
Der Studiengang Philosophie versteht sich als Einführung in die Geschichte des Denkens einerseits und in die Methoden kritischen Nachfragens und Reflektierens andererseits. So soll Ihnen Gelegenheit gegeben werden, die verschiedenen Ansätze zu einer Erklärung der Welt und des Menschen von der Antike über das Mittelalter bis zu Neuzeit und Gegenwart kennenzulernen. Schon hierdurch wird deutlich, dass Überzeugungen und Weltsichten – auch unsere gegenwärtigen – etwas Gewordenes sind und deswegen einer kritischen Infragestellung zugänglich. Um diese leisten zu können, lassen sich verschiedene Wege der Evaluation und Abwägung von Argumenten und Behauptungen vorschlagen, die man am besten dadurch erlernt, dass man macht, was eigentlich philosophieren heißt: nämlich kritisch denken. Die immer aktuelle Relevanz der Philosophie für alle Bereiche des menschlichen Lebens (Politik, Ethik, Wissenschaft, Technik, Kunst und Kultur etc.) kann deswegen nicht hoch genug veranschlagt werden.
Die Philosophie ist aber zugleich auch eine Textwissenschaft, da sie sich mit den Schriften der Philosophen befasst und auf der anderen Seite auch vom Studenten immer wieder die Erstellung solcher Texte erfordert. Deswegen umfasst das Studium der Philosophie auch die Einführung in wissenschaftliche Arbeitstechniken im Allgemeinen.
Grob lässt sich der Studiengang Philosophie in die Bereiche der Geschichte der Philosophie, der Praktischen (Ethik, Moralphilosophie, Sozialphilosophie etc.) und der Theoretischen Philosophie (Metaphysik, Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie etc.) aufteilen.
Dr. Robert Ziegler
Lehrstuhl für Philosophie I
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