Röntgen-Medaille für Förderer

Prof. Dr. Reinhold Würth nimmt die Röntgenmedaille von Präsident Haase entgegen, Foto: Hannes Vollmuth
Dr. Herbert Brause
Dr. Kurt Eckernkamp
Prof. Dieter Salch, Fotos: Robert Emmerich

Die Röntgen-Medaille der Universität Würzburg ist für Förderer gedacht, die die Universität großzügig finanziell unterstützen und ihr hierdurch Projekte ermöglichen, die zu ihrer strategischen Weiterentwicklung beitragen.

Sie wurde erstmalig im Sommer 2009 im Rahmen des Stiftungsfests vergeben. Als Förderer der Wissenschaften und Sponsor des Adolf-Würth-Zentrums für Geschichte der Psychologie erhielt Prof. Dr. Reinhold Würth als erster Träger überhaupt die Röntgenmedaille der Universität Würzburg.

Herbert Brause, Ehrensenator der Universität, Verleger Kurt Eckernkamp, Aufsichtsratsvorsitzender der Vogel Mediengruppe (Würzburg), und Dieter Salch, Honorarprofessor und Ehrensenator der Universität, erhielten die Medaille im Jahr 2010.

Die Medaille besteht aus einer Kupfergusslegierung, die beidseitig mit Blattgold vergoldet ist. Die Vorderseite ziert eine Abbildung Wilhelm Conrad Röntgens sowie der Schriftzug „Röntgenmedaille der Julius-Maximilians-Universität“. Auf der Rückseite findet sich das Universitätssiegel und der Schriftzug: „In Dankbarkeit für die Förderung der Wissenschaft“.

Prof. Dr. Reinhold Würth

Der baden-württembergische Unternehmer und Vorsitzende des Stiftungsaufsichtsrates der Würth-Gruppe benannte das Würzburger Zentrum für Geschichte der Psychologie nach seinem 1954 verstorbenen Vater.

Dr. Herbert Brause

Ab dem Wintersemester 1976/77 hatte Dr. Herbert Brause einen Lehrauftrag für Schulpädagogik an der damaligen Philosophischen Fakultät III der Julius-Maximilians-Universität. Aufgrund seines pädagogischen Geschicks in der Vermittlung von technischem Wissen erfreuten sich seine Veranstaltungen sehr bald großer Beliebtheit. Für diese Arbeit und für seinen selbstlosen Einsatz um den Aufbau einer Mediothek für Forschung und Lehre in der Lehrerbildung verlieh ihm die Philosophische Fakultät III im Jahr 1980 die Ehrendoktorwürde.

1986 rief Herbert Brause eine Stiftung ins Leben, die sich schwerpunktmäßig zur Aufgabe gesetzt hat, die Universität insbesondere bei der Weiterentwicklung medientechnischer und multimedialer Aktivitäten zu unterstützen. Hierzu gehörte beispielsweise die Finanzierung des Neubaus des Zentrums für Sprachen und Mediendidaktik am Hubland, aber auch die Förderung modernster Videotechniken in der Universitätsklinik.

Dr. Kurt Eckernkamp

Im Jahr 2000 gründete Kurt Eckernkamp gemeinsam mit seiner Gattin Nina Eckernkamp-Vogel die Vogel-Stiftung, deren Schwerpunkte auf der Förderung von Bildung, Wissenschaft, Medizin und Kultur liegen. Diese Stiftung unterstützt beispielsweise die Demenzforschung an der Universität Würzburg in einem auf fünf Jahre angelegten Forschungsprojekt.

Prof. Dieter Salch

Von 1995 bis 2001 hatte Dieter Salch einen Lehrauftrag an der Universität Würzburg, in dessen Rahmen er über „Auswirkungen des Steuerrechts auf die Vertragsgestaltung“ und „Betriebsprüfung und Steuerfahndung“ las. Ab 1997 war er darüber hinaus als Prüfer für die Erste Juristische Staatsprüfung im Freistaat Bayern tätig.

Seit 1980 ist Dieter Salch Mitglied des Universitätsbundes, seit 1990 gehört er dessen Gesellschaftsrat an und seit 1997 schließlich ist er gewähltes Mitglied des Vorstandes dieser Gesellschaft der Freunde und Förderer unserer Universität. Im März 1999 wurde Dieter Salch Mitglied des Hochschulrats der Universität, ein Amt, das er mehrere Jahre zunächst als stellvertretender Vorsitzender, schließlich als Vorsitzender ausübte.

Im August 2001 wurde Dieter Salch vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zum Honorarprofessor für das Fachgebiet „Steuer- und Gesellschaftsrecht“ an der Universität bestellt.

Nicht nur als Lehrer ist Dieter Salch der Universität Würzburg treu geblieben, er engagiert sich über diese Funktion hinaus seit Jahren in herausragender Weise für sein Fach und für die Universität. Bereits 1991 richtete er unter dem Dach des Universitätsbundes eine eigene Stiftung, die "Dieter Salch Stiftung Pro Universitate" ein mit dem Ziel, Forschung und Lehre insbesondere der Juristischen Fakultät zu fördern. Auch außerhalb dieser Stiftung hat er immer wieder Ideen zur Förderung von Belangen der Universität mitentwickelt und umgesetzt, etwa die Sponsoring-Aktion „Ein Stuhl für das Audimax“ zur Renovierung des größten Hörsaals in der Sanderring-Uni.

Als 1999 die Würzburger Juristische Fakultät die Alumni-Idee aufgriff, gehörte Dieter Salch zu den Mitbegründern der Juristen-Alumni e. V. Seitdem ist er Vorstandsmitglied des Vereins, der Fakultät und Studierende tatkräftig unterstützt und mit mehr als 1000 Mitgliedern sowohl die größte Alumni-Vereinigung in Deutschland ist wie auch das große Vorbild für den Aufbau einer alle Fakultäten einschließenden Alumni-Organisation an der Universität.