. Seine virologische Ausbildung erhielt er von 1963 bis 1965 am Children's Hospital of Philadelphia in den USA. Es folgte 1966 bis 1971 eine pädiatrische Ausbildung an der Kinderklinik der Uni Göttingen. Dort habilitierte er sich 1968.

    Prof. ter Meulen ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen und in vielen nationalen und internationalen Gremien zur AIDS-Erforschung. Er gehörte dem Wissenschaftsrat an und war Vorsitzender von dessen Medizin-Ausschuss. Zudem ist er Vizepräsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Ter Meulen hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Max-Planck-Forschungspreis, den Pioneer Award der International Society of Neurovirology und den Emil-von-Bering-Preis.

    Bei der Preisverleihung in Düsseldorf sprach er über das Thema "HIV-Infektion des Zentralnervensystems: Eine ungewöhnliche Virus-Wirts-Interaktion". Der ihm zuerkannte Preis wird von der Heinz-Ansmann-Stiftung vergeben. Diese wurde 1985 als erste private AIDS-Stiftung der Bundesrepublik vom Düsseldorfer Bankier Heinz Ansmann ins Leben gerufen. Ansmann, Ehrensenator und Träger der Ehrenmedaille der Universität Düsseldorf, starb 1999 im Alter von 93 Jahren.


FORSCHUNGSPROJEKTE




Kinder als Zeugen: Goldtaler bewirken richtige Antworten


Kinder reagieren in Befragungssituationen anders als Erwachsene. Das merken auch Psychologen von der Universität Würzburg immer wieder: Sie untersuchen, ob, ab welchem Alter und unter welchen Bedingungen Kinder in der Lage sind, eine glaubwürdige Zeugenaussage über ein beobachtetes Ereignis zu liefern.

    "Wenn Kinder in einer Befragungssituation keine Antwort wissen, dann geben sie eher eine falsche Auskunft als zu sagen, dass sie sich nicht erinnern können." Das haben Dr. Claudia Roebers und Prof. Dr. Wolfgang Schneider herausgefunden. Sie arbeiten an dem Projekt "Augenzeugengedächtnis und Suggestibilität bei Kindern", das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird.

    Die Ausgangssituation: Kinder bekommen ein kurzes Video gezeigt und werden danach über die Handlung des Films befragt. Die dabei geltenden Regeln erläutern die Psychologen ganz genau. "Wir erklären den Kindern, dass sie es uns sagen sollen, falls sie die Antwort nicht wissen. Wir beteuern, dass so etwas überhaupt nicht schlimm sei, denn schließlich könne sich ja niemand alles merken", so Dr. Roebers.

    Trotzdem erhalten die Psychologen falsche Antworten, sobald sich die Kinder nicht an die fraglichen Details des Films erinnern können. Falsche Angaben hagelt es auch dann, wenn die Frage eigentlich gar nicht zu beantworten ist, weil sie sich auf eine Szene bezieht, die im Film überhaupt nicht vorkommt. Bei Erwachsenen ist das anders: Sie merken, dass sie die Antwort nicht sicher wissen, und sagen dann "Ich weiß es nicht."

    Diese Situation ändert sich aber, wenn die Kinder während der Befragung für jede richtige Antwort einen Goldtaler bekommen. "Dann machen sie weniger falsche Angaben und die 'Weiß-nicht-Antworten' häufen sich", wie Dr. Roebers sagt. Das heißt: Kinder haben bei solchen kognitiven Fähigkeiten also kein generelles Defizit: Sie wissen sehr wohl, ob sie sich an ein Ereignis erinnern können oder nicht, reagieren in einer Befragungssituation nur anders als Erwachsene.

    Mit dem Würzburger Forschungsprojekt wurde ein in Deutschland bislang kaum vorhandener Forschungszweig der Entwicklungspsychologie etabliert. Unter anderem soll auch eine Interviewtechnik entwickelt werden, die Kindern hilft, möglichst viel, aber ausschließlich richtige Informationen aus dem Gedächtnis abzurufen.

    Es hat sich laut Dr. Roebers nämlich immer wieder herausgestellt, dass die wenigen Angaben, die Kinder spontan über ein Ereignis machen, durchwegs korrekt sind. Fehler treten in der Regel erst dann auf, wenn gezielte Fragen beantwortet werden sollen - und das ist natürlich fast immer dann der Fall, wenn Kinder als Zeugen auftreten. Im Projekt werden deshalb Befragungsmethoden erprobt, die entweder die freien Berichte von Kinder verlängern oder die Wahrscheinlichkeit für falsche Antworten bei konkretem Nachfragen verringern.

