Botanik I © 2013
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Anpassung der Pflanzen

Dieser Themenschwerpunkt beschäftigt sich mit den Anpassungen von Pflanzen an ihre abiotische und biotische Umwelt. Genotypische und phänotypische Adaptationen sind für die Pflanzen von essenzieller Bedeutung, da diese als fest verwurzelte Organismen Stressfaktoren nicht ausweichen können. Die gegenwärtig in diesem Themenschwerpunkt arbeitenden Gruppen erforschen die Biologie der pflanzlichen Anpassung von der Ebene der Moleküle und Gene bis zur Physiologie auf der Ebene des gesamten Organismus‘ und seiner Ökologie. Im Mittelpunkt des Interesses einiger Gruppen stehen die sensorischen Fähigkeiten der Pflanzen (Phytosensorik) zusammen mit den membranabhängigen Stufen vom Signalrezeptor und Ionenkanalkomplex bis zur elektrischen und chemischen Signalweiterleitung. Unter den chemischen Mediatoren werden vor allem von Lipiden herstammende Signalstoffe auf der molekularen und funktionalen Ebene untersucht; dies auch im Rahmen des Graduiertenkollegs GRK 1342. Die transkriptonelle Kontrolle und die Reprogrammierung der Schließzellenfunktion und des pflanzlichen Stoffwechsels als Antwort auf Stress sind weitere Forschungsthemen. Die (Öko-)Physiologie der pflanzlichen Anpassung auf Wasserstress, insbesondere die Kontrolle der stomatären und kutikulären Transpiration, wird von der molekularen bis zur Freilandebene untersucht. Eine weitere Aufgabe der Forschung ist es, die Interaktionen von Pflanzen mit phytopathogenen Pilzen und Bakterien zu verstehen. Angewandte Forschungsschwerpunkte bilden die Optimierung der Aufnahme von Pflanzenschutzmitteln in Blätter und Samen und die Biologie von Früchten nach ihrer Ernte.