    Darüber hinaus untersuchen die Würzburger Psychologen die Auswirkungen von Suggestiv-Fragen auf das Gedächtnis und auf spätere Berichte von Kindern. Die bisherigen Ergebnisse bestätigen Befunde aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum, denen zufolge vom Kindergartenalter bis zum Ende der Grundschulzeit Kinder immer besser in der Lage sind, eine Ereignis korrekt wiederzugeben, dass sie häufiger irreführenden Suggestiv-Fragen widerstehen und in einem Wiedererkennungstest korrekte Antworten geben.

    Weitere Informationen: Dr. Claudia Roebers, T (0931) 31-2626, Fax (0931) 31-2763, E-Mail:
roebers@psychologie.uni-wuerzburg.de



PERSONALIA


Dr. Martin BENDSZUS, Wissenschaftlicher Assistent, Abteilung für Neuroradiologie des Instituts für Röntgendiagnostik, wurde mit Wirkung vom 06.12.2002 die Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Neuroradiologie" erteilt.

Prof. Dr. Bernd ENGELS, Institut für Organische Chemie, wurde eine Freistellung für Forschung im Sommersemester 2003 bewilligt.

Valentin GORBOULEV, Akademischer Rat, Institut für Anatomie und Zellbiologie, wurde mit Wirkung vom 16.12.2002 zum Akademischen Oberrat ernannt.

Dr. Wolfgang HAIGIS, Akademischer Oberrat, Augenklinik und Poliklinik, wurde mit Wirkung vom 16.12.2002 zum Akademischen Direktor ernannt.

Dr. Alfons LEDERMANN, Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Organische Chemie, wurde mit Wirkung vom 16.12.2002 zum Akademischen Rat z. A. ernannt.

PD Dr. Konrad SCHWAGER, Akademischer Rat, Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkranke, wurde mit Wirkung vom 16.12.2002 zum Akademischen Oberrat ernannt.


STELLENMARKT



Die Biotech-Firma im Science Park Würzburg LYNKEUS sucht zur Verstärkung des Laborteams eine/n

Technische/n Mitarbeiter/in (BTA, CTA, MTA, PTA und Laboranten)


Molekularbiologische Kenntnisse (Arbeit mit Nukleinsäuren und Proteinen) sowie Erfahrung in Zellkultur und Histologie sind erwünscht.

Schriftliche Bewerbungen sind zu richten an: Bettina Schirdewahn, E-Mail:
info@lynkeus-biotech.de


Lynkeus BioTech GmbH, Science Park Würzburg, Friedrich-Bergius-Ring 15, 97076 Würzburg, T (0931) 20583-0, Fax (0931) 20583-50.



Am Julius-von-Sachs-Institut der Universität Würzburg ist zum 16.3.2003 die Stelle einer/eines

Elektrikerin/s/Energieelektronikerin/s/Elektrotechnikerin/s


zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach BAT oder MTL - je nach Ausbildung.

Aufgabengebiete: Elektro-Installation und Haustechnik (Montieren, Einrichten, Ändern, Inbetriebnahme, Instandhaltung von Anlagen zur Energieversorgung), Reparatur- und Wartungsarbeiten an elektrotechnischen Anlagen und Maschinen sowie an Geräten und mess- und regeltechnischen Einrichtungen, Entwurf, Bau, Anpassung, Wartung der Elektrik/Elektronik wissenschaftlicher Messanlagen.

Einstellungsvoraussetzungen: Ausbildung als Elektromeister/in, Elektrotechniker/in, Energieelektroniker/in oder in einer vergleichbaren Fachrichtung, einschlägige Berufserfahrung, gutes elektrotechnisches Fachwissen und Freude an experimentellem Arbeiten, Fähigkeit zur Kooperation, Aufgeschlossenheit gegenüber den Belangen von Forschung und Lehre. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Befähigung bevorzugt eingestellt.

Schriftliche Bewerbungen sind bis 15. Januar 2003 zu richten an: Lehrstuhl für Botanik II der Universität Würzburg, Prof. Dr. Markus Riederer, Julius-von-Sachs-Platz 3, 97082 Würzburg.



VERSCHIEDENES




OP-Lampen abzugeben


Das Physiologische Institut hat kostenlos innerhalb der Universität
  • 2 Hereaus-OP-Lampen mit Fuß sowie
  • 2 Hereaus-OP-Lampen mit Hängevorrichtung

abzugeben. Anfragen an: Frau Oppmann, Physiologisches Institut, Röntgenring 9, T (0931) 31-2734.